Ausrüstungswahnsinn - schlechtes Gefühl

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Den überflüssigen Kram gar nicht angeschafft ein bißchen gespart und schwups wäre auch bspw ein Zenith mit 56er Objektiv auf der Steyr.
Schonzeitbüchse im Sauenrevier kann man haben wenn man das wichtigste schon hat.
Die hat er gerade erst gekauft (siehe einen andern Thread von ihm) weil er eine Schonzeitgewehr wollte, vermutlich werden seine Jagdmöglichkeiten andere sein wie deine. Wenn man hier oft liest ist alles nur der Sauenjagd untergeordnet.
Wenn ich keine Kohle habe kaufe ich mir auch keine zwei KW.
Wenn jemand wie er schreibt Sportlich Kurzwaffen schießen will geht das ohne nicht.
 
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Bisher erlegt hat Sie aber noch nichts.

Man muss als Anfänger nicht für jedes auch nur im Ansatz erdenkliche Szenario gerüstet sein und man sollte sich auch nicht ständig über diese ``Aber was wäre wenn?´´ Fragen Gedanken machen.

Genau das ist es, ich gebe ehrlich zu, dass ich mir früher auch schwachsinnige Gedanken gemacht habe. Trotz dessen, dass mir mein Mentor was anderes sagte überlegte ich ständig wegen irgendwelchem Blödsinn, war zum Glück meistens zu sparsam jeden Plunder direkt zu kaufen. Wenn mal kein Anblick war ob die Kleidung evtl. zu sehr raschelt, wenn der Bock mir zu weit weg war ob ich nicht doch eine "Weitschusswaffe" brauche usw., alles völliger Unfug. Anblick und Erlegung kommt mit Erfahrung, wenn einer nach 100 Stck. feststellt er braucht was anderes, dann nehme ich das ernst, wenn jemand tausend Gründe hat dass er wg. Ausrüstung nichts erlegt antworte ich mittlerweile, auch wenn das sicher manchmal überheblich ankommt: "Wer Erfahrung hat erlegt auch im Ballonseide-Trainingsanzug und x-beliebiger Waffe vom Sitz was, Erfahrung machen dann klappt es auch."
 

Westwood

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Woher soll man eben das wissen, wenn man nie was mit Jagd zu tun hatte und dann plötzlich einen Jagdschein besitzt.

Jo genau da seh ich ja das Problem.
Die Leute machen einen Jagdschein ohne jemals mit der Jagd was am Hut gehabt zu haben.
Machen die die Schränke voll mit Knarren, Klamotten und Ausrüstung und dann kommt das erwachen wenn es um das suchen einer Jagdgelegenheit geht.

Dann merken viele das die R8 in Ludenleder und der Q7 mit Körbchen auf der Kupplung halt kein Garant sind irgendwo rauszukommen, verlieren dann die Lust und schon ists wieder aus mit der Passion. Das ist in meinen Augen wirklich schade.
 

Westwood

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Waffe und Auto sind natürlich frei ersetzbar.... Muss man ja noch sagen bevor mir hier Bashing vorgeworfen wird...
 
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So ist das, steht und fällt mit der Ausbildung, wenn einen der Mentor permanent mit rausschleift, aufbrechen lässt, bei jedem Stück das er zerwirkt anruft usw. hat man schon ganz guten Eindruck (jetzt nicht, dass ich mir wie in #77 geschrieben nicht doch sinnlose Gedanken gemacht hätte :rolleyes:), bleibt man dann dort oder kommt zu vernüftigem Pächter der einem sagt was man machen kann oder besser zunächst bleiben lässt wird das was. Steht die praktische Ausbildung allerdings nur auf dem Papier...
 
