Blaser SR 850

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Hallo liebe Waidgenossen,
führt von euch jemand eine SR 850, oder kann Gutes oder, auch weniger Gutes darüber berichten. Es wurde mir eine solche Waffe in 7x64,mit ZF Zeiss Diavari 2,5-10x50 ohne LA für 1400 € angeboten.Nun frage ich mich ob das Gewehrchen noch zeitgemäß und für den Ansitz auf Reh und Schwarzwild zu gebrauchen ist.
Über kompetente Antworten würde ich mich freuen.

Viele Grüße
KJ
 
G

Gelöschtes Mitglied 4508

Guest
Tauglich ist es auf jeden Falle, sofern keine Defekte vorliegen. Wie ist das ZF montiert? Mit der Brückenschwenkmonage mit beiden Ringen um den Tubus des ZF's? Absehen des Glases?
Wenn die Antworten lauten "ja" und "4", würde ich den Preis bezahlen. Allerdings nur, wenn das Schaftholz nicht einer Apfelsinenkiste entsprungen ist.
 
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Ich habe eine 850 und r93. Die 850 gefällt mir besser. Ich fühle mich damit auch sicherer. Nutz mal die Suchfunktion.
Für die Jagd bevorzuge ich mittlerweile die MR 308.
 
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Die Waffe ist super. Zielfernrohr auch. :thumbup:
Würde sie vor dem Kauf probeschießen und wenn der Zustand ok ist, dann geht der Preis auch in Ordnung.
 
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Die Waffe heißt nicht umsonst Sicherheitsrepetierer 

Lässt sich lautlos spannen sieht gut aus und macht Spaß.
Ich kann nicht's schlechtes berichten. Wenn's verstärkt auf Drückjagden gehen soll müsst du eben verstärkt die schnelle Schussfolge üben. Ist halt eher eine Ansitzwaffe.

Du wirst den Kauf nicht bereuen


Ps: Riecht es hier nach einem sr Fan Trööd? [emoji6]
 
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Vielen Dank für eure Kommentare, damit habt ihr mir weitergeholfen, ich denke auch,dass es sich trotz des Alters um eine ganz brauchbare Waffe handeln könnte. Da ich sie vorwiegend zum den Ansitz mitnehmen möchte,mache ich vermutlich nicht viel falsch. Was haltet ihr vom Kaliber 7x64 im Bezug auf Tauglichkeit für Schwarzwild.

Viele Grüße
KJ
 
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Die 7x64 ist ein vorzügliches Kaliber, welches für alles hier vorkommende Wild geeignet ist.
Letztlich entscheiden Geschoss und Treffersitz...
Die 7x64 ist übrigens der aktuell "gehypten" 270 Win. in ihren Leistungsdaten sehr ähnlich!
Einfach ansitzen und Sauen schießen, würde ich sagen..

Waidmannsheil!
 
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Moin,

ich besitze seit 5 Jahren die von Dir beschriebene Waffe in .30-06, gleiches Glas mit Leuchtpunkt zusätzlich noch ein Drückjagdglas. Zuvor durfte ich die Waffe 10 Jahre leihweise nutzen. Auch von mir gibt es eine Kaufempfehlung.

Der Schloßgang der Waffen ist sehr leise und leicht, die Waffe läßt sich sehr gut repetieren. Das Spannen beim Repetieren muß man üben, will man sofort wieder schußbereit sein. Der Abzug läßt sich einfach justieren. Man kann schnell zwischen sehr fein und etwas trockener für Handschuh- bzw. Bewegungsjagdeinsatz wechseln. Ich habe zwei Schwenkmontagen, beide zeichnen sich durch Wiederkehrgenauigkeit aus. Probleme mit Schmutzanfälligkeit habe ich nicht.

Waffe und Glas sind Stand der Technik aus den 1980er/1990er-Jahren und damit hochwertiges und ausreichendes Werkzeug für eine aktive Jagdausübung. Magazinkapazität und Repetiervorgang haben mich noch nicht im Jagdalltag beschränkt. Ergonomisch und von der Geschwindigkeit her sind die aktuellen Geradezugrepetierer des Herstellers besser. Bei der Präzision sind mir keine großen Unterschiede aufgefallen. Ich habe allerdings den Eindruck, daß die Waffe relativ stark auf unterschiedliche Geschosse reagiert. Als Billigmunition verdaut meine CineShot und Prvi gut. S+B streut stark.
Jagdlich verlasse ich mich auf die Klassiker der Achtziger, TIG, KS, Vulkan und SilverTip.

