"Blei in der Jagd: Ende des millionenfachen Vogelsterbens?"

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Danke, hatte ich übersehen. Ich unterstelle, bei aufgebrochenen Stücken ohne Keulen-/Rückenschuß ist die Bleibelastung ähnlich niedrig wie bei bleifreien Geschossen. Gibt es dazu keine Erkenntnis und wenn nein, warum hat man das nicht untersucht?
Die Bleibelastung von Rücken und Keule ist bei der Verwendung von bleihaltiger Munition, auch bei gebondeten Geschossen, insgesamt signifikant höher als bei der Verwendung von bleifreien Geschossen
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/fo...t-von-jagdlich-gewonnenem-wildbret-lemisi.pdf
 
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Die Bleibelastung von Rücken und Keule ist bei der Verwendung von bleihaltiger Munition, auch bei gebondeten Geschossen, insgesamt signifikant höher als bei der Verwendung von bleifreien Geschossen
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/fo...t-von-jagdlich-gewonnenem-wildbret-lemisi.pdf
Jaja, die Erkenntnisse eines Forschungsprogramms, sicher ganz ohne Wünsche des Auftragsgebers bezüglich dem erwarteten Ergebnis. So wie bei der Klimaforschung.

Vielleicht erklärst Du uns mal, wie die Bleipartikel bei einem Kammer- oder auch weichen Schuß in die Keulen, Schäufele oder Rücken gelangen können und wo bei diesen mikroskopisch kleinen Partikeln fast ohne Masse die zur Durchdringung von mehreren Zentimeter Gewebe und Knochen erforderliche kinetische Energie herkommt. Bei einem so geringen Gewicht der Teilchen müßte deren Geschwindigkeit astronomisch hoch sein und man sähe die Eindringkanäle. Habe ich aber noch nie gesehen, komisch, nicht wahr?
 
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Transport in Adern ist eine Erklärung. Wer sich mal die entsprechenden Kavernenbildungen bei Gelatinebeschuss in Superzeitlupe angesehen hat, der wundert sich auch nicht mehr über kleine Partikel, die z. B. auf so einer Ausbreitungswelle "reitend" transportiert werden können. Wie elastisch die Gewebe reagieren weisst Du ja nicht, da muss es nicht zwingend einen mit bloßem Auge erkennbaren "Tunnel" geben.
 
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Gegen den hydraulischen Widerstand über mehrere Dezimeter aus der Kammer bis hinten in die Keule und über die feinen Kapillaren in die langen Rückenmuskel? Gibt es dazu Untersuchungen?
 
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Die Bleibelastung von Rücken und Keule ist bei der Verwendung von bleihaltiger Munition, auch bei gebondeten Geschossen, insgesamt signifikant höher als bei der Verwendung von bleifreien Geschossen
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/fo...t-von-jagdlich-gewonnenem-wildbret-lemisi.pdf
Wahnsinn!!! Und zu dem Resultat zu kommen, muß man wie die Jung*innen vom Institut studiert haben: das quasi in Bleigeschosse mehr Blei ist, als in bleilosen... :oops:
Schätze mal Tarifgruppe C1/C2. :rolleyes:
Sagt dann aber auch nix signifikantes über davon nachweisbaren Bleikontaminationen (schon gar nicht in der Realtion zu angebl. kontaminierten Beuteindividuen) von Prädatoren (Greifvögel, Raubwild/Raubzeug, Mensch) aus.:unsure:
 
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Transport in Adern ist eine Erklärung. Wer sich mal die entsprechenden Kavernenbildungen bei Gelatinebeschuss in Superzeitlupe angesehen hat, der wundert sich auch nicht mehr über kleine Partikel, die z. B. auf so einer Ausbreitungswelle "reitend" transportiert werden können. Wie elastisch die Gewebe reagieren weisst Du ja nicht, da muss es nicht zwingend einen mit bloßem Auge erkennbaren "Tunnel" geben.
IN den Adern??? D.h. die Mikropartikel diffundieren durch eine Arterienwand, "halten dann an" und werden über den Blutkreislauf bis an die entsprechende Körperstelle transportiert, in der sie dann zu finden sind. Und das während bei einem Kammertreffer eben dieser Blutkreislauf innerhalb allerkürzester Zeit "abgeschaltet" wird???
Wie geht das?
 
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Gegen den hydraulischen Widerstand über mehrere Dezimeter aus der Kammer bis hinten in die Keule und über die feinen Kapillaren in die langen Rückenmuskel? Gibt es dazu Untersuchungen?
Ich denke eher, daß es sich dabei um einzelne Splitter handelt. Leider hab ich zur Korngröße des gefundenen Bleis (Kupfers, Zinks) in der Studie nix gefunden. Die angegebenen Maximalwerte im Vergleich zum Mittelwert deuten aber für mich darauf hin, daß da einzelne Ausreißer die gesamte Kategorie reinreißen. Schwindel, Lüge, Statistik. Die einzelne Ausprägung von "verzehrfähig" wäre auch in dem Zusammenhang nett.

Und die genannte Hintergrundbelastung erinnert schwer an unseren Umgang mit Becquerel-Grenzwerten.

Seriös? Hysterisch?
 
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Eine interessante Auflistung:
57 (!!!!!!!!) Lebensmittel, die sehr häufig und täglich konsumiert werden, sind zum großen Teil ganz erheblich höher mit Blei belastet als "Wildfleisch" (Game meat). Lediglich 11 Produkte sind (minimal) weniger belastet als Wildfleisch.
Was folgern wir daraus??? Ein Schelm, wer böses dabei denkt!!!!!!
 

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Jetzt müsste man nur noch Englisch können und Prozentrechnung ... :rolleyes:


Da geht es um den ANTEIL an der GESAMTEXPOSITION, nicht die Gehalte in irgendwelchen Lebensmitteln.
 
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Da geht es um den ANTEIL an der GESAMTEXPOSITION, nicht die Gehalte in irgendwelchen Lebensmitteln.
Aber es geht doch genau um das absolute Risiko durch die Gesamtexposition. Wer bezweifelt denn, dass unterschiedliche Mengen unterschiedlicher Lebensmittel aufgenommen werden. Du trinkst doch auch mehr Mineralwasser als Schnaps, vermute ich mal.

Quellen zur Übertragung von Geschoßpartikeln durch Adern und Kapillaren würden mich noch interessieren. Das gibt es doch sicher, oder?
 
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Nein. Es geht darum, vermeidbare Bleizufuhren in den menschlichen Organismus zu minimieren.
 
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Aber es geht doch genau um das absolute Risiko durch die Gesamtexposition. Wer bezweifelt denn, dass unterschiedliche Mengen unterschiedlicher Lebensmittel aufgenommen werden. Du trinkst doch auch mehr Mineralwasser als Schnaps, vermute ich mal.

Quellen zur Übertragung von Geschoßpartikeln durch Adern und Kapillaren würden mich noch interessieren. Das gibt es doch sicher, oder?
Es wird gefunden, was erwartet wird.
Kommt dabei was anderes raus, als der Auftraggeber erwartet hat, fällt das durchs Raster.
Das nennt sich dann "gezielte Forschung"
 
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