Blaser R8 Wechsellauf für Namibia - Welches Kaliber?

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Gelöschtes Mitglied 27232

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#1
Moin und Waidmannsheil liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung. :cool:

Dies soll kein Bier und Popcorn Faden werden, daher bitte ich ausschließlich um konstruktive Beiträge (auch wenn es einigen hier schwerfallen wird).

Auch bitte ich von Waffenempfehlungen, sei es nun eine Doppelbüchse oder ein Carl Gustaf oder was auch immer, abzusehen.

Und diejenigen, die Blaser nicht leiden können, gehen bitte auch weiter woanders spielen ohne sich hier zu verewigen!

Selbstverständlich ist mir bewusst, dass abgesehen vom Treffersitz, das verwendete Geschoss sowie die Laborierung allgemein eine entscheidende Rolle spielen. Aber im ersten Schritt geht es mir um die Kaliberwahl.

Gejagt werden soll auf Plainsgame in Namiba voraussichtlich im Mai/Juni. Vorhanden ist eine Blaser R8 in .308 mit 47cm Lauf.

Da ich viele Jahre neben einer .308 eine .30-06 geführt habe denke ich nun darüber nach, mir einen .30-06 Standardlauf zuzulegen oder alternativ gleich auf .300 Win Mag zu gehen. .300WSM schwirrt mir auch noch im Kopf rum. Gerne bin ich für weitere Vorschläge offen.

Der Lauf soll nicht in Deutschland verwendet werden sondern primär in Namibia. Sollte das Kaliber auch für die Bergjagd nutzbar sein, wäre dies ein schöner Nebeneffekt aber keine Bedingung.

Schon jetzt bedanke ich mich für einen kreativen und konstruktiven Austausch! (y)

Verfügbare Kaliber sind hier ersichtlich:

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#2
Bist du Wiederlader?
"Plainsgame" erstreckt sich vom 5kg Duiker (da würde wohl selbst die .222Rem. reichen) bis zur 1t schweren Elandantilope, die ich nicht mit einem Geschoß unter 8mm und 200grs. schießen würde.
 
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#3
Ich würde 300 Win. Mag nehmen - da gibt es genug Munitionssorten am Markt und du bekommst damit alles an die Erde. Rückstoß wird deutlich geringer, wenn du einen Schalldämper benutzt - würde ich auch wegen der Ohren empfehlen. Und den Lauf wirst du immer wieder gut verkauft bekommen, wenn du nicht regelmäßig derart starkes Zeug schießen willst und nicht mehr in Afrika jagst.
 
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Gelöschtes Mitglied 27232

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#4
Bin Wiederlader, wobei ich aktuell auch häufig Standardlaborierungen verwende.

Im Zweifel wäre es klasse, wenn ein Eland auch problemlos bejagbar wäre, wenngleich dieser für die erste Jagdreise nach Namibia bisher nicht angedacht ist.

Ein Schalldämpfer im .30er Kailber ist vorhanden, Hausken JD 184 XTRM.
 
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#6
Meine Standardempfehlung für Namibia ist ein Kaliber, welches mit 200grs Geschossen mind. 850m/s an der Mündung bringt (darf natürlich auch mehr sein). Damit meine ich nicht, daß es 200grs sein müssen, es geht mir darum die von mir empfohlene Leistung plastisch darzustellen.

Natürlich kann man auch eine .308 Win nutzen, aber weshalb bei einer Jagdreise am Lauf sparen und sich leistungsmäßig an die untere Leistungsgrenze legen?
Gesetzliches Minimum sind in Namibia 7mm und 2700J an der Mündung, was ich für schweres, weit entfernt stehendes Wild auf einer Trophäenjagd nicht empfehlen kann.

Mit der .300 Win Mag bist Du, v.a. als Wiederlader gut aufgestellt, um die Patrone ausnutzen zu können.
Bei der .300 Win Mag würde ich aber nicht über 180grs Geschoßgewicht gehen. Als Geschoß A-Frame, Partition oder ein TTSX. Nichts weiches!
Die .300 WSM ist in meinen Augen ebenbürtig.
Wenn Du Spaß dran hast, dann nimm die .300 Weatherby Mag und lade ein 200 grs Geschoß. Die Weatherby hat für mich "Afrika-Flair"...

