Blau-Spray bzw. Ethanol statt Halskrause

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#16
Kurze Frage: Bist Du Arzt oder Pfleger/"Wundmanager"? Nur weil ich das ganz gerne weiter aufgreifen möchte....

Hast Du etwa schon Leute gesehen, die ihre verletzten Hunde mit "Tüte" arbeiten liesen?
Ersteres.

Nein, verletzte Hunde arbeiten selbstverständlich nicht. Die Hunde waren nur "dabei" weil ihre Führer dabei waren - deren andere Hunde haben weiter gearbeitet.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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#17
Ersteres.

Nein, verletzte Hunde arbeiten selbstverständlich nicht. Die Hunde waren nur "dabei" weil ihre Führer dabei waren - deren andere Hunde haben weiter gearbeitet.
Na dann hätten sie ihre verletzten Hunde aber auch bei Frauchen lassen können, anstatt sie mit der Tüte ins Auto zu sperren, bis die anderen mit dem Suchen oder Stöbern oder Hetzen fertig sind.....

Aber jetzt die Frage zur Wundversorgung. Ich verstehe nicht, warum Du nach Reinigung und Desinfektion auf die Wunde Salbe aufträgst und dann darauf eine Sil.-Auflage gibst. So wie mir das erklärt wurde, wird die Wunde nur gereinigt und nicht brennend desinfiziert (Kochsalzlösung, Octenisept o.ä).. Es kommt KEIN Medikament drauf, sondern nur die Auflage, WEIL die Auflage die Feuchtigkeit aufnehmen / Wunde austrocknen soll, damit sie schnell verschließt. Die Auflage bleibt auch länger drauf und wird erst gewechselt, wenn sie sich selbst gelöst hat und "voll" ist. Salbe hingegen ist zusätzl. Feuchtigkeit und ist bei diesen teueren Auflagen - so wie mir das erklärt wurde - kontraproduktiv. Bei einer Gaze hinegegen ist mir das klar, weil die Wundauflage ja regelmäßig gewechselt wird.

Eine Gaze würd ich eigentlich nur nehmen, wenn ich die Wunde nur oberflächlich sauber bekommen würde und neben der Betaisidona-Lösung noch eine Zugsalbe oder antiseptisch wirkenden medizinischen Honig drauf geben möchte, der natürlich sehr heilungsfördernd wirkt, also schlimmere Wunden, wo eine Kontrolle des Heilungsverlaufs wichtiger ist.
 
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#18
Darauf eine simple Antwort zu geben, ist nicht möglich. Jede Wunde ist bei jedem Verbandwechsel neu zu beurteilen. Abhängig davon wählt man Verbandsstoffe und Hilfsmittel.
Grobe Unterscheidung: Wunde infiziert/nicht infiziert, feucht/trocken, granulierend/areaktiv.
Bei Infekt versucht man diesen zu bekämpfen: Mechanische Wundreinigung, Drainage, Spülung, antiseptische Verbandsmittel (z. B. Silberionenhaltig).
Trockene Wunden sollten feucht gehalten werden, nasse Wunden eher "getrocknet". Hier gibt es eine üppige Kombinationsmöglichkeit von Wundfüllern, Gels und Wundauflagen (Hydrokolloid, Schaum, ...).
Nicht sinnvoll z. B. ist es, in eine saubere, gut granulierende Wunde Betaisodona zu kippen. Das Jod killt zuverlässig Keime UND das Granulationsgewebe und verlangsamt so den Wundheilungsprozeß. In der Humanmedizin wird gerne mit Polyhexanid-Lösung gearbeitet (z. B. Prontosan). Dieses auch beim Verbandswechsel als Auflage mit getränkter Kompresse für 5-10 min...

In der Übertragung auf meinen Vierbeiner musste ich vieles anpassen, die Compliance ist bei Hunden irgendwie anders...
Außerdem hat der Herr Hund zwar keine medizinische Fachausbildung, aber dennoch sehr eigene Vorstellungen über den richtigen Zeitpunkt des Fadenzugs bei Schnittwunden!
Die Grundprinzipien kann man aber recht gut auf den Hund anwenden: Wunde bei jeden Verbandswechsel neu beurteilen, Vorgehen wählen um die Bedingungen zur Wundheilung möglichst optimal zu gestalten, den sabotierenden Deppen davon abhalten alles abzuknabbern, Verbandsmaterialien für 15€ in Fetzen im Haus zu verteilen und alles mit Hundesabber abzuschlabbern...

