Auf den Barrikaden

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In unserem Kommunalwald wird z.B. gegattert, um die Kalamitätsflächen schnellstmöglich "umzubauen".

Das mag für euren Kommunalwald funktionieren, das ist aber nicht zwingend auf alle Wälder übertragbar.

Kommunalwälder haben häufig auch andere Prioritäten. Der Wald dient häufig primär der Erholung, wirtschaftliche Zwänge sind mitunter weniger ausgeprägt.
Manche bezuschussen den Wald mit Mitteln aus dem Haushalt, während andere lieber den Haushalt mit Erträgen aus den Wald bezuschussen.

Angesichts der großflächigen Schäden im Privat- und Landeswald ist eine Zäunung allerdings nur begrenzt möglich. Neben der zusätzlichen finanziellen Beanspruchung in einer wirtschaftlich angespannten Lage würde dadurch ein immenser Aufwand durch Planung, Durchführung, Kontrolle und Reperatur der Gatter entstehen.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
 
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1 Aug 2013
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Das mag für euren Kommunalwald funktionieren, das ist aber nicht zwingend auf alle Wälder übertragbar.

Kommunalwälder haben häufig auch andere Prioritäten. Der Wald dient häufig primär der Erholung, wirtschaftliche Zwänge sind mitunter weniger ausgeprägt.
Manche bezuschussen den Wald mit Mitteln aus dem Haushalt, während andere lieber den Haushalt mit Erträgen aus den Wald bezuschussen.

Angesichts der großflächigen Schäden im Privat- und Landeswald ist eine Zäunung allerdings nur begrenzt möglich. Neben der zusätzlichen finanziellen Beanspruchung in einer wirtschaftlich angespannten Lage würde dadurch ein immenser Aufwand durch Planung, Durchführung, Kontrolle und Reperatur der Gatter entstehen.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Das ist schon klar. Sollte auch nur aufzeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt und es auch massgeblich davon abhängt welche Forstvertreter beratend mitwirken und was die Gesellschaft, vertreten durch Orts-Gemeinderäte, mitträgt.
Diese angesprochenen reinen Holzgatter sind "wartungsarm". Rückbau durch reine holzbauweise nicht erforderlich.
 
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Wenn ein Jäger lieber Gattern als jagen möchte, darf er sich gerne melden.
Als ich das Thema „Zaun“ bei einem angesprochen habe, hat er mir alle Eide geschworen, dass er nun das Ruder rumreißen werde. Das werden wir im Frühjahr 2023 sehen. Wenn er das nicht getan hat, bekommt er 10 ha Zaun. Die darf fachmännisch gerne selber bauen, kontrollieren, unterhalten. Oder wir machen das und er bekommt eine nette Rechnung. Und die Pachtperiode war dann auch seine letzte, sind nur noch 3 Jahre.
 
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Mich würde mal einiges von den hier viel schreibenden interessieren:

1. Pächter oder Revierleiter
2. Jährliche Strecke Rehwild, restliche Schalenwild, Raubwild, Niederwild
3. Gesamte Jagdstrecke Rehwild oder Rehböcke? (Im Jagdleben)
4. Landbesitzer und/oder Bewirtschafter (gemeint sind hier nicht 50m2 Garten hinterm Haus)
5. Ortsansässig

Bin gespannt!


Ich für meinen Teil jage Sauen, Reh, Raubwild das möglichst kein/wenig Schaden entsteht. Man kann nicht alles verhindern, sollte sich aber bemühen, Ordnung zu halten.
 
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Noch kurz bevor ich mich wieder mit der Flinte an den Mais stelle:

Die oben zitierte Formulierung impliziert wieder einmal, dass "jagdliche Vergnügen" sei ein niedriger Beweggrund. Schließlich jagen ja Andere im höheren Auftrag der Klima-, Wald-, Weltrettung, ... .

Jeder - und zwar ausnahmslos - der in unseren Breitengraden die Jagd ausübt, ohne das sie Bestandteil seines beruflichen Stellenprofils ist, der tut dies um des Erlebnisses willen. Also "zum Vergnügen".

Wer das als Beweggrund nicht anerkennt, der will diesen Menschen die Jagd verweigern, der will die derzeit in unserem Land ausgeübte Form der Jagd abschaffen.

