BamS 80 jähriger verursacht Jagdunfall

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#61
Für solche Schäden, kann der Jäger übrigens haftbar gemacht werden.

Das Absehen kennen zu lernen ist eine ganz gute Hilfe.
Man hat sich wirklich mehr dabei gedacht, als einfach Linien und Punkte einzufügen.
Jagdlich lässt sich damit sehr gut agieren. Und wenn das nicht funktioniert, ist man meist in eienr Weite, in der man besser nicht mehr schießt......
Kann man selbstverständlich so machen.
Schneller lernt man es aber, wenn man einfach den Entfernungsmesser immer im Säckel hat und kreuz und quer abscannt. 30m, 160m, 70m....
Dann hat man das auch nach 14 Tagen ziemlich gut drauf.
Da das Entfernungabschätzen (möglicher) Teil der praktischen Prüfung war, habe ich das damals so geübt.
Bis heut überprüf ich meine Schätzungen hin und wieder mit dem Teil. Wenn sonst wenig los ist, macht das sogar Laune und man ist auch auf "fremden" Sitzen bereits orientiert, wenn was auf der Bühne erscheint. Ich zieh mir immer einen imaginären Radius um den Sitz, bis wo ich schiesse. Drüber bleibt der Finger grad.
 
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#62
Klitzsch: [...]„Der Abpraller habe dann Hans-Dieter Klitzsch am Bauch getroffen. Die Kugel habe dabei nur noch wenig Geschwindigkeit gehabt, konnte auf der Liegewiese gefunden werden."
Der 65jährige kann jetzt also ehrlich behaupten, dass Kugeln einfach an ihm abprallen.
Eigentlich eine tolle Wirtshaus-Geschichte, muss man sagen.
 
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#63
Aber genau diesen (unkundigen und ignoranten) Jagd- und Waffengegner haben wir das neue BJG doch zu verdanken, inkl. der Pflicht auf noch abprallerfreudige Bleifreigeschosse/-schrote.
Zudem der Wunsch nach zunehmend gerade solchen Ernte-(Gesellschafts)jagden, um angebl. den ganzjährigen "Jagddruck" der Ansitzjagd zu "senken". o_O
Ich denke das sich zu viel "Jagddruck" nicht so viele Leute interessiert, wie solche Schlagzeilen in denen jemand ne Kugel abkriegt. Und genau diese Leute mit ihrem "Jadgdruck" Gerede sind jene, die solche Jagden dann als Privat und die Jäger als Hobbyjäger bezeichnen. Die Akzeptanz der Jagd schwindet in der Gesellschaft immer mehr - da muss man diesen Mist nicht jedes Jahr wieder durchkauen. Hier in der Region ist dabei auch genug passiert in den letzten Jahren. Löcher in LKW's und Mähdreschern... Ich bin damit durch. Wenn überhaupt stehe ich irgendwo im Wald am Fernwechsel. An den Acker bekommen mich keine zehn Pferde mehr.
 
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#65
Ich kenn auch entsprechende Sitze, da wurde ein Bürostuhl auf einen DJ-Bock gesetzt, damit man 360° zulangen könnte.
Dass 20m hinter einem die Straße, 100m rechts ein Haus und 100m links eine Straße her geht ist anscheinend egal. Man würde ja nicht über die Straße schießen sondern nur bis kurz vorher...

Nicht meine Welt..
 
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#66
Bei uns in der Gegend sollen jetzt revierübergreifende Drückjagden und Erntejagden organisiert werden -"damit die Leute sehen dass was getan wird" - allerdings kenne ich bei uns keine Jäger die damit Erfahrung haben geschweige denn geübt haben auf bewegte Ziele zu schießen - ich denke da kann man schnell mehr Schaden anrichten als die Sache wert ist.

CD
 
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#67
Ja, das war hier auch ein Lernprozess. Ich gehe nur noch hin, wenn mich ein guter Freund anruft, bei dem ich sicher bin, dass es keine Massenveranstaltung ist und ich die Mitjäger kenne.
Selbst nur noch mit max. 5 handverlesenen Schützen und bei solchem Gelände wie von @Fex , dankenswerterweise gezeigt, findet bei mir definitiv keine Aktivität statt. Da kann man sich abends, nach dem dreschen ansetzen, aber nur, wenn vom Ort weg geschossen werden kann.
 
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#68
Bei der Kitzrettung wird immer mehr auf Drohnenrettung gesetzt. (Unsere Nachbarjägervereinigung hat hierzu 6.500,00 EUR investiert. Dies mal als Randnotiz). Und mein Eindruck ist, die Dinger werden ja "nur" 4-6 Wochen eingesetzt...

Hat jemand von Euch Erntejägern Erfahrung? Würde es was bringen, solche Drohnen vor der Erntejagd einzusetzen, um die Sauen zu lokalisieren, um dann gezielt die Sauen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in der freies Schussfeld herrscht.

