Auf den Barrikaden

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... das sind endlose Diskussionen, ohne dass die irgendwo hinführen :cool:

Es ist zu vermessen zu glauben, dass man uns Jagdscheininhaber unter einen Hut bringen kann.
Wahrscheinlich würde ich mich sogar vehement wehren.
Denn so manches Detail kann ich nicht im Ansatz akzeptieren - die Ausreden und Erklärungen
schon gar nicht.
Das einzige, was wir zufällig gemeinsam haben, ist der Besitz eines Jagdscheins.
-
Denn als VW-Golf-Fahrer muss ich auch nicht jeden anderen Golf-Fahrer cool finden ... o_O
 
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Nun, in der langfristigen Betrachtung sorgen die selbsternannten heterodoxen Jäger - ganz entgegen ihrer eigenen Wahrnehmung - für die Abschaffung der Jagd. Und das betrifft eben jeden Jäger.

Um das zu erläutern müsste ich viel weiter ausholen als ich an dieser Stelle Lust habe, habe das aber schon x-mal hier im Forum erläutert. Es ist somit nachzulesen.

Die Heterodoxen sind nicht "böse", sie haben in ihrer Anbiederung an den Zeitgeist und mit der Begründung der Jagd ausschließlich als nützliche Pflicht im Kampf um den Wald und gegen den Klimawandel nur eine Sackgasse beschritten.
Nein, die traditionelle Jagd, die die aktuellen Probleme negiert und nicht bereit ist, die Konsequenzen aus der Sitution zu ziehen, sondern um ihrer selbst Willen auf Erhaltung der selben pocht, wird scheitern und zum Untergang der Jagd führen.
Was ist das Ergebnis dieser Begründung über die "dienende Nützlichkeit"? Wie sieht die heterodoxe Zukunft der Jagd aus?
Es wird keine Niederwildjagd in unserem Land geben und auch keine persönliche Revierverantwortung mehr. Die jagdbaren Arten sind auf sehr wenige Schalenwildarten reduziert, die Jagdzeit auf diese wird auf drei Monate (November, Dezember, Januar) beschränkt sein, als einzige Jagdart wird die Bewegungsjagd durchgeführt. Das eine solche "Jagd" Jagdausübende erfordert, die ein anderes Selbstverständnis haben und einer anderen Sozialstruktur entstammen, dass versteht sich von selbst.
Nur, wenn es der Jägerschaft in Summe nicht gelingt, die Schalenwildbestände anzupassen, damit der §1 "im wesentlichen ohne natürliche Schutzmaßnahmen" umgesetzt werden kann.
Die so durchgeführte Schalenwildreduzierung zum Zwecke des Waldschutzes wird gesellschaftlich möglicherweise zunächst noch als nützlich geduldet werden, aber nur so lange, bis eine unblutige Bestandskontrolle/-reduktion (Impfköder zur chemischen Verhütung / Sterilisation) noch nicht umfassend greift.
Die Jagd wird solange geduldet, wie die Jäger es schaffen, dass die Anforderungen der Gesellschaft auch umgesetzt werden. Wenn diese Grundvoraussetzung nicht erfüllt werden und ein bezahltes Wildtiermanagement unterm Strich günstiger wird als die hergebrachten Modelle (Pachteinnahmen) abzüglich Waldschutzkosten (Zaunbu, Einzelschutz, Wildschäden), dann wird die Jagd in ihren Grundfesten umgestaltet und dann werden auch alle "unschädlichen" Arten aus der Bejagung herausgenommen. Wer also weiterhin Hasen, Rebhühner, Fasanen, Enten, Füchse usw. bejagen möchte, der sorge bitte dafür, dass Reh, Rot und Schwarzwild keine größeren Schäden in Wald und Flur anrichten.
Ich nehme Euch heterodoxen Jägern ja sogar gerne ab, dass Ihr tatsächlich glaubt die Jagd funktionell begründen zu können / zu müssen um sie zu erhalten. Nur ist Euer Prinzip nicht zu Ende gedacht. Euer Modell führt zu keiner gesellschaftlichen Akzeptanz, sondern nur zu einer gesellschaftlichen Duldung. Und zwar nur bis zur Erfüllung der jagdbegründenden Funktion ohne die Jagd selbst.
Wenn die gesellschaftlichen Anforderungen an die Jagd, die eigentlich schon seit Jahren auch in den Gesetzen formuliert sind, endlich umgesetzt würden, dann und nur dann haben die Ideologen, die die Abschaffung der Jagd fordern, keine Argumente mehr, die Jagd abschaffen zu wollen.
Die Jagd nach dem ÖJV-Prinzip zu begründen und sie damit erhalten zu wollen, dass ist so hilfreich, wie sich bei Kälte in die Hose zu pullern. Das wird zwar auch für ´ne kurze Zeit ganz warm, ist aber nachher umso kälter.
Nein, wer meint, die Jagd wird in der gegenwärtigen Form weiterbestehen, weil es die schon immer so gegeben hat und weil die gut so ist, wie sie ist, der steckt den Kopf in den Sand und wird sich wundern wie die Welt aussieht, wenn er den Kopf irgendwann wieder aus dem Sand zieht.
Euch also "Euer Ding" unwidersprochen machen zu lassen, dass heißt sehenden Auges die Abschaffung der Jagd zuzulassen. Ihr reduziert die Jagd auf ein "Mittel zum Zweck" und hofft damit auf gesellschaftliche Akzeptanz Eures Tuns als "notwendiges Übel" im Kampf für das Klima. Kann man machen, ist aber sehr endlich.
Der ÖJV ist nach meiner Auffassung eher ein Waldbauverein und deckt dort den Jagdlichen Flügel ab. Gerade wenn es z.B. um Fuchsbejagung und Niederwildhege geht, schießt er dabei deutlich über die eigenen Ziele hinaus und schadet mehr als er nutzt, weil neben dem Niederwild halt auch viele (nichtjagbare) Bodenbrüter davon profitieren. Würden die beim Schalenwild bleiben, sich darauf konzentrieren und Zugeständnisse bei der Niederwildhege im Feld machen, wär vermutlich allen geholfen.

