Bergjagd - Ausrüstungstips und Tricks

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Hallo liebe Freunde der Bergjagd, alles neu macht der Mai und so bin ich gerade dabei mich auf die nächsten Bergjagden vorzubereiten. Da ich gerade etwas Zeit habe stöbere ich hierzu auch in YOUTUBE in diversen Testvideos und bin hier auf ein nettes kl. Video gestoßen dass den Vorteil eines Tragerahmensystems zu einem hochwertigen Rucksacks aufzeigt. Gerade wer (wie ich) oft schweres Gepäck durch unwegsames Gelände tragen will/muss weiß die Vorzüge eines solchen systems schnell zu schätzen...
aber was rede ich viel....schauts Euch an!

 
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Die Gestellrucksäcke haben ihre Berechtigung bei extrem hoher Zuladung.
Für das was der durchschnittliche Nutzer die so braucht, also max 20-25 kg sind Innengestellrucksäcke, gerade am Berg besser.
Weil sie nicht starr sind sondern dem Körper folgen.
Für dich mit Wild an der Kraxe gilt anderes.

Deswegen traten die Innengestellrucksäcke in den 70ern ihren Siegeszug an und verdrängten die meisten Gestellrucksäcke.

Auf der Jagd mit Wild gilt etwas anderes, da du anders als die Amis deine Rehwild oder Gams im ganzen transportieren kannst.
Bei stärkerem Wild , das zerlegt werden muss spielt ein hochwertiger Innengestellrucksack seine Stärken aus.
 
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Ich habe noch Gestellrucksäcke an jeder Ecke erlebt und habe mir 1982 fast einen gekauft. Damals war Haglöfs Alaska ziemlich angesagt, oder Fjällräven Gyro.
Aber es wurde ein Lowe Patagonia, so ein 80l Säckchen, der in den Urlauben das durchschnittliche Gewicht von 20-25 kg hatte.

Ich weiß sehr wohl wie sich ein Rucksack trägt und was auch am Berg taugt.
Die Kraxe hat nur da ihre Berechtigung wo man sperriges und extrem hohe Gewichte tragen muss.
Keiner der jemals eine Bergtour in den Hochgebirgen dieser Welt gemacht hat hat heutzutage eine Tatonkakraxe oder ähnliches dabei. Die ist für die Träger mit den Kisten und Tonnen.
 
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Wie verhält es sich eigendlich mit der Kombination Kraxe (Tatonka) und "Brauchtumskugel"? 🤔
 
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Wie verhält es sich eigendlich mit der Kombination Kraxe (Tatonka) und "Brauchtumskugel"? 🤔
Kann man machen. Hat aber dadurch dass alles in einem Sack ist das Problem dass man immer kruschdeln muss wo sich was befindet. Auch muss man vorsichtiger sein wo man die Spanngurte drüberzieht um nichts im Sack zu verdrücken. .

Ich nutze ja die Kraxe als Basis , habe dort ja eine Waffenhalterung und darüber fixiere ich dann mithilfe von Spanngurten einen militärischen Tages Rucksack mit vielen Fächern. Der hat aufgrund der Form und vielen Molleschlaufen den Vorteil dass man ihn gut befestigen kann und z.b. ein Messer /ENtfernungsmesser/ etc außen an die Molle Schlaufen hinhängen kann.
Mein Tagesrücksack ist unten so befestigt dass zwei Spanngurte als Scharnier wirken.
So brauche ich nur den oben quer laufenen Spanngurt lösen und kann den Rucksack schnell herunterklappen um an die darunter liegende Waffe zu kommen. Dauert 20sec.
Im mil. Rucksack hat jede Ausrüstung ihren eigene Platz. was ich schnell oder oft brauche ist oben /außen/oder kleinen Fächern. was ich nicht so oft brauche oder erst später/selten ist ganz unten (Regenzeug z.b.) KLeidung z.b. ist so gepackt dass die Anziehreihenfolge passt. (Jacke unten da als letztes, oben Pullover/Mütze). Da muss aber jeder sein eigenes Packschema finden.
 
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Wie verhält es sich eigendlich mit der Kombination Kraxe (Tatonka) und "Brauchtumskugel"? 🤔
Sieht man ab und zu. Die Frage ist halt wie du das Gewehr dann trägst. Je nach Wetter hat man den Rucksack eh nur fürs Wild tragen dabei. Bzw. Muss halt irgendwo die Hundeleine ran. An einem schönem Septembertag hast alles am Körper was du für die Gamsjagd brauchst. Jedenfalls in den Bayerischen Alpen. An einem schlechten Tag kommt halt ne Regenjacke in den Rucksack.
 
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Dachte eher so:

"Brauchtumskugel" (Flüsterrucksack) aus Loden auf die Tatanka drauf, die Schultergurte so kurz wie möglich eingestellt und am Gitter der Tatanka stramm festgebunden, evtl. noch eine gefaltete Filzdecke für die Koliba/Hütte unter den Rucksack, oder wie früher beim Militärtornister über den Rucksack und seitl. daran runterhängend befestigt.
Das Gewehr käme dann an eine hinten mittig am Rucksack befindl. Halterung (zwei Lederriemen mit Schallen).
Wäre halt was für den Aufstieg zur Koliba/Hütte. Für die dann von dort gestarteten 1/2-Tagestouren einen kleineren Rucksack mitnehmen.
 
