Bau meiner Wildkammer/Zerwirkraum

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#1
Hallo,
als Jungjäger reifte bei mir seit langem der Wunsch nach einer eigenen Wildkammer. Hab dann bei mir in einem bestehenden Gebäudeteil einen "geeigneten" Platz gefunden. Dann ging es an die Planung (ich hab da sehr viel Zeit investiert und bestimmt 20 unterschiedliche Möglichkeiten gezeichnet) und die Abstimmung im Vorfeld mit dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung. Konnte auch hier im Forum viele vertvolle Anregungen und Tipps bekommen.
Hab mich nun dazu entschlossen, euch bei der "Entstehung" und dem Bau teilhaben zu lassen.
Also hier mal die Vorgaben des Veterinäramts und meine letztendliche Planung. Fotos folgen noch nach und nach.
 

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#7
Danke !

Sehr gut, dass Du uns teilhaben läßt.
Der eine oder andere kann sicher wertvolle Infos mitnehmen.

Gute Ratschläge, sowie Belehrungen weden sich auch kommen, dass sollte Dir klar sein.

Remy
 
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#8
Das ist mir bewusst und für faire Kritik und Anregungen bin ich auch dankbar.
Ich hab mich vorher hier im Forum über den Bau einer Wildkammer auch informiert und konnte wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Daher hab ich mich entschlossen, euch daran teilhaben zu lassen.
Ich bau jetzt mal fleißig weiter.
 
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#9
Waidmannsheil „Seppe“,

Es handelt sich bei deiner Baumaßnahme um die Erstellung eines so genannten Naß- oder Feuchtraumes.

Normalerweise scheiden Untergründe aus dem Werkstoff „Holz“ in der Regel aus. Holzwerkstoffe verändern durch Aufnahme von Feuchtigkeit ihre Struktur und Oberfläche – sie Verformen sich durch Volumenvergrößerung. Nachfolgend auf diese Untergründe aufgebrachte Fliesen- oder Plattenbeläge, die ohne eine Rissüberbrückende und wasserundurchlässige Verbundabdichtung geschützt sind, werden nach kurzer Zeit sich von dem Holzuntergrund ablösen.

Gemäß deiner Planungszeichnung willst du die im Wandbereich verbauten USB -Platten noch mit 12,5 mm starken Gipskartonplatten „entkoppeln“. Das ist eine gute Maßnahme, denn die Fertighaushersteller arbeiten in Feuchträumen nach demselben Prinzip. Allerdings musst du vor der Verlegung von Fliesen – und Platten im Wand- sowie im Bodenbereich alle genannten Flächen vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützen, weil Fliesenbeläge generell nicht wasserdicht sind.

Ebenso muss der Bodenbereich (aus Zementestrich oder als Betonuntergrund) mit der o. g. Verbundabdichtung vor dem Eindringen von Feuchtigkeit vor dem Verfliesen geschützt werden. Dabei muss der Übergang vom Boden- zum Wandbereich mit rissüberbrückenden, hochdehnfähigen Dichtbändern ausgebildet werden. Ebenso müssen in allen aufsteigenden Ecken Dichtbänder in die Abdichtungsschicht eingearbeitet sowie die Wanddurchdringungen (Wasseranschlüsse) mit Dichtmanschetten versehen werden.

Diese Arbeiten müssen sehr sorgfältig ausgeführt werden, da hier eingebaute Verarbeitungs- oder Ausführungsfehler sich mittel- bzw. langfristig bis zum Totalschaden entwickeln können.

Fachlich, kompetente Beratung sollte auf jeden Fall „vor dem Verfliesen“ eingeholt werden. Es handelt sich hierbei schließlich um eine recht kostenintensive Baumaßnahme, die sicherlich auch noch in 20 Jahren und länger Bestand haben soll.


Es gibt zu dem Thema „Abdichtungen unter Fliesenbelägen“ viele Filmbeiträge bei YouTube.

