Ausbildung Bracke

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Diese Revierinhaber, die 1001 Ausrede haben, warum es gerade heute nicht passt mit der Hundeausbildung, sind der Grund dafür, daß viele meiner Jagdhundefreunde und auch ich, gepachtet oder sich beteildigt haben.
 
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Was haltet ihr eigentlich von der Verwendung von Rinderblut für Schweißfährten? Mir wurde das mit zwei Begründungen angeprisen:

1. Kommt in der Natur nicht vor.
2. Riecht nicht so intensiv wie Wild, ist daher schwieriger.

Als ich meinte, dass das aber an der Jagd an sich vorbeigehe, sagte man mir, das sei wurscht, der Hund solle ja suchen, was ich will und nicht, worauf er selber Lust hat...

Ich weiß ja nicht, aber mein Bauchgefühl sagt mir, Jagdgebrauchshund" heißt an erster Stelle auch jagdlicher Kontext, oder lieg ich da falsch?
 
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Jagdgebrauchshund" heißt an erster Stelle auch jagdlicher Kontext, oder lieg ich da falsch?
Ich hab im Leben noch nie Rinderblut verwendet, sowieso sowieso sehr wenig Schweiß -
mein eingefrorener Sau-Schweiß wurde immer uralt und irgendwann entsorgt. :giggle:
Mit Fährtenschuh Fährten treten und ab und an Verweiserbröckchen (Schwarte) festtackern und gut ist.
 
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Was haltet ihr eigentlich von der Verwendung von Rinderblut für Schweißfährten? Mir wurde das mit zwei Begründungen angeprisen:
1. Kommt in der Natur nicht vor.
2. Riecht nicht so intensiv wie Wild, ist daher schwieriger.
Als ich meinte, dass das aber an der Jagd an sich vorbeigehe, sagte man mir, das sei wurscht, der Hund solle ja suchen, was ich will und nicht, worauf er selber Lust hat...

Ich weiß ja nicht, aber mein Bauchgefühl sagt mir, Jagdgebrauchshund" heißt an erster Stelle auch jagdlicher Kontext, oder lieg ich da falsch?
Anders als z.B. Hühnerhunde sind Bracken (und deren Abkömmlinge) Hunde, die schon von Hause aus primär auf der Fährte arbeiten - können und wollen.

Eingejagt werden Bracken (und W/8) am Hasen, der Fährte, die wahrscheinlich die höchsten Ansprüche an die Nasenleistung und den Willen des Hundes überhaupt stellt.
Gemessen daran ist jede Kunstfährte, egal ob mit Schweiß oder Blut gepanscht oder mit dem FS getreten, eine Duftautobahn, die jeden Halbjährigen nasenmäßig beleidigen muss...
Wer bitte glaubt denn ernsthaft, dass ein derart gut eingejagter Hund sich darum schert, ob ein bestimmter Duft in der Natur vorkommt oder nicht - wer bitte glaubt ansonsten ernsthaft, unterscheiden zu können WAS für den Hund "intensiver" riecht oder weniger intensiv?
Die meisten dieser Fährtentheoretiker, die solchen Unsinn erzählen haben offensichtlich noch nie weiter gedacht, als bis zur Spitze ihrer verpflichtend zu tragenden Gummistiefel.

Das wesentliche Moment der Ausbildung eines solchen "Fährten-fixierten" Hundes ist einfach, ihm beizubringen, dass das konsequente Folgen einer bestimmten Fährte - und nur das - irgendwann zu dem Erfolg führt, den sich Herrchen wünscht. Erfolg ist hier das, was Hund und Herrn glücklich macht.
WAS das gerade für eine Fährte ist und wie sie zustande gekommen ist, ist letztlich völlig wurscht (dies gilt für Kunstfährten, Naturfährten haben natürlich einen wesentlich höheren Reiz), der Hund weiß sowieso spätestens bei der zweiten Fährte, um was es sich handelt.

Insofern kann man @Busch nur unterstützen: Fährtenschuh, Schalen, "Erfolg" am Ende, ferddisch!

