Auf Drei Meter genau

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#1
GPS ist eine feine Sache, aber umständlich. Und die Weitergabe der Koordinaten am Telefon ist langwierig und umständlich und eine Fehlerquelle.
Nun gibt es eine geniale neue App bei what3words. Das Start-Up nutzt die Satellitenkarten etc. und rastert die WELT in drei-Meter Sektionen, die jeweils mit einer individuellen Wort-Kombination belegt werden.
Will ich nun also einem Jagdfreund den besten Ansitzplatz an einem Fernwechsel mitteilen, schicke ich ihm nur die Wörter-Koordinaten - z.B. http://w3w.co/geschickte.anpassen.winterspielen.
Er gibt es in seine App ein und findet den Platz auf Anhieb. Einfach und bestens, um einen Notfall schnell zu melden.
Man kann damit in seinem Revier prächtig alle interessanten Punkte bezeichnen und weitergeben.
Auch Treffpunkte in einer fremden Stadt zur IWA oder auf einer Messe, Flughafen, Autovermietung etc. etc. sind so schnell und leicht vereinbart. Ausprobieren und kommentieren.......


Links oben kann man Satellitenkarte oder Straßenkarte anwählen, rechts unten oder mit der rechten Maustaste die Karte vergrößern oder verkleinern. Famos!
 
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#2
Welchen Sinn macht es zu einem etablierten System ein weiteres hinzuzufügen, das weder genormt noch allgemein bekannt ist UND voraussetzt, dass der andere auch genau diese App verwendet?
Frag' doch mal eine x-beliebige Rettungsleitstelle, ob sie damit etwas anfangen können?

Und ob GPS überall und zu allen Zeiten auf 3 Meter Genauigkeit kommt wage ich auch zu bezweifeln.

Wenn dann ggf. (wie in Deinem Beispiel) eine Sprachbarriere dazu kommt ...

Dann doch wohl besser eine App, die die GPS-Koordinaten an den Empfänger sendet.


WaiHei
 
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#3
Welchen Sinn macht es zu einem etablierten System ein weiteres hinzuzufügen, das weder genormt noch allgemein bekannt ist UND voraussetzt, dass der andere auch genau diese App verwendet?
Frag' doch mal eine x-beliebige Rettungsleitstelle, ob sie damit etwas anfangen können?

Und ob GPS überall und zu allen Zeiten auf 3 Meter Genauigkeit kommt wage ich auch zu bezweifeln.

Wenn dann ggf. (wie in Deinem Beispiel) eine Sprachbarriere dazu kommt ...

Dann doch wohl besser eine App, die die GPS-Koordinaten an den Empfänger sendet.


WaiHei
Es gibt nicht DAS etablierte System. Sondern ungefähr zwölfdreißig verschiedene Koordinatensysteme. Die sich zum Teil verblüffend ähneln, bei Verwechslung aber mal schnell erhebliche Differenzen in der Position verursachen.

Das merkt Otto Normalanwender nur nicht, weil die Geräte die alle draufhaben, und bei Kommunikation genau dazuschreiben, welches sie grade verwenden.

Die Genauigkeit spielt für solche Zwecke und in dieser Größenordnung eine untergeordnete Rolle. Auf 10 m kamen schon die ollen Garmin, die neuesten Smartphones haben die russischen Satelliten dabei, die kommen unter freiem Himmel auf jeden Fall an die 3 m ran. Ob man da gerade die gewünschte Parzelle anpeilt, oder die daneben - so what.

Trotzdem find ich z.b. die deutschen Gauss-Krüger-Koordinaten sehr viel praktischer, weil die in Metern angegeben werden, da kann man sehr schön Distanzen abgreifen. Ganz ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel.
 
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#4
Dass es etliche Bezugssysteme gibt ist mir auch klar (Wie wär's mit WGS84?); ändert aber nichts an der Tatsache, dass da jetzt jemand versucht "etwas völlig neues" zu etablieren, was m.E. keinerlei Vorteile bringt, solange es nicht auch zum Quasi-Standard erhoben wird (woran ich aber nicht glaube).

Wie Du schon schriebst ist eine so hohe Genauigkeit (fast) nur in der Vermessung notwendig.
Bei Doc Holidays Beispiel mit dem Ansitzplatz dürften auch etwa 100m ausreichen - wer dann den Ansitzplatz nicht findet, der hat wohl ganz andere Probleme als die GPS-Genauigkeit.

Bei Gauss-Krüger-Koordinaten hört das mit der einfachen Rechnerei beim Übergang in einen anderen Meridianstreifen dann aber auch auf.


