Blaser Professional-Schaft kürzen

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#1
Hallo zusammen,

Da ich von meiner Körpergrösse her nicht gerade zur Klasse der Hünen gehöre, überlege ich ab und zu, den Schaft meiner R8 und/oder R93 Professional etwas kürzen zu lassen.
An meinem D99 mit Holzschaft liess ich das machen, weil ich bei Schrotjagden des öftern mit dem Hinterschaft an der Jacke hängen blieb. Seit der Kürzung habe ich keine Probleme mehr beim Anschlag und auch bessere Trefferergebnisse stellten sich ein.

Nun überlege ich mir das bei den Professional auch um das Gewehr flüssiger in die Schulter zu kriegen.

Im Sommer passen die Schäfte zwar gut, im Winter mit den dicken Klamotten und bei DJ wo der Anschlag ja schnell und flüssig sein sollte, wären aber 1,5-2cm weniger manchmal wünschenswert.
Der R8 compact meiner Freundin zum Bsp passt wie angegossen mit Winterkleidung- der hat aber auch nur 35cm und nicht 37cm.

Hat schon wer seinen Professional-Schaft kürzen lassen?

Wie wurde das gemacht? Abgesägt und ein Holz in den Hohlraum eingepasst und die Schaftkappe auf dem Holz verschraubt?

Wie sieht das aus, da ja die Gummischaftkappe auch angepasst werden muss?

Ich bin um Erfahrungsberichte, Bilder, Tipps und Anregungen auch fürs finden der optimalen Schaftlänge sehr dankbar.
Möchte nämlich den Schaft gerne für meine Grösse optimieren und nicht die Waffe entwerten...

Waidmannsheil,
Porco
 
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#2
Moin.
Meine R93 Prof.Suc. habe ich mir vor Jahren ebenfalls kürzen lassen. Der Schaft wird einfach abgesägt, die Schaftkappe wieder drangeschraubt (Schraubenlöcher sind lang genug) und mit dem Schaft bündig geschliffen.

Das sollte jeder Büchsenmacherlehrling im 1.Lehrjahr hinbekommen.
 
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#3
Hat schon wer seinen Professional-Schaft kürzen lassen?

Wie wurde das gemacht? Abgesägt und ein Holz in den Hohlraum eingepasst und die Schaftkappe auf dem Holz verschraubt?

Ich bin um Erfahrungsberichte, Bilder, Tipps und Anregungen auch fürs finden der optimalen Schaftlänge sehr dankbar.
Möchte nämlich den Schaft gerne für meine Grösse optimieren und nicht die Waffe entwerten...

Waidmannsheil,
Porco
Habe eine Hogue und einen Kst-Schaft (ca 2 cm) selbst gekürzt.
Schaftkappe ab, Schaft mit Klebeand umwickelt, auf der Kappsäge :oops: im richtigen Winkel ausgerichtet, langsam (Sägeblatt mit vielen Zähnen) abgesägt, fertig.

Mit einer Formatkreissäge beim Tischler des Vertrauens geht das natürlich auch,
bzw besser, wg des Schiebschlittens.

Die Schaftkappe hat jetzt unten einen kleinen Versatz, durch die Schräge, von einigen
Millimetern, mich stört das nicht.

Remy
 
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#4
Beim R93 gehen 8mm, dann kommt man in die Gewindebuchsen und muss das Inlay versetzen.
Bei mehr Kürzung oder R8: Kappe runter, Inlay rausknacken, vom zähen "Styropor" (oder wie auch immer es wirklich heisst) etwas entfernen, Schaft absägen, plan feilen, Inlay nachfeilen/einpassen, einkleben und danach alte Kappe weiter verwenden (die sollte aber nachgeschliffen werden) oder Holzstück einpassen, einkleben und neue Schaftkappe anbringen und anpassen.
 
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#5
Die Gewindebuchsen der Schaftkappe sind das einzige wirkliche Problem.

Hast du Mal bei B angefragt? Die bieten die R8 ja in unterschiedlichen Schaftlängen an und ich bezweifle das die für jede Länge eine eigene Form haben?!
 
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#6
Du hast den Vorteil eine Waffe von einem deutschen Hersteller mit bekanntermaßen gutem Service zu besitzen. Diesen würde ich nutzen, dort anrufen und auch dort die Arbeit ausführen lassen.

Bei irgendeinem alten oder billigen Hobel wird der Kreis derer, die man dran werkeln lassen kann, etwas größer. Aber in diesem Fall wäre ich vorsichtig.
 
