Beratung: Gebrauchte Büchse [98er System, Meopta Glas]

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#31
Die billigen Amis haben auch ihre Vorteile, unbestritten.
Ich würde trotzdem, bei gleichem Geld, den 98er nehmen.
Er sollte nur nicht, wie oben schon geschrieben, SEM und DS haben.
 
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#32
Das ist ja unerträglich. Ein 98er!!!! Uih. Uih, uih. Keine Ahnung, wie der Schaft aussieht, was für ein Abzug, angeblich eine „Brückenmontage“, die höchst wahrscheinlich den Turmbau zu Babel blass aussehen lässt, und dann noch ein Meopta mit allen seinen bekannten mechanischen Schwächen.
Und trotzdem wird jemandem, der offenbar noch keine Erfahrung hat, hierzu geraten. Das ist schlicht und ergreifend unverantwortlicher Bullshit!
 
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#34
Das ist ja unerträglich. Ein 98er!!!! Uih. Uih, uih. Keine Ahnung, wie der Schaft aussieht, was für ein Abzug, angeblich eine „Brückenmontage“, die höchst wahrscheinlich den Turmbau zu Babel blass aussehen lässt, und dann noch ein Meopta mit allen seinen bekannten mechanischen Schwächen.
Und trotzdem wird jemandem, der offenbar noch keine Erfahrung hat, hierzu geraten. Das ist schlicht und ergreifend unverantwortlicher Bullshit!
Dann mach doch mal einen 900 Eur inkl. Muni Vorschlag, der das Angebot topt.
 
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#35
Hallo,

wie soll der Schaft schon aussehen? Selbst ein (suboptimaler) Schweinsrückenschaft (mag lieber gerade Hinterschäfte, da wird´s bei größeren ZFs aber noch problematischer mit dem Anschlag, ansonsten MC-Schäfte) reicht doch. Das ist eine 30-06 und mit "modernem" Schaft, halt wie Jahrzentelang an der Favorit verbaut, wiegt die Knarre ohne ZF rd. 3,3-3,5kg (je nach Lauflänge und Holzdichte). Mit dem Glas und Montage dann gut über 4kg. Das ist keine .500Jeffery!!! Jedermann der die "grüne Pappe" in der Manteltasche hat, sollte damit ein 150-200grs. schweres .30er Geschoß mit einer Energie von 3600-4000Joule verschießen können, ohne hinterher den Internisten oder Kieferklempner bemühen zu müssen, außer er ist der Urururuurenkel von Quasimodo. Stößt die Waffe zuviel liegt´s eher an falscher Anschlagsgewohnheit.

Eins ist klar: Die Amischäfte an den US-Büchsen sind i.d.R. zu kurz. Das kommt von den vielen in den letzten 50 Jahren ungesunden Essgewohnheiten von denen da drüben. Wächst der Bauch, die Schwabbelärmchen und das 2. oder 3. Kinn, bleiben die Arme aber immer gleich lang, d.h. auf die Körperfülle gerechnet, werden sie kürzer. Deshalb wären Waffen mit den in Mitteleuropa üblichen Schaftlängen von 360-380mm zu lang. Dort sind dann eher 330-350mm zu haben, wie bei uns vorm Krieg. Nicht das die Leute vor 80-100 Jahren bei uns fettleibiger waren als heute, ganz im Gegenteil, nur man war im Durchschnitt rd. 10-15cm kleiner als heute und da passte es dann mit Körperfülle zur Armlänge/Halslänge.

Die Frankonia Favorits die ich in den Händen gehalten und teils auch geschossen habe, waren alle auf Basis von DWM-Systemen, brünner VZ24 oder Mauser-Systemen (vor byf-Codierung) hergestellt, also (bis auf die poln. Radom M29 und die österr. Steyr M1912-Systeme) so ziemlich das beste was an milit. 98ern je gefertigt wurde.

SEM und Brückenmontage beißen sich. Wüßte nicht, daß es die SEM auch mit Brücke gab. Brückenmontage heißt m.M. nach: Schwenkmontage, also was dauerhaftes. Ob von Recknagel, EAW oder MAK bleibt noch zu eruieren, sind aber alles drei gute Fabrikate.
Habe eine (Recknagel) seit 1995 auf meiner (kurzschäftigen, war beim Kauf damals aber 182cm groß und 85kg schwer) Weatherby Mk.V in .340Wby.Mag. mit MC-Schaft. Wenn die schon nicht "wehtut", wird´s ´ne rund 40% schwächere .30-06 erst recht nicht.

