Birkwild Venn

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#2
Ich frage mich: wenn man feststellt das natürlichen Feinde immer zahlreicher geworden sind warum macht man dann nichts dagegen? (zumindest wurde im Beitrag wurde nichts dazu gesagt)
Aber man kann ja besser ein paar Vögel frei lassen anstatt die Ursachen zu bekämpfen... ist einfacher und öffentlich wirksamer...

Die Beringung und die GPS Sender werden sicherlich fürs überleben förderlich sein...
 
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#3

Die Abnahme des Birkwildes im Venn im Laufe der letzten 40 Jahre ist schon dramatisch!
Ich habe sie vor 30 Jahren noch regelmäßig im und am Rande vom TÜP Elsenborn im Bereich Krockesbach und Fuhrtsbachtal gesehen!
Auch im Bereich Neuwaldvenn, Brackvenn und Steinley-Venn habe ich sie früher einige Male gesehen!
Lange her, alles verändert sich.

Gruß
aus dem Hessenexil

Prinzengesicht
 
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#4
Ich frage mich: wenn man feststellt das natürlichen Feinde immer zahlreicher geworden sind warum macht man dann nichts dagegen? (zumindest wurde im Beitrag wurde nichts dazu gesagt)
Aber man kann ja besser ein paar Vögel frei lassen anstatt die Ursachen zu bekämpfen... ist einfacher und öffentlich wirksamer...

Die Beringung und die GPS Sender werden sicherlich fürs überleben förderlich sein...
"Rotwild" ist die Antwort...
 
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#5
Wenn die es geschafft haben, den Bestand von 200 auf 5 herunterzufahren, dann werden es die 13 neuen aus Schweden auch nicht richten.
Meines Erachtens ist das sogar tierschutzwidrig, denn die Importe sind vor allem Prädatorenfutter.

Darüber, wo solche Aktionen in Deutschland und den Niederladen angeblich "erfolgreich" waren, schweigen sie sich auch lieber aus, ich halte das für ein Märchen.

Griundsätzlich haben Birkhühner durch grosse Gelege ein sehr hohes Vermehrungspotential, das durch Prädatorenbejagung und gezielte Lebensraumgestaltung - z.B. auch durch gute Rotwildbestände, unterstützt werden könnte.
Wahrscheinlich sind aber an dem "Projekt" aber einfach zu viele Förster beteiligt.
 
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#6
Auch in Belgien ist Qualitätsjournalismus angekommen.

Nicht nur bei uns Jägern heißt es HAHN und HENNE und nicht Männchen und Weibchen.

WMH
T.
 
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#7
Jo, Disney-Propaganda wirkt bis in die hintersten Täler...:sad:
An den Räubern wird kaum gearbeitet - wer in der Ecke jagt sieht (oft) nur noch Rotwild oder Sauen als Wild an.
Man will den erwarteten Hirsch oder Keiler nicht durch einen Fuchsabschuss vergrämen...
Mir ist nur ein scharfer Fuchsjäger im weiteren Umfeld bekannt und ein paar wenige die zumindest jeden sichtbaren Fuchs bei Revierfahrten oder der Feldarbeit erlegen.

Der Vennbrand hat es auch nicht besser gemacht https://www.rundschau-online.de/--10648912
 
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steve

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#8
Ich kenne das Hohe Venn nicht, insofern maße ich mir kein Urteil darüber an was dort richtig und falsch ist. Sicherlich wäre dem Birkwild - gerade wo es noch ein minales Restvorkommen gibt - sehr mit der Bejagung seiner Feinde geholfen. Die Kombination aus Raubwildjagd und aber auch dem Aussetzen von schwedischem Birkwild hat in der Rhön meines Wissens wenigstens vorübergehend Erfolge gezeigt. Gleiches würde wahrscheinlich auch für eine scharfe Schwarzwildbejagung und einen Verzicht auf Schwarzwildkirrungen (falls es die im Hohen Venn überhaupt gibt) im Lebensraum des Birkwildes gelten.

Einen Aspekt gebe ich aber aus eigener Erfahrung zu bedenken: Raubwildjagd und Rotwildbestand sind nicht bzw. nicht einfach unter einen Hut zu bringen. Wirkliche Reduktion des Prädationsdruck findet nicht dadurch statt, dass hier und da mal ein Geheck gefangen oder eine Falle aufgestellt wird. Das ist selbst in Feldrevieren nur mit hohem Aufwand und dem entsprechenden Jagddruck zu bewerkstelligen. Gerade letzterer ist aber Gift für das Rotwild. Wird im Rotwildrevier tatsächlich jede Möglichkeit beispielsweise auf Füchse (für Reh- und Schwarzwild gilt das im übrigen auch!) genutzt, ungeachtet dessen ob es das Rotwild stört oder nicht, dann provoziert man einerseits erhebliche Schäden durch das Rotwild im Wald und hat im Übrigen bald ein Rotwildrevier gehabt. Keine andere Wildart vergrämt man derartig schnell.

