ATV - Mulcher

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20 Sep 2007
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Hallo Leute,
ich denke immer mal wieder über den Kauf eines eigenangetriebenen Mulchers nach. Da gibt es ja einige Geräte am Markt. Hintergrund ist der, daß man mit eigenem Gerät natürlich flexibler ist. Eine größerer Fläche macht seit Jahren ein ansässiger Landwirt für uns, das macht keinen Sinn. Denkbar wäre allerdings das gelegentliche Mulchen von Wegen zwischen den Feldflächen, damit sie für Rehwils attraktiv werden, Wildackerränder nachmulchen, evtl. kleine Wiesenschäden selber vorbereiten etc. Dadurch, daß ein kleiner Allrad- Schmalspurschlepper zur Verfügung steht, wäre das vielleicht interessant. Worauf soll bei den Geräten geachtet werde? Gussschlegel oder diese Blechstreifen, Motor: No- Name oder besser Honda / B&S? Ich feue mich auf eure Erfahrungen!
 
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23 Nov 2012
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Ich spiele auch mit dem Gedanken mir einen solchen Mulcher für mein ATV zuzulegen.
Das mitt der Artenvielfalt ist durchaus ein Argument! In unserem Waldrevier sehe ich das aber nicht so kritisch. Die „ungepflegten“ Wegeränder verfilzen von Jahr zu Jahr und verbuschen zusehends. Mit einem Mulcher freigehalten und 1-2 pro Jahr gemulcht, wächst da wieder was wovon dann sicherlich Wild und Insekten von profitieren und man noch dazu auch Bejagungsschneisen bekommt.
 
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20 Sep 2007
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Das Reh hat überall genug zu fressen. Mach dir mal Gedanken zum Thema Insekten und Mulchen. Ich finde diese Deutsche unart das alles sauber sein soll unmöglich und frevelhaft.
Ich fürchte, da hast du Recht... daran habe ich gar nicht gedacht.... und der Rückgang der Insekten ist wirklich ein Problem
 
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20 Sep 2007
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Mir ging es aber auch gar nicht um sauber und ordentlich, das hat mit Natur wenig zu tun. Man bekommt es halt im großen Stil vorgemacht. Wenn ich alleine überlege: vor einigen Jahren hatte ein Landwirt am gleichen Tag Getreide geerntet, Roundup verteilt und darauf dann Mais gelegt. Alles für die Vergasung..... das war schon pervers.
 
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11 Dez 2006
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Ich spiele auch mit dem Gedanken mir einen solchen Mulcher für mein ATV zuzulegen.
Das mitt der Artenvielfalt ist durchaus ein Argument! In unserem Waldrevier sehe ich das aber nicht so kritisch. Die „ungepflegten“ Wegeränder verfilzen von Jahr zu Jahr und verbuschen zusehends. Mit einem Mulcher freigehalten und 1-2 pro Jahr gemulcht, wächst da wieder was wovon dann sicherlich Wild und Insekten von profitieren und man noch dazu auch Bejagungsschneisen bekommt.
Nein.
Da wird nichts wachsen wovon Wild und Insekten profitieren.
Das wird weiter verarmen und noch mehr verfilzen.
Die angedachten Profiteure samt deren Larven, Eiern und weiteren Entwicklungsstadien wurden nach ein bis zweimaliger "Behandlung" ja bereits erfolgreich geschreddert.
Lasst diese Drecksmulcherei endlich bleiben.
Mulchen kann man die Seitenstreifen von Autobahnen und Bundesstrassen, sowie landwirtschaftliche Flächen als Teil eines Anbaukonzeptes (Maisstoppeln, Mulchsaatverfahren etc.)
Was nutzt ist einmaliges, spätes mähen und abfahren - ist aber mühsamer, aufwändiger und teuerer und macht auch nicht soviel Spaß wie "Hirn- und Rücksichtslos mit Vollgas über die Fläche mulchen"....
Btw.... was zur Hölle ist eigentlich grundsätzlich am Verbuschen so schlimm ?
Auch so ein Kampfbegriff der Landschaftsgärtnerei - man spürt dabei förmlich die Sehnsucht nach sauberen Parkanlagen wo nur wachsen darf, was dem Pfleger gefällt und vom Gärtner erzogen wurde, exakt an dem Platz, der so pittoresk ins gewüschte Landschaftsbild passt.
Lasst doch - verflucht nochmal - gerade als Jäger - endlich auch mal was stehen und wachsen.
Und wenns wirklich notwendig ist, Bereiche zu pflegen und offen zu halten, dann holt euch nen Balkenmäher und nen Rechen....
Übrigens, zugewachsene Wege sind zwar unschön zu befahren - sorgen aber auch für mehr Ruhe im Revier .... ;)
 
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Mal abgesehen davon, daß das in keinster Weise eine Antwort auf die gestellte Frage ist.... einen Balkenmäher habe ich sogar, damit lassen sich aber z.B. keine Schäden reparieren. Das wäre nämlich der zweite Teil des Einsatzbereiches. Wer damit Erfahrugen hat, kann sich gerne dazu äußern.
 
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11 Jan 2021
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Worauf soll bei den Geräten geachtet werde? Gussschlegel oder diese Blechstreifen, Motor: No- Name oder besser Honda / B&S?

Eine gute Frage:
Wenn die zu mulchenden Flächen frei sind von Astwerk, Steinen, Schotter, etc., dann ist es fast egal um welche Schlegel es sich handelt.
Ansonsten gilt der Grundsatz: je robuster und schwerer die Schlegel sind (am besten erachte ich Hammerschlegel aus schwerem Gusseisen), je besser die Arbeitsweise. Dies Dinger haben viel eigene "Schwungmasse", was die Arbeitsweise des Mulchers angenehmer macht. Und diese Schlegel sind einfach wenig anfällig gegen Störungen und Fremdkörper.
Natürlich hat ein Gerät in besserer Ausführung seinen Preis.

Da muss dann jeder für sich entscheiden, was er möchte und für welchen Preis er sich eine entsprechende Qualität zulegt.

Ich persönlich hatte mir vor einigen Jahren auch diese Frage zu beantworten. Das Ergebnis: Wenn es wirklich etwas zu mulchen gibt, so lasse ich es von einem bekannten Landwirt oder einem Lohnbetrieb ausführen und bezahle ihm das.
Warum? Als ehemaliger Landwirt weiß ich zu gut, dass die sogg. "zapfwellengetriebenen" Geräte einem enormen Verschleiß unterliegen. Wenn ich alles zusammen rechne (Anschaffung, laufende Kosten; Zeit für Reparaturen und Wartung), dann überlasse ich solche arbeiten lieber den Leuten, welche wirkliche Profigeräte haben. Das Ergebnis ist dann i.d.R. auch ein besseres.

Auch wenn es nicht gefragt war:
Wir mulchen im Revier nur das nötigste, damit die Wege und Ränder nicht verbuschen, also alle 2 bis 3 Jahre. Wir haben festgestellt: je "saubere" sie Ränder sind, desto mehr Spaziergänger und Freunde der Jagd hat man im Revier. So tolerieren wir mittlerweile einen verträglichen Bewuchs an Brombeeren und Co. Es dient dem Wild als Deckung und damit auch den Jägern.
Etwas anderes sind natürlich die Wildwiesen. Da geht es nicht ohne Pflege.

VG
 
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