"Blei in der Jagd: Ende des millionenfachen Vogelsterbens?"

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Kann ich so nicht bestätigen. Keiner hier bestreitet ernsthaft, daß Blei gesundheitsschädlich ist. Es geht ausschließlich um die potentielle Exposition und Darreichungsform, die Vor- und Nachteile möglicher Ersatzstoffe.

Die Diskussion ist ein klassischer Fall von Kommunikationsproblem. Während der Jäger mit seinem Wissensvorsprung über die Relevanz von Blei im Wildfleisch für die tatsächliche Verwertung (hat das jemals jemand mit Fleiß gegessen? Ich kenne nur großzügig ausschärfen) schon einen Schritt weiter denkt, wie sich nämlich eine Vermeidung auf alle anderen Umweltschutz- und Gefährdungsfragen auswirken würde, hängt der Blei-muß-weg-Vertreter noch in der Schleife Bloß-kein-Blei-das-Teufelszeug fest.
So kommen wir nie auf einen Nenner.
Doch:
Die bleifreien wählen die Grünen, die man ins Regierungs-Boot holen kann
und die anderen wählen jemand ganz anderen, bei dem diese Absicht nicht besteht.
 
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Blei muss weg...gut, kann man gern machen, wie steht es denn mit Asbest? Ein grosser Teil des deutschen Trinkwassers läuft durch AZ-Rohre...keine Sau juckts. Warum? Weils keiner wissen will.
 
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Von den durch weggeworfene Medikamente verunreinigtes Abwasser (klären nützt da auch nix) ganz zu schweigen.
Cadmium, Arsen, Selen, Chrom ist teilweise auch viel zu hoch im Trinkwasser/Abwasser nachweisbar.
Aluminium ist in ionisierter Form purstes Gift. Entsteht überall wo das Mineral Korund (nach Quarz das zweithäufisgtes Mineral der Erde) mit Säure (pH-Wert unter 3,5) in Berührung kommt (also überall dort wo CO² und SO² mit Wasser in Berührung kommen) und sickert ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser. Wird ebenso von im Boden wurzelnden Pflanzen (Gras zur Nutzviehfütterung, von Gemüse, Obstbäume) aufgenommen.
Plutonium und Uran, sowie deren radioaktive Spaltprodukte aus 17 Jahre oberirdischen und atmosphär. Kernwaffentests (1945-62), sowie den bis 1996 stattfindenden unterseeischen Tests (Hochseefischerei) mitsamt den großen (bekannten) AKW-GAUs (Three-Miles-Island/USA 1978, Tschernobyl/Ukraine 1986, Fukushima/Japan 2011).
und und und...
 
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zu 1: Geschosse mit Blei-Mantel sind sehr selten, ganz ohne Mantel dagegen als KK (auch Biathlon) geläufig,

zu 2: Im Freien spielt das sicher keiner Rolle, in geschlossenen Ständen dagegen schon.
Die allermeisten Zündsätze sind inzwischen bleifrei.
Zu 1.) Du hast Recht, es gibt, von Vorderladern abgesehen, nur Bleisolids.

Zu 2.) Da bin ich anderer Meinung. Die Sintoxanzündsätze enthalten zwar kein Quecksilber, aber noch Blei. Nur die Nontoxanzündsätze sind auch bleifrei.
 
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Von den durch weggeworfene Medikamente verunreinigtes Abwasser (klären nützt da auch nix) ganz zu schweigen.
Cadmium, Arsen, Selen, Chrom ist teilweise auch viel zu hoch im Trinkwasser/Abwasser nachweisbar.
Aluminium ist in ionisierter Form purstes Gift.
Plutonium und Uran, sowie deren radioaktive Spaltprodukte aus 17 Jahre oberirdischen und atmosphär. Kernwaffentests (1945-62) mitsamt den großen (bekannten) AKW-GAUs (Three-Miles-Island/USA 1978, Tschernobyl/Ukraine 1986, Fukushima/Japan 2011).
und und und...
Macht es keinen Sinn, da, wo man etwas selbst beinflussen kann, zu handeln?
 
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Wenn zumind. die Höchst, Bayer, BASF, Böhringer u.a.a. aufhören für den Dt. Markt Medikamente zu produzieren, der Fahrzeugverkehr (Moped bis Verkehrsmaschinen) komplett eingestellt wird (auch keine Rettungsfahrzeuge), wir im Winter nur noch uns in Decken hüllen und alle Atommächte (inkl. den USA) ihre Kernwaffen vernichten und das radioaktive Material zumind. "auf den Mond schießen", dann und nur dann, könnte man mit mir über ein Bleiverbot bei Jagdmunition reden.
Solange auch dort nur bestenfalls reduziert wird, würde es bei bleihaltiger Munition auch genügen; siehe meinen gestrigen Vorschlag mit der 30g Bleiobergrenze pro Patrone bei Jagdmunition.
 
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Die Diskussion ist ein klassischer Fall von Kommunikationsproblem.
Problem: der vermeindliche Wissensvorsprung ist gefühlt, nicht belegt und oft mehr von Meinung denn von belegbarem Wissen getragen. Damit ist die entsprechende Position nicht vermittelbar und je mehr das dann ins Bockige getragen wird, desto mehr freuen sich "die anderen". Wenn dann noch en masse mit Verleitfährten gearbeitet wird wie hier gerade mit Medikamenten, die mit dem Blei nunmal garnichts zu tun haben, wird es komplett abstrus und lächerlich.
 
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Asbest zu essen ist nicht schmackhaft, aber unbedenklich. Asbestfasern einzuatmen ist dagegen sehr bedenklich.
Da hast Du vollkommen Recht. Es war nur ein Beispiel, dass der Staat uns drangsaliert, drangsalieren kann, weil jeder Hirni den Staat zur Durchsetzung seiner Verbotswünsche nutzt. Meist erfolgreich, denn mit jedem Verbot gewinnt der Staat an Macht.

Im Übrigen bleiben die Asbestrohre im Boden. Neue Leitung, alte gestöpselt und Zack, dein Grundstück wurde mittels Zwangs-Dienstbarkeit zur Sondermülldeponie.
 
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der vermeindliche Wissensvorsprung ist gefühlt, nicht belegt und oft mehr von Meinung denn von belegbarem Wissen getragen
Welches Wissen meinen wir denn? Wie sich Blei im Wildkörper verteilt? Doch, da hat denk ich jeder, der regelmäßig zerwirkt, eine sehr gute Vorstellung davon. Und die maximal schlimmste Form in Gestalt dieses berühmt-berüchtigten Röntgenbildes kennt ja nun hoffentlich auch jeder. Also weiß man, was zu tun ist, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit, mal etwas zu übersehen. Viele hier essen ihr Wild selbst, die werden es kaum darauf anlegen, sich selbst zu vergiften. Wie Profis das handhaben, kann man natürlich nur vermuten. Ich hoffe, die Kontrollorgane des Gesetzgebers haben das auf dem Schirm.

Was Wasservögel und Aasfresser bezrifft, bestreitet auch keiner das Potential. Angemessene Gegenmaßnahmen wurden ergriffen. Wenn jetzt irgend ne unterbeschäftigte Orga das in der SaureGurkenzeit wieder aufs Tapet holt, um ihre irrationalen Ziele im Gespräch zu halten, sollten wir uns nicht gegenseitig zerfleischen, um Positionen zu verteidigen, die längst geklärt und abgehakt sind.
 
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Welches Wissen meinen wir denn? Wie sich Blei im Wildkörper verteilt? Doch, da hat denk ich jeder, der regelmäßig zerwirkt, eine sehr gute Vorstellung davon. Und die maximal schlimmste Form in Gestalt dieses berühmt-berüchtigten Röntgenbildes kennt ja nun hoffentlich auch jeder. Also weiß man, was zu tun ist, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit, mal etwas zu übersehen. Viele hier essen ihr Wild selbst, die werden es kaum darauf anlegen, sich selbst zu vergiften. Wie Profis das handhaben, kann man natürlich nur vermuten. Ich hoffe, die Kontrollorgane des Gesetzgebers haben das auf dem Schirm.

Was Wasservögel und Aasfresser bezrifft, bestreitet auch keiner das Potential. Angemessene Gegenmaßnahmen wurden ergriffen. Wenn jetzt irgend ne unterbeschäftigte Orga das in der SaureGurkenzeit wieder aufs Tapet holt, um ihre irrationalen Ziele im Gespräch zu halten, sollten wir uns nicht gegenseitig zerfleischen, um Positionen zu verteidigen, die längst geklärt und abgehakt sind.
Interessensfrage: in welchem Bundesland ist denn Bleischrot bei der Jagd an oder über Gewässern eigentlich noch erlaubt, respektive noch nicht verboten???
 
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Die Kormoranverordnung in Thüringen verbietet Blei am Gewässer, greift unzulässigerweise ins bundesrechtliche Waffenrecht ein, ist unwirksam, also ist Blei in Thüringen erlaubt, da das neue Jagdrecht terminlich auf die Novelle des BJG abstellt. Es dürfte demzufolge in der ganzen Republik kein wirksames Bleiverbot geben, oder?
 
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Was Wasservögel und Aasfresser bezrifft, bestreitet auch keiner das Potential.
Mindestens einer.
Wenn es so wäre, wäre es ja gut. Nur so ist es nicht. Und deshalb wird die Jägerschaft ja auch bei relevanten Themen nicht mehr involviert.
Das BfR hat eine geringe Gesundheitsgefährdung (in erster Linie bei Schwangeren und Kleinkindern) attestiert.
Der Bericht war sehr moderat ohne jegliche Hysterie.
Nur selbst das wird hier in Frage gezogen.
Und wenn man dann gänzlich blind auf beiden Augen ist entscheiden eben die "Sehenden".
Selbst dann, wenn sie eine Brille bräuchten.
 
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Schon richtig tot, aber eben erst später (teilweise viel später, das "abfangen" übernehmen auch dann gerne mal Fuchs und SW) und/oder weiter (vom Anschuß) weg. :p
Also wie vermutet keinerlei Erfahrung mit bleifreien Geschossen und einfach mal wieder was geschrieben ohne Ahnung. Bei dem Sommerwetter im Moment, gibt es halt leider viel heiße Luft 😆
 
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