Bejagungsschneise im Mais

Anzeige
Mitglied seit
22 Sep 2012
Beiträge
299
Gefällt mir
1
#1
Hallo zusammen,

bei mir im Revier sind mehrere große Maisfelder vorhanden, durch absprache mit dem Bauern wird jetzt eine 30m lange Schneise im Maisfeld freigelassen.

Ich hab mir vorgestellt in die Scheiße diese Mischung zu sähen http://www.saatgut-shop.de/product_info.php?info=p236_agrovita-ii-schonstreifenmischung-10kg.html

Habt ihr Erfahrung mit solchen Bejagungsschneisen?

Wird das Schwarzwild dort anzutreffen sein?

Ich hab auch schon gehört, dass die Schneise komplett von Mais umgeben sein soll.


Bin gespannt auf eure Antworten.


Grüße und WMH
 
Mitglied seit
24 Sep 2010
Beiträge
23.966
Gefällt mir
944
#5
servus

Hallo zusammen,

...

Ich hab mir vorgestellt in die Scheiße diese Mischung zu sähen
Bin gespannt auf eure Antworten.


Grüße und WMH
wat :what:

Bezüglich einsäen... frage besser den Landwirt, weil es ist sein Acker!

Nicht dass er dadurch Probleme bekommt.

Er könnte dort nämlich auch seinen Blühstreifen anlegen....
 
Mitglied seit
27 Nov 2016
Beiträge
3.871
Gefällt mir
1.061
#6
Bei 30m Länge würde ich "Kaninchenhegemischung" eindrillen, aber keinen Sitz aufstellen. ;-)

Horrido
 
Mitglied seit
17 Mrz 2018
Beiträge
476
Gefällt mir
820
#7
Ja , bei uns legt die Agrargenossenschaft von sich aus, sogenannte Blühstreifen (Bienenweiden ) an... oder in den Maisfelder, an. Etwa drei bis fünf Prozent der Gesamtanbaufläche ( ca. 800 ha. ) werden dafür bereitgestellt. Wir Jäger können dabei mitbestimmen , wo wir die 6 Meter breiten Streifen zur effektiven Bejagung von Rot und Schwarzwild hin haben möchten , wenns technisch realisierbar ist. Sinn macht es an , Feld Wald Kanten, an Gräben , an Vorgewenden und auch bei großen Schlägen eine mal mittendurch. Da die heutigen Maschinen alle mit GPS und sonstigen Schnickschnack ausgerüstet sind ist das kein Thema mehr . Als Saatgut hat sich in den letzten Jahren eine Mischung aus Schwarzhafer, Buchweizen, Phazelia, verschiedene Malvenarten , Sonnenblume , Saradella und einigen anderen Kräutern bewährt. Der Schwarzhafer bewirkt, das wenn er die Milchreife erreicht, die Sauen doch ganz gern mal den Maisschlag verlassen , um die Rispen abzustreifen. Sollte der Bewuchs in einiger Zeit zu hoch werden , das eine Bejagung unmöglich wird , kann man den Streifen halbseitig abmulchen lassen.....
Gruß aus der Lausitz
hoppel61
 
Mitglied seit
22 Sep 2012
Beiträge
299
Gefällt mir
1
#8
servus



wat :what:

Bezüglich einsäen... frage besser den Landwirt, weil es ist sein Acker!

Nicht dass er dadurch Probleme bekommt.

Er könnte dort nämlich auch seinen Blühstreifen anlegen....


Hab mit dem Landwirt schon gesprochen, ich übernehme die Kosten für das einzusähende Saatgut, dafür darf ich bestimmen was eingesäht wird.

Die Kanzel steht schon direkt am Maisfeld. Zwischen Kanzel und Maisfeld ist Wald, somit ist die SchNeiße ;-) die einzige Möglichkeit ne Sau zu strecken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
24 Sep 2010
Beiträge
23.966
Gefällt mir
944
#9
Hab mit dem Landwirt schon gesprochen, ich übernehme die Kosten für das einzusähende Saatgut, dafür darf ich bestimmen was eingesäht wird.

Die Kanzel steht schon direkt am Maisfeld. Zwischen Kanzel und Maisfeld ist Wald, somit ist die SchNeiße ;-) die einzige Möglichkeit ne Sau zu strecken.
Dir wünsch ich auch mal fett Anlauf und kräftig Waidmanns Heil in der SchNeise :thumbup: ( ;-) )
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
4.953
Gefällt mir
438
#10
Man kann bei den Schneisen so ziemlich alles falsch machen.
1. Saatreihen anschneiden, nicht einzelne Saatreihen "auslassen". Die Sauen laufen immer in den Reihen. Bei Flächensaat ist das natürlich egal.
2. Keine Schneise am Maisrand zur nächsten Deckung, z.B. Wald. Diese Grenzlinien werden schnell "überfallen".
3. Einsaaten dürfen nicht so hoch werden, wir wollen ja ggf. das Gesäuge sehen.
4. Mit dem Vorsatzgerät nachts im Mais genügen 2 fehlende Reihen und Ansitz am Boden, Pirsch. Äpfel und Pflaumen auf die Schneise, noch besser ein Rehaufbruch.
5. Mit Gras angesäte Schneisen sollten gemulcht werden. Derartige Mulchstreifen ziehen besonders.
6. Ideal ist es, wenn die Sau nicht aus dem Feld blicken kann. Dann fühlt sie sich sicher. ggf. Biegung einhäckseln.
Wenn die Rotte einmal auf der Schneise beschossen wurde, dann geht sie da meist nicht mehr drauf. Daher bin ich eher für die Pirsch im Mais mit Technik. Das mögen die Sauen überhaupt nicht wenn es dann kracht.
 
