Bartgeier in Deutschland ausgewildert

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#75
Das sind die Fakten.

Unabhängig davon wissen wir, dass ein z. B. mit einer Bleischrotladung belegtes Beutetier, das von einem Bartgeier gefressen wird, dafür sorgen wird, dass dieser ziemlich sicher das Zeitliche segnen wird..

Da genügt im Grunde ein Schneehase.



Fakten ?

Wenn wir das mal aufdröseln wollen:
Wird ein Schneehase mit Schrot beschossen und flüchtet, wie viele Schrote wird der wohl im Balg haben?

Wie lange wird wie ein Schrotkorn brauchen, um den Verdauungstrakt eines Bartgeiers zu durchlaufen? Schon mal untersucht worden???
Und kann das überhaupt zu einer akuten Bleivergiftung führen?
Fakten?? - nehmen wir nur die Faktoren: Menge, Löslichkeit, Wirkungsdauer.
Nur dann kommt es überhaupt zu einer Reaktion.
Man könnte das ja mit Eisenschrot ermitteln und in Zoos ließe sich das mit einem Magneten in Geschmeis oder Gewölle finden lassen.
Macht man aber nicht - es könnte ja was verkehrtes dabei raus kommen.

Wie sieht es denn in Afrika aus?? werden da auch Blei-vergiftete Geier gefunden??

Sicher wird es Bleivergiftungen bei Tieren und Vögeln geben, aber die Beweislage ist recht dünn und weil sich die im PPM-Bereich bewegt, muss der Geier-Zombie Gipsi regelmäßig dafür herhalten.

Übrigens sind Geier echt ganz tolle Vögel - die frühere Verfolgung ist nicht zu verstehen.
Schönen Sonntag noch
S.H.
 
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Fakten ?
Wird ein Schneehase mit Schrot beschossen und flüchtet, wie viele Schrote wird der wohl im Balg haben?

Wie lange wird wie ein Schrotkorn brauchen, um den Verdauungstrakt eines Bartgeiers zu durchlaufen? Schon mal untersucht worden???
Und kann das überhaupt zu einer akuten Bleivergiftung führen?
Fakten?? - nehmen wir nur die Faktoren: Menge, Löslichkeit, Wirkungsdauer.

Schönen Sonntag noch
S.H.
Ja, das ist untersucht worden, und man weiß es ziemlich genau.

Gerade Bartgeier sind da extrem empfindlich.

Sie haben ein Verdauungssystem, das in der Lage ist, sogar Knochen zu zersetzen.

Bleischrotkörner oder Geschossfragente werden zersetzt und nicht wieder ausgeschieden.

Es gibt Beutegreifer die da weniger empfindlich sind,.... Menschen zum Beispiel scheiden Bleischrote vergleichsweise schnell wieder aus..... trotzdem will das natürlich keiner in sich haben.

Gruß

HWL
 
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Ja, das ist untersucht worden, und man weiß es ziemlich genau.
Immer auf Wunsch und nie neutral. Es wird gefunden was gewünscht wird.
Gerade Bartgeier sind da extrem empfindlich.
das mag sein
Sie haben ein Verdauungssystem, das in der Lage ist, sogar Knochen zu zersetzen.
Geeenau - aber aus was sind Knochen und aus was ist Blei ???
Bleischrotkörner oder Geschossfragente werden zersetzt und nicht wieder ausgeschieden.
Aaaaha - Schon real geprüft??? Blei wird von Salzsäure nur schwer zersetzt, dagegen schon von organischen Säuren und wo hat die der Geier her?? Vielleicht irgendwelche Enzyme??
Wenn die "zersetzt" werden, wie können die dann nachgewiesen werden?
Hochgiftig sind Bleiverbindungen, an die Geier auch wieder nur schwer oder selten gelangen.
Gift ist dagegen durchaus möglich.
Es gibt Beutegreifer die da weniger empfindlich sind,.... Menschen zum Beispiel scheiden Bleischrote vergleichsweise schnell wieder aus..... trotzdem will das natürlich keiner in sich haben.
In welchem Vergleich vergleichsweise? Schnellschiss oder Verstopfung.
Die gleiche Leier wie bei allen Dredds zu diesem Gebiet.
Gruß auch von mir
S.H.
 