Ach so: der Erfolg kommt durch Motivation, nicht durch Gehorsam!!!
 
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Anders als z.B. Hühnerhunde sind Bracken (und deren Abkömmlinge) Hunde, die schon von Hause aus primär auf der Fährte arbeiten - können und wollen.

Eingejagt werden Bracken (und W/8) am Hasen, der Fährte, die wahrscheinlich die höchsten Ansprüche an die Nasenleistung und den Willen des Hundes überhaupt stellt.
Gemessen daran ist jede Kunstfährte, egal ob mit Schweiß oder Blut gepanscht oder mit dem FS getreten, eine Duftautobahn, die jeden Halbjährigen nasenmäßig beleidigen muss...
Wer bitte glaubt denn ernsthaft, dass ein derart gut eingejagter Hund sich darum schert, ob ein bestimmter Duft in der Natur vorkommt oder nicht - wer bitte glaubt ansonsten ernsthaft, unterscheiden zu können WAS für den Hund "intensiver" riecht oder weniger intensiv?
Die meisten dieser Fährtentheoretiker, die solchen Unsinn erzählen haben offensichtlich noch nie weiter gedacht, als bis zur Spitze ihrer verpflichtend zu tragenden Gummistiefel.

Das wesentliche Moment der Ausbildung eines solchen "Fährten-fixierten" Hundes ist einfach, ihm beizubringen, dass das konsequente Folgen einer bestimmten Fährte - und nur das - irgendwann zu dem Erfolg führt, den sich Herrchen wünscht. Erfolg ist hier das, was Hund und Herrn glücklich macht.
WAS das gerade für eine Fährte ist und wie sie zustande gekommen ist, ist letztlich völlig wurscht (dies gilt für Kunstfährten, Naturfährten haben natürlich einen wesentlich höheren Reiz), der Hund weiß sowieso spätestens bei der zweiten Fährte, um was es sich handelt.

Insofern kann man @Busch nur unterstützen: Fährtenschuh, Schalen, "Erfolg" am Ende, ferddisch!

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(y)(y)
 
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Heute haben wir die erste längere Fährte gearbeitet. 600 m Fährte mit einem Bogen und einem scharfen Knick, halber Stunde Standzeit und Schwarzwildläufen - kein Schweiß. Wir haben Schnee, sonst hätte ich sie noch etwas kürzer gehalten. Der Hund hat sauber gearbeitet, zog los wie auf Schienen. Er hat einmal kurz gebögelt und ganz kurz eine Verleitfährte angefallen, die sich wohl in der Standzeit ergeben hatte. Ich hatte beim Gehen eigentlich drauf geachtet, dass da keine waren (Schnee)... Er ging mit "zur Fährte" aber schnurstracks wieder drauf und kam zum Ende. Dort gabs Futter und dann gings selig ins Warme.
 
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Heute haben wir die erste längere Fährte gearbeitet. 600 m Fährte mit einem Bogen und einem scharfen Knick, halber Stunde Standzeit und Schwarzwildläufen - kein Schweiß. Wir haben Schnee, sonst hätte ich sie noch etwas kürzer gehalten. Der Hund hat sauber gearbeitet, zog los wie auf Schienen. Er hat einmal kurz gebögelt und ganz kurz eine Verleitfährte angefallen, die sich wohl in der Standzeit ergeben hatte. Ich hatte beim Gehen eigentlich drauf geachtet, dass da keine waren (Schnee)... Er ging mit "zur Fährte" aber schnurstracks wieder drauf und kam zum Ende. Dort gabs Futter und dann gings selig ins Warme.
Du hast eine Fährte im Schnee getreten und nach einer Standzeit von einer halben Stunde gearbeitet??? :oops::oops::oops:

Ehrlich, woher nimmst Du eigentlich immer solche Ideen???
 
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Anders als z.B. Hühnerhunde sind Bracken (und deren Abkömmlinge) Hunde, die schon von Hause aus primär auf der Fährte arbeiten - können und wollen.