Das ist eine Position, die man vertreten kann und darf - nur muss man sie dann auch klar und deutlich formulieren und sich nicht hinter "dem Zeitgeist", "der gesellschaftlichen Stimmung", "den modernen Anforderungen" verstecken.

Auch in diesem Faden empfehlen beruflich und wirtschaftlich vom Holz abhängige öffentlich Alimentierte doch den auf eigene Kosten Jagenden schon klar die Orientierung zum Tischtennis wenn die Weltrettung nicht ihr Antrieb ist.

Sehr gut beschrieben. (y)
 
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NEIN & Widerspruch!
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Jagd ist ein Eigentumsrecht - das ist korrekt!
Dann bestimmt der Eigentümer, wo und wie gejagt wird, im Rahmen des juristischen Rahmens.
Probleme gibt es da eher keine, außer irgendein Dritter - meist Ideologen - drängt die dort auf.
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..........
Nach 3x Absagen hat es sich i.d.R. erledigt. Damit kann ich leben!
Aber ich kann auch jeden Tag in Spiegel schauen - das ist der Maßstab!
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Schalenwild, ganz speziell Rehwild wird an den Pranger gestellt wie einst die Hexen.
Es sind damals wie heute Ideologen, die diese Thematik in die Gesellschaft getragen haben.


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:unsure: ... gefühlt kann ich mir den Rest sparen.

(y)
Deine Einstellung, Deine selbsterwartete Ehre würde Dich wahrscheinlich ansonsten aus dem Spiegelbild 🤮.
 
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18 Mrz 2018
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Jeder - und zwar ausnahmslos - der in unseren Breitengraden die Jagd ausübt, ohne das sie Bestandteil seines beruflichen Stellenprofils ist, der tut dies um des Erlebnisses willen. Also "zum Vergnügen".

Wer das als Beweggrund nicht anerkennt, der will diesen Menschen die Jagd verweigern, der will die derzeit in unserem Land ausgeübte Form der Jagd abschaffen.
Das kommt darauf an, was du als in unserem Land ausgeübte Form der Jagd bezeichnest. Wenn du damit die Knüpfung vom Jagdrecht ans Eigentum und das daraus folgende Reviersystem meinst, dann stimme ich dir nicht zu. Es wäre durchaus möglich, und wahrscheinlich sogar das sinnvollste, das Revierjagdsystem so zu belassen, wie es ist und gleichzeitig gesetzlich darauf zu pochen, dass Wildbestände dem Wald anzupassen sind. Vielleicht verginge dann dem ein oder anderen Jäger die Lust am Jagen und vielleicht könnte man dann auch nicht mehr die Pachtpreise verlangen, die heute teilweise gezahlt werden (oder man würde ganz darauf verzichten), aber das wäre ok.
Wenn du mit der in unserem Land ausgeübten Form der Jagd die Jagd in ihrer vielerorts gelebten Praxis meinst, dann hast du absolut Recht und dieser Forderung würde ich mich auch uneingeschränkt anschließen.

Mich würde mal einiges von den hier viel schreibenden interessieren:
Falls ich da auch dazu zähle:
Mich würde mal einiges von den hier viel schreibenden interessieren:

1. Pächter oder Revierleiter
Weder noch.

2. Jährliche Strecke Rehwild, restliche Schalenwild, Raubwild, Niederwild
In den letzten Jahren so durchschnittlich 50 St. Rehwild und 7 St. Schwarzwild. Was anderes bejage ich nicht. Letztes Jahr habe ich erst meinen ersten Hasen geschossen, weil der sich an den frisch gepflanzten Elsbeeren zu schaffen gemacht hat.
Dieses Jahr wird es wohl insgesamt deutlich weniger, weil ich beruflich viel unterwegs bin.

3. Gesamte Jagdstrecke Rehwild oder Rehböcke? (Im Jagdleben)
Kann ich nicht genau sagen, habe zu spät angefangen, für mich Buch zu führen. Es sind mehr als 200 und weniger als 300.
Und da diese Zahlen ohne Kontext ja ein bisschen nichtssagend sind: ich habe seit meinem 16. Lebensjahr den Jagdschein und bin noch deutlich jünger als 30.

4. Landbesitzer und/oder Bewirtschafter (gemeint sind hier nicht 50m2 Garten hinterm Haus)
Nein.

Im weitesten Sinne ja.
 

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