PS: Für einen Flintenjäger hängst Du Dich bei einem reinen Schalenwildjäger aber ziemlich ins Zeug.
 
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Lass doch bitte diese unsägliche Vereinnahmungsdialektik stecken wenn Du auf meinen Beitrag antwortest. Ich bin weder "wir" noch "ihr".

Ich glaube, ich habe es Dir schon einmal erklärt - aber bitte:
Tiere töten zur Wald-/Klimarettung zur persönlichen Begründung der Jagd ist genauso verlogen, wie die Mär der Altvorderen sich zum Ersatz für das Großraubwild zu erheben um Bestände zu regulieren und alte und schwache Stücke ... blablaba ... Hege ... blablabla.

Du jagst genauso wenig zur Waldrettung wie ich oder jeder andere Jäger in unseren Breitengraden. Du jagst, weil das Erlebnis Dir Freude bereitet. Es gibt in unserem Land genug Jäger, die bei entsprechender Einladung und Freigabe stellvertretend für Dich und mich das Klima retten und uns auch sicher gerne Wildbret verkaufen. Dazu musst Du Dich nicht zum Dienst an der Gesellschaft und am Klima persönlich gramgebeugt in den Wald schleppen.

Beide Begründungen (der Heger und Bestandskontrollierer und der Klimaretter) sind in ihrer Folge "Nebeneffekte" der persönlichen Motivation (Spaß, Freude, Thrill, ...) zur Jagd.

Wenn wir dies nicht endlich nicht nur ehrlich sagen, sondern diese persönliche Motivation auch deutlich bewerben und vor die (durchaus guten) Nebeneffekte stellen, dann wird die Jagd tatsächlich das, was die Heterodoxen der Gesellschaft verkaufen: Ein notwendiges Übel.
Ich glaube Du machst den großen Fehler, beim Rehschreck (und vermutlich auch mir) nicht zu unterscheiden zwischen Motivation (Jagen aus Freude) und Legitimation (So jagen, dass dem Anspruch der Gesellschaft an die Aufgaben der Jagd in einer sich verändernden Umwelt gerecht zu werden). Wer aber im Sinne der Gesellschaft jagt, dem wird man auch Zugeständnisse machen, in Bereichen die nicht der Notwendigkeit unterliegen.

