Außendarstellung am Bsp. "Manche Jäger haben einen Vogel" (FAZ)

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Was haltet ihr von dem Beitrag in der FAZ?
Gegen solch unsinnige Überschriften kann man als Jäger wohl wenig dran ändern. Ich denke aber vorteilhaft wäre es, die Fanatiker nicht mehr "Naturschützer" zu nennen (zu positiv belegt und der Jäger wird begrifflich zum Gegenteil dessen) sondern einstimmig für diese Fanatiker eine neue Bezeichnung zu verwenden. Und die Aussage es habe keinen Sinn den Vogel mit vollem Bauch auf die Jagd zu schicken ist wohl trotz der darstellung in der FAZ zweideutig. Da wäre wohl besser vom Fluggewicht zu sprechen, oder lediglich einseitig vorgeworfenes hungern lassen strickt abzulehnen.
 
S

scaver

Guest
Der Artikel ist ja im Prinzip gut für die Jagd, aber warum muss da ein Kommentar von diesen Weltverbesserern rein.
Kann man nicht nur einen Artikel über die Jagd bringen. Wem es nicht passt, kann ja einen Leserbrief schreiben.
Als letzter Absatz ist das dann komplett kontra Jagd. Daher würde ich für deratige Storys nicht empfehlen, dass Jäger da mit machen - es schadet immer und nutzt nie.
Besser man bleibt unauffällig und hat eine starke Lobby, die wirklich was bewirkt.
Wir haben keine mediale Präsenz ,die etwas bewirken könnte, nirgends, weder im Großen noch im Kleinen. Auch die Jägermobile mit Stopfpräparten vor dem Kindergarten, oder Veranstaltungen nutzen rein gar nicht. Sie sind reine Zeitverschwendung. Ausnahme Bläsergruppen, die den Ton halten können. Wir brauchen Jagdverbände die Lobbypower haben, in die Politik bis Europa hinein, genauso wie es Großfirmen auch machen. Alles andere ist Mumpitz. Der Jäger vor Ort ist ein braver, guter, hilfsbereiter Bürger, macht saubere Jagd und bleibt bescheiden im Hintergrund. Mehr baucht das nicht. Zum Jammern und schimpfen gibts ja das wuhF.
sca
 
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Besser man bleibt unauffällig und hat eine starke Lobby, die wirklich was bewirkt.
Wir haben keine mediale Präsenz ,die etwas bewirken könnte, nirgends, weder im Großen noch im Kleinen. Auch die Jägermobile mit Stopfpräparten vor dem Kindergarten, oder Veranstaltungen nutzen rein gar nicht. Sie sind reine Zeitverschwendung.

Sehe ich komplett anders. M.E. wird das Bild des Jägers bei völlig "Fachfremden" (die übrigens oftmals Jäger und Förster für das Gleiche halten) von zweierlei gepägt:

1. Dem deutschen Heimatfilm bzw. TV, mit irgendwelchen Feudalherren oder Großindustriellen die nur möglichst starke Trophäen erbeuten wollen
2. US Filmen und Serien in denen Jagd als reiner "Sport" dargestellt wird

Wenn man diese Menschen darüber aufklärt was ein Jäger wirklich macht ist außer den völlig verblendeten kaum jemand gegen Jagd. Das kann jeder Jäger machen der nicht duckmäusert und unauffällig bleibt sondern zeigt er ist Jäger (und normaler Mensch...) und begründen kann warum er es ist.
 
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Auch in der Aktuellen "Wirtschaftswoche" ist ein Artikel über Jagd und Jäger. Ausgabe 3/19, Seite 90ff. Leider finde ich den nicht online. Der richtet sich an Nichtjäger und ist vernünftig geschrieben, denke ich. Das Thema Jagd taucht immer häufiger in der Presse auf.
 
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Da fällt mir auf, ich habe das thema wohl etwas voreilig zur Beizjagd hinein gestellt. Vielleicht kann es ja ein admin zu "Jagd in den Medien" verschieben. Betriffe ja als Oberthema die gesamte Jagd.
 
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Auch ich habe, hatte einen Vogel.
An vorderster Front habe ich 14 Jahre lang bei Vorführungen für Falknerei und Jagd geworben.
Dazu muss man aber mit den Besuchern ins Gespräch kommen, ihre Argumente, die zum Teil hanebüchen sin, entkräften. Einen sog. Tierschutzfuzzi hab ich am Anfang meiner Vorführungen mal verbal übers Mikrofen "zerlegt". Die Besucher waren kurz davor dem Knaben gegenüber Handgreiflich zu werden. Danach hatte ich 13 Jahre Ruhe vor dem Gesocks, trotz Großstadt mit bekannter Klientel.
Offensiv mit solchen Figuren umgehen und das vor Publikum!!

Bausaujäger
 
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Ich finde den Artikel gar nicht so schlecht. Kritik müssen wir aushalten können. Zu einem ausgewogenem Journalismus zählt eben auch die Meinung anderer. Was wir tun müssen ist aufzuklären bei jeder Gelegenheit. Unsere Verbände müssen aktiv an die Journalisten herantreten und nicht nur reagieren.
 
