Bewegungsjagden 2019/2020

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#2
Waidmannsheil zusammen.
Da fange ich doch einfach mal an:

Am Samstag beim Drückjagdböcke bauen zum vorbereiten auf die erste eigenen Drückjagd stellte ein Jagdfreund fest, dass wir am Nachmittag noch schnell ein kleines Waldstück im Revier seines Vaters umstellen müssen, da die Sauen in den vergangenen Nächten ständig auf dem angrenzenden Wintergetreide zu schaden gegangen sind und in diesem kleinen Busch liegen sollten. Also mit vier Leuten abgestellt und drei Hunde inkl. Hundeführer rein in den Busch. Leider kam dabei nur etwas Rehwild zu Tage.

Eine anderer Jagfreund meinte daraufhin wir ziehen gleich weiter zu einer anderen Dickung, da er dort am Vormittag beim Abfährten mehrere Sauen bestätigt hatte. Also die Klamotten gepackt und Standortwechsel vorgenommen. An besagter Dickung werde ich in einem angrenzenden Waldstück mit Altholz abgestellt. Hier bin ich allein tätig und postiere mich auf einem kleinen „Hügel“ um möglichst viel überblicken zu können. Schützen und Hundeführer sind nicht in meiner Nähe (Risikofaktor Pilzsucher waren auch nirgends zu sehen). Kurz nachdem die Hunde geschnallt wurden, konnte man auch schon hören, dass sie an Sauen dran waren. Doch leider weit weg und sich weiter entfernend. Nach ca. einer Stunde konnte rechts vor mir plötzlich Bewegungen in einen Bereich mit Birkenanflug ausmachen und sah mehrere Frischlinge die sich anscheinend an meiner rechten Seite (Waldkante) davonstehlen wollten. Also schnellen Schrittes in die Richtung, an der sie mich wahrscheinlich passieren wollen und dabei die Wutzen nicht aus den Augen lassen. Nach einer Strecke von knapp 100 m waren sie auf gleicher Höhe und ich suchte mir eine Lücke, in der ich einen Schuss anbringen konnte. Nachdem die ersten beiden Sauen die Stelle passiert hatten, nahm ich die dritte aufs Korn und schickte die .308 Win auf reisen. Ich sah den Frischling zusammenbrechen und folgte mit dem Absehen dem Rest der Rotte. Ein weiterer Schuss war leider nicht möglich. Nach nochmaligem Blick auf den beschossenen Frischling stellte ich fest, dass er noch nicht verendet war und trug ihm noch einen Fangschuss an um ihn sofort zu erlösen. Im Anschluss war das kleine Drückerchen auch beendet und es lag eine Frischlingsbache mit ca. 20 kg auf der Strecke, welche den ersten Schuss im oberen Rückenbereich hatte, wodurch sie zwar im Feuer zusammenbrach aber nicht sofort verendet war. Der Rest der Sauen konnte sich unbeschadet in Sicherheit bringen, da sie nicht passend bei den anderen Schützen ankamen.

Waidmannsheil und eine unfallfreie und erfolgreiche Drückjagdsaison euch allen

camö
 
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#3
Die Jagden, auf denen ich letztes Jahr war finden heuer nicht statt und auf eine gebuchte Bezahljagd hab ich keine Lust. Das eigene Revier macht eine Drückjagd unmöglich, so wird es warscheinlich ein reines Ansitzjahr. Gibt schlimmeres, aber spannend war es schon meistens.
 
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#4
Nachdem ich hoffe, es geht hier nicht nur Streckenberichte, zeig ich ein paar Impressionen; viell machen Sie Anderen Lust auf noch kommende Jagden. Bin etwas unschlüssig, ob ich hier in dem tröt überhaupt weiter schreibe.

Heut ists sonnig und zu warm, 15 Grad, stark windig, man hörte kein Wild anwechseln. Eher ungünstige Vorraussetzungen.
Sehr großräumige angelegte Wald-Jagd mit ca 70 Schützen und sehr vielen Stöberhunden, gute Orga !
Die Hunde arbeiten aufgrund Witterung und weil Saisonstart eher kurz.
Meine 10jährige Hündin lief bei diesen Umständen zufriedenstellend und suchte intensiv in den ausgedehnten Dickungsbereichen, in denen wir angestellt wurden, wie der ausgelesene track zeigt. (14 km Laufleistung in 2 h). Wildvorkommen eher gering. Sie fand selbst 2x Wild und schlug sich einmal bei.

Mein Anblick auf dem Krähenfuß mit 3 Schneisen: ein dicker Hirsch (nicht frei), ein schwacher Rehbock (hielt leider nicht auf Schneise) und einz. Stück Rotwild nur als Schemen in der Deckung. Das wars...
Den anderen 5 Kollegen in der Gruppe geht's ähnlich, wir bleiben alle Schneider. Schön war, ein alter Freund, mit dem ich vor über 25 Jahren einen gemeinsamen Berufsabschnitt hatte, bekam meinen Nachbarstand.
Meinen Stand erkenne ich sofort wieder, ich hatte ihn schon einmal vor 2 Jahren und sah nur einen Fuchs, daher wars schon eine ordentliche Steigerung. ;)
DSC_0049_LI.jpg
Wasser am Stand ist sinnvoll:
IMG_0005.JPG
IMG_0002.JPG
Ich wünsche allen für die Drückjagden guten Anlauf, Waidmannsheil und keine Nachsuchen !
 