Allen verletzen Vierbeinern gute Besserung, den dazugehörigen Hundeführern gute Nerven!

Gruß & WH
ANS
 
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#19
Das Prinzipip heißt feuchte Wundbehandlung und ist mit den von ANS benannten Einschränkungen (guter Beitrag übrigens (y) ) hinsichtlich der Compliance so auch auf Vierläufer übertragbar.

Zitiere sonst gerne Wikipedia als weitestgehend objektvie Quelle - allerdings ist das hier besser beschrieben und daher für Laien etwas verständlicher:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-292010/feucht-ist-besser/

https://www.stern.de/familie/leben/...iert-die-wundheilung-bei-hunden--8544148.html
 
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#20
Bei meinen Schlittenhunden habe ich Blau- oder besser Silberspray recht häufig angewandt, meist aber um Verletzungen hauptsächlich im Ohren-/ Hals-/ Nacken-/ Rückenbereich nach der obligatorischen Rasur vor Fliegen zu schützen. Das funktioniert sehr gut, die Wunden durch Rangkämpfe sind meist nicht allzu tief aber mitunter durchaus großflächig, also großflächig das Fell scheren, trocken und sauber halten und eben vor Parasiten schützen. Dafür ist vor allem Silberspray bei oberflächigen (aber ohne Behandlung mitunter stark entzündlichen/eiternden Wunden) wirklich gut.
 
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#21
Ich verstehe nicht ganz, was man denn damit anfangen soll? Zur Stalldesinfektion reicht so ein Spruehflaeschchen ja nicht und ich will auch nichts blau einfaerben.
Meine Vermutung ist die, dass damit eigentlich nur Geld gemacht werden soll. Der Name dient nur um Kunden ohne das nötige Fachwissen zu verwirren. Ich kenne viele, die um ein paar Cent zu sparen, das Zeug im Agrarhandel gekauft haben und es dann später weggeschmissen haben, wenn der Schwindel aufgefallen ist.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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#23
Stell Dir vor, es gibt auch andere Lebensmodelle als Heimchen am Herd....
Ja ich weis. Viele sind geschieden, zahlen Unterhalt, leben Patchwork oder sind schlichtweg beziehungs- und eheunfähig. Moderne Zeiten erfordern moderne Lebensformen, um alles zu haben, ohne Grundlegendes geregelt zu kriegen. Aber dafür gibts ja Therapeuten und einschlägige Literatur zur Lebenshilfe. ;) :cool: Ist aber jetzt OT.
 
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#24
Du weißt gar nix. Was Du zu wissen meinst, ist der gleiche alte Quark in neuen Tüten. Stell Dir vor, es gibt Partner, die gehen beide auf die Jagd. Manchmal sogar dieselbe. Tütenhund inbegriffen :cool:
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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#25
Das Prinzipip heißt feuchte Wundbehandlung und ist mit den von ANS benannten Einschränkungen (guter Beitrag übrigens (y) ) hinsichtlich der Compliance so auch auf Vierläufer übertragbar.

Zitiere sonst gerne Wikipedia als weitestgehend objektvie Quelle - allerdings ist das hier besser beschrieben und daher für Laien etwas verständlicher:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-292010/feucht-ist-besser/

https://www.stern.de/familie/leben/...iert-die-wundheilung-bei-hunden--8544148.html

Also was Du bzw. @ANS nun geschrieben bzw. eingestellt haben, hat mein Weltbild der Wundversorgung jetzt etwas durcheiander gebracht. ;) Mir ist natürlich schon klar, dass man Wunde und Wunde nicht einfach gleich setzen kann und deshalb geht man im Zweifel dann auch zum TA.