Mitglied seit
16 Jan 2003
Beiträge
26.676
Gefällt mir
260
#11
Zur Empfehlung:
Daher bin ich eher für die Pirsch im Mais mit Technik. Das mögen die Sauen überhaupt nicht wenn es dann kracht.


Wird dann nicht auf den Schneisen, sondern in den Reihen gepirscht?
Und was mögen sie nicht?
Und wie lässt sich das jagdlich ausgleichen?
Wenn sie nur verschreckt werden und zum Nachbarn laufen, ist das eher kontraproduktiv.

 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
4.953
Gefällt mir
438
#12
Ich suche einfach nach Alternativen zur Erntejagd oder davor. Die wohl unfallträchtigste Jagdart die wir haben. welche Möglichkeiten bleiben nach dem DEVA-Gutachten? Im Mais wird auf kürzeste Entfernung geschossen. Es geht im Mais hauptsächlich darum, weitere Schäden zu verhüten. Bei der Erntejagd oder einer vorhergehenden Gesellschaftsjagd kann ich mehr Strecke machen, das ist richtig. Vielleicht eignet sich das Feld aber auch nicht. Ich muss wissen was ich will. Jeder Schuss vertreibt, egal wann und wo. Die Sauen machen woanders Schaden: Richtig! Also für die Untätigkeit der Nachbarn auch noch die andere Backe hinhalten und den Schaden selbst tragen, damit es dem Nachbarn gut geht. Ehrenhafte Einstellung, wer's mag...
Warten bis zum Jagdtermin, während pro Nacht der Euro rollt? Oder lieber schnell handeln? Das muss jeder selbst entscheiden, für welche Variante er sich entscheidet.

Bisher fühlten sich die Sauen - so meine Einschätzung im Mais sehr sicher. Sie sind derart "dickschwartig"....

Beispiel: Pirsch im Mais auf Schneise, vor mir auf ca. 30 m zwei einzelne Sauen. Sie nähern sich an, da bekommt vermutlich die schwächere eine Gescheite gewischt. Sie klagt und die Lokomotive startet genau auf mich zu. Ich habe keine Chance, es geht sekundenschnell. Aber Sauen rennen nicht ohne Schuss blind gegen Bäume. Die Sau kommt genau vor mir auf die Schneise, unwillkürlich mache ich eine Bewegung. Sie schlägt einen 90-Grad-Haken das mir der Dreck an die Hose fliegt. Sie flüchtet in den Mais zurück und beginnt nach 5 Minuten wieder mit dem Schmatzen.
 
Mitglied seit
3 Nov 2014
Beiträge
320
Gefällt mir
17
#13
Interessant zu wissen wäre noch wie breit die Schneise sein wird. Oft ist es egal was auf der Schneise eingesät ist, ist sie nicht breit genug wird sie von den Sauen sehr schnell überfallen.

Sofern der Landwirt nichts dagegen hat kannst du auf der Schneise auch mit Teichfolie experimentieren und so eine Suhle schaffen. Vor allem im Mais fehlt es den Wildschweinen an Abkühl- oder Schöpfmöglichkeiten, sodass die künstlich angelegte Suhle zieht und so auch Sauen bei Tageslicht im Sommer gestreckt werden können.

Ansonsten wie die anderen schon geschrieben haben versuchen, dass die Einsaat nicht zu hoch wird sonst wird das Ansprechen schwierig.
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
4.953
Gefällt mir
438
#14
Wenn der Mond genützt werden soll, dann ist sie selten breit genug. Zu breit heißt auch die Sauen meiden diese Schneisen. Mit dem Nachtzielgerät genügen schmale Schneisen, da fühlen sich die Sauen am sichersten.
Durch den Mondschatten ist fast jede Schneise nur eine kurze Zeit während der Nacht bejagbar. Wenn das Bett mitgeht, ist der Morgenansitz erfolgreicher. Gegen Morgen sind die Sauen meist vertrauter.
 
Mitglied seit
11 Okt 2014
Beiträge
2.463
Gefällt mir
77
#15
Nacht ZIEL Geräte sind allerdings immer noch VERBOTEN und die wenigen Ausnahmegenehmigungen helfen nur denen, die sie haben.

:help:
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben