Bisonjagd

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In den USA ist das Jagdsystem ein völlig anderes, denn (fast) alles Schalenwild wird mit Lizenzen bejagt, die üblicherweise beantragt und dann verlost werden. Das kann als "gerecht" angesehen werden, denn unabhängig vom Geldbeutel hat jeder die gleiche Chance.
Seltnere Wildarten kosten aber mehr und zusätzlich ist auf Privatland eine "Access Fee" fällig.
Die Nachfrage ist bei nahezu allen Wildarten größer als die Zahl der dann erteilten Lizenzen.
Wilderei wird ganz anderes bestraft als bei uns, denn meist gehört das Wild dem Staat und der greift rigoros durch.
 
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Nunja wenn ich mir die Filmchen über die Bisonjagd so ansehe.....die große jagdliche Herausforderung scheint es ja nicht zu sein, vielleicht weiß @Sir Henry mehr.
Den Amis ist es eigentlich egal: Ob am Futterautomaten in Texas oder auf die Monster-Hausschweine, Hauptsache groß genug: Das Tier noch mehr das Kaliber.
Bisonjagd ist halt mal ein bisschen Indianer spielen, genauso zu sein wie die Ureinwohner. Halt mit anderen Vorzeichen.
Endlich kann man mal das zu nix taugende Flakgeschütz einsetzen. Dazu ein Streckenfoto wo man zwischen Wild und Schützen eine Autobahn bauen kann. Macht bei den nichtjagenden und naturfernen Freunden aber gewaltig was her.
Vom Grundsatz habe ich nix gegen so eine "Jagd". Immer noch besser als eine Cullingaktion die nur kostet und wenig Einnahmen bringt.
Vielleicht können wir uns auch mal um einen Wolfsabschuss irgendwann bewerben. Nur der ist bestimmt deutlich schwieriger...
 
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Ich persönlich kann das Interesse an den Abschüssen verstehen, würde mich auch reizen. Natürlich wirkt es für unsere Augen komisch wenn das bejagte Wild keine Scheu vor dem Jäger hat. Trotzdem ist das eine historische, symbolträchtige Wildart für die Nordamerikaner und der Grand Canyon ist auch nicht übel.
 
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wem will man denn etwas vormachen? die Indianer haben die Bisons mit Pfeil und Bogen erlegt, oder über die Klippe geschubst.


CdB
die Bisons wurden nach Ende des US Bürgerkrieges sogar aus Eisenbahnzügen beschossen. Das Fell besaß einen gewissen Wert. Die Knochen der verrotteten Kadaver wurde später eingesammelt und in großen Mengen nach Osten verladen und dort industriell verarbeitet. Man machte sich wahrscheinlich keine großen Gedanken, sondern
nutzte die Resourcen. Erinnert sei an die Übernutzung der Wale.
 
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Beim Thema Jagd hat Ami-Bashing mich nie überzeugt.

Ich habe in den U.S. Jäger (oft zugleich Fliegenfischer) kennengelernt, die echte Naturkenner und Naturliebhaber sind, wie man sie hier in Deutschland kaum findet, außer vielleicht bei wenigen alten Förstern oder Berufsjägern. Weil sie eben mitten in der Natur aufgewachsen sind, mit Eltern und Großeltern die ihnen alles gezeigt haben und sie auch machen ließen, anders als hier bei uns.

Das waren sehr fähige und faire Jäger, der eine hat sogar nur mit dem Vorderlader gejagt, um es sich schwerer zu machen.

Dann die entwickelte Bogenjagd - die kommt aus den U.S. - damit hat nur Jagderfolg, wer das Wild in seinem Verhalten versteht und genug Jagderfahrung hat, um daraus eine erfolgreiche Jagdstrategie abzuleiten.

Jagen in den U.S. und Kanada ist oft anstrengend, man reitet auf Pferden und/oder läuft lange Strecken, trägt seinen Krempel selbst, schläft in Zelten/Hütten und kocht selbst. Nix Early Morning Tea ans Bett in Tanzania und Zargesboxen voller Equipment.

In das Thema Bergjagd auf Schafe und Bärenjagd will ich gar nicht erst einsteigen.
 
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Die schreiben, insgesamt gibt es in dem Grand Canyon Park 400-600 Bisons und die seien im nördlichen Teil.

Der Grand Canyon Park ist 350 km lang und zwischen 6 und 30 km breit und hat irgendwas unter 5.000 qkm. Das Saarland hat 2.570 qkm.

Autonutzung zur Jagd ist verboten, schreiben die.

Stelle ich mir gar nicht so einfach vor, die Bisons auszumachen.

Im Übrigen, auch in Afrika kann man in abgelegenen Konzessionen an Wild kommen, das noch nie bejagt wurde und deshalb "nichtsahnend" ist. Da hat noch keiner deshalb reklamiert, im Gegenteil, man ist happy in unberührte Gegenden zu kommen.
 
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Er macht das nicht aus den von Dir angenommenen Gründen. Wir haben wir mit ihm gemeinsam gejagt, zeitgleich, wir mit Repetierer, er mit dem VL. Ergo nicht in einer extra season.

Mit dem VL auf Schalenwild seriös zu jagen ist mE deutlich schwieriger, weil man an das Wild nah genug rankommen muss und keinen schnellen 2. Schuss hat. Daher kann man das nicht mit Season-Dingen abtun.

Das mit den extra seasons wird auch von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden sein, d.h. nicht überall wird es das geben.
 
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Ich hatte jahrelang amerikan. Jagdgäste (Armeeangehörige) geführt und mit denen lieber gejagt als mit Deutschen. Sie schossen von einer Ausnahme abgesehen alle sehr gut und auch "aus allen Lagen". Da gab es keine Gewehrauflage die nicht auf den cm gepasst hat und moniert wurde. Einer hat mal eine Doublette auf zwei Stück Rotwild auf 170 m geschossen, zum Schuss ist er extra auf der Kanzel aufgestanden und hat freihändig geschossen obwohl er hätte auflegen konnte. Beide Schüsse saßen wie reingezirkelt.
 
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