Auf Drei Meter genau

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#46
Das Garmin60CSX

ist wirklich nicht schlecht, wobei es viel mehr kann als ich....
 
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#49
Es kommt immer darauf an, WAS man machen will und was man als Handwerkszeug hat.
Kompaß ist Basiswissen und reicht in vielen Fällen - man muß auch damit umgehen können.
W3W ist sicher sehr sinnvoll, um Kommunikationsfehler auszuschließen. ein Zahlendreher bei den langen GPS Zahlenreihen ist schnell geschehen.
Und im hektischen Notfall die Zahlenreihe der GPS Koordinaten sicher abzulesen UND weiterzugeben UND richtig beim Empfang - ohne Sprachaufzeichnung - zu notieren, mmmhh???
Und was ist mit großen Gebäuden (Stadien, Festhallen etc.) mit x Eingängen - man muß aber nur zu einem bestimmten, schlecht gekennzeichneten oder zu findenden?
W3w ist eindeutig.
Und außerhalb von Deutschland muß man eh umdenken.

Ich erinnere mich noch an eine Jagd in Südkamerun, wo meine beiden Pygmäen mit mir vom Tagescamp aus fröhlich zur Jagd durch den Urwald zogen. Das Tagescamp hatten wir beim Rückmarsch über vier Tage immer abends dort aufgeschlagen, wo ein Wasserlauf war.
Und wie die Kleinen so sind - erst kommt das Essen.
Also wurden hier und da wilde Yamswurzeln ausgegraben, ein Baum für Honig umgehauen, dann schoß der Patron ein Pinselohrschwein.
Und als der Patron dann fragte , ja wo ist unser Lager? Kratz, kratz am Kopf, ja da kommen wir morgen hin, wir laufen zu einem großen Bach, von dort finden wir das Lager, zu essen haben wir genug...
Nun hatte Patron aber überhaupt keine Lust, auf dem blanken Boden zu schlafen und seine Nacht mit Ameisen verjagen zu verbringen.
Also kam die Schwarze Magie, der erste Garmin GPS - und Glück, ich hatte beim Lager einen Fix machen können und jetzt in einer Lücke im Bestand wieder.
Nun führte ich die Pygmäen - und zwei stramme Marschstunden später - bei Anbruch der Dunkelheit - und einem weiteren Fix, stand ich hocherfreut am Eingang meines Moskitonetzes..
Da hätte der Kompaß nix genützt.

Und w3w - ein Nachbar hatte ein Feuer auf seinem Land und rief die Feuerwehr, gab GPS Daten durch, Feuerwehr landete ganz woanders - Zahlendreher.
Glücklicherweise fand das zweite Feuerwehrauto den Platz, weil ein Ortskundiger, der den Nachbarn kannte, dabei war..........
 
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#50
Kompass ist allerdings ein Hilfsmittel für einen komplett anderen Anwendungsfall als W3W...
 
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#51
Versuche doch mal HEUTE einen Notruf an die Rettungsleitstelle abzusetzen und erzähle denen etwas von W3W.

Wenn ich mich schon auf die Elektronik verlassen muss (und ohne wird W3W nicht funktionieren oder hast Du deutschlandweit W3W für alle 9m²-Kacheln im Kopf - von Afrika ganz zu schweigen?), dann kann ich damit auch gleich via Notruf-Funktion die Koordinaten übertragen - ganz ohne Zahlendreher.
Und ob Du nicht in "Panik" "Gras" und "Glas", "Reise" und "Riese" oder noch ganz andere Assoziationen verwechselst ist auch die Frage.


Und was ist mit großen Gebäuden (Stadien, Festhallen etc.) mit x Eingängen - man muß aber nur zu einem bestimmten, schlecht gekennzeichneten oder zu findenden?
W3w ist eindeutig.
W3W ist nicht eindeutiger, als andere Geo-Koordinaten (wenn ich nicht Länge u. Breite nur in ganzen Grad angebe).
Die Genauigkeit von GPS kann durchaus schwanken, mehr als die 3m-Kacheln von W3W und ob ich nun ungenaue GPS-Koordinaten oder die falsche W3W-Kachel angebe macht keinen Unterschied.


Und außerhalb von Deutschland muß man eh umdenken.
Nur bei W3W!
Alle anderen Referenz-Systeme verwenden internationale Zahlen und keine nationalisierten Worte.

Warum sollte man es sich antun mehrere Systeme zu verwenden, wenn man mit EINEM, lange etablierten und bewährten, weltweit navigieren kann?


WaiHei
 
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#53
Ich hab es oben schon mal geschrieben. Koordinaten kann man auf zig verschiedene Weisen angeben, es können zig verschiedene Koordinatensysteme verwendet werden.

Je nach Region sind verschiedene üblich, eben nicht nur Dezimalgrad in WGS84, auch wenn das jeder glaubt, weil es das Telefon anzeigt.

