Blackout Deutschand - Möglich oder Unwarscheinlich ?

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Achso. Das stimmt. Das Ist hier fast immer so .
Also hast du ein reines Internetwissen , ohne praktische Erfahrungen dazu. Sag's doch gleich. Dann muss ich mir keine Gedanken mehr machen 😄
Also, die Nachricht kam klar und deutlich an: Du bist der Super-Praktiker, der alles weiß. Und sogar besser. Also, laß uns mal an Deiner Kompetenz teilhaben: hĂ€ltst Du einen Blackout fĂŒr wahrscheinlich und falls ja, wie bist Du vorbereitet?
 
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Also, die Nachricht kam klar und deutlich an: Du bist der Super-Praktiker, der alles weiß. Und sogar besser. Also, laß uns mal an Deiner Kompetenz teilhaben: hĂ€ltst Du einen Blackout fĂŒr wahrscheinlich und falls ja, wie bist Du vorbereitet?
Also. Ich habe Elektrotechnik studiert. Arbeite seit ĂŒber 35 Jahren in dem Bereich.
Ich arbeite in einem mittelstĂ€ndigen Betrieb der Notstromaggregate herstellt und nicht nur verkauft. Wir planen diese Anlagen, bauen sie, montieren diese, und bringen sie ans Netz . Die grĂ¶ĂŸte Einzelanlage fĂŒr die ich letztes Jahr verantwortlich war, hatte eine Leistung von 3,2 MVA . Sie steht in der Kopfklinik in Heidelberg. Ist ein MTU der 4000 Serie . 20 Zylinder V Motor.
Ich denke also, das ich mich im Bereich Netzersatzanlagen doch ein wenig auskenne ..... und das nicht nur aus dem Internet 😉
 
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Danke fĂŒr den Einblick, aber wĂŒrdest Du auch meine beiden Fragen beantworten?
 
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Also, die Nachricht kam klar und deutlich an: Du bist der Super-Praktiker, der alles weiß. Und sogar besser. Also, laß uns mal an Deiner Kompetenz teilhaben: hĂ€ltst Du einen Blackout fĂŒr wahrscheinlich und falls ja, wie bist Du vorbereitet?
Im Falle Blackout habe ich einen kleinen 4-Zyliner Iveco mit 40 KVA . Viel zu groß, aber war gĂŒnstig und gebraucht. . Gesteuert wird er ĂŒber eine Steuerung der Firma Deif . Arbeitet mit Festdrehzahl . Eingestellt auf 51 Hz. Ich keine Uhren mit Synchronisierung ĂŒber das Netz betreibe ist das egal . Bei Volllast bleiben dann ca 49 Hz ĂŒbrig. Ist aber im Betrieb egal. Da ich nicht Netzparallel damit fahre , brauche ich auch keine Drehzahlsteuerung . LĂ€uft mit Heizöl . 2000 Liter
Verbrauch liegt ungefĂ€hr bei 8,8 Litern in der Stunde bei Volllast. Die hat er bei mir natĂŒrlich nicht . Nur mit NetzĂŒberwachung ist so etwas nicht richtig zu betreiben . Die Steuerung ĂŒberwacht Drehzahl, Spannung, Überlast , Öldruckmange , Übertemperatur .
Schaltet im Fehlerfall die Anlage ab . Willst du noch was wissen ?
 
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Ich hĂ€tte da eine blöde Frage, weil unwissend: Wie ist sichergestellt, dass die Ölpumpe deines Aggregats rechtzeitig anspringt, damit das Teil ĂŒberhaupt anlĂ€uft?
 
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Ja. Was machst Du, wenn der Blackout lÀnger dauert als nur 10 Tage?
Dann gehen in Deutschland 95% aller Netzersatzanlagen vorher aus . Die meisten im Schnitt Krftstoff fĂŒr 8h. Wenn das Land 10 Tage ohne elektrische Energie ist, ist auch kein Wasser da. . Dann habe ich andere Sorgen . Brunnen habe ich nicht
 
