Betrug bei Hirschjagd in Ungarn

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wenn ein Jäger auf einen Klasse 1 Hirsch aus ist, hat er das in seinem Umfeld meist schon angekündigt. Wenn so ein beruflich Erfogsverwöhnter dann als Schneider nach Hause kommt, tut ihm das schon weh.
Die besten Geschichten handeln von Niederlagen. Wer will schon von einer Jagd hören, bei der nur die Trophäe spektakulär, der Rest aber banal ist... Da kann man sichs auch gleich sparen. Es geht um das Erlebnis und nicht ums Geweihgewicht...
 
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Das ist tatsächlich der Hauptgrund.
Es gibt noch eine Gattung:
1. Geizhälse wie ich.
2. Leute die es sich gönnen und leisten können.

3. Die nichts groß in der Tasche haben und trotzdem nach Ungarn fahren.
das habe ich selbst erlebt, die Sauer Waffe mit 52er Zeiss Glas wurde bei mir in zwei Monatsraten bezahlt, die 40 Schuss RWS Patronen wurden nochmals extra zum Sonderpreis geordert.
 
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11 Jun 2009
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...Es geht um das Erlebnis und nicht ums Geweihgewicht...

Oft um beide denn wenn man einiges für die Jagd bezahlt hat und auch Strapazen auf sich genommen hat, möchte man schon ein wenig belohnt werden. Ich lege aber auch vor allem Wert auf das Erlebnis und habe mich dann auch mal mit einer durchschnittlichen guten Trophäe vergnügt ohne enttäuscht zu sein. Es ist aber nicht immer so einfach, denn Hirschtrophäenjagd kann schnell zur Sucht werden. Ein Grund warum ich damit aufgehört habe nachdem ich ein paar einigermaßen gute Trophäen erbeutet hatte. Ich habe aber noch nie einen Rothirsch erlegt.
 
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Selbst erlebte Story:
In meiner aktiven Zeit stand ich bei einem Büma im Laden, als ein Jäger herein kam, der von wem auch immer ein Hirschen in Ungarn schießen konnte und auch erlegt hatte.
Der Büma hatte ihm empfohlen, für seinen 7x57er Drilling ein schweres Geschoss zu verwenden und ihm das Gewehr auch eingeschossen, weil sicher nicht weit zu schießen sein werde.
Der Clou war, dass er sich schon ein Futteral nicht leihen konnte und kaufen musste, aber die restlichen Patronen der 20er-Packung gegen Geld auch noch zurückgeben wollte. Draußen fuhr er dann mit einen sehr noblen Mercedes von dannen.
 
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Selbst erlebte Story:
In meiner aktiven Zeit stand ich bei einem Büma im Laden, als ein Jäger herein kam, der von wem auch immer ein Hirschen in Ungarn schießen konnte und auch erlegt hatte.
Der Büma hatte ihm empfohlen, für seinen 7x57er Drilling ein schweres Geschoss zu verwenden und ihm das Gewehr auch eingeschossen, weil sicher nicht weit zu schießen sein werde.
Der Clou war, dass er sich schon ein Futteral nicht leihen konnte und kaufen musste, aber die restlichen Patronen der 20er-Packung gegen Geld auch noch zurückgeben wollte. Draußen fuhr er dann mit einen sehr noblen Mercedes von dannen.

Ja. Hat meine Urgroßmutter schon immer gesagt: "Von den Reichen lernt man das Sparen, von den Armen die Mildtätigkeit."
 
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Die besten Geschichten handeln von Niederlagen. Wer will schon von einer Jagd hören, bei der nur die Trophäe spektakulär, der Rest aber banal ist... Da kann man sichs auch gleich sparen. Es geht um das Erlebnis und nicht ums Geweihgewicht...

Deswegen gehts doch auch von Jahr zu Jahr mehr bergab mit der Jagd. Nach dem aufregenden Erlebnis lassen sie alles stehen und liegen. Sind doch alles imaginäre Preise, die da retrospektiv aufgerufen werden. Nüscht wird mehr bezahlt für die Knochen......:cool:
 
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… keine Sorge, es gibt in Ungarn genug kapitale Hirsche, die in freier Wildbahn leben.
Um die zu Jagen, muss man halt manchmal mehr als 3 Tage Ansitzen. Ist ja im Taunus nicht anders.
Dass bei garantierter Trophäe für viel Geld auch noch mehr als nur zum Ansitz geführt wird, liegt in der Natur der Sache.

Wmh
Peter
 
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"Der Verwaltungsdirektor der Jägerschaft, Mario Deutschmann teilte mit, dass das Vorgehen in krassem Widerspruch zu den jagdethischen Grundsätzen der Kärntner Jägerschaft stehe."

das ist bestimmt so richtig aber es steht im Einklang mit den herrschenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen
 
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Vielleicht hat hier jemand eine Empfehlung für freie Wildbahn und reifem (alten) Hirsch auch bei ca. 7kg…danke!
 
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Vielleicht hat hier jemand eine Empfehlung für freie Wildbahn und reifem (alten) Hirsch auch bei ca. 7kg…danke!
In der Klasse kein Problem. In guten Revieren wird man aber U.U. das Minimum auf 8kg legen. In Nordungarn sind sie etwas geringer, dafür später in der Brunft, so um den 20.-25. 09. herum. Adam Kovacś organisiert da viel, in Deutschland hat er einen Herrn Dahms. Den kenne ich zwar nicht, aber mit Adam kann man jagen.
 
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Also ich fühlte mich heute Abend nicht betrogen! Im Dichten, die Hirsche schrien rundum wie verrückt! Laubfrösche murrten in Mengen in den Bäumen, wir auf dem Weg an eine gute Stimme. Ran, ran, dichter, noch dichter, Kälberrufen zum Tarnen der unvermeidlichen Geräusche. Der Hirsch schreit, rechts auf etwa 100m der Nebenbuhler. Warten, noch dichter wäre ein Fehler. Kälberrufen, iiih,öhhh ähh, durch die Nase. Es bricht vor uns, runter, in die Knie.
Er kommt, nicht anzusprechen, weiße Ringe um die Lichter. Rechts sicher Gabel, links auch? Er ist auf 20m heran, sichert. Dreht das Haupt, noch eine Gabel. Etwa 9Jahre, gut 7 Kilo, ein richtig dicker Eissprossenzehner!
Der Stich durch Brennessel verdeckt, er sichert. Ein weiterer Ruf wäre Wahnsinn
Er macht den Schritt, der Stich wird frei, das schwere TOG aus der 9,3x64 schlägt auf dem Stich in dem Moment ein. Ungelenke Fluchten mit steifem Vorderlauf.
Er liegt. Immer schon wollte ich einen dicken Eissprossenzehner, jetzt habe ich einen. Morgen geht's weiter. Jetzt muss ich noch etwas trinken!
Betrug bei der Hirschjagd in Ungarn? Heute nicht! Eine ehrliche Pirsch! Sternstunden eines Jägers!
 

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... und wie lange vorher musstest Du bestellen, damit die einen passenden starken Eissprossenzehner vor Ort hatten?

Werden die im Gatter abgesägten Sprossen mit abgerechnet? Sonst wäre das ja ein schlechtes Geschäft für die Ungarn ...
 
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