Mit dem Deutschen Stecher soll er erst mal schießen. Einstellen kann man ihn sich ja spielend einfach auf den persönl. Geschmack und der ungestochene Druckpunkt ist auch nicht schlechter als der original DP des 98er.

Also nochmal: Nichts spricht gegen den Kauf der betr. Waffe, guter techn. Zustand von Waffe und Optik natürl. vorrausgesetzt, zum Preis von 800-900€.
Glas mit 30er Mittelrohr ist drauf, da kann dann in zwei/drei Jahren ein Diavari-Z, Diavari-V, Swaro Habicht für 450-600€ drauf und wenn´s Spaß macht für die DJ noch ein Meosight mit Adapter für 300€.

Die Labo mit der die Waffe gut schießt und eingeschossen ist, weiß er auch schon, also was soll´s.

Was soll er sich jetzt für 600-800€ ´ne grottenschlechte Plaste-Wegwerfknarre mit "großem Namen" kaufen? Da wird für den Preis wohl kein Z6i draufhocken, noch nicht mal ein altes 80er/90er Jahre-Diavari/Habicht, sondern nüscht.


Grüße
Sirius
 
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#36
Sirius,
alles richtig, was Du schreibst. Aber genau so hypothetisch wie meine Zweifel.
Ohne Details ist bestenfalls das System etwas wert.
Der Schaft mit Schweinsrücken der Favorit, so viel ist sicher, ist nichts wert. Falsch geformtes Kistenholz. Wer sich das freiwillig antut, hat es nicht besser verdient.
 
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#37
Hallo,

naja, besser "Kistenholz" als zu weiches, schlecht (da maschinell) getrocknetes Maserholz, was schnell reißt. Er will mit der Waffe ja zur Jagd und nicht zur Modenschau. ;)

Grüße
Sirius
 
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#38
Wie kommst Du auf den Gedanken, dass das Holz für ein Budgetprodukt wie die Favorit besonders gut abgelegert ist?

Hinsichtlich der Modenschau würde ich heute lieber Plasik nehmen als unatraktives Holz. OK, ist Geschmacksache.
 
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#39
Ich hatte so eine Waffe mal in der Kombi, inkl. Frankonia BSM und einem 56er Meopta Glas.
Das kann man so schon machen, ist aber nicht optimal. Der Kammerstengel bei den Frankonias‘ ist sehr kurz und ich habe mir reihenweise den Daumen am ZF aufgerieben. Die Montage baut so hoch (und der Schaft geht runter) dass du entweder eine Giraffe sein musst oder nicht vernünftig damit schießen können wirst.
Hier kann eine Schafterhöhung (zB Bearskin) helfen.
Der Abzug war ein Kombi-Abzug. Nichts wirklich gutes, den lies ich gegen einen Recknagel tauschen. Ebenso die Sicherung in eine horizontale von Recknagel. Wichtig wäre auch noch welche Serie das Glas ist. Die alten Meopta Gläser taugen nicht sehr viel.
Unterm Strich ist das ziemlich viel Bastelei.
Ich würde eher ein low Budget Repetier kaufen mit einer vernünftigen Montage (zB einer Pica Schiene) und ein Top-Glas montieren. Tut einmal weh, zahlt sich aber ein Leben lang aus, wenn man will.
Nimm das Glas mit Schiene, dann kannst du es sich flexibel tauschen, wenn du irgendwann eine andere Waffe haben willst.
 