WaiHei
 
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#5
GPS ist eine feine Sache, aber umständlich. Und die Weitergabe der Koordinaten am Telefon ist langwierig und umständlich und eine Fehlerquelle.
Nun gibt es eine geniale neue App bei what3words. Das Start-Up nutzt die Satellitenkarten etc. und rastert die WELT in drei-Meter Sektionen, die jeweils mit einer individuellen Wort-Kombination belegt werden. ...
Wenn man sich die weiterführende Seite von what3words ansieht, geht es weniger um Positionsangaben, sondern vielmehr um ein globales Adressystem, das die Angabe von Land, Postleitzahl, Ort und Straße ersetzen soll. Bei Stockwerk und Tür-Nr. lässt dieser globale Adressystem aus.

Für Positionsangaben überall auf der Welt scheinen mir die alt engeführten Grad/Minuten/Sekunden, basierend auf dem WGS84, ausreichend. Damit ist man schon einmal auf rund 25 m dabei. Wer es genauer haben will, gibt zu den Sekunden zusätzliche Dezimalstellen an.
 
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#6
Man starte GOOGLE-MAPS und suche auf der Karte den Punkt, den ich weiter geben möchte. Dann ca. für 2 Sekunden den Punkt markieren und schon erscheint ein Marker. Dann auf TEILEN und schon geht ein Fenster mit allen Möglichkeiten dazu auf. Per SMS, WHATSAPP, MAIL, usw. ist der Versand möglich. Der Empfänger klickt auf die Nachricht und schon öffnet sich bei Ihm die Karte mit dem markierten Punkt.

Dafür braucht man keine weitere App.

Wenn ich gefunden werden möchte, starte ich WHATSAPP und suche mir einen Empfänger / eine Gruppe aus. Ich schreibe keine Nachricht, sondern klicke auf die Büroklammer. Dann auf STANDORT und AKTUELLEN STANDORT SENDEN (statisch). Oder ggf. LIVE STANDORT TEILEN (dynamisch).
 
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#7
Tja, man kann das Eine tun und das Andere auch. Erst mal im Namen der WuH-Forum-Nutzer Danke an venedigermandl für den informativen Beitrag. Das wünsche ich mir im Forum. Ich hatte ja auch um Kommentare gebeten.
Ich habe mehrere GPS Geräte und nutze diese oft. Trotzdem halte ich das What3Words-System für sehr gut. Es kommt halt immer auf den Zweck an. Daher habe ich bewußt den Thread unter Jagen weltweit gestellt.
In Colorado hatte ich im Januar den Fall, daß das Fire Department mit dem Löschzug zu einem höchst gefährlichen Buschbrand auf einer Farm im Huerfano County unterwegs war und den Ort erst nach Umherirren und zig Telefonaten fand.


Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Übermittlung per Telefon von „geschickte.anpassen.winterspielen“ (in Colorado natürlich den entsprechenden englischen flotten Wortdreier, in Frankreich den Französischen) ist sicherlich wesentlich sicherer als alternativ über GPS Koordinaten (nach WGS84 System!) 42°28'03.1"N 2°18'46.3"E oder 42.467519, 2.312872.
Einen Zahlendreher sieht man nicht, den Buchstabendreher aber wohl. In der Zentrale kann der Ort leicht am PC unter https://map.what3words.com nachgesehen werden, fall keine App auf dem Smartphone.
Und wenn ich meine Jagdfreunde/gäste zur Gamsjagd und Wapiti-Bären-etc. Jagd einweisen will, sind die Drei-Wort-Kombinationen wesentlich einfacher ins Smartphone einzugeben. Man benötigt kein zusätzliches GPS Gerät.
In den Pyrenäen habe ich unter anderem Einstiege in chaotische Felshänge, die man auf drei Meter genau finden muß, sonst irrt man laaaaange durch unwegsames Gelände oder kommt gar nicht weiter. Schön, wenn es dazu noch dunkel wird und der Rucksack mit Wild ganz schön schwer ist. Da kommt richtig Freude auf…
Genauso in Colorado mit verschwiegenen Fernwechseln, Ansitzplätzen, isolierten Wasserlöchern etc.
Und m. E. hat what3words eine große Zukunft. Wenn schon Daimler und Telekom da einsteigen (die hat sogar die 3Wort-Kombination am Eingang der Zentrale im Boden eingelassen!), und die mongolische Post mit der App ausliefert (statt: 100 Meter links nach dritter Tankstelle östlich Ulan Bator….), mongolische Banken bei der Kontoeröffnung und Führung die 3-Wort-Kombination als Anschrift akzeptieren…
Nochmal zur Praxis zum zweigleisigen Fahren – sicher ist sicher: Vorher in Google Earth oder Maps die interessierenden Punkte raussuchen, GPS Koordinaten gemäß venedigermandl speichern, dann in www.what3words.com ebenfalls (links oben Satellitenansicht oder andere einstellen, roten Punkt auf gewünschten Ort bringen, roten Punkt anklicken, dann per mail etc. weiterleiten…
Wie heißt es? „Das Gute ist der Feind des Besseren“
 
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#8
Wie gut das funktioniert, merkt man eines Tages daran, dass der Postbote die Frankonia- und Alljagd-Werbung bis auf den Hochsitz liefert...