Eingejagt werden Bracken (und W/8) am Hasen, der Fährte, die wahrscheinlich die höchsten Ansprüche an die Nasenleistung und den Willen des Hundes überhaupt stellt.
Gemessen daran ist jede Kunstfährte, egal ob mit Schweiß oder Blut gepanscht oder mit dem FS getreten, eine Duftautobahn, die jeden Halbjährigen nasenmäßig beleidigen muss...
Wer bitte glaubt denn ernsthaft, dass ein derart gut eingejagter Hund sich darum schert, ob ein bestimmter Duft in der Natur vorkommt oder nicht - wer bitte glaubt ansonsten ernsthaft, unterscheiden zu können WAS für den Hund "intensiver" riecht oder weniger intensiv?
Die meisten dieser Fährtentheoretiker, die solchen Unsinn erzählen haben offensichtlich noch nie weiter gedacht, als bis zur Spitze ihrer verpflichtend zu tragenden Gummistiefel.

Das wesentliche Moment der Ausbildung eines solchen "Fährten-fixierten" Hundes ist einfach, ihm beizubringen, dass das konsequente Folgen einer bestimmten Fährte - und nur das - irgendwann zu dem Erfolg führt, den sich Herrchen wünscht. Erfolg ist hier das, was Hund und Herrn glücklich macht.
WAS das gerade für eine Fährte ist und wie sie zustande gekommen ist, ist letztlich völlig wurscht (dies gilt für Kunstfährten, Naturfährten haben natürlich einen wesentlich höheren Reiz), der Hund weiß sowieso spätestens bei der zweiten Fährte, um was es sich handelt.

Insofern kann man @Busch nur unterstützen: Fährtenschuh, Schalen, "Erfolg" am Ende, ferddisch!

Ach so: der Erfolg kommt durch Motivation, nicht durch Gehorsam!!!

Und just zu dem Thema sagt der Meister Borngräber sehr klar und deutlich, dass das eine vom anderen strickt zu trennen sei. Fährtenarbeit ist Fährtenarbeit und Gehorsam ist Gehorsam. Letzterer sei sehrwohl wichtig und nicht zu vernachlässigen, ABER beides nicht zu vermischen.
 
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Ich hab im Leben noch nie Rinderblut verwendet, sowieso sowieso sehr wenig Schweiß -
mein eingefrorener Sau-Schweiß wurde immer uralt und irgendwann entsorgt. :giggle:
Mit Fährtenschuh Fährten treten und ab und an Verweiserbröckchen (Schwarte) festtackern und gut ist.
Wäre es nicht besser, zuhause kleine löchrige Döschen (zB Pulmoll-Dosen) mit Haaren, Knochensplittern oder Gewebeteilchen zu befüllen und dann auszulegen? Wenn die Fährte mal länger steht, könnte es doch passieren, dass die Bröckerl von irgendwelchen Viechern gefressen werden und dann ärgert man sich wenn man an die Stelle kommt und der Hund nix mehr zu verweisen hat.
 
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Ist keine durchgehende Schneefläche, nur Teile...
Zunächst grundsätzlich: jetzt ist Jagdsaison, d.h. die solltest Du nutzen um Deinen Hund ordentlich einzujagen. Das ist eine Sache, die den Hund körperlich und geistig durchaus fordert, selbst wenn ein paar Tage zwischen den Jagdterminen liegen.

Nicht umsonst sagt man, dass (richtiges) Stöbern und Schweiß sehr schwierig miteinander zu vereinbaren sind. Dies gilt umso mehr für den Azubi, der gewonnene Eindrücke erst einmal verarbeiten muss.

Kurz gesagt, mach das eine ODER das andere, und da jetzt Saison ist- geh jagen! Für Schweiß ist im Sommer immer noch Zeit! (außerdem hast auch DU dann Zeit Dich noch mal mit dem Thema Fährtenschuhfährte zu beschäftigen, sinnvolle und unsinnige Stehzeiten bzw. der Frage, warum man keine Fährte im Schnee treten sollte)
 
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