"Blei in der Jagd: Ende des millionenfachen Vogelsterbens?"

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Wer seine Füchse mit BKG totschießt, braucht keine großen Stahlschrot-Jagden abzuhalten.
Aber wieso Stahlschrot auf Füchse? Zählen die neuerdings auch zu Wassergeflügel??
Naja, hier in der Gegend werden revierübergreifende Treibjagden auf Raubwild mit mehr als 100 Teilnehmern abgehalten. Und bei uns ist nahezu alles "Feuchtgebiet" anzusehen, wenn man ehrlich ist. Moore, Bruchwald, Marschlandschaft...
Das wäre dann ja wohl demnächst nicht mehr mit Blei erlaubt, wenn ich das richtig sehe?
 
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@Sir Henry “ Bin gespannt, wie sich dessen Verbauch und Verzehr auf meine Gesundheit auswirken wird.“
Dieses sorry - dumme Argument erinnert mich an meinen Vater, der 40 Jahre geraucht hat. Mit Mitte 60 hat ihn in 6 Wochen der Lungenkrebs verrecken lassen. „Oh, so schnell“ war sein Kommentar auf die Aussicht in 2 Wochen tot zu sein. War das letzte, was er überhaupt gesagt hat....
Jeder der ein bisschen Verstand hat, hat inzwischen das Thema Risiko, Akkumulation von Giftstoffen etc. verstanden.

Und so leid es mit tut, rauchende Menschen die 100 werden und nicht an Krebs sterben sind kein Argument gegen die Schädlichkeit von Tabak...
Solche Argumente erinnern mich immer an Mütter auf dem Spielplatz, die Globoli verteilen ;-)

Und Blei im Körper ist halt nicht gesund. Da beißt die Maus keinen Faden ab...

Peter
PS: da du mit so einem Argument das Wohl anderer gefährdest, ist mein Wortwahl aus meiner Sicht angemessen.
Sorry für Deinen Vater und nachträglich mein ernstgemeintes Beileid. Und nun fällt mir es besonders schwer,Dich darauf aufmerksam zu machen,daß halt GESCHOßblei mit Lungenkrebs soviel zu tun hat,wie ein Schwein mit dem Uhrwerk ! Da weltweit noch nicht ein einziger Fall geliefert werden konnte,wo gelöstes Geschoßblei zum Tod eines Menschen geführt hat, es sei denn derjenige wurde unmittelbar von einer Garbe oder einem Gescoßteil tötlich getroffen,ist auch die am weitesten hergeholte Argumentation,die eigentlich keine ist,völlig am Thema vorbei ! Und da Geschoßblei was anderes ist als bleierne Wasserrohre,die im vorigen Jahrhundert durch jahrzehntelanges Trinken des Leitungswassers zur Erkrankung von Bürgern in engl. Städten geführt haben, liefe auch eine Argumentation dessen in`s leere.
 
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#363
Geeeenau (y)
und der Nachweis von Blei in den Gebeinen reicher altrömischer Bürger kam aus bleiernen oder bleilegierten Bechern in Verbindung mit obstsäurehaltigen Getränken (Bleizucker).
Der arme Schlucker trank aus irdenen oder hölzernen Bechern und starb an was anderem, war aber dann genauso tot. :(:cry: :sad:
 
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Die Diskussion erinnert mich an das "böse" CO2. Wer im Thema ist, weiß was ich meine.
 
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Oh Mann, erst lesen, dann schreiben.
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass oral aufgenommenes Blei Lungenkrebs verursacht.... da ging es ums Rauchen...

Wenn ihr Euch einen Moment Zeit nehmt um die Analogie zu verstehen, wäre Euch geholfen...

Wie so oft geht es darum, dass bei bestimmten Krankheiten/Vergiftungen ein einzelnes Individuum trotz größter Kontamination quasi gesund bleibt. Die Masse wird aber eben doch krank und damit ist dieses Argument "ich esse seit Jahrhunderten Fleisch von mit Blei geschossenen Tieren und bin gesund" nicht sinnvoll. Die Frage ist doch, ob das für alle gilt. Und die hier verlinkten Studien sagen eben nein...

Und es haut einen ja nicht sofort weg sondern das Blei wird Euch ein paar Lebensjahre oder Gesundheit klauen...

Das kann man jetzt verstehen - aber nur, wenn man offen für Argumente ist.

Ich habe da noch eine nette Analogie:
Man stelle sich vor, man kommt auf die Welt und für jeden ist eine Urne mit 150 Kugeln definiert. Eine davon ist schwarz, der Rest weiss. Jedes Jahr zieht Gevatter Tod eine Kugel aus der Urne und wenn die Schwarze gezogen wird, stirb man in dem Jahr.
Nun kann man sein Leben beeinflussen indem man Gutes und Schlechtes für die Gesundheit tut. Regelmäßiger Sport: es kommen weitere weisse Kugeln in die Urne. Übergewicht und Rauchen: es kommen schwarze Kugeln in die Urne. So ändert sich durch das eigenen Verhalten die Wahrscheinlichkeit, ob man stirbt. Aber es bleibt eine Wahrscheinlichkeit.... man kann noch so viele weisse Kugeln in die Urne dazu bekommen und trotzdem zieht Gevatter Tod mit 30 die Schwarze.

Und Blei ist halt etwas, was schwarze Murmeln in Eure Urne bringt...