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Ich gehe seit 38 Jahren zur Jagd. Junge, wie die Zeit vergeht! Mein erstes No-Name Glas hatte ich noch in Gebrauch, bis es vor 10 Jahren aus dem Auto gestohlen wurde. Meine erste gebrauchte Flinte 16/70 und die Kombinierte bekam ich zum 16. Geburtstag. Führe ich heute noch (selten). In all den Jahren hab ich nur eine einzige Langwaffe neu gekauft - eine Savage mit Kunststoffschaft als Schlechtwetterwaffe fürs Grobe. Alle weiteren Waffen sind 1 bis 2 Gernerationen alt, mit Holzschaft, Patina, Fehlstellen - die erzählen Geschichten. Gebraucht erworben oder geerbt. Bisher hat sich noch kein Stück Wild beschwert. "Lieber ein Loch in der Schwarte als eins im Schaft" ist meine Devise. Auf einer Afrika Reise hat mir mal leihweise eine 40 Jahre alte .375 HH gute Dienste erwiesen, die sah echt aus wie fürs Altmetall. Es gibt angeblich Jagdkollegen, die kaufen nur für eine einzige Jagdreise extra ne eigene Waffe. Ist mir unverständlich, aber davon leben ganze Industriezweige. Ich glaube, man sollte die alten, bewährten Dinge nicht zu früh abschreiben und zum alten Eisen geben. Ich hab natürlich auch Kumpels, die ihre Altlasten en bloc bei BüMa gegen 1-2 moderne Waffen mit Spitzenoptik getauscht und sind damit sehr zufrieden. Jeder, wie er mag. (Die allgegenwärtigen Influencer haben natürlich immer das ganz neumodische Gedöns um Hals und Schulter baumeln. Aber die sind ja auch hauptamtliche Werbeträger.)
 
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lässt der Spieltrieb

Gut, den hatte ich noch nie, aber nat. sind mittlerweile genug Gewehre und sonstige Ausrüstung in den Schränken - bei mir fast mehr als Zeug aus anderen Lebensbereichen. Aber ich löse diese Frühjahr auch meinen 40. Jagdschein und ich bin kein "Sonntagsjäger"...
Ich wuchs im Jägerhaushalt auf, mit Hahn-EinlaufFlinte als erster eig. Waffe...
Bei Vater stand alles im Schrank, was man so nutzen kann und ich dufte auch nat. mal ausleihen.
Den ersten eig. Drilling, wenig später ne DF, hab ich mühsam zusammengespart... mehr brauchte man dann schon nicht. Vater jagte 50 Jahre in ein und demselben Revier, Niederwild brach zusammen, genau als ich anfing, Sauen breiteten sich aus, DF hatte ausgedient.
 
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Wer Erfahrung hat erlegt auch im Ballonseide-Trainingsanzug und x-beliebiger Waffe vom Sitz was, Erfahrung machen dann klappt es auch.

Der Ballonseideanzug ist auch wunderbar leise. Nur ein wenig kalt wäre er aktuell :)
Und mit der richtigen Erfahrung in einem geschlossenen Sitz würde noch nicht mal eine bunte Farbe stören. Die Erfahrung sorgt dann für die ruhigen Bewegungen im richtigen Moment.
 
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Wir hatten damals - in den "guten Niederwildzeiten" - Jungjägeranwärter als Treiber dabei, Nachbarjungen usw. alle, die mit leuchtenden Augen die schönen alten Querflinten betrachteten.

Wenn sie nach der Jagd müdegelaufen, mit vor Dreck schweren Gummistiefeln und nassen Buxen auch noch einen Rucksack mit nassen Karnickeln schleppen durften, so schied sich schnell die Streu vom Weizen...
Viele wurden nie Jäger...:LOL:! Die anderen wurden diejenigen, die hier in solchen tröts die Augen rollen...;)und denen es nix macht, wenn der nasse Hund müffelt !

Heute kaufen sich Leute mit frischem Schein "Durchgeh-98er", die max. einen Familien-Labby daheim haben und noch nicht ein Reh vom Leben zu Tode befördert haben.
Man sollte ihnen sagen, hier hast einen Stecken und wenn Dir ne Sau entgegen kommt, gehste auf Seite...:LOL:
 
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Heute kaufen sich Leute mit frischem Schein "Durchgeh-98er", die max. einen Familien-Labby daheim haben und noch nicht ein Reh vom Leben zu Tode befördert haben.
Man sollte ihnen sagen, hier hast einen Stecken und wenn Dir ne Sau entgegen kommt, gehste auf Seite...:LOL:

Herrlich, erinnert mich meine Anfänge, hatte zwar schon Schein aber ging trotzdem mit Stecken ohne Waffe mit durch, kommt so einer mit einer nagelneuen orangen "Durchgehwaffe" und komplettem Müllmann-Realtree-Outfit (also knallbunt mit Reflektionsstreifen, Kappe mit Nackenschutz usw.) an. Einer der Hundeführer "Jung, du hast jetzt zwei Möglichkeiten, entweder sehe ich gleich wie ein brauchbarer Hund aus deinem Kofferraum kommt oder deine Waffe da drin verschwindet."
 
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Jägers Ausrüstung will ich mal auseinanderpflücken:

-Waffe
Da reicht am Anfang ne BBF oder ein Repetierer + Flinte für alles, oder?

