Auerhuhn und Windkraftanlagen im Schwarzwald

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Warum nur beschleicht mich das ungute Gefühl, dass hier der Artenschutz für eine (völlig verfehlte links-grüne) Ideologie geopfert wird.

Zitat aus der BZ:
Das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn muss in mehreren Regionen des Schwarzwaldes nicht mehr berücksichtigt werden, wenn es um Planung und Bau von Windrädern geht. Im Gegenzug sollen Flächen besonders geschützt werden, um dort eine überlebensfähige Population der Vögel im Schwarzwald aufzubauen und zu erhalten. Umwelt- und Agrarministerium haben sich nach Angaben von Mittwoch geeinigt. "Nach der neuen Planungsgrundlage spielt der Auerhuhnschutz auf rund 15.000 Hektar Windpotenzialfläche im Schwarzwald künftig keine Rolle mehr", teilten Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) und Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mit.
 
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Die Windkraftlobby muss sich beeilen, bevor die Masse bemerkt das Windkraft nicht die Lösung sondern Teil des Problems ist.

Interessant beim Thema Windkraft ist ja auch wie die selben Akteure, die Forschung an echten Alternativen verhindern wollen. (siehe dazu Grüne auf EU Ebene und Fusionsreaktoren)

Bevor jetzt wieder jemand um die Ecke kommt und sagt wie unrealistisch Fusionsreaktoren sind, stelle ich die Gegenfrage wie realistisch ist die Speicherung des Stroms aus Wk in den benötigten Mengen.
 
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Warum nur beschleicht mich das ungute Gefühl, dass hier der Artenschutz für eine (völlig verfehlte links-grüne) Ideologie geopfert wird.

Zitat aus der BZ:
Das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn muss in mehreren Regionen des Schwarzwaldes nicht mehr berücksichtigt werden, wenn es um Planung und Bau von Windrädern geht.
Man hat andernorts sich schon wegen dieser blöden lästigen Vögel eine blutige Nase geholt.
Die Windkraft-Lobby ist gut vernetzt, das spricht sich rum. Und jetzt geht man die Sache halt so an.

Es wurden auch schon von anderen Vogelarten Nester von Vandalen kaputt gemacht im Vorfeld solcher Bauvorhaben. Täter werden nicht gefunden.
Man kann niemand haltlos verdächtigen (wobei es beim Luchs ja auch gemacht wird mit uns). Es ist aber echten Naturschützern schon aufgefallen, dass die vertriebenen Vögel beim Bauvorhaben gestört hätten.

Soweit es mich betrifft wünsche ich den Leuten das Zehnfache von dem was sie mir und/oder den unschuldigen Vögeln wünschen. ;)😇
 
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Gilt auch für den Nationalpark Schwarzwald.
Raubwildbejagung ist verboten, somit erledigt sich das eh von selbst.

Naja zumindest werden die Vögel es kaum schaffen von den Windrädern erschlagen zu werden...
 
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Naja zumindest werden die Vögel es kaum schaffen von den Windrädern erschlagen zu werden...
Das ist viel zu kurz gehüpft beim Denken.

Die sind empfindlich auf "Zivilisations-Störungen". Die liefern die Anlagen nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Die Aufstellorte müssen mit Wegen erschlossen werden, mit Sicherheit auch im Winter geräumt.
Die Wege wiederum ziehen Spaziergänger usw. zusätzlich ran.

Wer da entscheidet, dass dem Auerwild das vor die Nase bzw. ins Wohnzimmer gesetzt wird, dem kann man eigentlich nur an den Hals wünschen man möge ihm selber ohne Vorwarnung das Haus abreißen und er dann auch heimatlos und ohne Ahnung wie es weitergehen soll dastehen. :mad:
 
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Ich glaub, es war gestern die Sendung PlusMinus auf ARD, da wurde von den umweltschädigenden Gas (SF6) oder so ähnlich gesprochen, das bedeutend schädlicher ist als alles Bekannte, aber ohne dieses Gas in den Anlagen nichts läuft und trotz aller Vorsicht immer wieder etwas austritt und enorm für schädigend ist. Ich habs leider nur im Halbschlaf mitbekommen.
Wer kann mir darüber etwas näheres sagen, was es damit auf sich hat?
D.T.
 