Waidmannsheil.
Peter
 
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#366:
Oh Mann, erst lesen, dann schreiben.
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass oral aufgenommenes Blei Lungenkrebs verursacht.... da ging es ums Rauchen...
Dann mach einen Dredd ums rauchen auf

Wenn ihr Euch einen Moment Zeit nehmt um die Analogie zu verstehen, wäre Euch geholfen...
Was heißt "euch", sind da deiner Meinung nach die meisten schon irgenwie bleikrank??

Wie so oft geht es darum, dass bei bestimmten Krankheiten/Vergiftungen ein einzelnes Individuum trotz größter Kontamination quasi gesund bleibt.
Na sicher doch - siehe Helmut Schmidt

Die Masse wird aber eben doch krank und damit ist dieses Argument "ich esse seit Jahrhunderten Fleisch von mit Blei geschossenen Tieren und bin gesund" nicht sinnvoll.
Von welcher Masse sprichst du denn da, die eben doch wird??
Und mit "Jahrhunderten" liegst du gar nicht sooo verkehrt, denn seit der bürgerlichen Jagd essen Wildbretfreunde über 200 Jahre mit Blei erlegtes Wild und keiner dieser "Masse" ist an versehentlich verschlucktem Jagdblei verstorben.


Die Frage ist doch, ob das für alle gilt. Und die hier verlinkten Studien sagen eben nein...
Was jetzt?? Nein zu was?? kann sich da jeder seine Anal-ogien raussuchen??

Nur mal so: wie kriegst du deine Likies zusammen, wenn sich hier keiner deinen Vorstellungen anschließt??
 
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#366:
Oh Mann, erst lesen, dann schreiben.
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass oral aufgenommenes Blei Lungenkrebs verursacht.... da ging es ums Rauchen...
Dann mach einen Dredd ums rauchen auf

Wenn ihr Euch einen Moment Zeit nehmt um die Analogie zu verstehen, wäre Euch geholfen...
Was heißt "euch", sind da deiner Meinung nach die meisten schon irgenwie bleikrank??

Wie so oft geht es darum, dass bei bestimmten Krankheiten/Vergiftungen ein einzelnes Individuum trotz größter Kontamination quasi gesund bleibt.
Na sicher doch - siehe Helmut Schmidt

Die Masse wird aber eben doch krank und damit ist dieses Argument "ich esse seit Jahrhunderten Fleisch von mit Blei geschossenen Tieren und bin gesund" nicht sinnvoll.
Von welcher Masse sprichst du denn da, die eben doch wird??
Und mit "Jahrhunderten" liegst du gar nicht sooo verkehrt, denn seit der bürgerlichen Jagd essen Wildbretfreunde über 200 Jahre mit Blei erlegtes Wild und keiner dieser "Masse" ist an versehentlich verschlucktem Jagdblei verstorben.


Die Frage ist doch, ob das für alle gilt. Und die hier verlinkten Studien sagen eben nein...
Was jetzt?? Nein zu was?? kann sich da jeder seine Anal-ogien raussuchen??

Nur mal so: wie kriegst du deine Likies zusammen, wenn sich hier keiner deinen Vorstellungen anschließt??
Vielleicht ist`s so wie bei Annalena,die auch schon mal Kobalt mit Kobolden verwechselt,die im Netz gerade Saft speichern oder dem Onkel Habeck,der neuerdings statt um die Welt zu düsen, die Handwerkerrechnungen durch die Bafin überprüfen läßt.Alles Fachleute !
 
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Du meinst in die Eisen steigen :LOL:
Whow - Biolatein auch noch.
dabei weiß doch jeder, dass erstere von Analogen und die von Katalogen abgeleitet sind
und letztere die Corona-Pandemie verbreiten.
Ein Hoch auf das deutsche Bildungswesen.
 
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Hier wird ganz schön viel geschätzt:

FAZ Weg frei für die bleifreie Jagd

Es wird geschätzt, dass pro Jahr durch diese Verwendungen etwa 21.000 bis 27.000 Tonnen Blei in der EU in der Umwelt verteilt werden.“
Die Echa schätzt, dass rund eine Million Wasservögel in der EU jedes Jahr dieses Schicksal erleiden.
das Institute for Health Metrics and Evaluation schätzt, dass im Jahr 2017 weltweit mehr als eine Million Menschen an einer zu hohen Belastung durch Blei gestorben sind
 
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....denn dass immer noch mit bleihaltigen Projektilen gejagt werden darf, ist nicht weniger als ein Skandal.
Tja, ein Skandal.... Problem ist und bleibt die Verwendung von bleihaltigter Munition auf der Jagd und der Zusammenhang zu diesem hier. Es geht ja nicht um das Blei im Wildfleisch, sondern das Blei, dass wir Kübelweise in der Umwelt "verteilen"...

....das Institute for Health Metrics and Evaluation schätzt, dass im Jahr 2017 weltweit mehr als eine Million Menschen an einer zu hohen Belastung durch Blei gestorben sind.....
Das Blei dass in der Umwelt verteilt wird kommt genau wie in die Menschen?
Im Grunde schon unverschämt, den Jägern in die Schuhe zu schieben, dass sie an dem Tod von "geschätzten" einer Mio. Menschen durch Blei Schuld sind. Und die Industrie "weltweit" verteilt Gummibärchen in der Umwelt... Alleine was in der Texitilindustrie der Billigstlohnländer so genutzt wird. Frechheit sowas.
 
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