Wer keine Freude an der Jagd hat, der wird in den seltensten Fällen erfolgreich jagen, den ihm fehlt die Motivation. Und nur weil man nach einer anstrengenden Jagd drei Tage Muskelkater hat und kreuzlahm daher kommt, heißt das noch lange nicht, dass einem die Jagd nicht Spaß gemacht hat - ganz im Gegenteil. andersrum: wer keine Freude daran hat, wird auch nicht an die eigenen Grenzen gehen und dementsprechend auch nicht so erfolgreich sein, wie die, die mit ganzem Herzen dabei sind.
 
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*bei einem reinen Schalenwildthema...
Die hier vertretene "große Linie" der modernen, nützlichen und der Gesellschaft dienenden Schalenwildjagd zur Wald- und Klimarettung wird in Anbiederung an den Zeitgeist der woken und naturentfremdeten Gesellschaft zuerst die Flintenjagd opfern um (zunächst) weiter fröhlich und unbeschwert Bewegungsjagden durchführen zu können.

Insofern ist ein Flintenjäger zuerst von der politischen Wirkung der "modernen", "progressiven" und "woken" Klimajäger mit .308 betroffen.

... Wer keine Freude an der Jagd hat, der wird in den seltensten Fällen erfolgreich jagen ...
Ich glaube sogar sehr gerne, dass ihr Freude an dem habt, was ihr für Jagd haltet. Nur ist Eure Haltung in Bezug auf die Rolle der Jagd in der Gesellschaft geprägt vom klassischen Motto "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus - zünd and´re an."

Wenn der Hinweis auf "den Flintenjäger" als "halt Dich hier raus" gemeint war, dann ist die "konstruktive Auseinandersetzung zur Zukunft der Jagd mit der Gesellschaft" als Wesensmerkmal der heterodoxen Jägerschaft wohl eher ein Lippenbekenntnis. Denn "Gesellschaft" bin ich auch.

"Halt dich hier raus" wäre in der gesellschaftlichen Diskussion allerdings dann spannend, wenn man den alten Grundsatz der persönlichen Befangenheit einbezöge. Inwieweit kann / darf / soll die Stimme von Betroffenen mit eigenen wirtschaftlichen Interessen in einer solchen Diskussion Gewicht haben? Haben abhängig Beschäftigte - nicht selten sogar im rechtlichen Status des Alimentationsprinzips bei Beamten - ihre Rolle als Fachberater in einem betroffenen Bereich verlassen? Kämpft die Forstpartie für die Zukunft der Jagd oder für ihre eigene? Diskutieren hier die Frösche über die Zukunft des Sumpfes?
 
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Du jagst, weil das Erlebnis Dir Freude bereitet.
Da stimmte ich dir zu 100% zu. Aber ob du es glaubst oder nicht, ich ziehe einen Großteil meiner Freude an der Jagd aus der Sinnhaftigkeit, die ich dahinter sehe. Und damit ist meine Behauptung, ich jage, damit auch im Klimawandel noch Wald teil unserer Kulturlandschaft ist, in keiner Weise verlogen.

Wenn wir dies nicht endlich nicht nur ehrlich sagen, sondern diese persönliche Motivation auch deutlich bewerben und vor die (durchaus guten) Nebeneffekte stellen, dann wird die Jagd tatsächlich das, was die Heterodoxen der Gesellschaft verkaufen: Ein notwendiges Übel.
Aber ein notwendiges Übel ist, wie der Name ja sagt, immerhin notwendig. Das, was die Jägerschaft da größtenteils betreibt ist absolut nicht notwendig und damit für die Gesellschaft verzichtbar.
Als Jäger wird man mehr für die Rechtfertigung des eigenen Tuns vorbringen müssen als "ich jage, weil es mir Freude macht". Es ist nichts falsch daran, dazu zu stehen, aber darauf als Existenzgrundlage zu bauen, ist schon ziemlich naiv.
 