Meine schweizer Karten verwenden Swissgrid, deutsche Gauß-Krüger oder UTM. Häufig fehlt auch die Information über den Ellipsioid. Jede Menge Möglichkeiten für Fehler.

Nur weil ein solches System heute üblich ist, heist ja nicht, dass man sich nicht bemühen kann es besser zu machen.

Und ich glaube keinem, dass Koordinaten als Ziffernfolge mit allen notwendigen Zusatzinfornationen leichter weiterzugeben sind als 3 Worte, deren Sprache egal ist, da eindezumzuwandeln. Von einer Anwendung z.B. als Adresse auf einem Brief mal ganz zu schweigen.

W3W ist ein Werkzeug für bestimmte Probleme, die es deutlich besser löst als andere Werkzeuge das tun. Aber man kann natürlich auch mit einer Zange einen Nagel einschlagen...
 
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#56
Nur mal so, die Dorffeuerwehr ist nicht mit GPS ausgerüstet, schon im Grundlehrgang wird den Jungs und Mädels erklärt, lasst Euer Schmartfon zuhause, wenn es im Einsatz zerbröselt wird es nicht bezahlt.
Dorffeuerwehren und eigentlich auch alle anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsfunktionen benutzen Karten mit der Universalen Transversalen Mercatorprojektion.
Nicht mit Gauß Krüger oder ähnlichen Systemen die auf der selben mathematischen Grundlage beruhen sondern mit genau dem Koordinatensystem das einige hier noch aus ihrer Bundeswehrzeit kennen (unten auf der Karte steht UTM).
 
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#57
Amazing news - millions of Ford drivers all over the world are now able to use what3words to navigate to any 10ft x 10ft on the planet. You can use what3words to enter destinations easily by voice, faster and with fewer errors than ever before.
 
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#58
Adresse Kanzleramt: testpilot.kaufmann.wozu - passt. Da kommt man sofort auf Flintenuschi, die kaputten Hubschrauber und die Beraterverträge, das kann man nicht vergessen. ;)
 
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#60
Ich hab es oben schon mal geschrieben. Koordinaten kann man auf zig verschiedene Weisen angeben, es können zig verschiedene Koordinatensysteme verwendet werden.
Das streitet auch niemand ab UND ich schrieb das bereits sehr früh in diesem Thread.
Wie ich auch schrieb funktionieren Koordinaten in Längen-/Breitengrad aber weltweit UND sind international bekannt - den meisten Menschen sogar geläufiger, als die jeweiligen nationalen Netze.


Je nach Region sind verschiedene üblich, eben nicht nur Dezimalgrad in WGS84, auch wenn das jeder glaubt, weil es das Telefon anzeigt.
Auch das schrieb ich bereits.
Meine Erfahrungen mit Koordinatensystemen beruhen NICHT auf irgendwelchen Systemen auf einem "Telefon"!
Ich habe sogar schon die sexagesimalen Koordinaten des Navis in meinem Auto im Kopf in dezimale umgerechnet und umgekehrt - zum absoluten Erstaunen des neben mir sitzenden Piloten.


Meine schweizer Karten verwenden Swissgrid, deutsche Gauß-Krüger oder UTM. Häufig fehlt auch die Information über den Ellipsioid. Jede Menge Möglichkeiten für Fehler.
Gerade das schweizer Koordinatensystem ist da sehr pfiffig aufgebaut:
Der Nullpunkt liegt südwestlich der "Südwest-Ecke" und zwar so, dass nicht nur die gesamte Schweiz in nur einem Quadranten liegt, sondern auch noch so, dass die Größen von Rechts- u. Hochwert so sind, dass man sofort weiß, ob eine Zahl einen Rechts- o. Hochwert meint.
Wo auf Deinen schweizer Karten stehen denn die W3W-Begriffe?

Ich habe weiter oben schon darauf hingewiesen, dass z.B. in ARC-Info eine Vielzahl verschiedener Systeme ausgewählt werden kann.
Wenn Du schon auf die verschiedenen Ellipsoide hinweist, die den jeweiligen Koordinatensystemen zu Grunde liegen, dann solltest Du aber auch darauf hinweisen wie klein diese Unterschiede in Natura sind.
Das ist für die amtliche Vermessung, die Erforschung der Plattentektonik und vielleicht (aber auch nur vielleicht) für großräumige Ingenieurbauten interessant, aber bestimmt NICHT für die Orientierung im Gelände - völlig egal, ob es dabei um Jäger, Wanderer oder Rettungsdienste geht.


Nur weil ein solches System heute üblich ist, heist ja nicht, dass man sich nicht bemühen kann es besser zu machen.
Das macht es W3W aber m.E. eben nicht!
Ein weiteres System, das so kompliziert ist, dass es eben nur mit elektronsichen Helfern funktionieren kann ist eben nicht besser - schon gar nicht bei Notfällen mit aufgeregten bis panischen Betroffenen.