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#8
Heute die 2. Drückkjagd in dieser Saison. Vor ein paar Tagen irgendwo in Bayern:
6 Rotwild, 3 Füchse bei 11 Schuss, viel Wild wurde gesehen, aber die üblichen Gründe. Wichtig: Keine Nachsuchen. 1 Fuchs wurde gefehlt und 1 Schmaltier hatte 2 Schuss.
Heute wieder Großaufgebot, ca. 80 Jäger, ein paar Impressionen...
Was wird der Tag bringen?
IMG_7284_LI.jpg
Hatte einen richtigen Partisanenstand mit schlechten Schussfeld wie ich es liebe. Da muss die Kamera unten bleiben...Kommen tut meistens was, aber ob man fertig wird? Jungjäger sind immer mit auf dem Sitz. Leider wollen 99 % niemand mitnehmen. Sie sollen aber lernen, dass man nicht jeden Anblick in Beute umwandeln kann. IMG_9506_LI.jpg Dafür müssen sie aber hinterher schuften..
Und bei einigen Stücken ist das Liefern schon Schwerarbeit... IMG_7294.JPG
IMG_7297.JPG
Eine junge Försterin die als Durchgeherin fungierte offenbarte mal wieder so kleine Lücken in der forstlichen Jagdausbildung. Ein schwacher Hirsch wurde erlegt und der Erleger bat sie, doch einen Lüftungsschlitz zu machen. Sie zückte den Hirschfänger, bzw. überdimensionales Abfangmesser und stieß es blitzschnell dem verendeten Hirsch hinters Blatt bis zum Heft rein.
:cautious::unsure:
Auf der Strecken lagen:
28 Rotwild
4 sauen
5 Rehe
2 Füchse
Sa. 39 Stück bei 54 Schuss, eine Nachsuche war ohne Erfolg.
Montag kommt die nächste Drückjagd. Morgen geht es auf Gänse, da werden bestimmt mehr Fotos kommen.
 
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#9
hier muß erst das Laub von den Buchen. hier wurde mal eine Revierübergreifende Jagd mit 80 Schützen Ende Oktober angesetzt, Wetter wie heute+5 Grad...Das Beste war die Suppe hinterher, ohne Sicht ist alles Blödsinn.:cool:
 
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#10
Bin Ende des Monats im Odenwald, dort hatten wir immer gejagt als das Laub unten war. Das Revier hat wenig Einstände. Jetzt jagen wir bei Laub dann geht immer was. Aber im Normalfall ist es so, das Laub muss runter. Die ersten beiden Jagden waren in Fichtenrevieren, da macht das nicht soviel aus. Die Fluchtwechsel sind halt anders wenn das Laub unten ist.
 
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#11
Du hast in Buchenloden keine Sicht, wenn das Laub drauf ist. Du hörst Sauen und siehst Schatten, das ist keine Jagd;)
 
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#12
War heute auch auf der ersten DJ für diese Saison, bei mir zuhause ums Eck. Hessischer Odenwald ♡
Kurzfristig angesetzt letzte Woche. War toll. Viel Anblick, nach ner Viertelstunde die erste Rotte mit 25-30 Stück.
Ich geh ja immer mit den Hunden durch, also ist selber Beute machen eh nicht angesagt, bringt aber trotzdem (für mich) mehr Spannung und mehr Action, als das Standschützendasein.
25 Stück SW, 5 x Rehwild und zwei Füchse war die Ausbeute. Hunde unversehrt, alle gut gelaunt, bestes Wetter, wunderbare Landschaft.
War toll. So kanns weitergehen.
 
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#13
Eine junge Försterin die als Durchgeherin fungierte offenbarte mal wieder so kleine Lücken in der forstlichen Jagdausbildung. Ein schwacher Hirsch wurde erlegt und der Erleger bat sie, doch einen Lüftungsschlitz zu machen. Sie zückte den Hirschfänger, bzw. überdimensionales Abfangmesser und stieß es blitzschnell dem verendeten Hirsch hinters Blatt bis zum Heft rein.
Zu meiner Zeit hat man das noch gelernt als angehender Förster. Liegt evtl. daran, daß die jagdliche Ausbildung an bestimmten Fakultäten gewissen Machenschaften zum Opfer fiel und jetzt mehr oder weniger dem Zufall überlassen ist.

Btt. Erste Jagd der Saison. Wetter perfekt, dank kühler Nächte für die Hunde ok, haben sehr viel Wild auf die Läufe gebracht, Strecke dementsprechend überdurchschnittlich. Laub halt noch ein Problem.
 
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#14
Bin Grad in Hessen auf einer DJ bei einem Freund. WG. Dem warmen Wetter und weil wir sehr weiträumig sitzen war die Ansage. Wenn das Stück nah am Sitz liegt sofort aufbrechen oder zumindest lüften.
Ich hab nen Bock geschossen bin runter hab ihn zum Drückjagdbock gezogen und aufgebrochen. Ich klappt Grad mein Victorinox Hunter zu da hör ich Sauen abwechseln also Messer fallen gelassen und rauf auf den Sitz. Als die Sauen durch waren kommt ein DK auf mich zu und interessiert sich für den Bock. Ich schicke sie weiter und was macht der Lump....schnappt sich mein Messer das noch neben dem Bock liegt und ab hinter den Sauen her😂😂😂🤣🤣🤣🤣

Aber um 12.30uhr ist Strecke legen...Mal sehen ob er es freiwillig rausrückt😂

Mal sehen was noch geht...
 
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#15
Mal ne andere Art der Bewegungsjagd:
Gestern mit 7 Schützen und 2 Hunden ne kleine Niederwildjagd gemacht. Tolles Wetter, die Hunde machten einen guten Job und so konnten wir 6 Hasen, 1 Taube und 1 Elster zur Strecke bringen. War mal eine tolle Abwechselung mit der Flinte zu jagen - und die Hasen sind in diesem Jahr ordentlich vorhanden. Wer viel für sie tut, darf auch mal zugreifen.
 
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