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Immer auf Wunsch und nie neutral. Es wird gefunden was gewünscht wird.

das mag sein

Geeenau - aber aus was sind Knochen und aus was ist Blei ???

Aaaaha - Schon real geprüft??? Blei wird von Salzsäure nur schwer zersetzt, dagegen schon von organischen Säuren und wo hat die der Geier her?? Vielleicht irgendwelche Enzyme??
Wenn die "zersetzt" werden, wie können die dann nachgewiesen werden?
Hochgiftig sind Bleiverbindungen, an die Geier auch wieder nur schwer oder selten gelangen.
Gift ist dagegen durchaus möglich.

In welchem Vergleich vergleichsweise? Schnellschiss oder Verstopfung.
Die gleiche Leier wie bei allen Dredds zu diesem Gebiet.

Gruß auch von mir
S.H.
Manchmal hab ich den Eindruck, dass dir einfach nicht zu helfen ist.....

Du könntest einfach mal googeln, ich weiß, dass du es kannst.

Wenn das nicht hilft, du kannst mich auch gerne mal besuchen, ich kann ein Treffen mit den Leuten organisieren, die die Bartgeiergeschichte betreiben.

Du kanns dann jede Frage stellen, die dir auf der Seele brennt.

Im übrigen ist es wirklich so, dass die Magensäure gerade des Bartgeiers extrem aggressiv ist.

Das geht soweit, dass wenn ein Bartgeier (meinetwegen eines natürlichen Todes) stirbt, und seine lebenserhaltenden Funktionen zum Erliegen gekommen sind, die Magensäure ein Loch in den Vogel frisst, dort wo die Verdaurungsorgane sind,.... der Vogel zersetzt sich praktisch selbst.


Gruß

HWL
 
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Reden wir noch über die Bartgeier, oder zum Geier mal wieder über "Blei"?

Reicht dafür nicht ein Thread?

Ganz davon ab, dass ich die Bartgeiergeschichte für wesentlich interessanter finde - weil, siehe oben Diskrepanz Birkwild und Kormoran hier bei uns...

Ich hatte zu beiden vor etlichen Jahren schon was geschrieben und werde das hier nicht wiederholen - aber es ist merkwürdige wie viele Dinge mit zweierlei Maß bearbeitet werden. Gerade von Naturschutzverbänden.
 
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  • Ich hatte eine Großtante, sie hat sehr viel Wild gegessen in ihrem ganzen Leben; ihr Blinddarm war voll Bleischrote, die nicht ausgeschieden wurden. Sie verstarb an Altersschwäche mit 85.
  • Klempner benutzen Schwefelsäure um die Zinlötungen auf Zink vorzureinigen, sie haben sich früher kleine Becher aus Blei gemacht um die Säure zu bewahren, sie machten sich auch Pinsel aus Hengstschweifhaaren, die von einer Blei-Folie zusammengehalten wurden.
  • also ich vermute, dass Blei manchen Säuren gegenüber unempfindlich ist, aber vielleicht nicht allen Säuren.
  • wie von Sir Henry gesagt, ist Blei ein sehr stabiles Metall ABER bleihaltige Verbindungen können vielleicht anders wirken
  • um Fragen vom Anfang dieses Themas zu beantworten:
  1. das Bartgeier Programm läuft im National Park Hohe Tauern und insbesondere im Raurisertal (Ö) seit 1986, damals gab es schon laute Stimmen in D um das Gleiche zu machen. Die verantwortlichen Experten lehnten das damals ab mit der Begründung, dass sich dann Reviere überlappen würden, was nicht günstig sein würde; das Programm läuft dort inzwischen gut, die Lage ist weitgehend gesichert, sodass man jetzt wahrscheinlich auch in D Bartgeier auswildern kann.
  2. in Italien werden Wildverkehrsopfer von Förstern gesammelt und zu einem Luderplatz gebracht, wo die Geier dann atzen können.
 