-Messer
Mehr als ein Mora ....??

-Optik
Denke das Beste was man sich erlauben kann, also alt, neu, ..... reine geschmacksache
Eigentlich reicht ein Fernglas und ein ZF auf der Waffe. Alles andere ist Luxus.

-Klamotten
Ich habe mir zunächst "vernünftige" Klamotten gekauft. Antizyklisch gekauft = Geld gespart.
Wenn man als JJ mal 3 Std. im strömenden Regen auf eine Leiter gesetzt wird weiss man es zu schätzen. Oder man sitzt länger als gedacht bei Minusgraden.
Ich behaupte mal kühn, die falsche Kleidung kann einem - gerade am Anfang, wo man oft fremdgesteuert ist - die Jagd gehörig vermiesen.

Man kommt mit erstaunlich wenig aus, aber es macht auch Spass - sofern die Mittel vorhanden - etwa mehr im Schrank zu haben. Der Handel wird es uns danken :)
 
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Meiner Meinung nach herrscht beim ein oder anderen der Irrglaube vor, dass Ausrüstung fast alles an fehlenden Kenntnissen und Fertigkeiten kompensiert. Mit der Zeit und der dazu angestiegenen Erfahrung sieht man aber sicherlich vieles Entspannter und man macht die Aufrüstung nicht immer weiter mit. Ist mir unterm Strich auch so gegangen, in der Zeit wurde einiges an Lehrgeld bezahlt. Heute weiß ich einfach was für mich funktioniert und gut ist. Da braucht es nicht jedes Jahr was neues.
 
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Hallo liebes Forum :)

Ich bin jetzt seit 2029 Jungjäger...
Die Ausrüstungsfrage beschäftigt jeden Jäger, besonders am Anfang des Jäger Lebens...

Dennoch kommt es mir so vor, besonders im Internet, dass jeder das Beste und Neueste hat bzw. haben muss und da denkt man sich dann oft wenn man das liest, dass man selbst total "schlecht" ausgestattet ist.

Im realen Leben merke ich dann oft dass nicht alle Jäger eine niegel Nagel neue Büchse um Tausende von Euro führen, nicht jeder ein Swarovski oder Zeiss Glas hat... etc...

Wenn ich das im Netz so lese, denke ich mir halt immer sind wirklich alle so gut ausgestattet mit Blaser, Zeiss und Co?
Spielt bei der Jagd bei den Meisten Personen Geld wirklich keine Rolle?
Ist das nur das Internet dass diesen Eindruck vermittelt?
Oder interpretiere ich es einfach falsch!?

Ich habe keine Wärmebild Technik, ich habe kein Variables ZFR, ich habe keine R8, neue Steel Action oder eine Ferlacher BBF etc...

Ist das Wettrüsten eher eine Sache die mir so suggeriert wird im Netz oder fasse ich das alles falsch auf?

Was besitze ich zum jagen an Waffen und Technik :

Steyr Mannlicher M im Kal. 30.06 mit 8x56 Docter Glas mit LP auf Picatinny Montage

CZ Brünner 500 BBF 222Rem & 12/70 mit Brünner Aufkippmontage und 6x42 Swarovski Glas

Mauser 98 im Kaliber 30.06 mit EAW Schwenk Montage ohne Glas derzeit

FN Browning HA Schrotflinte 12/70

KK Repetier Voere 22lr mit 6x42 S&B Glas auf 11mm Montage

Dazu noch aus sportlichen Absichten eine Pistole und einen Revolver....

Wie man sieht, keine Variablen Gläser, keine Nachtsichttechnik etc...

Bin ich damit wirklich so schlecht ausgestattet?
Oder bilde ich mir das alles nur ein?

wie ja teils schon geschrieben wurde, es hat nicht jeder das volle Equipment im ersten Jahr seiner jagdlichen Laufbahn angeschafft. Letztendlich kannst du auch nur bei der Jagd erfahren was wirklich benötigt wird. Wenn du auf der Jagd meinst etwas zu gebrauchen was du noch nicht hast, schreib es auf eine Liste. Wenn du bei den weiteren Jagden was vermisst kommt das ebenfalls auf die Liste. Wenn dann etwas 3-5x auf der Liste steht fang an zu überlegen ob du es dir leisten willst. Mit dem was du schon hast, kannst du alles erlegen was in deutschen Revieren seine Fährte zieht. Auch von mir der Tip....kümmere dich nicht nur um Waffen u. Zielfernrohr, es gibt Wichtigeres.
 
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