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So sieht so etwas preiswert, aber funktional selbst gebastelt aus. Der Motor ist ein marinifizierter OM616, d.h., daß fast die gesamte AbwĂ€rme aus KĂŒhlwasser und Abgas ĂŒber WĂ€rmetauscher dem Heizsystem mit Speicher zugefĂŒhrt wird. Alle Instrumente hatte ich noch rumliegen, die Einspeisedrossel gab`s fĂŒr 10€ in der Bucht, und gesteuert wird das Ganze ĂŒber eine preiswerte Kleinsteuerung, wobei ungefĂ€hr 90% des Programms mögliche Fehler detektieren und einen kontrollierten shut-down initiieren soll. Das ist unbedingt erforderlich, will man die Anlage unbeaufsichtigt laufen lassen. Zur Zeit ist die Vorsicherung auf 10KW ausgelegt, der Generator könnte mehr. Der Grund ist: es reicht und das Material hatte ich noch.;)
 

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Nee, zweiter Werner, diese Dieselpest kenne ich von Yachten, und die tritt nur bei dem normalen Diesel mit diesem Drecks-Fame-Anteil auf. Auf meinem Kahn bislang noch nicht, liegt aber an bestimmten Einrichtungen.
FĂŒr ein Notstromaggregat (möglichst mit Kraft-WĂ€rmekopplung, dann ist es im Winter gleich mollig warm) kommt nur schwefelarmes Heizöl in Frage, das hat nĂ€mlich KEINEN "Bio"-Anteil - aus gutem Grund! Heizöl wird meist ĂŒber lĂ€ngere Zeit gelagert, da darf so etwas nicht passieren. Diesel hingegen ist fĂŒr den spontanen Verbrauch gedacht und daher mit diesem Zeug versetzt. Heizöl ist fĂŒr solche Anlagen legitim.
Eines muß man aber bedenken: der Motor braucht spezielles Schmieröl mit einer sogenannten "Basenreserve", da auch Heizöl Superschwefelarm noch deutlich mehr Schwefel enthĂ€lt, wie Diesel. Und da entstehen in geringem Umfang, aber mit der Zeit wirksam - schweflige SĂ€uren, die muß das Öl neutralisieren können. Kann man aber problemlos im Spezialversand kaufen, ist auch nicht teurer.
Was das "Brummen" im Ernstfall angeht: Das stimmt, auch mit hoher SchalldĂ€mpfung ist das einige 100m wahrnehmbar. Man muss ja davon ausgehen, daß im Breakdown alles still ist.
Die "Horden" muß man dann halt neutralisieren, sprich - sanft ĂŒberzeugen. Wie das geht, dĂŒrfte zumindest in diesem Forum jedem klar sein. Wir sind ja schliesslich alle redegewandt, oder? ;)
Hat nicht Heizöl auch schon Bio-Anteil?
Habe was mit 5% im Kopf....

Egal, in meinem 60 kVA SDMO ist Winterdiesel mit einem Schluck Grotamar82 - und alle zwei Jahre lasse ich es mal zwei Tage am StĂŒck laufen wenn ich viel Strom am Betrieb brauche um den Tank wieder neu zu befĂŒllen.

Ich denke, da bin ich auf der sicheren Seite...
 
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Hast du das mit einem NetzĂŒberwachungsrelais schon mal realisiert ?
Ja das funktioniert wunderbar.
Das ließe sich sogar mit Conrad bastelteilen selbst realisieren.
Nachteil ist natĂŒrlich das nicht unterbrechingsfrei umgeschaltet werden kann wenn man sich das aufsyncronisieren sparen will. Ist im Haushalt meines Erachtens auch nicht so wichtig.
Als Elektroingenieur im Notstrombereich sollte das ja möglicherweise auch bekannt sein. Das diese Lösung im Industriebereich natĂŒrlich deutlich aufwendiger ist und ggf dort noch eine USV Batteriepufferung notwendig wĂ€re, ist mir auch klar.
 
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9 Jul 2019
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Dann gehen in Deutschland 95% aller Netzersatzanlagen vorher aus . Die meisten im Schnitt Krftstoff fĂŒr 8h. Wenn das Land 10 Tage ohne elektrische Energie ist, ist auch kein Wasser da. . Dann habe ich andere Sorgen . Brunnen habe ich nicht
Dann bohre mal einen. Bei Blackout rechnet man mit locker 14 Tagen. Wenn alles gut geht. 10 wÀren das absolute Minimum.
Die wenigen Notbrunnen (5000 in D) werden kaum reichen.

Das österreichische Bundesheer beziffert die Wahrscheinlichkeit fĂŒr einen Blackout in den nĂ€chsten 5 Jahren auf 100%.
 
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