ABER: In den landläufigen "Empfehlungen" wird immer von Kochsalzlösung geschrieben. Nun lese ich, dass man schlichtes Trinkwasser auch zum Spülen / Reinigen verwenden kann. und ein feuchtes Milieu ist besser als ein Trockenes - was ja, wenn man das liest - auch ziemlich logisch klingt. So gesehen wiederum bin ich schon fast geneigt, im Rahmen einer Eigenversorgung der guten alten Gaze (oder Silikon-Distanzgitter) mit Hydrokolloidgel oder medizinischem Honig (antiseptische Wirkung) nach Reinigung mit Trinkwasser und Desinfektion mit Octenisept den Vorzug zu geben. Dann mit steriler Wundauflage / Kompresse abgedeckt und mit kohäsivem Material fixiert. Dazu ein Maulkorb anstelle einer Tüte für die Nacht bzw. wenn er allein gelassen werden muss. Vielleicht noch ein Würstl zwischendurch wg. dem Maulkorb, damit er mir die Freundschaft nicht kündigt. :love:

Ich bin halt ein großer Freund v. medizinischem Honig, weil der auf völlig natürliche Weise die Exsudatbildung fördert und die ganzen Bakterien, Endotoxine oder nekrotisches Gewebe bzw. alles sonstige Schlechte aus der Wunde befördert. Außerdem tilgt er schlechte Gerüche und der Körper resorbiert den Honey komplett, d. h. NIX Chemisches bleibt im Prinzip in der Wunde drin.

Da durch das Hydrokolloidgel oder den Honig die Wunde feucht gehalten wird, ist der Verbandswechsel dann natürlich auch einfacher.

Hierzu noch eine Frage:

Wenn man mit dem Hydrokolloid-Gel bzw. medizinischen Honig die Wunde in den Griff bekommen hat bzw. das Sekret gebunden und die Wunde feucht gehalten ist, wann kommen dann eigentlich die Hydrogele wie zB das Prontosan zum Einsatz?

Trägt man das dann in der zweiten Phase auf, also wenn die Wunde erstverorgt und an sich trocken ist, um abgestorbenes Gewebe oder hässliche Beläge zu entfernen? Qasi zum Aufweichen dessen, was da nicht mehr hin gehört?


BTW: Es gibt ja verschiedenen Empfehlungen für ein Hunde-Erste-Hilfe-Set.
Da Du ja Humanmediziner bist und daraus alles Gute auch für Hundl verwenden wirst:
Was hast Du in Deinem Set drin (dabei, bei der Nachsuche?)

Also welches Material genau, mein ich jetzt bzw. Medikamente, etc.?
 
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#26
Also was Du bzw. @ANS nun geschrieben bzw. eingestellt haben, hat mein Weltbild der Wundversorgung jetzt etwas durcheiander gebracht. ;) Mir ist natürlich schon klar, dass man Wunde und Wunde nicht einfach gleich setzen kann und deshalb geht man im Zweifel dann auch zum TA.

ABER: In den landläufigen "Empfehlungen" wird immer von Kochsalzlösung geschrieben. Nun lese ich, dass man schlichtes Trinkwasser auch zum Spülen / Reinigen verwenden kann. und ein feuchtes Milieu ist besser als ein Trockenes - was ja, wenn man das liest - auch ziemlich logisch klingt. So gesehen wiederum bin ich schon fast geneigt, im Rahmen einer Eigenversorgung der guten alten Gaze (oder Silikon-Distanzgitter) mit Hydrokolloidgel oder medizinischem Honig (antiseptische Wirkung) nach Reinigung mit Trinkwasser und Desinfektion mit Octenisept den Vorzug zu geben. Dann mit steriler Wundauflage / Kompresse abgedeckt und mit kohäsivem Material fixiert. Dazu ein Maulkorb anstelle einer Tüte für die Nacht bzw. wenn er allein gelassen werden muss. Vielleicht noch ein Würstl zwischendurch wg. dem Maulkorb, damit er mir die Freundschaft nicht kündigt. :love:

Ich bin halt ein großer Freund v. medizinischem Honig, weil der auf völlig natürliche Weise die Exsudatbildung fördert und die ganzen Bakterien, Endotoxine oder nekrotisches Gewebe bzw. alles sonstige Schlechte aus der Wunde befördert. Außerdem tilgt er schlechte Gerüche und der Körper resorbiert den Honey komplett, d. h. NIX Chemisches bleibt im Prinzip in der Wunde drin.

Da durch das Hydrokolloidgel oder den Honig die Wunde feucht gehalten wird, ist der Verbandswechsel dann natürlich auch einfacher.

Hierzu noch eine Frage:

Wenn man mit dem Hydrokolloid-Gel bzw. medizinischen Honig die Wunde in den Griff bekommen hat bzw. das Sekret gebunden und die Wunde feucht gehalten ist, wann kommen dann eigentlich die Hydrogele wie zB das Prontosan zum Einsatz?