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#8
Beim R93 gehen 8mm, dann kommt man in die Gewindebuchsen und muss das Inlay versetzen.
Bei mehr Kürzung oder R8: Kappe runter, Inlay rausknacken, vom zähen "Styropor" (oder wie auch immer es wirklich heisst) etwas entfernen, Schaft absägen, plan feilen, Inlay nachfeilen/einpassen, einkleben und danach alte Kappe weiter verwenden (die sollte aber nachgeschliffen werden) oder Holzstück einpassen, einkleben und neue Schaftkappe anbringen und anpassen.
Danke für deine detaillierten Angaben- für mich ein Premium-Post! :)

Beim R93 sollten mir die 8mm wahrscheinlich sogar schon reichen. Die hat ja im Vergleich zum R8, wo der Abzug um 1cm nach vorne versetzt wurde, entsprechend schon eine etwas kürzere Schaftlänge.

Geht es entsprechend einfach beim R8, das Inlay rauszubrechen und zu versetzen?

Wie habt ihr diesen umstand bei euch gelöst? Im Sommer wenn ihr den Weizen bewacht, seid ihr ja auch weniger dick eingekleidet als im Winter auf DJ?
Eher auf Winter fokussieren weil man mit einem leicht kürzeren Schaft theoretisch besser zurecht kommt als mit einem zu langen?
 
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#9
Moin.
Meine R93 Prof.Suc. habe ich mir vor Jahren ebenfalls kürzen lassen. Der Schaft wird einfach abgesägt, die Schaftkappe wieder drangeschraubt (Schraubenlöcher sind lang genug) und mit dem Schaft bündig geschliffen.

Das sollte jeder Büchsenmacherlehrling im 1.Lehrjahr hinbekommen.
Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!

Kannst du evt ein Bild davon einstellen- würde mich sehr interessieren?
Erinnerst du dich womöglich sogar noch daran, wie viel mm du den Schaft hast kürzen lassen?
Sind die Inlays bzw Schraubenlöcher beim Successschaft länger gehalten als beim normalen Prof Schaft?
 
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#10
Du hast den Vorteil eine Waffe von einem deutschen Hersteller mit bekanntermaßen gutem Service zu besitzen. Diesen würde ich nutzen, dort anrufen und auch dort die Arbeit ausführen lassen.

Bei irgendeinem alten oder billigen Hobel wird der Kreis derer, die man dran werkeln lassen kann, etwas größer. Aber in diesem Fall wäre ich vorsichtig.

Hi Kohlfuchs,

Ja, bei Blaser selber zu machen ist die logischste und naheliegendste Lösung. Daran habe ich auch schon gedacht. Ich bin aber schweizer und da ist es leider schon nicht mehr ganz so einfach, den Schaft dahin zu schicken zum Kürzen. Meine Erfahrungen mit Blaser haben gezeigt, dass sie den Aufwand mit der schweizer Grenze als nicht EU-Land eher etwas scheuen und gewisse Arbeiten an von Blaser bestimmte Bümas in der CH ausgelagert werden.
 
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#12
Danke für deine detaillierten Angaben- für mich ein Premium-Post! :)

Beim R93 sollten mir die 8mm wahrscheinlich sogar schon reichen. Die hat ja im Vergleich zum R8, wo der Abzug um 1cm nach vorne versetzt wurde, entsprechend schon eine etwas kürzere Schaftlänge.

Geht es entsprechend einfach beim R8, das Inlay rauszubrechen und zu versetzen?

Wie habt ihr diesen umstand bei euch gelöst? Im Sommer wenn ihr den Weizen bewacht, seid ihr ja auch weniger dick eingekleidet als im Winter auf DJ?
Eher auf Winter fokussieren weil man mit einem leicht kürzeren Schaft theoretisch besser zurecht kommt als mit einem zu langen?
Wenn man eh schon den Schaft kürzt, würde ich direkt eine längenverstellbare Schaftkappe anbringen. Entweder über verstellbare Führungsröhren oder auswechselbare Schaftkappen an einem Klicksystem.
 
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#13
Wenn man eh schon den Schaft kürzt, würde ich direkt eine längenverstellbare Schaftkappe anbringen. Entweder über verstellbare Führungsröhren oder auswechselbare Schaftkappen an einem Klicksystem.
Naja das sind dann aber schon zwei paar Stiefel. Kürzen könnte man mit ner guten Hobbywerkstatt ja noch hinbekommen. Ein längenverstellbares System dass auch noch hält was es verspricht ist da schon sehr viel komplizierter wenn es nicht wie gebastelt wirken soll.
 
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#14
Ein längenverstellbares System hat definitiv seinen Reiz. Was gäbe es denn da, was auch in einem hohlen Blaserschaft verbaut werden könnte?
Ich kenne da den Blaser Ultimate, aber da kriegt man ja bloss für den Schaft schon eine komplette Waffe.

Zudem mag ich KISS- keep it simple an stupid. Habe manchmal Bedenken, dass je komplexer ein System ist, desto anfälliger wird es auch.
 
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