:bye:
basti
 
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#9
Das System kommt zu spät und wird sich nicht durchsetzen.

Denn mittlerweile haben wir ja schon 52.000 forstliche Rettungspunkte in Deutschland, natürlich aufwendig beschildert und Tendenz selbstverständlich weiter steigend !
Ja welches andere (private) System soll denn da noch eine Chance haben ?! :-D


In mein Navi kann ich Koordinaten eingeben und das lotst mich dann mit dem Auto auf den kleinsten Wegen bis in die unmittelbare Nähe dieses Punktes, zu Fuss sogar bis genau auf den Punkt.
 
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#10
Tja, man kann das Eine tun und das Andere auch. Erst mal im Namen der WuH-Forum-Nutzer Danke an venedigermandl für den informativen Beitrag.
Den Beitrag von Snaggles fand ich mindestens genau so interessant.
V.a. zeigt er, dass dieses neue System im Prinzip überflüssig ist.


Das wünsche ich mir im Forum. Ich hatte ja auch um Kommentare gebeten.
Ich hoffe damit sind auch durchaus kritische gemeint.


Ich habe mehrere GPS Geräte und nutze diese oft. Trotzdem halte ich das What3Words-System für sehr gut. Es kommt halt immer auf den Zweck an. Daher habe ich bewußt den Thread unter Jagen weltweit gestellt.
Wie funktioniert denn What2Words außerhalb des lateinischen Alphabets?
Du bist im Iran, Mongolei, China, ... unterwegs und willst einen Notruf mit Koordinaten absetzen, bist aber der dortigen Schrift nicht mächtig ...
Da dürften dann Ziffern doch deutlich einfacher sein - oder irre ich da?


In Colorado hatte ich im Januar den Fall, daß das Fire Department mit dem Löschzug zu einem höchst gefährlichen Buschbrand auf einer Farm im Huerfano County unterwegs war und den Ort erst nach Umherirren und zig Telefonaten fand.
Und woran genau hat das gelegen?
An einem Zahlendreher in den übermittelten Koordinaten?

Je nachdem, an welcher Stelle der auftritt kann auch gleich klar sein, dass die Koordinaten nicht stimmen können - ein Buschbrand im Mariannengraben ist rel. unwahrscheinlich. ;-)


Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Übermittlung per Telefon von „geschickte.anpassen.winterspielen“ (in Colorado natürlich den entsprechenden englischen flotten Wortdreier, in Frankreich den Französischen) ist sicherlich wesentlich sicherer als alternativ über GPS Koordinaten (nach WGS84 System!) 42°28'03.1"N 2°18'46.3"E oder 42.467519, 2.312872.
Wenn man die Koordinaten so übermittelt, wie von Snaggles beschrieben, dann sind Zahlendreher doch auch ausgeschlossen.


Einen Zahlendreher sieht man nicht, den Buchstabendreher aber wohl. In der Zentrale kann der Ort leicht am PC unter https://map.what3words.com nachgesehen werden, fall keine App auf dem Smartphone.
Wie von Snaggles beschrieben benötigt man weder eine zusätzliche App, noch einen extra PC und durch die autom. Übernahme der Koordinaten sind Zahlendreher auch ausgeschlossen.

Warum sollte man sich von einem einzelnen Anbieter abhängig machen, wenn es ohne diesen und mit seit längerem frei verfügbaren Mitteln genau so geht?


Und wenn ich meine Jagdfreunde/gäste zur Gamsjagd und Wapiti-Bären-etc. Jagd einweisen will, sind die Drei-Wort-Kombinationen wesentlich einfacher ins Smartphone einzugeben. Man benötigt kein zusätzliches GPS Gerät.
Wenn man wie von Snaggles beschrieben vorgeht, dann braucht man weder die Koordinaten "zu Fuß" einzutippen, noch ein zusätzliches GPS-Gerät.
Irgendeinen GPS-Empfänger braucht man bei beiden Varianten.
Sofern ein Handy-Netz vorhanden ist kann man die vom Handy-GPS ermittelten Daten ohne manuelle Eingabe übermitteln.
Ist kein Netz vorhanden braucht man zunächst mal Offline-Karten auf dem Smartphone oder GPS-Gerät.
Und wer nicht in der Lage ist ein paar einfache Zahlenkombinationen einzutippen, der sollte sich vielleicht mit Wildnistouren zurückhalten oder vorher ÜBEN.