Der Vorteil der .308" Kaliber für Dich ist, daß Du den vorhandenen Schalli nutzen kannst (würde ich sehr empfehlen in Namibia, mit der R8 wird die Waffe auch nicht zu lang, selbst wenn der Lauf >60cm misst).

Die .338" Kaliber sowie die .375" (dann lieber 250-270grs mit gutem Bc) sind natürlich sehr gute Alternativen in Namibia. Auch eine 8x68S oder 9,3x64 sind tolle Kaliber für Plainsgame (letztere steht aber offenbar nicht zur Auswahl).
 
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Gelöschtes Mitglied 27232

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#7
Danke euch schon mal für die konstruktiven und ausführlichen Kommentare! (y)

Beim Lauf würde ich schon die Standardlänge und keine gekürzte Version nehmen, bei dem .300 Win Mag wären das 65cm. Und die Länge mit oder ohne SD würde mich auch nicht stören, da man ja nicht von der Kanzel aus jagt.

Bisher scheint die .300 Win Mag ja wirklich am sinnvollsten für mich zu sein und die .30-06 ist raus... :LOL:
 
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Gelöschtes Mitglied 27232

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#10
Ja, danke für den Hinweis! (y) ...da kommt dann noch der von fuchsjaeger angesprochenen Verschlusskopf hinzu.
 
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#11
Wirklich immer wieder ein Popcorn Thema.

Selber habe ich in Namibia immer mit meiner R8 die Kaliber 30-06 (mit 180gn Accubond) und die 9,3x62 (mit 250gn Accubond bzw. 250gn TTSX Geschoss) geführt. Beide gleicher Verschlusskopf.

Die .308 Win wäre unterste Grenze als Universalkaliber in Namibia. Die meisten Farmer die ich kenne, nutzen eine 30-06 mit einem harten Geschoss >=180gn (z. B. Nosler Partition, Norma Oryx, etc.).
Da der Beitragsstarter bereits eine .308 Win nutzt, wäre er leistungsmäßig mit einer 30-06 zu nah dran, hätte aber den Vorteil den gleichen Verschlusskopf nehmen zu können.

Persönlich würde ich unter den Voraussetzungen eine .300 WinMag (keine WSM) und den entspr. Verschlusskopf kaufen. Keine WSM, weil die Patronenversorgung im Ausland leichter für eine .300 WinMag ist, falls mal etwas verloren geht. .300 WinMag hat ordentlich Leistung und größere Reichweite.

Dies ist meine persönliche Meinung.
 
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#13
Hm - die R8 kann ruhig mit, aber ich würde mir eine 2. Waffe besorgen.
Irgend etwas alt-bewährtes, also eine einsatz-taugliche Kombination.
Meine Wahl wäre wahrscheinlich ein Custom-98er mit einer 8x68S.
Aber das ist ein ganz anderer Ansatz ... :cool:
 
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#14
Hm - die R8 kann ruhig mit, aber ich würde mir eine 2. Waffe besorgen.
Irgend etwas alt-bewährtes, also eine einsatz-taugliche Kombination.
Meine Wahl wäre wahrscheinlich ein Custom-98er mit einer 8x68S.
Aber das ist ein ganz anderer Ansatz ... :cool:
Ich würde das für die Jagd in Afrika auch tun , unabhängig von dem Kaliber , da ich diesen modernen Waffen was Zuverlässigkeit angeht nach diversen Strapazen nicht so traue. Ich führe solche Waffen nicht , aber manche Jäger in Afrika scheinen damit zufrieden zu sein. Trotzdem werden Waffen in Afrika auf dem Gelände und auch in den Fahrzeugen schwer belastet. Da haben sich effektiv robuste Fabrikate mit Mauser 98 Systeme oder ähnlich bestens bewährt.
 
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Gelöschtes Mitglied 27232

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#15
Ganz herzlichen Dank an alle, welche diesen Faden mit konstruktiven und fachlich fundierten Beiträgen bereichern! (y)

Der zusätzliche Magnum Verschlusskopf macht den Brei nicht fett und daher sehe ich es nicht als Nachteil an, den dazu kaufen zu müssen.

Denke auch, dass .300 Win Mag wohl die sinnvollste Ergänzung zu .308 für meine Zwecke ist. Auch die Tipps zu den Geschossen finde ich mega!

Die freundlichen Hinweise zu der mangelnden “Brauchbarkeit“ einer R8 gegenüber einem 98er mögen zwar gut gemeint sein, sind aber OT und auch nicht gewünscht. ;)
 
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