Ich empfehle die beiden nachfolgenden Anwendungsfilme von Sopro sich anzusehen.

https://www.youtube.com/watch?v=T9M5-YXXuhU

https://www.youtube.com/watch?v=7-kkglYFEnI


Weiterhin gutes Gelingen

munter bleiben...
 
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#10
Danke für die Tipps. Für die Gipskartonplatten an den Wänden und an der Decke werde ich "grüne" Platten, also imprägnierte verwenden. Auf den Betonboden kommt dann Zementestrich.
Wegen dem Thema Abdichten/absperren werde ich mit meinem Fliesenleger reden.
 
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#13
Der Einbau von „Grünen Gipskartonplatten“ besagt nicht, dass man dadurch auf eine Abdichtungsschicht unter Fliesen und Plattenbelägen verzichten kann. Zum Beispiel alle gipshaltigen Stoßfüllungen nach dem Verspachteln der Gipskartonplatten müssen auf jeden Fall noch vor der Abdichtung zusätzlich grundiert werden, obwohl grüne Gipskartonplatten verarbeitet wurden.

Grundsatz:
Gips und zu viel Feuchtigkeit vertragen sich nicht – der Gips quillt auf oder wird weich und daher müssen zz. noch alle gipshaltigen Baustoffe vor einer Durchfeuchtung mit einer alternativen Abdichtung geschützt werden.“

Das Thema „Abdichten unter Fliesen und Platten“ ist sehr komplex und umfangreich. Laien stehen hier vor einem Berg von Vorschriften und Ausführungsrichtlinien. Die leichtfertige Methode nach dem Motto „das wird schon gutgehen“ wenn ich keine Abdichtung einbaue, hat schon so manchen „schlauen“ Fliesenleger eingeholt. Über kurz oder lang war der Feuchteschaden da. Dann gibt es nur noch „Rückbau“ und das Ganze wird dann nach aktuellen Richtlinien und Vorschriften korrekt neu erstellt.

Nicht jeder der sich heute Fliesenleger nennt, hat diesen Beruf auch richtig mit drei Jahren Ausbildungszeit und Abschluss mit bestandener Gesellenprüfung erlernt. Es gibt dazu auch noch seit 2004 leider keinen Meisterzwang mehr im Fliesenlegerhandwerk. Dadurch kann sich heute jeder mit Minimalwissen im Fliesenlegerhandwerk selbständig machen und lustig drauflos fuschen…!.

Ich empfehle dir einen kompetenten Fliesenlegermeister um seinen Rat zu fragen, bevor du einfach nach der o. g. Methode „das wird schon gutgehen“ verfährst.

Ich will hier nicht das „Spiel mit der Angst“ betreiben, sondern dich lediglich fachlich korrekt über das Thema Abdichtungen informieren.


Alternativ noch ein Link zu den allgemeinen Ausführungsrichtlinien über Abdichtungen im Fliesenbereich.
https://www.sopro.com/fileadmin/customer/productdata/de_DE/Planer_kapitel/de_2019/Pla_9_Kap03.pdf



Zu Deiner Frage:
Gibt es evtl. vernünftige Alternativen zu Wand- und Bodenfliesen?
Es gibt bestimmt viele Alternativen statt Wand- und Bodenfliesen.

Aber wenn es um Hygiene bei der Fleischverarbeitung, Wertbeständigkeit, Haltbarkeit, leichte Reinigung, Aussehen und Ästhetik geht, sind Fliesen und Platten immer die 1. Wahl.
 
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#15
Es geht weiter: Möchte nun das Sedlmaier Zerwirksystem Produktinfo: Sedlmaier Zerwirksystem montieren. Skizze anbei.
Jetzt die Frage an welcher Stelle ich die Elektro-Seilwinde idealerweise montieren soll.
Decke oder Wand? Mit Umlenkrolle?
Was macht Sinn?
 

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