In den Pyrenäen habe ich unter anderem Einstiege in chaotische Felshänge, die man auf drei Meter genau finden muß, sonst irrt man laaaaange durch unwegsames Gelände oder kommt gar nicht weiter. Schön, wenn es dazu noch dunkel wird und der Rucksack mit Wild ganz schön schwer ist. Da kommt richtig Freude auf…
Genauso in Colorado mit verschwiegenen Fernwechseln, Ansitzplätzen, isolierten Wasserlöchern etc.
Und Du bist sicher, dass man jederzeit und überall eine GPS-Genauigkeit von drei Metern erreicht - gerade im Gebirge, in steilen Schluchten, ...?



Und m. E. hat what3words eine große Zukunft. Wenn schon Daimler und Telekom da einsteigen (die hat sogar die 3Wort-Kombination am Eingang der Zentrale im Boden eingelassen!), und die mongolische Post mit der App ausliefert (statt: 100 Meter links nach dritter Tankstelle östlich Ulan Bator….), mongolische Banken bei der Kontoeröffnung und Führung die 3-Wort-Kombination als Anschrift akzeptieren…
Gerade Daimler hat in der Vergangenheit schon massenhaft Geld "verbrannt": Edzard Reuter, Fokker, ...
Und auch bei Toll-Collect haben sich beide o.g. Konzerne nicht gerade mit Ruhm bekleckert ... - zum milliardenschweren Schaden des Steuerzahlers. :evil:
Schauen wir mal, was in drei bis fünf Jahren mit what3words ist.


Nochmal zur Praxis zum zweigleisigen Fahren – sicher ist sicher: Vorher in Google Earth oder Maps die interessierenden Punkte raussuchen, GPS Koordinaten gemäß venedigermandl speichern, dann in www.what3words.com ebenfalls (links oben Satellitenansicht oder andere einstellen, roten Punkt auf gewünschten Ort bringen, roten Punkt anklicken, dann per mail etc. weiterleiten…
Wie heißt es? „Das Gute ist der Feind des Besseren“
Und warum soll man zweigleisig arbeiten, wenn man mit GPS-Koordinaten, die autom. übernommen werden, die Punkte schon eindeutig festgelegt hat?
Das wäre ungefähr so, als ob man einen Punkt in der Schweiz mit genauen Längen- u. Breitenangaben festlegt und dann noch mal die Koordinaten nach dem schweizerischen System zusätzlich angeben würde.
Wozu sollte das gut sein?


WaiHei
 
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#11
Tja, Navigationsgeräte und -Software: Es gibt pro und contra für alles. Und „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Das gilt für Navis und Navigations Apps
Ich nutze drei verschiedene Navigations-Systeme intensiv in D.
Und da kommt man immer mal wieder in die Versuchung, kräftig zu fluchen, wenn man während des Notdienstes mitten in der Nacht, möglicherweise noch in Schnee oder pladderndem Regen mit der schweren Arzttasche den Eingang oder überhaupt den Ort sucht, zu dem man geschickt wurde. Die Navi (als Medion mit aktuellen Karten, eingebautes Navi in Oberklasse-PKW im Dienstwagen, oder als App: Sygic auf dem Smartphone) zeigen einen hypothetischen Ort an. Aber der Patient ist ganz woanders. Wenn man anrufen kann und bitten, daß jemand rauskommt und sich zeigt – schön. Wenn Patient/in alt, bettlägerig, allein – PROBLEM.
Mit What3Words wäre es leichter, da genau der Eingang gezeigt wird.
Offline-Navigations-App Sygic will es demnächst implantieren. (Sygic kostet derzeit für Europa schlappe 12 Euronen - https://eshop.sygic.com/de/ - die hat man ruckzuck wieder raus, dank Blitzer- und komfortabler Geschwindigkeitswarnung – Head display = supereinfache Information über aktuelle Geschwindigkeit und Geschwindigkeitslimit)
Navmii - als kostenlose offline App - hat what3words schon integriert, ist aber mit Open Street Maps eher dürftig.