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Verteufeln würde ich die Presse und die Öffentlichkeitsarbeit nicht, man sollte sich nur selbst genau überlegen "mit wem man sich wie einlässt". Gerade bei großen Printmedien sehe ich hier eher unsere Verbände in der "Pflicht". Die rollende Waldschule und viele andere ehrenamtliche öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen finde ich eher positiv. Habe es schon oft erlebt dass hier "Stadtkinder" ihre ersten Wildtiere sehen und begeistert sind und ihr Interesse geweckt ist.
Ich denke sich zu verkriechen nützt weniger als das es mehr schadet, wir Jäger "tuen nicht verbotenes", wir sind staatlich geprüfte Naturschützer!!
Sicherlich klappt der Dialog nicht bei unverbesserlichen, das ist aber nicht nur beim Thema Jagd so. Bei vielen die einer Diskussion und einem Dialog offen gegenüberstehen sollten wir aber versuchen etwas Zeit zu investieren. Ein Arbeitskollege, Grüner und Atomkraftgegner der ersten Stunde genauso wie Vegetarier aus Überzeugung begleitet mich mittlerweile ab und zu mit auf den Ansitz. Seine Optik-Ausrüstung ist mittlerweile hochwertiger als meine und er hat "verstanden" was Jäger wirklich leisten und was es heißt Jäger zu sein. Er bleibt beim Vegetarismus, ist aber als solches überzeugt dass mehr Bio und mehr Nachhaltigkeit als Jagd nicht möglich ist!
Neben den eigenen dürfen natürlich auch Nachbarskinder mal mit auf den Ansitz und ins Revier, sofern sie Interesse haben und die Eltern nichts dagegen haben. Von den eigenen kennt man es, aber es ist erstaunlich wie sehr Kinder die Natur und das Wissen darum aufsaugen.

Waihei
 
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Neben den eigenen dürfen natürlich auch Nachbarskinder mal mit auf den Ansitz und ins Revier, sofern sie Interesse haben und die Eltern nichts dagegen haben. Von den eigenen kennt man es, aber es ist erstaunlich wie sehr Kinder die Natur und das Wissen darum aufsaugen.
Moin,
Das ist immer wieder erstaunlich. Daraus entwickelte sich wiederholt der Wunsch der Erwachsenen auch mitzukommen. Natürlich wiederholt dem Wunsch nachgekommen.....Sehr empfehlenswert!
 
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https://www.jagdverband.de/content/presse-0

Das kostet alles viel Geld. Mehr würde noch mehr kosten und da streiken die zahlenden Mitglieder jetzt schon.

basti

Stimmt, aber etwas langfristiger betrachtet kann dieses Investment wieder zurück kommen, z.B. durch steigende Mitgliederzahlen oder Spenden.

Wäre doch die perfekte Zeit "für einen Spendenaufruf". Bild mit einem Reh oder Hase in 2m Schnee. Dazu die Erklärung was Jäger leisten, was es kostet und das man mit einer Spende gutes tuen kann.....
....Wenn man nur nicht das Thema Öffentlichkeit schon vor längerer Zeit aufgegeben hätte und widerwärtigen Dreckwerfern mit einer anderen Realtitäswahrnehmung das Feld überlassen hätte: Schließlich füttert der Jäger das Wild ja nur um es nachher abzuknallen, es wird ja eh auf alles geballert was seine Lauscher raus streckt (die Ausrede Wald vor Wild und die auch zumindest in meiner Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit zurecht geforderte "Waidgerechtigkeit" (um mal aktuell zu bleiben Elterntiere so lang es geht zu schonen etc.) ist ja für viele eh antiquiert und wissenschaftlich widerlegt!)
 
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Und nun mal was zum Artikel, bevor der Faden hier gekapert ist:
Ich finde den Artikel für nicht jagdlich vorgeprägte informativ, den Spruch, dass hier kein Schuss daneben gehen kann hätte man sich zwar sparen können und vornehmlich das positive der Beizjagd herausarbeiten können aber es ist ein Artikel mit dem man diskutieren kann, eher neutral als negativ.
 
Y

Yumitori

Guest
Ich finde den Artikel gar nicht so schlecht. Kritik müssen wir aushalten können. Zu einem ausgewogenem Journalismus zählt eben auch die Meinung anderer. Was wir tun müssen ist aufzuklären bei jeder Gelegenheit. Unsere Verbände müssen aktiv an die Journalisten herantreten und nicht nur reagieren.
Zum Gruße,
warum nur werde ich das Gefühl nicht los, dass mit "...Kritik müssen wir aushalten können..." nur allzu oft der Nacken gebeugt wird vor einer widerlich gesteuerten Öffentlichkeit... .
Das richtet sich jetzt absolut nicht gegen Dich, ich kann nur diese Verbeugung vor dem Schmierenjournalismus langsam nicht mehr ertragen.
Allerdings ist es absolut richtig, dass unsere Verbände wesentlich offensiver arbeiten müssen - man fragt sich allerdings, wie die das hinkriegen wollen... .
 
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