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Jagd ist ein Eigentumsrecht. Ein Recht auf Spaß gibt es nicht. Die Jäger haben es selbst in der Hand, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sein wollen. Wer Teil der Lösung ist, dem gesteht die Gesellschaft Freiheiten zu. Wer als Teil des Problems gesehen wird, muss sich umorientieren. Wohin auch immer. Tischtennis vielleicht?
 
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... Die Jäger haben es selbst in der Hand, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sein wollen. Wer Teil der Lösung ist, dem gesteht die Gesellschaft Freiheiten zu. ...
Die Flintenjäger im Niederwildrevier sind nicht Teil des Problems. Das Problem haben / machen die Damen und Herren von der Forstpartie und die Schalenwildjäger.

Das gesellschaftspolitische Opfern der Niederwildjagd durch die heterodoxen Schalenwildjäger ist eine keine Lösung, sondern nur ein "Tun als ob", eine Anbiederung an die Ahnungslosen zum Erkaufen der Freiheit weiterhin Schalenwild bejagen zu dürfen. Hier wird bei Problem und Lösung vom Verursacherprinzip abgewichen.

Zu diesem Zweck wird der Popanz der Lodenjockel aufgebaut und die Lichtgestalt des modernen Wildmanagers im gesellschaftlichen Auftrag propagiert. Das fällt natürlich umso leichter, je uniformierter die Mehrheitsgesellschaft ist. Da kann man ruhig den Förster statt des Berufsjägers als Jagdfachmann verkaufen, schließlich kennen die meisten Mitmenschen die eigentliche Zielsetzung seines Tuns nicht.

Ich verstünde ja noch, dass man dieses Framing "nach Außen" aufzubauen sucht, aber doch bitte nicht gegenüber Jägern in einem Jagdforum.
 
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Jagd ist ein Eigentumsrecht. Ein Recht auf Spaß gibt es nicht. Die Jäger haben es selbst in der Hand, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sein wollen. Wer Teil der Lösung ist, dem gesteht die Gesellschaft Freiheiten zu. Wer als Teil des Problems gesehen wird, muss sich umorientieren. Wohin auch immer. Tischtennis vielleicht?
In dem Fall das es entweder oder wird werde ich mich für Tischtennis entscheiden und hoffe dass man Euch ganz allein das Problem lösen lässt, flächenddeckend…
 
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Ich selber habe vor mehr als zwanzig Jahren in einer staatlichen Regiejagd gejagt; in diesem 320-Hektar-Revier haben zwei engagierte Forstmännlein 234 Stück Rehwild innerhalb der ersten beiden Jahre erlegt.
Ich hab mir dann was anderes gesucht. Ich war der einzige Hundeführer in diesem Revier, und vor lauter Nachsuchen bin ich nicht mehr selber zum Jagen gekommen.

Wenns bei jeder Handbreit Rehdecke im Anblick Bumm macht, ist nichts anderes zu erwarten. :devilish: :evil:
 
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...................
Was ich mich allerdings immer wieder frage:
Wie konnte es in den großen Regiejagden der selbsternannten Profis mit Festanstellung oder Beamtenstatus, die ja nun als Jagdrechtsinhaber und gleichzeitig Jagdausübungsberechtigter über viele Jahrzehnte alle Gestaltungsinstrumente oder Trumpfkarten der Jagdausübung selbst in der Hand hatten, dazu kommen, das wir auch dort bezüglich Verbiss/Schälschäden immer noch keine vorbildlichen Waldbilder und/oder angepasste Wildbestände vorfinden.
Menschliche Fehler oder Systemfehler, Konsequenzen aus dieser Diskrepanz?

Was mich persönlich aber am meisten ärgert, ist der Versuch der Forstinstitutionen die alleinige Deutungshoheit über die Jagd zu erlangen und eine Umdeutung des Begriffes Jagd zu erreichen!