Genauso ätzend bei herkömmlicher Navi-Software– wenn ich größere Komplexe besuche, ist die Hausnummer für x Eingänge zutreffend, ich muß aber nur zu einem Bestimmten………
Ideal wäre eine offline App mit vorher ladbarer Satellitenkarte für den Bereich, der interessant ist.
Unter Jagen weltweit nützen die auf befahrbare Straßen optimierten Navi wenig.
Schauen wir mal, was sich da entwickeln wird und wie wir es nutzen können. Halten wir es mit Kaiser Justinian „Suum cuique“
 
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#12
Die Navi (als Medion mit aktuellen Karten, eingebautes Navi in Oberklasse-PKW im Dienstwagen, oder als App: Sygic auf dem Smartphone) zeigen einen hypothetischen Ort an. Aber der Patient ist ganz woanders.
Da stimmt dann aber etwas ganz und gar nicht!
Die Post-Adresse meines Büros ist auch der "Hintereingang" und das Navi leitet bei Eingabe dieser Adresse an das andere Ende dieses verkehrsberuhigten Bereichs. Will man per Navi dort ankommen muss man eben die Straße an der die Grundstückseinfahrt liegt angeben.

Kartenfehler sind nun mal bei Navis nicht ausgeschlossen.
Mit der Angabe der Koordinaten müsste aber der richtige Ort in der Karte angezeigt werden - und zwar sowohl bei Koordinatenangaben, als auch mit What3Words.
Da wird aber das Navi dann genau so streiken, wenn der Straßenverlauf falsch ist oder dieser Straßenabschnitt ganz fehlt.
Der Versuch sich dann eben ohne Führung dem Punkt auf der Karte direkt zu nähern kann dann z.B. durch Poller, einen Bach o.ä. behindert werden - der direkte Weg ist eben nicht immer der kürzeste/beste.


Wenn Patient/in alt, bettlägerig, allein – PROBLEM.
Mit What3Words wäre es leichter, da genau der Eingang gezeigt wird.
Die allein lebende, alte bettlägerige Witwe gehört wahrscheinlich genau zu der Gruppe, die sich mit What3Words beschäftigt ... :roll:

Und der Eingang wird mit "normalen" Koordinaten genau so präzise angezeigt, wie mit What3Words - haben wir doch weiter oben schon geklärt.
Das Ding ist m.E. der krampfhafte Versuch einer Lösung für ein nicht vorhandenes Problem!


WaiHei
 
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#13
Unter Jagen weltweit nützen die auf befahrbare Straßen optimierten Navi wenig.
Schauen wir mal, was sich da entwickeln wird und wie wir es nutzen können.
Ersteres ist natürlich richtig - sollte aber auch jedem "Wildnis-Jäger/-Wanderer/-..." klar sein. Dafür gibt es andere Geräte mit passenderem Kartenmaterial (Gewässer, (Wander-) Wege, Geländeausformung/Höhenlinien).

Für den Forstbereich gibt es mittlerweile das NavLog-System, das landesweit jede Waldabteilung und die dorthin führenden Forstwege kennt (inkl. für LKW "kritischer" Attribute, wie Steigung, Wegebreite, spitzwinklige Abzweige, Kurvenradien, ...)


WaiHei
 
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#14
Uch benutze jetzt seit 20 Jahren GPS Geräte und stelle immer wieder fest, dass es da genug Spielraum für teils subtile Fehler gibt, wenn die Koordinaten eben nicht automatisch übernommen werden können und z.B. abgetippt werden müssen. Falscher Ellipsoid (der auch häufig bei der elektronische Übermittlung weggelassen wird, da geht man dann stillschweigend von WGS 84 aus), falsches Koordinatensystem, Fehler bei der Umrechnung von Dezimalgrad in Grad, Minute, Sekunde, Vorzeichenfehler, Zahlendreher und noch einen ganzen Haufen mehr.

In all diesen Fällen kann ich mir vorstellen, dass W3W Vorteile bietet und wie andere schon geschrieben haben: Es ist ein Werkzeug für ein bestimmtes Problem, wir benutzen ja auch Hammer und Zange.

Ob es sich stark verbreitet, keine Ahnung, wahrscheinlich gibt es dafür zu wenig Leute, die Koordinaten nicht rein elektronisch übermitteln, aber lassen wir uns überraschen.

Wenn die Menschheit jedenfalls immer nur mit dem vorhandenen Zufrieden gewesen wäre, würden wir immer noch mit dem Pferdekarren zur Jagd fahren...
 
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#15
Wenn die Menschheit jedenfalls immer nur mit dem vorhandenen Zufrieden gewesen wäre, würden wir immer noch mit dem Pferdekarren zur Jagd fahren...
Wie willst Du Dich denn mit dem Pferdekarren durch die Baumkronen bewegen, die wir dann ja nie verlassen hätten? ;-)


WaiHei
 
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