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Dachte eher so:

"Brauchtumskugel" (Flüsterrucksack) aus Loden auf die Tatanka drauf,
Das war schon verständlich. Deine Idee funktioniert. Wieso auch nicht. Ich wollte dir eher aufzeigen das du dich nicht so verkopfen brauchst. Wer viele Fächer mag gerne, mir reicht ein Sack für die Jagd vollkommen aus.

Karparten sind schon eine Reise Wert.
 
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Dachte eher so:

"Brauchtumskugel" (Flüsterrucksack) aus Loden auf die Tatanka drauf, die Schultergurte so kurz wie möglich eingestellt und am Gitter der Tatanka stramm festgebunden, evtl. noch eine gefaltete Filzdecke für die Koliba/Hütte unter den Rucksack, oder wie früher beim Militärtornister über den Rucksack und seitl. daran runterhängend befestigt.
Das Gewehr käme dann an eine hinten mittig am Rucksack befindl. Halterung (zwei Lederriemen mit Schallen).
Wäre halt was für den Aufstieg zur Koliba/Hütte. Für die dann von dort gestarteten 1/2-Tagestouren einen kleineren Rucksack mitnehmen.
Je weiter vom Rücken entfernt die Waffe angebracht ist..umso hecklastiger und schaukeliger wird das ganze. Ist also wenig zielführend.

Allgemein sind Rücksäcke an denen die Waffe noch außen drauf geschnallt weden eher unbequem zu tragen. An besten sind sie nah am Rücken in einem extra Waffenfach (Scabbart) oder eben wie bei mir aufgehoben.

Ich hab auch schon mit Brauchtumskugel gejagd (Hab und nutze heute noch zwei davon...allerdings nur selten und bei kurzen Wegen...oder als "Nagelsack") . Durch die Birnenform lässt sich eine Waffe auf dem Rucksack diagonal über dem Rücken transportieren. Bequem ist dies jedoch nicht.
 
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Hatte die Tatonka Kraxe und darauf den Filbe Bag der US Army. Die ganze Sache hatte jede Menge Platz und die Tatonka Kraxe ist extrem bequem zu tragen aber die ganze Sache war auch sehr sperrig.
Es hat halt alles seine vor und Nachteile.
 
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Könntet ihr bitte Bilder zeigen von euren Kraxenkonstruktionen mit Gewehr bitte.
Spannendes Thema! Danke.
 
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Hab gerade gesucht am Smartphone aber leider gibt es keines. Habe die Kraxe dann verkauft da sie nur 3x in Betrieb war.
Ich sage immer alles was 2 Jahre rum steht und nie gebraucht wurde braucht man nicht.
Das Tragegestell der Tatonka ist super!
Gut einstellbar, bequem…… Der USMC Filbe Bag ist einfach ein sehr großer Rucksack 60 Liter mit jede Menge Molle drauf. Gebraucht sehr günstig ohne Tragegestell zu haben.
Ich hatte da so 1cm Breite sehr große Kabelbinder und mit den vorhandenen Schlaufen ist das dann schnell und mega fix verbunden.
 
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Je weiter vom Rücken entfernt die Waffe angebracht ist..umso hecklastiger und schaukeliger wird das ganze. Ist also wenig zielführend.
Wir haben das ja schon häufiger diskutiert und ich kann dem nur zustimmen. Persönlich kann ich mit einer Waffe, die außen am Rucksack befestigt ist, beim Auf- oder Abstieg, gar nicht umgehen.

Allgemein sind Rücksäcke an denen die Waffe noch außen drauf geschnallt weden eher unbequem zu tragen. An besten sind sie nah am Rücken in einem extra Waffenfach (Scabbart) oder eben wie bei mir aufgehoben.
Für mich hat sich das Scabbard, direkt am Rücken, nach Art des Eberlestock oder (relativ) neuen Blaser-Rucksacks bewährt und stellt für mich die beste Lösung (die ich kenne) dar. Wenn ich dann, wie beim Blaser, das Wild zwischen Tragegestell/Scabbard und eigentlichem Rucksack transportieren kann, empfinde ich das als nahezu ideal.

In die mir bekannten Eberlestock Rucksäcke passt eine Gams nicht vernünftig rein und das neue Tragegestell mit den Gorilla-Abmessungen habe ich ja bereits mehrfach kritisiert.

Ich hab auch schon mit Brauchtumskugel gejagd (Hab und nutze heute noch zwei davon...allerdings nur selten und bei kurzen Wegen...oder als "Nagelsack") . Durch die Birnenform lässt sich eine Waffe auf dem Rucksack diagonal über dem Rücken transportieren. Bequem ist dies jedoch nicht.

Die Brauchtumskugel mag ich, weil sie urig und traditionell wirkt, für den anspruchsvolleren Gebrauch empfinde ich sie allerdings als relativ ungeeignet. Ich brauche auch immer ein wenig Sortierung im Rucksack und nehme sie entsprechend selten bis gar nicht mit.


grosso
 
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Eberlestock F1 mit Scabbard, direkt am Rücken.

Trägt sich gut.
Stelle heute abend Bilder davon ein
 
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