Blattjagd im Wald

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#1
In den Revieren, in denen ich früher mitgegangen bin, wurde die Blsttjagd weitestgehend ignoriert. Jetzt im Pirschbezirk versuche ich mich autodidaktisch an diese Jagdart anzunähern.

Heute war ich von 10:00 bis 13:30 tätig:
- Wetter: grundsätzlich blauer Himmel, intensive Sonne, Tageshöchsttemperatur deutlich über 30 Grad. Im Wald freilich etwas kühler.
- Wind: nur marginal vorhanden, im Wald ständig die Richtung wechselnd
- Blatter: Buttolo
- Strategie: Pirsch, Platz einnehmen im Stangenholz, Waffe auf Dreibein, in der Jackentasche relativ sanfte Kitzfieptöne

Gleich am ersten "Stand" ist mir auf 150m ein Bock zugestanden. Kam zügig an, konnte aber wegen Verdeckungen durch Bäume nicht beschossen werden. Der Versuch ihn noch näher herzulocken, schlug leider fehl. Ststtdessen war er irgendwann verschwunden und begann, weiteren Tönen meinerseits mit Schrecklauten zu antworten.

Frage 1: Kann man ferndiagnostisch Vermutungen anstellen, was ich falsch gemacht habe?

Im weiteren Verlauf ist dann absolut nix mehr gegangen. Egal, ob vom Erdsitz, stehend am Dreibein oder vom DJ-Bock - nix war's mehr...

Frage 2: Kann sowas am Wetter liegen? Am Besucherdruck? Oder ist es wahrscheinlicher, dass ich nicht vorsichtig genug gepirscht habe? Oder falsch geblattet?

Ich weiß, dass es sehr grenzwertig ist, hier nachzufragen, weil ja niemand dabei war. Aber vielleicht gibt es trotzdem hilfreiche Kommentare. Bin für jeden Tipp dankbar!
 
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#2
Deine Frage kann man nicht so einfach beantworten, zumal die Blattjagd erst am Anfang steht (zumindest hier ). Wenn Du aber schon beim ersten Versuch Anblick gehabt hast, hast Du nicht viel verkehrt gemacht!
D.T.
 
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#3
Frage 1, der Fehler war ihn nicht erlegt zu haben.

Ich muss in meinem Pirschbezirk im stadnahen Erhohlungswald mit geringem Rehwildbestand mindestens 5 Stände abklappern um einen Bock zur Reaktion zu bekommen. Ich denke deine Erwartungshaltung ist etwas zu optimistisch.
Was ich auch gelernt habe ist die klassische vorsichtige Steigerung der Intensität beim Blatten wegzulassen. Wenn blatten, dann zur richtigen Zeit und gleich mit Vollgas und penetrant.
 
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#4
Frage 1, der Fehler war ihn nicht erlegt zu haben.

Ich muss in meinem Pirschbezirk im stadnahen Erhohlungswald mit geringem Rehwildbestand mindestens 5 Stände abklappern um einen Bock zur Reaktion zu bekommen. Ich denke deine Erwartungshaltung ist etwas zu optimistisch.
Was ich auch gelernt habe ist die klassische vorsichtige Steigerung der Intensität beim Blatten wegzulassen. Wenn blatten, dann zur richtigen Zeit und gleich mit Vollgas und penetrant.
... naja, wir sollten schon, bevor die Kugel fliegt, das Stück RICHTIG ansprechen!:sneaky:
D.T.
 
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#5
Was ich auch gelernt habe ist die klassische vorsichtige Steigerung der Intensität beim Blatten wegzulassen. Wenn blatten, dann zur richtigen Zeit und gleich mit Vollgas und penetrant.
Ich hatte hier im Forum mal von einem sehr erfahrenen Jäger den Tip bekommen, den Kitzfiep wegzulassen.
Seither fang ich auch immer mit dem "Schmalreh" Fiep an.
Deine Vermutung mit der hohen Erwartungshaltung seitens des TS ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.
Wenns passt, dann passt es eben.

Auch wenn mich jetzt der @Busch oder vielleicht auch andere hauen, würde ich auch das blatten von einem Hochsitz nicht außer Acht lassen.
 
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#6
Ich hau hier niemanden, das ist nicht meine Art...!
Meine offene Leiter heut früh war 2,75 m hoch und der Bock sprang auf den 3. Ton des Kitzfieps bis unter den Streben durch...:LOL:
Den am Montag schoß ich auch von einem niedr. Scherensitz, aber im Hang, da ists eh egal, dort klingt der Ton eh hoch übers Tal und der Bock kam etwas auf gleicher Höhe.

ad Kitzfiep: ist um diese Zeit noch sinnvoll, weil man noch immer an ein Paar geraten kann, von dem man nur über die Ricke an den Bock kommt. Nur zum Lage checken, wenn keine Ricke kommt, normal weiter machen. Manchmal steht eben auch schon ein Bock zu.

Ab so ca. 10. August ists mit der Ricke weniger wahrscheinlich, weil die meisten Stücke beschlagen sind, da ist die Eifersuchts-Nummer erfolgversprechender...
 
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#9
Ach, so unversöhnlich bin ich da gar nicht. Nur weil ich jeden Bock erlegen mag muss ich das anderen nicht vorschreiben. Aber wenn man sich mitten am Tag in den dichten Bestand begibt um das Revier durch das Blatten auf links zu drehen darf man nicht den ruhig und breit stehenden Bock erwarten meiner Meinung nach. Zum genauen Ansprechen ist das Blatten mitten im Einstand des staatlichen Pirschbezirks ein bisschen Selbstbetrug finde ich. Da sollte man lieber auf den äsenden Bock warten.
 
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#13
Ach watt, auch die richtigsten aller Jäger sind nicht sparsam mit blöden Sprüchen bei jeder Gelegenheit.
Na gut, dann fang ich mal an:
Ich versteh' eh' nicht warum man den "Jungen" das Ansprechen beibringen soll - die wundern sich dass das Stück auf die "Ansprache" nicht antwortet und schießen einfach.....:whistle:

CD
 
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#14
Hatte am Donnerstag so ziemlich die gleiche situation (Wetter).
Nur das mir die Ricke gekommen ist ohne den Bock. Auf 80m hat sie mich beäugt einen moment verhofft und dann abgesprungen ist.
hab nach 1 1/2std. den standort gewechselt, hat sich nichts mehr gezeigt. Wenns passt dann passt oder dann halt eben nicht.
WMH
 
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