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Das ist viel zu kurz gehüpft beim Denken.

Die sind empfindlich auf "Zivilisations-Störungen". Die liefern die Anlagen nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Die Aufstellorte müssen mit Wegen erschlossen werden, mit Sicherheit auch im Winter geräumt.
Die Wege wiederum ziehen Spaziergänger usw. zusätzlich ran.

Wer da entscheidet, dass dem Auerwild das vor die Nase bzw. ins Wohnzimmer gesetzt wird, dem kann man eigentlich nur an den Hals wünschen man möge ihm selber ohne Vorwarnung das Haus abreißen und er dann auch heimatlos und ohne Ahnung wie es weitergehen soll dastehen. :mad:
Der Sarkasmus war wohl nicht ganz ersichtlich ;)
 
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Ich glaub, es war gestern die Sendung PlusMinus auf ARD, da wurde von den umweltschädigenden Gas (SF6) oder so ähnlich gesprochen, das bedeutend schädlicher ist als alles Bekannte, aber ohne dieses Gas in den Anlagen nichts läuft und trotz aller Vorsicht immer wieder etwas austritt und enorm für schädigend ist. Ich habs leider nur im Halbschlaf mitbekommen.
Wer kann mir darüber etwas näheres sagen, was es damit auf sich hat?
D.T.
 
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Fragt mal die Menschen, die seit Jahrzehnten in unmittelbarer Nähe zu Kernkraftwerken leben, was die von Windkraft halten.

Das Auerhuhn wie auch andere Rauhfußhühner gehen bei uns seit Jahrzehnten zurück. sie werden bei uns noch weiter zurück gehen und bis auf wenige Areale (Alpen?) irgendwann aussterben. Global gesehen ist das kein Problem, in Skandinavien und Osteuropa existieren gesicherte Populationen und die werden dafür sorgen, dass die Rauhfußhühner überlebene werden, nicht die Reste ehemal bedeutender Vorkommen im Schwarzwald, der Rhön, Spessart oder wo es se sonst irgendwann mal gegeben hat.

Lustiger weise ist das Auerhuhn (das auf Nadelholzbestände angewiesen ist) in vielen Bereichen erst nach Umstellung der Forstwirtschaft auf nadelholzdominierte Bestände als Kulturfolger eingewandert. hier zum Beispiel gab es bis ins 17. Jahrhundert kein Nadelholz und (vermutlich, ich war nicht dabei) auch keine Auerhühner. Jetzt wandeln sich die Waldbilder wieder großflächig aufgrund veränderter Rahmenbedingungen (z.B. Klimawandel) und das Auerhuhn verliert Lebensraum. Das verliert den auch ganz ohne Windkraftanlagen!

Ich gehe auch mal davon aus, dass der Raum, der nun für die Windkraftanlagen frei gegeben werden soll, auch jetzt schon auerhuhnfrei ist und man jetzt halt die Hoffnung auf Wiederbesiedlung aufgegeben hat.

Ich erlebe hier, wie Vögel, explizit der Rotmilan, instrumentalisiert wird, um eigene Interessen voran zu treiben, bzw. anderer Leute Bestrebungen zu verhindern. Da werden Menschen zu erbitterten WKA-Gegnern und Naturschützern. Interessanter weise wurden sie das erst, als der Standort auf ihrem Acker aus der Planung gestrichen wurde...

Naturschützer, egal ob staatlich oder nicht staatlich, erlebe ich überwiegend als Verhinderer. Die finden zwar alternative Energieformen total wichtig um das Klima zu retten, aber bitte nur da, wo sie keinen Schaden anrichten, also am besten nicht vor der eigenen Haustür. Lösungen hört man nie von denen, immer nur, wie es nicht gehen kann. Beispiel: Abschaltautomatiken für WKA. statt das zu propagieren, werden stattdessen Gutachten über Gutachten geschrieben, warum die WKA da oder dort nicht gebaut werden soll.