Es wird versucht die Verantwortung für eigene Fehlentscheidungen der vergangenen Jahrzehnte unter den Tisch fallen zu lassen und gleichzeitig auch noch für die zukünftigen potentiellen Fehl-Entscheidungen prophylaktisch einen "schwarzen Peter" verteilen zu wollen. .
Aktuell wird ja gerade prophylaktisch versucht ein potentielles Misslingen der für die kommenden Jahre erforderlichen Waldumbaumaßnahmen und Entscheidungen sakrosankt auf andere zu verlagern, indem man die Privat-Jäger als Hauptverantwortliche für ein potentielles Scheitern im Waldumbau darzustellen versucht!
....................

Als ich 2000 Hegegemeinschaftsleiter wurde und einigen Einblick über die Jagd im zuständigen Staatsforstamt, der Gesinnung des zuständigen Forstdirektors, den zurück-
liegenden sogenannten Verbißgutachten und deren fast immer gleichlautenden "Bewertungen" sowie dem dortigen Abschußgebaren nebst Abschußplan erhielt, glaubte ich manchmal auf einem anderen Stern zu leben. :mad:
Aber, dies ist Vergangenheit und darüber schweigt "des Sängers Höflichkeit".
 
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Nun, in der langfristigen Betrachtung sorgen die selbsternannten heterodoxen Jäger - ganz entgegen ihrer eigenen Wahrnehmung - für die Abschaffung der Jagd. Und das betrifft eben jeden Jäger.

Um das zu erläutern müsste ich viel weiter ausholen als ich an dieser Stelle Lust habe, habe das aber schon x-mal hier im Forum erläutert. Es ist somit nachzulesen.

Die Heterodoxen sind nicht "böse", sie haben in ihrer Anbiederung an den Zeitgeist und mit der Begründung der Jagd ausschließlich als nützliche Pflicht im Kampf um den Wald und gegen den Klimawandel nur eine Sackgasse beschritten.

Was ist das Ergebnis dieser Begründung über die "dienende Nützlichkeit"? Wie sieht die heterodoxe Zukunft der Jagd aus?
Es wird keine Niederwildjagd in unserem Land geben und auch keine persönliche Revierverantwortung mehr. Die jagdbaren Arten sind auf sehr wenige Schalenwildarten reduziert, die Jagdzeit auf diese wird auf drei Monate (November, Dezember, Januar) beschränkt sein, als einzige Jagdart wird die Bewegungsjagd durchgeführt. Das eine solche "Jagd" Jagdausübende erfordert, die ein anderes Selbstverständnis haben und einer anderen Sozialstruktur entstammen, dass versteht sich von selbst.

Die so durchgeführte Schalenwildreduzierung zum Zwecke des Waldschutzes wird gesellschaftlich möglicherweise zunächst noch als nützlich geduldet werden, aber nur so lange, bis eine unblutige Bestandskontrolle/-reduktion (Impfköder zur chemischen Verhütung / Sterilisation) noch nicht umfassend greift.

Ich nehme Euch heterodoxen Jägern ja sogar gerne ab, dass Ihr tatsächlich glaubt die Jagd funktionell begründen zu können / zu müssen um sie zu erhalten. Nur ist Euer Prinzip nicht zu Ende gedacht. Euer Modell führt zu keiner gesellschaftlichen Akzeptanz, sondern nur zu einer gesellschaftlichen Duldung. Und zwar nur bis zur Erfüllung der jagdbegründenden Funktion ohne die Jagd selbst.

Die Jagd nach dem ÖJV-Prinzip zu begründen und sie damit erhalten zu wollen, dass ist so hilfreich, wie sich bei Kälte in die Hose zu pullern. Das wird zwar auch für ´ne kurze Zeit ganz warm, ist aber nachher umso kälter.

Euch also "Euer Ding" unwidersprochen machen zu lassen, dass heißt sehenden Auges die Abschaffung der Jagd zuzulassen. Ihr reduziert die Jagd auf ein "Mittel zum Zweck" und hofft damit auf gesellschaftliche Akzeptanz Eures Tuns als "notwendiges Übel" im Kampf für das Klima. Kann man machen, ist aber sehr endlich.

(y)
.......... denn sie wissen nicht was sie tun. :mad:
 
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