(Ich kenne keine solchen Erntejagden, daher ist auch meine Frage ernst gemeint.)
 
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#69
Bei der Kitzrettung wird immer mehr auf Drohnenrettung gesetzt. (Unsere Nachbarjägervereinigung hat hierzu 6.500,00 EUR investiert. Dies mal als Randnotiz). Und mein Eindruck ist, die Dinger werden ja "nur" 4-6 Wochen eingesetzt...

Hat jemand von Euch Erntejägern Erfahrung? Würde es was bringen, solche Drohnen vor der Erntejagd einzusetzen, um die Sauen zu lokalisieren, um dann gezielt die Sauen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in der freies Schussfeld herrscht.

(Ich kenne keine solchen Erntejagden, daher ist auch meine Frage ernst gemeint.)
Wenn Du dich fragst wie lange so eine Drohne fliegen kann pro Akkuladung und das dann gedanklich mit dem Zeitraum in Verbindung bringst, die es dauert ein Feld zu dreschen kommst Du selbst auf die Antwort. Zudem wieso sollen die Sauen sich durch einen fliegenden Brummkreisel lenken lassen??
 
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#70
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Würde es was bringen, solche Drohnen vor der Erntejagd einzusetzen, um die Sauen zu lokalisieren, um dann gezielt die Sauen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in der freies Schussfeld herrscht.

"vor" heißt bevor der Drescher da durchfährt. Und "gezielt lenken" heißt, mittels Drohnen Treiber so zu informieren, dass die wissen, wo die Sauen liegen, und so gezielt die Sauen in Bewegung setzen können.

Ist das umsetzbar, oder nur graue Theorie?
 
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#71
Quatsch, die kann man erst sehen wenn sie wenige meter vorm Drescher sind. Von oben kann man in dichten Raps nicht reinschauen, nur auf Lager- oder Schadflächen. Und "Treiber bevor der Drescher kommt" Überleg mal wann der Raps gedroschen wird...richtig wenn er reif ist, da kann keiner mal eben so durchgehen und wenn dann sorgt er dafür dass die Rapssaat (das was der Landwirt ernten will), ausfällt:unsure:
 
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#72
Würde es was bringen, solche Drohnen vor der Erntejagd einzusetzen, um die Sauen zu lokalisieren, um dann gezielt die Sauen in eine bestimmte Richtung zu lenken, in der freies Schussfeld herrscht.

"vor" heißt bevor der Drescher da durchfährt. Und "gezielt lenken" heißt, mittels Drohnen Treiber so zu informieren, dass die wissen, wo die Sauen liegen, und so gezielt die Sauen in Bewegung setzen können.

Ist das umsetzbar, oder nur graue Theorie?

Kannst du vergessen, war bei zwei so angelegten Versuchen anwesend. Wir waren wirklich guter Dinge angesichtig der "Live Informationen".

Einmal wars an einem verschilften Teich von ca. 3ha. Da lagen sie dann bombenfest mit der Drone 3m über Ihnen und haben die Treiber und Hunde im Kreis herum geführt.

Das Andere mal war im Mais, da haben sie einfach die Treiberkette durchbrochen und sind auf die Straße gerannt. Also Lenkung völlig Fehlanzeige.
 
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#73
@Haegarthehorrible
Wenn wir auf Verdacht ein Feld abstellen (max 5-6 bekannte Jäger) dann Erntet unser Landwirt so, das er uns möglichst die Sauen zutreibt. Zumindest wenn es möglich ist.

Letzte Woche hatten wir eine Sau im Weizen, da ich alleine war, wollte er mir die Sau mit dem Mähdrescher zutreiben......
Ein ca. 80 kilo Keiler ging dann völlig entspannt im Troll an meinem Auto und einem Traktor vorbei über einen Fußweg mit Radfahrern in den Mais. Ich war gegenüber, habe zugeschaut.
Unmöglich da hinzuschießen wegen Kugelfang.


Bei uns ist abstellen am Feld sehr schwierig, durch viele Fusswege, Stadtnah halt...

Wenn`s klappt ist gut, wenn nicht auch :cool:
 
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#74
@Haegarthehorrible
Man kann die Sauen auch einfach rennen lassen. Der Mähdrescher wird ja nur als praktischerweise gerade zur Verfügung stehendes Mittel gesehen, um an die Sauen dranzukommen. Andere Argumente (Schadensverhinderung etc) für die Erntejagd gibt's im Grund ned.

Was man ja immer machen kann, ist in aller früh, wenn's kühl genug ist, die Äcker mit WBK befliegen und dann die Sauen gezielt angehen. Das ist aber völlig unabhängig von der Ernte immer machbar und auf jeden Fall weniger gefährlich als Erntejagd an sich, weil weniger Beteiligte und weniger Bewegung (Enrtemaschinen etc) im Spiel ist und die Richtung selbstbestimmter. Man muss ja ned Richtung Dorf angehen z. B.
 
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