Zu dem Gas SF6: Es ist bereits erkannt, dass davon eine Gefahr ausgeht. ich bin überzeugt, das bereits genügend kluge Köpfe daran arbeiten, eine weniger schädliche Substanz zu entwickeln, die das Gas bei seiner gegenwärtigen Verwendung ersetzen. erfolge wird es aber nur geben, wenn genug Mittel und Kapazitäten in die Entwicklung gesteckt werden, wenn also weiterhin Technologien gebaut werden, die entsprechenden Gase benötigen. Ähnlich wird es auch mit den Speichern für E-Autos laufen. Wenn man sagt, das wird eh nix, wird es auch nicht entwickelt werden. Heut zu Tage werden die wenigsten wegweisenden Entwicklungen noch "zufällig" ge- oder erfunden. Das letzte as mir einfällt war vermutlich Viagra.
 
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Jede Technik hat irgendein Risiko und irgendeinen Nachtel (wenigstens), es kommt auf die Abwägung ab. Und frag doch mal jemanden, ob er für das Auerhuhn mal 10 Minuten sein Smartfon weglegen könne. Den Leuten muss klar werden (notfalls gemacht werden), dass ihre Bequemlichkeit einen Preis hat und sie den gefälligst auch selber zahlen sollen.
 
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Ich erlebe hier, wie Vögel, explizit der Rotmilan, instrumentalisiert wird, um eigene Interessen voran zu treiben, bzw. anderer Leute Bestrebungen zu verhindern. Da werden Menschen zu erbitterten WKA-Gegnern und Naturschützern. Interessanter weise wurden sie das erst, als der Standort auf ihrem Acker aus der Planung gestrichen wurde...
Was hast Du gegen den Rotmilan?

Naturschützer, egal ob staatlich oder nicht staatlich, erlebe ich überwiegend als Verhinderer. Die finden zwar alternative Energieformen total wichtig um das Klima zu retten, aber bitte nur da, wo sie keinen Schaden anrichten, also am besten nicht vor der eigenen Haustür. Lösungen hört man nie von denen, immer nur, wie es nicht gehen kann.
Ich nehme JEDES Wasserkraftwerk, gern auch direkt vor der Haustür.
Es würde das eigentliche Energieversorgungs-Problem verringen. Das heißt nämlich: Grundlastfähigkeit.

Ich kenne aber auch die offiziellen Pläne meines eigenen Landkreises was an Energiegewinnung geht bzw. gehen würde. Da wo das Auerwild faktisch ist wird von riesigen Windrädern geträumt. Die Auflistung der anderen selten Vogelarten lasse ich jetzt, sind einige.
Die Nutzung von Wasserkraftwerken - also mehr als den schon vorhandenen, eher kleinen - wird mit dem Verweis auf den Naturschutz vom Tisch gewischt.

Wenn kein Wind weht - hätten wir dann keinen Strom. Die paar seltenen Arten? Pech gehabt.
Das Wasser rinnt den ganzen Tag - darf aber der Natur wegen nicht genutzt werden.

Zufällig, sicher nur Zufall, was sonst: Gibts Leute Deines Berufsstands, die von den Windanlagen profitieren würden. Der Hektar Wald gibt einfach vom Holz her nicht so viel Kohle her wie die Einnahmen von den Windanlagen-Betreibern. Teufel aber auch! :oops:

So fügt es sich dann, dass ich weder an der Wasserkraft, noch an der Windkraft was verdienen würde und mir eine deutliche Diskrepanz auffällt. Die technisch im Sinne der gesicherten Versorgung bessere Lösung scheitert am Naturschutz.
Die mit der größten Interessen-Lobby ist technisch schlechter. Für die soll aber der Naturschutz abgeschafft werden.

Ah ja, schön. :devilish: :evil:
 
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Hinzu kommt noch, dass sich keine Windkraftanlage im Schwarzwald energietechnisch rechnet. Der Herstellungs- und Unterhaltungs-Aufwand ist höher als das, was an Strom erzeugt werden kann. Von den Problemen mit der späteren Entsorgung ganz zu schweigen. Selbst wirtschaftlich rechnet sich so gut wie keine der WKA im Schwarzwald - außer es wird als Prestigeobjekt fleißig subventioniert.
 

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