Und ich glaube keinem, dass Koordinaten als Ziffernfolge mit allen notwendigen Zusatzinfornationen leichter weiterzugeben sind als 3 Worte, deren Sprache egal ist, da eindezumzuwandeln.
Doch sind sie!
Hast Du eigentlich gelesen, was ich weiter oben schrieb?
Zahlen (besser: Ziffern) sind international und relativ einfach in einer Fremdsprache zu lernen.
W3W verwendet in jeder Sprache andere Begriffe, die eben NICHT einfach übersetzt werden können (s. meinen Beitrag weiter oben: „///dankt.anlegen.kinosaal“ <-> „///planet.inches.most“).
So viel zu "deren Sprache egal ist".

Ob man sich, noch dazu in einer Notsituation, in einer Fremdsprache, die ggf. nicht mal unserer gewohnten Satzbildung entspricht, in der sich manche, deutlich unterschiedliche, Begriffe nur z.B. in der Tonhöhe unterscheiden (soll z.B. bei asiatischen Sprachen z.T. so sein) wirklich besser "fehlerfrei" verständigen kann, als mit einer simplen Ziffernfolge ... ICH glaube das nicht.
Dazu kommen dann ggf. noch Probleme mit einer schlechten Funk- o. Mobiltelefon-Verbindung, bei der "irgendwelche x-beliebigen" Begriffe auch schlechter zu verstehen sein können, als rel. eindeutige Ziffern (Merke: es heißt ZWO und nicht ZWEI!).


Von einer Anwendung z.B. als Adresse auf einem Brief mal ganz zu schweigen.
Schon mal versucht einen Brief mit einer W3W-Adresse zuzustellen - in D/A/CH, einer Favela in Brasilien, einem Township im südlichen Afrika (wobei Townships eigentlich noch "gut organisiert" sind) oder einem Flüchtlingslager "in the middle of nowhere"?

Allein mein Grundstück mit dem Wohnhaus hat 100 (in Worten: HUNDERT) W3W-Kacheln (angeschnittene Kacheln noch nicht mal berücksichtigt).
Welche davon soll ich denn nehmen?
Die, in der der Briefkasten hängt?
Und was passiert, wenn das GPS mal wieder 10 m daneben liegt (was manchmal noch sehr wenig ist)?


W3W ist ein Werkzeug für bestimmte Probleme, die es deutlich besser löst als andere Werkzeuge das tun.
Was genau löst es denn "deutlich besser"?
Bei gleicher Genauigkeit mehr Zeichen erforderlich, international nicht gebräuchlich, Übersetzungsaufwand in 25 Sprachen - wobei "Übersetzung" eben NICHT die übliche Übersetzung von Begriffen von einer in eine andere Sprache meint.
Es wird ein hoher Aufwand betrieben, damit nicht sich ähnlich anhörende Begriffe nahe beieinander liegen (es ist also bei nebeneinander liegenden Kacheln mitnichten so, dass sich nur eines der drei Worte ändert), sondern so weit voneinander entfernt, dass man (hoffentlich!) merkt, dass die Positionsangabe nicht stimmen kann.
So wie sich das in Wikipedia liest sind (zumindest in mehreren Sprachversionen) nur die Landflächen mit W3W-Kacheln belegt, die Ozeane nicht - schon blöd für den Einhandsegler in Seenot ...


Und genau DAS ist ein weiteres großes Problem:
Der deutsche Bergwanderer, der sogar recht gut spanisch spricht, ist in Spaniens Bergen unterwegs, kommt in eine Notsituation, nutzt sein (natürlich auf deutsch eingestelltes) GPS mit W3W und übersetzt die drei deutschen Worte "fehlerfrei" ins spanische, weil er entweder gar nicht weiß, dass das so nicht funktioniert oder in der Notsituation nicht daran denkt.
Natürlich merkt die Gegenseite (die hoffentlich W3W kennt), dass die angegebene Position so nicht stimmen kann ...
Was dann?
"Geben Sie uns Ihre Koordinaten durch und nicht dieses 'W3W'!"

W3W ist ein Gimmick, das eigentlich niemand braucht und dessen Nutzung in Notsituationen sogar gefährlich sein kann - wie obiges Beispiel zeigt.
Was für ein Aufwand, um vorgebliche Vorteile zu konstruieren, die sich bei kritischer Betrachtung nicht nur in NICHTS auflösen, sondern massive Nachteile bringen können!


Aber man kann natürlich auch mit einer Zange einen Nagel einschlagen...
Das geht mit einer Zange sogar noch einigermaßen.
W3W ist dagegen ein hochkomplexes, elektrisches Werkzeug, von dem ich in jedem Land ein anderes brauche, und das ohne Strom völlig nutzlos ist.
Man könnte stattdessen auch einfach den seit Jahrhunderten bewährten Hammer nehmen, um einen Nagel einzuschlagen, aber DAS wäre ja für technikverliebte Nerds zu einfach.


WaiHei
 
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