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#40
Oh, oh, oh... Ich muß da mal an die alte Schützenweisheit erinnern:" Die Wahrheit zeigt Dir die Scheibe!"
Ich mag weder Schweinsrücken noch DS. Aber das sind MEINE Präferenzen. Auch die .30 06 mag ich nicht. Auch aus persönlichen Gründen.
Aber: ob die Waffe für den Nutzer passt oder nicht, kann der mur selber auf ddm Stand rausfinden. Vom Preis her sind 800 ganz ok.
Geh mit dem Ding auf den Stand. Mach die Augen zu, geh ich Anschlag. Stimmt der Einblick? Die Richtung? Sichere und entsichere. Ist das für DEINE Pfötchen allss fein. Sitzendanschlag: gleitet die hintere Hand ab oder findet sie Halt? Sitzendanschlag andere Seite, als meist links, bei mir Rechts. Geht das gut?
Jetzt ein paar Schuß. Zwischen den Schuß absetzen. Sichern. Entsichern, schießen. Dann ein paar Schuß andere Seite. Reicht das, was Du an Streukreis siehst? Du bist SpoSchü? Schieß mit Druckpunkt. Du kannst den DS auch ausbauen. Oder einfach nicht nutzen. Geht das gut mit DP?
Steigt oder fällt der Haltepunkt. Denk dran: man kann eine Kompositbettung auch nachträglich setzen. Und einen nicht frei schwingenden Lauf kann man mit genug Bewegungsfreiheit versorgen.

So, und nicht anders würde ich da rangehen.
Lg
Hrodgar.
 
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#41
Vielen Dank für eure Hinweise! Das hat mir sehr geholfen bei der Entscheidung pro/contra Forest Favorit.

Ich habe die Waffe angeguckt, in Anschlag genommen usw.
Beim System war alles in Ordnung. 98er habe ich als Sportschütze im Verein des öfteren geschossen. Bedienbarkeit usw. alles ok.

Diese 98er liegt mir leider überhaupt nicht- ich bin auch nicht mit normalen Körpermaßen gesegnet. Ich bin über 1,90m mit mehr als 2m Armspannweite.

Die Kombi von Schweinsrücken, kurzer Schaft und hoher Montage ist absolut nichts für mich.
Ich konnte sie (für mein Gefühl) garnicht richtig "anbacken". Die Kopfhaltung hat sich für mich unnatürlich angefühlt. Die Verabredung zum Schießen haben wir daher gleich verworfen.

Jetzt gilt es weiterzusuchen.

Die oben erwähnte Sabatti/Mercury von Frankonia sieht auch interessant aus. Die hat eine höhenverstellbare Schaftbacke. Ich rufe morgen mal bei Frankonia Bremen bzw. Buchholz an und frage nach, ob die lagernd sind.
 
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#43
Hallo,

Diese 98er liegt mir leider überhaupt nicht- ich bin auch nicht mit normalen Körpermaßen gesegnet. Ich bin über 1,90m mit mehr als 2m Armspannweite.
oje, dann ist so ´ne Ami-"Low budged"-Büchse mit um die 340mm Schaftlänge erst recht nix für dich. Wäre eher für Frauen (die am Oberkörper, gottseidank ja, anatom. anderst gebaut sind als Männer) oder halt wenn du ca. 180cm groß und 130-150kg schwer oder 150-160cm groß und 50-60kg schwer wärst.
190cm groß (und so um die 85-100kg) mit 2m "Flügelspannweite" such nach Schäften die (von der Schaftkappenfläche bis zum (vorderen) Abzug gemessen) mind. 370mm, besser 380-390mm lang sind.
Wenn die Waffe eine offene Visierung hat, kann man grob sagen: Bist du beim schnellen Anschlag direkt mit Kimme und Korn auf dem Ziel, paßt der Schaft, sowohl von der Länge als auch von der Höhe. ;)

Grüße
Sirius
 
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#44
Die kannst du nur kaufen wenn sie in Egun für unter 400,- € weg gehen.
Den Preis den Frankonia aufruft sind sie nicht wert.
Dann lieber die ganz billigen Amis.
Die Saphire kostet aktuell 500 €.

Ich habe einen ganz billigen Ami, die Saphire ist der American Predator in jeder Hinsicht überlegen.

Im Übrigen kostet der Sabatti Lochschaft ohne die Höhenverstellung schon 200 €, und an dem hat eigentlich keiner was zu mäkeln.
 
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#45
Die Saphire kostet aktuell 500 €.
Hast du da einen Link?
Auf frankonia.de nicht zu finden.
Die Mercuries die sie für 800-1000 letztes Jahr im Katalog hatten waren definitiv nicht besser als die Einstiegsbüchsen von Remington, Ruger und Savage.
 
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