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#81
also ich vermute, dass Blei manchen Säuren gegenüber unempfindlich ist, aber vielleicht nicht allen Säuren.

Blei als solches ist nicht "giftig", sondern bestimmte Bleiverbindungen, insbesondere solche mit organischen Säuren. Magensäure ist als Salzsäure nicht organisch.
Die bekannteste Verbindung ist Bleizucker, die aber nicht in kleine Mengen wirkt, sondern entweder in sehr großer Menge oder über lange Zeit auf einen Organismus einwirken muss.
Wie gesagt, man könnte Volieren-Greife mit "ungiftigem" Eisenschrot "beifüttern" um den tatsächlichen "Durchlauf" zu ermitteln.
Wo sind sie denn, die "Blindversuche". Kommt wohl was falsches raus.
Mir kann das eigentlich wurscht sein, bin beruflich mit Bleiweiß und Bleimennige alt geworden und auch noch nicht an verschlucktem Schrot, ob unbeabsichtigt oder mit Absicht, erkrankt.
Ein gute Woche wünscht S.H.
 
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Mann, mann, mann oh Mannomann...

Blei die vierte.

Mal sehen was die Experten dazu sagen, sprich diejenigen die damit berufsmäßig auch mehr Ahnung haben.





Reicht das?

Unglaublich!

Nicht "bestimmte" alle Bleivergiftungen sind giftig - Blei ist für jede Form des Lebens auf diesem Planeten nicht essentiell und auch kein Spurenelement, sondern Toxisch. In jeder Form... aus was besteht der Magensaft? Das ist nicht nur Wasser - der Oxidmantel lässt sich sehr gut in nahezu allen organischen Säuren mit ein paar Ausnahmen wie Perchlorsäure an und damit auch auflösen - das dabei entstehende Salz Blei(II)chlorid ist hochgradig gesundheitsgefährdend und ein maritimes Toxin. Auch wenn die Löslichkeit gering ist, wir reden hier von Dosen im Bereich weniger Mikrogramm.

Also Mengen von einem Millionstel Gramm, und das für eine akute Vergiftung von 80 bis 100 Mikrogramm, bzw. für eine chronische Vergiftung von 30-40 Mikrogramm.

Das sind winzige Partikelchen die da ausreichen.

So, auch wenn die Konzentration nur ungefähr 0,4 bis 0,5 % HCL im Magensaft beim Menschen ist, es gibt nun einmal Tiere die mit einer höheren Konzentration fahren... und selbst beim Menschen reicht das Ablösen von mikroskopisch kleinen Mengen um eben eine Vergiftung hervorzurufen.
 
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#83
echt tolle Links

Alles (oder fast alles) auf Menschen bezogen und vieles was als giftig oder hochgiftig dargestellt wird (z.B. Benzin, Farben), kommt für DE kaum mehr in Betracht.
Im Fall des Links geht es aber hauptsächlich um Menschen und die kommen, von Handwerkern mit Blei und Luftdruckschützen abgesehen, nur mit verschlucktem Blei in Form von Schroten in Berührung.
Das BfR stellt heraus, dass das verschlucken etwa von Bleischrot mit dem Essen kein Risiko darstellt und Schwangere schon vorsichtig sein sollten. Bei Jagdunfällen bleiben oftmals Schrote im Gewebe, weil deren Entfernung mehr Schaden macht als Nutzen hat.
Alles zum Xten Male schon durchgekaut.
Kennt einer von den 26.000 Usern etwas einen oder eine, die an Bleischrot erkrankt oder von Beschuss abgesehen, daran verletzt oder verstorben wären.
Immer Verweis auf irgendwas oder wen.
Wie viele Geier gibt es weltweit, wie viele Geier sterben weltweit an verschlucktem Bei.
Die hunderttausende von vergifteten Enten in den Wetlands der USA waren ja auch in Fake.
Regt euch ab Leute und fallt nicht auf jeden Hype rein.
Unsere Annalena wird es schon richten.
 