Trägt man das dann in der zweiten Phase auf, also wenn die Wunde erstverorgt und an sich trocken ist, um abgestorbenes Gewebe oder hässliche Beläge zu entfernen? Qasi zum Aufweichen dessen, was da nicht mehr hin gehört?


BTW: Es gibt ja verschiedenen Empfehlungen für ein Hunde-Erste-Hilfe-Set.
Da Du ja Humanmediziner bist und daraus alles Gute auch für Hundl verwenden wirst:
Was hast Du in Deinem Set drin (dabei, bei der Nachsuche?)

Also welches Material genau, mein ich jetzt bzw. Medikamente, etc.?
Die Rolle die dem Honig hier zugeschrieben wird, freut mich zwar als Hobby-Imker, und ich erinnere mich noch an den Einsatz von Honig in der Wundbehandlung während des obligaten Pflegepraktikums. Allerdings ist es mit Honig so wie mit vielen Naturprodukten - keine Standardisierbarkeit im Produkt. Da spielt die Tracht, Jahreszeit, Lebensraum u.v.m. rein. Der Neuseeländische Manuka Honig soll hier besonders gut sein - und für ihn werden enorme Preise aufgerufen. Aber richtige Evidenz schaffende Studien sind hier nicht zu finden.

Man kann Prontosan zur Wundreinigung verwenden - danach Rest mit Mullkompresse abwischen und sauber verbinden. Nehme bei Patienten gerne Flaminal Gel zum Verbinden - ein Alginat. Reinigt, reguliert Feuchtigkeit, schaft antimikrobielles Milieu etc.. ob das für die Veterinärmedizin zugelassen ist oder dort schon bekannt, weiß ich nicht.

Dieser Teil der Wundbehandlung ist jedoch nicht der akute in Notfallsituationen. Hierfür habe ich ein normales Jagdhunde-Verbandsset, eine Rettungsdecke und Frischhaltefolie dabei.

Eine Serie guter Lehrvideos finden sich dazu bei Youtube - produziert vom JGHV (hüstel...:)), DJV und der Firma Grube

https://www.youtube.com/watch?v=mDuEDGd7Nfo

Außerdem ist ein es ratsam ein Hunde-Erste-Hilfe Seminar zu besuchen, wenn man mit seinem Hund im Kontext von Hochwild-Jagden einsetzen möchte.
In den Vorbereitsungseminaren des VH und des KBGS sind Erste-Hilfe-Kurse für Hunde und sehr viel praktische Übungen dazu aus offensichtlichen Gründen ein wesentlicher Schulungsbereich.

Und bei vielen größeren Jagden - zumindest hier - sind Tierärzte, die mittels eines aufwändigen Leitsystems innerhalb von Minuten auch vor Ort im Feld schwer geschlagene Hunde notfallmäßig versorgen und dann sogar teilweise am Streckenplatz operieren, mit von der Partie.
Ein Wachtel wurde bei einer Jagd am letzten WE derartig schwer geschlagen, dass Atmung und Herz aussetzten und er einmal im Feld und danach nochmals während der OP in einem umgebauten Wohnmobil am Streckenplatz reanimiert werden musste. Die Tierärztin hat hier unglaubliches geleistet.

So... Pause vorbei..Arbeit ruft.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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Die Rolle die dem Honig hier zugeschrieben wird, freut mich zwar als Hobby-Imker, und ich erinnere mich noch an den Einsatz von Honig in der Wundbehandlung während des obligaten Pflegepraktikums. Allerdings ist es mit Honig so wie mit vielen Naturprodukten - keine Standardisierbarkeit im Produkt. Da spielt die Tracht, Jahreszeit, Lebensraum u.v.m. rein. Der Neuseeländische Manuka Honig soll hier besonders gut sein - und für ihn werden enorme Preise aufgerufen. Aber richtige Evidenz schaffende Studien sind hier nicht zu finden.

Man kann Prontosan zur Wundreinigung verwenden - danach Rest mit Mullkompresse abwischen und sauber verbinden. Nehme bei Patienten gerne Flaminal Gel zum Verbinden - ein Alginat. Reinigt, reguliert Feuchtigkeit, schaft antimikrobielles Milieu etc.. ob das für die Veterinärmedizin zugelassen ist oder dort schon bekannt, weiß ich nicht.