7x64 führe ich in einer anderen Waffe. Ein Allroundkaliber für alles mitteleuropäische Wild. Sie tritt etwas, das muß man üben. Alles kein Problem.
 
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Ich habe so eine Waffe lange Jahre weltweit im Kaliber .30-06 und mit Wechsellauf .375H&H auf viele Wildarten erfolgreich geführt. Dann hatte ich ein Erlebnis, welches mich zum sofortigen Verkauf bewegte.
Im strömenden Regen löste sich bei einer Nachsuche mit nötigem Fangschuss kein Schuss. Nachrepetieren und wieder nur Klick. Nun riss mir der Hund den nassen Riemen aus der Hand und hetzte den vorher noch verhoffenden Muffelwidder durch zwei weitere Reviere.
Der Grund für das Versagen war ein einziger Grassamen unter dem Kammerstängel, durch welchen der Verschluss nicht völlig abriegelte. Ich stellte mir vor, dass es mit dieser Waffe bei zwei Nachsuchen auf Löwe und Leopard, auf denen ich die jeweils annehmenden "Kätzchen" mit dieser Waffe gestoppt hatte, auch einen Grassamen unter dem Kammerstängel gegeben hätte. Mein Fährtenleser und ich wären in seiner sehr dummen Lage gewesen.
 
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Nicht umsonst führen die meisten NSF einen 98er.
Für diese Aufgabe ist die SR 850 auch nicht unbedingt erste Wahl!
 
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Nicht umsonst führen die meisten NSF einen 98er.
Für diese Aufgabe ist die SR 850 auch nicht unbedingt erste Wahl!

Erheblich leichter und führiger ist aber eine spezielle R93 oder R8 Professional. Allerdings ist so eine Waffe auch erheblich teurer, als ein 98er. Trotzdem sieht man die Blaser heute bei vielen Nachsuchenführern. Für die lohnt sich die Mehrausgabe sicher. Die Robustheit und Zuverlässigkeit von meiner R93 mit Wechsellauf (.300Win.Mg. und .375H&H) auf mehreren Reisen in afrikanische Länder kann ich bestätigen.

http://www.blaser.de/index.php?id=342&L=0

Aus einem W&H Testvergleich im Jahr 2008:

Härtetest Auslandsjagd?

„Wunderschöne Büchsen habt ihr dabei“, meinte Peter, unser Gastgeber in Namibia, nachdem wir ihm unsere recht neuen R93 vorgeführt hatten. „Aber für unsere Verhältnisse taugen sie nicht. Sie sind viel zu exakt gearbeitet und geben bald ihren Geist auf. Ihr werdet schon sehen.“ Sprach’s und hielt uns seine betagte Mauser System 98 unter die Nase. Sie hätte weder den Vater noch ihn je im Stich gelassen und würde eingedrungenen Dreck einfach wegschieben, wusste er.

Was sollten wir ihm entgegnen? Uns blieb nichts anderes, als den „Kaiser“ zu zitieren: „Schau’n mer mal!“ sowie die Gewissheit, im Fall der Fälle auf den gepriesenen Jagdkarabiner und „Altbewährten“ zurückgreifen zu dürfen.

Die 14 Tage verstrichen wie im Fluge, waren angefüllt mit stundenlangen Fahrten auf staubigen Pisten, Pirschgängen und Ansitzen und vermochten die Funktion unserer High-Tech-Erzeugnisse nicht im mindesten zu beeinträchtigen. Und das, obwohl meine Waffe in dieser Zeit weder Putzstock noch Lappen gesehen hatte.

„Namibia ist kein Gradmesser für die Afrikatauglichkeit eines Repetierers“, wurden wir später belehrt. „Im Vergleich zum Busch der klassischen Safariländer ist es wie der Rasen eines Vorgartens gegen eine Binsenwiese.“ Noch mehr Staub, noch mehr Dreck? Aber wieviel davon braucht’s denn eigentlich, um das Prädikat „tauglich für jeden Einsatzbereich“ vergeben zu können ?

Natürlich könnte man seine Büchse an die Stoßstange des Autos binden und sie durch Sandgruben schleifen, sie mehrmals durch den Sandhaufen ziehen und immer wieder auf Funktion überprüfen. Doch wer mutet schon freiwillig seiner Waffe derartige Rosskuren zu?

Als sich bei einer Publikumsmesse abseits des Trubels wieder einmal die Gespräche um die Wildnistauglichkeit diverser Repetierbüchsen drehte, stand der Vorschlag im Raum, man müsse es eben mal darauf ankommen lassen, verschiedene Repetierbüchsen einer kontrollierten Sandberieselung zu unterziehen und solange Funktionstests vorzunehmen, bis es zur Blockade der Verschlussmechanismen kommt.

Zu meinem Erstaunen stieß das Anliegen im Hause Blaser auf offene Ohren, und wir vereinbarten einen Termin in Isny. Da die „SIG Blaser Markenvertriebs GmbH“ auch die Erzeugnisse von Sauer und Mauser liefert, stand ferner dem direkten Zugriff auf die ehemaligen Konkurrenzfabrikate nichts im Weg.

Fast zwangsläufig bot sich der Vergleich der Antipoden an: Auf der einen Seite die ultramoderne CNC-Konstruktion des R93, auf der anderen der ein Jahrhundert in millionenfacher Stückzahl in allen Regionen der Erde bewährte und dank seiner sprichwörtlichen Robustheit und Zuverlässigkeit zur Legende gewordene Oldie: das Mauser-System 98.


Testmittel Vogelsand

Zum Testmedium wurde staubfeiner Vogelsand erkoren; denn seine Körnung schien das gewünschte Eindringen in alle Fugen und Ritzen zu gewährleisten. Vorgesehen war, die geschlossenen Systeme der Probanden mit einem Quantum davon zu berieseln und einen Repetierversuch zu starten.

Aufgrund der zahlreichen Angriffsflächen füllten sich die Fugen und Mulden des 98ers schnell mit Sand. Es knirschte und schmirgelte beim Repetieren, doch ließ sich die Kammer ohne größeren Kraftaufwand öffnen, zurückziehen und wieder schließen. Ganz ehrlich: Soviel Sand hatte ich noch nie in einer Jagdwaffe gesehen, und trotzdem funktionierte sie.

Beim R93 dagegen knirschte es kaum und schmirgelte nichts, auch rutschte der Verschluss gewohnt leicht zurück und nach vorne, was angesichts des so gut wie nicht im Inneren vorhandenen Sandes auch nicht wunderte. Das geschlossene Verschlusselement bietet nämlich dem feinen Sand kaum Auflage und nur minimale Eindringmöglichkeiten.

Ein zweiter Versuch verstärkte die „Sandpiste“ im 98er und nötigte dem Repetiervorgang deutlich mehr Kraftaufwand als vorher ab, während beim R93 alles beim alten blieb. Bei ihm wurden im Anschluss gezielt die Gleitmulde des Spannknopfes und die Trennfuge von Lauf und Verschlusselement versandet, doch selbst diese kontraproduktiven Maßnahmen führten nicht zur Funktionsstörung.

Was von außen nicht möglich schien, sollte nun eine „Sonderbehandlung“ der Verschlussunterseite und des Radialbundes sicherstellen: Sand im Getriebe. Diesmal knirschte es gewaltig, doch der Verschluss ließ sich nach wie vor, wenn auch mühsamer, betätigen. Schließlich ging es ans Eingemachte: Je 125 Kubikzentimeter Sand wurden in die geöffneten Verschlüsse geschüttet, dann erfolgte ein Ausschütteln der umgedrehten Waffe und erneute Repetiertests: Mit brachialer Gewalt und nach mehreren Anläufen gingen beide Verschlüsse gerade noch zu.


Total-Blockade

Die vollständige Blockade erbrachte dann eine weitere Dosis. Dabei setzte sich der Verschluss des 98ers im Bereich der Hülsenbrücke fest, während eine gehörige Portion Sand im Lauf dem Radialbund das Schließen verwehrte.

Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass Funktionsstörungen viel früher eingetreten wären, wenn sich Patronen im Magazin befunden hätten. Doch wer setzt sich schon freiwillig dem Risiko aus, dass ein im Stoßboden unglücklich platziertes Sandkorn auf das Zündhütchen drückt und die Musik ertönt, bevor der Dirigent das Zeichen gibt, und wer provoziert schon aus freien Stücken einen möglichen Klemmeffekt im Bereich des Übergangskonus und riskiert, dass dadurch der Gasdruck unberechenbar steigt?

Dass Sand schmirgelt, weiß jedes Kind, und weil seine harten Körner Spuren im Metall hinterließen, sahen hinterher die Aufnahmen der Verschlüsse auch so aus, dass guten Gewissens eine Nachahmung nicht zu empfehlen ist.

Doch im Gegensatz zum 98er gestaltete sich das Reinigen des R93 kinderleicht: Ausspritzen mit dem Wasserschlauch und fertig. Möglich machen das Rostschutz bzw. nichtrostende Elemente von Lauf und Verschluss. Eine solche Behandlung bekäme dem 98er ausgesprochen schlecht. Sein Verschluss will nämlich gepflegt werden wie ein Kinderpo: ausgepackt, geölt und getrocknet.
Zwei Dinge offenbarten die materialmordenden Versuche: Der legendäre Ruf des 98ers kommt nicht von ungefähr und bestätigte sich eindrucksvoll. Doch was nicht minder wichtig erscheint: Vorbehalte gegen die Schmutzbeständigkeit des R93 konnten ad absurdum geführt werden. Voilà, Afrika!
 
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Ich habe die SR 850/88 20 Jahre geführt, Kaliber 30.06, die Strecke ist entsprechend deutlichst dreistellig.
Interessanterweise will meine Waffe bzw. mein Lauf nicht so gut mit Geschossen harmonisieren die eine Kunststoffspitze haben (AccuBond etc.), mit Vulcan/Partition/TM etc. dagegen beste Streukreise. Auch bleifreie Fabrikpatronen mag sie gar nicht, da hab ich wirklich schon viel ausprobiert.
Drückjagdsituationen hab ich anfangs etwas geübt (Schießkino), aber der etwas andere Repetier- und Spannvorgang geht einem schnell in Fleisch und Blut über.
Die Waffe ist mir wirklich ans Herz gewachsen, auch als schon er moderne Nachfolger im Schrank stand hab ich sie für "Spezialaufgaben" gerne wieder in die Hand genommen, ist ja quasi schon Fleisch und Blut.
Nun führt meine jüngste Tochter die Waffe, auch das gefällt mir ausnehmend gut.
 

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Sorry für OT.
@ReinerW
Möchte über die R93 nichts schlechtes sagen, ist sicherlich eine beliebte Waffe.
Nach Deinen Ausführungen muss ich aber auch folgende Begebenheit loswerden:
Dezember 2013 habe ich mit einem Kollegen eine Nachsuche auf einen Überläuferkeiler gemacht.
Kollege R93, ich 98er. Es lag Schnee und die Temperaturen lagen bei Beginn der Nachsuche knapp über Null Grad C.
Die Suche ging zum Grossteil durch weihnachtsbaumhohe Fichten und nach kurzer Zeit waren wir ziemlich nass, so auch unsere Waffen.
Als wir nach etwa 1/2 Stunde an die verendete Sau kamen, die Temperaturen hatten mittlerweile wieder Minusgrade erreicht, wollte Kollege R93 seine Waffe entladen.
Aber der Verschluss war festgefroren und ließ sich auch erst wieder öffnen, als die Waffe im warmen Raum aufgetaut war!
Hätte ich selbst nicht für möglich gehalten, war aber so.
 
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Sicher ärgerlich, aber hätte der Kollege für eine halbe Minute seine warme Hand (ohne Handschuh) auf den Verschluss gehalten, wäre dieser zu öffnen gewesen. Die gute Wärmeleitfähigkeit des Metalls hätte mit Sicherheit genügt, um das System aufzutauen. Wenn Tauwasser in den Verschluss läuft und friert, kann es bei allen Waffen zu Störungen kommen.
 

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