Natürlich kann man in Rotwildrevieren auch Raubwild bejagen. In Feldecken beispielsweise in denen die Raubwildjagd nicht stört oder auch per Fallenjagd die über elektrische Fallenmelder nur noch ganz geringer menschlicher Aktivitäten bedarf. Aber - und so ehrlich muss man sein - diese ganzen Aktivitäten mit angezogener Handbremse haben quasi keinen Einfluss, dadurch erfolgt überhaupt keine messbare Reduktion. Eine gesteigerte Reproduktionsrate beim Birkwild erzielt man nicht dadurch, dass man im Feld mal einen Jungfuchs auf den Stoppeln schießt. Deswegen heißt es ganz oder gar nicht; und 'ganz' heißt dann auch die oben beschriebenen Konsequenzen für das Rotwild die ebenfalls mit Sicherheit keiner will.
 
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#9
Die Brände sind nicht das Problem, sondern ein Teil der Lösung.
Bei schottischen Moorschneehühnern hat sich gezeigt, dass sie von regelmässigem Abbrennen stark profitieren.
Die Lebensraumansprüche von Birkhühnern sind mit denen von Moorschneehühnern zwar nicht exakt vergleichbar, aber auch Birkhühner brauchen offene Flächen.
Früher waren Birkhühner auch als "Katastropenvögel" bekannt, weil sie Brand- und Kalamitätsflächen von benachbarten Vorkommen aus besiedelten und dort schnell grosse Bestandszahlen ausbildeten - aber nur solange, bis die temporären Lebensräume wieder zugewachsen waren.
Die primären Lebensräume des Birkwildes im Flachland sind bzw. waren Hochmoore, und zwar vor allem die Übergangszonen zwischen den offenen Hochmoorflächen und dem angrenzenden Wald.
Damit vergleichbar sind die primären Lebensräume des Birkwildes im Gebirge (z.B. in den Alpen), dort sind es die Übergangszonen an der realen Waldgrenze zwischen dem Wald und den höher gelegenen offenen Flächen.
Eine sehr wichtige Nahrungspflanze sind Heidelbeeren (und zwar gerade auch die Blätter und Knospen).

http://s14.directupload.net/images/141101/s7ken4i5.jpg



https://www.youtube.com/watch?v=3G7_DnmQFBo (Balz mit typischem Kullern und Zischen)
[video=youtube;3G7_DnmQFBo]https://www.youtube.com/watch?v=3G7_DnmQFBo[/video]

https://www.youtube.com/watch?v=rYiBBiax1zA
[video=youtube;rYiBBiax1zA]https://www.youtube.com/watch?v=rYiBBiax1zA[/video]

https://www.youtube.com/watch?v=e_foDk1NJXY
[video=youtube;e_foDk1NJXY]https://www.youtube.com/watch?v=e_foDk1NJXY [/video]

https://www.youtube.com/watch?v=Pab45wy92mI

https://www.youtube.com/watch?v=3cPUDpzLYi4
 
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#10
Es wird schon werden...
Schnepfen sieht man recht oft (wenn man sich dafür interessiert) - ohne daß großartig Projekte dafür nötig waren.
Die Hasenmutterkuh vor meinem Garten hat 3 Hasenwelpen geworfen und gross bekommen :biggrin:; neben den altmodischen Waldbauern sorgen auch Stürme für Kahlschläge - sollte dem Birkwild zusagen.
 
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#11
Meiner Meinung nach ist der Erhalt einer intakten, sich selbst erhaltenden Birkwildpopulation im hohen Venn und in der Rhön garnicht wirklich gewollt.

Birkwild ist dort vielmehr eines der Aushängeschilder für den Wandertourismus. Es macht die Regionen attraktiver.

Wenn von den Wildfängen aus Schweden ein paar ca. 5 Jahre überleben, reicht das. Vermehrung ist nicht unbedingt notwendig.

Der Wildfang in Schweden kostet wahrscheinlich viel weniger als aufwändige Lebensraumerhaltung und Bezahlung von Wildhütern für die effektive Bejagung der Fressfeinde. Politisch ist der Wildfang auch einfacher zu verwirklichen, als grossräumige Lebensraumerhaltung zu realisieren.
 
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#12
Man gibt das Geld wohl lieber für schicke Infotafeln aus anstatt wirklich was zu tun...
 
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#13
Man gibt das Geld wohl lieber für schicke Infotafeln aus anstatt wirklich was zu tun...
.. ist man vom ,,Naturschutz“ ja mittlerweile gewohnt... vertreiben sich ihre Zeit lieber mit Wolf und co.! Fabrizieren neue Probleme anstatt mal was vernünftiges zu tun. Gibt wahrscheinlich mehr Spenden von den Urbanen ,,Naturschützern“ ;-)wenn man mal tacheles reden würde, könnte man ja deren Weltbild zerstören :p
 
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