Dieser Teil der Wundbehandlung ist jedoch nicht der akute in Notfallsituationen. Hierfür habe ich ein normales Jagdhunde-Verbandsset, eine Rettungsdecke und Frischhaltefolie dabei.

Eine Serie guter Lehrvideos finden sich dazu bei Youtube - produziert vom JGHV (hüstel...:)), DJV und der Firma Grube

https://www.youtube.com/watch?v=mDuEDGd7Nfo

Außerdem ist ein es ratsam ein Hunde-Erste-Hilfe Seminar zu besuchen, wenn man mit seinem Hund im Kontext von Hochwild-Jagden einsetzen möchte.
In den Vorbereitsungseminaren des VH und des KBGS sind Erste-Hilfe-Kurse für Hunde und sehr viel praktische Übungen dazu aus offensichtlichen Gründen ein wesentlicher Schulungsbereich.

Und bei vielen größeren Jagden - zumindest hier - sind Tierärzte, die mittels eines aufwändigen Leitsystems innerhalb von Minuten auch vor Ort im Feld schwer geschlagene Hunde notfallmäßig versorgen und dann sogar teilweise am Streckenplatz operieren, mit von der Partie.
Ein Wachtel wurde bei einer Jagd am letzten WE derartig schwer geschlagen, dass Atmung und Herz aussetzten und er einmal im Feld und danach nochmals während der OP in einem umgebauten Wohnmobil am Streckenplatz reanimiert werden musste. Die Tierärztin hat hier unglaubliches geleistet.

So... Pause vorbei..Arbeit ruft.

Ich dachte eigentlich, dass der "medizinische" Honig über den Apotheker die entsprechenden Kriterien erfüllt. Aber den Honig vom Nachbarn, der auch Hobbyimker ist, würde ich jetzt auch nicht verwenden wollen.. ;)

Was den Kurs anbelangt, so hätte ich den bei einer chirurgisch ausgebildeten Tierärztin schon gemacht (den Vorteil eines Chirurgen oder Anästhesisten hast nicht bei jedem Erste-Hilfe-Kurs), allerdings konnte ich zu dem Termin geschäftlich nicht. Da brauchts jetzt nicht unbedingt den Verein. Zudem ist auch nicht bei allen Hundeführerkursen des KBGS das Thema inkludiert. Liegt also wohl eher an der Sektion des Bundeslandes. Die Videos sind gut. Werde ich mir die Tage mal alle in Ruhe reinziehen. Danke! Brauchst aber nicht hüsteln. Der Anthas ist Pragmatiker, der sich krallt, was ihm nützlich ist und zum Teufel haut, was er nicht mag, ohne dabei auf den Kopf gefallen zu sein. :cool:
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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#28
Du weißt gar nix. Was Du zu wissen meinst, ist der gleiche alte Quark in neuen Tüten. Stell Dir vor, es gibt Partner, die gehen beide auf die Jagd. Manchmal sogar dieselbe. Tütenhund inbegriffen :cool:
Auch das weis ich und glaub mir, DU brauchst mir die Welt nicht zu erklären. Ich hatte und habe mit Menschen unterschiedlichster Couleur zu tun. Wenn es bei Dir so ist, dann sei glücklich und zufrieden und freu Dich, dass Du kein Mitglied des Vereins der Zipfelklatscher bist. :cool: Wie gehts eigentlich der Cabane de Valsorey oder hast die schon abgerissen? :cool:
 
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#30
Das klassische Blauspray, in den 70er und auch noch zu Beginn der 80er Jahre von Tierärzten eingesetzt, durfte irgendwann nicht mehr (offiziell) zur Wunddesinfektion eingesetzt werden. Begründung dafür ist mir nicht bekannt, die behandelten Tiere reagierten zum Teil recht heftig darauf. Ob es an Schmerzen, der Abkühlung oder schlicht am Sprühgeräusch lag, vermag ich nicht definitiv zu sagen. Subjektiver Eindruck war, dass es auf offenen Wunden wohl Schmerzen verursachte. Mag sein, dass ich mich da täusche.
Von da an wurde Blauspray als "Desinfektionsmittel für Ställe" verkauft und nicht mehr als Medikament. So zumindest erinnere ich mich daran.
 
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