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Du hast die wissenschaftlichen Studien zu den Greifen noch nie zur Kenntnis genommen. Bitte bleib bei Deinen Konstruktionen, beim Thema "Blei" rufst Du durch Deine starrsinnige Lernverweigerung gerade diese "Annalena-Truppe" mit Vehemenz herbei.
 
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Du hast die wissenschaftlichen Studien zu den Greifen noch nie zur Kenntnis genommen. Bitte bleib bei Deinen Konstruktionen, beim Thema "Blei" rufst Du durch Deine starrsinnige Lernverweigerung gerade diese "Annalena-Truppe" mit Vehemenz herbei.
Die werden dir dann schon beibringen wie es geht, denn wird es für manche auch mit bleifrei vorbei sein.

PS: im forum schreibe ich bei aller Hochachtung die Anrede klein und bin auch mit keinem "per Sie"
 
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Ich habe mit denen und Leuten wie denen hauptberuflich zu tun und ärgere mich immer wieder über die "Dolchstöße" der lieben Kollegen, die gut meinen, aber keine Ahnung haben. Nichts persönliches, aber da gehört Dein Argumentieren in Sachen "Blei" auch rein. Das erschwert es nämlich, eben gerade für viele und nicht nur wenige das "Jagd vorbei" zu verhindern.
 
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Nicht alles was man nicht versteht ist ein Hype......

Es ist doch nichts dabei, in einem Bartgeiergebiet auf Bleimunition zu verzichten.

Wenn's hilft kann man stolz drauf sein, seinen Beitrag geleistet und dem Vogel damit eine Chance gegeben zu haben, und wenn's nicht hilft geht die Welt auch nicht unter.

Gruß

HWL
 
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Hallo Mohawk, " Jagd vorbei" eines bestimmten Klientels hat rein garnichts mit " Bleifrei" zu tuen. Es ist böse, macht tot, und könnte Spaß machen. Das sind genügend Gründe, die sich zur Not auch wissenschaftlich beweisen ließen. Da ist Bleifrei nur dankend vom Projekt Californischer Kondor übernommen worden. Die damaligen Veröffentlichungen waren damals schon dürftig. Es wurde immer auf " jagdlichem Blei" herumgeritten. Sonstiger Bleieintrag in die Umwelt wurde/wird ausgeblendet. Das dann auf dem Wege der Nahrungskette sich so oder so Blei anreichert wird stehts ausgeblendet. Denn sonst kann man der Jagd nicht schaden.
Bei allen Veröffentlichungen aus dem Bereich kommt "Jagdblei" nur mit sehr geringen Teilen vor. Deshalb wird es in der Regel nicht zitiert. Passt nicht ins Bild.
Das ging sogar soweit, das beim Remmelschen Jagdgesetz im Fernsehen ein Proffessor gezeigt wurde, der behauptete: Mit Kupfer kann man niemanden vergiften, denn das ist ein Spurenelement, das der Mensch braucht. Soviel zu seriöser Wissenschaft.
Bei den meisten Schüssen verschwindet der größte Teil des Bleis im Kugelfang, und da sind schon ca 20 ppm dieses Schwermetalles. Soviel wie da rumliegt können wir garnicht verschiessen.
Wenn man die Randbedingungem WERTENEUTRAL betrachten würde sähe das Ergebnis auch anders aus.
Darüber das Blei nicht gesunheitsfördernd ist, brauchst Du mit mir nicht zu diskutieren, schiesse aber aus persönlichen Gründen, so lange es geht, Nicht Bleifrei.
 
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