"Blei in der Jagd: Ende des millionenfachen Vogelsterbens?"

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Mit dieser "Logik" könnte auch unsere Landwirtschaft der geplanten Einschränkung von Pestizideinsatz eine Absage erteilen, so lange sie irgendwo noch größere Gefahren für das Insektensterben aus dem Hut zaubern.

Jeder vernünftige Mensch schüttelt doch den Kopf, wenn eine kleine Interessen-Gruppe sich Verbesserungen bei der Reduzierung von Umweltgiften widersetzt, für die es problemlose Substitute gibt, nur mit Verweis auf noch größere Schadquellen.

Politiker haben dafür zu sorgen, dass alle Stakeholder ihren zumutbaren Beitrag zum Umweltschutz leisten und wer das absolut nicht einsehen will, der wird halt unter Verlust von Ansehen gezwungen. Das finde ich nicht clever.
Wo kein Problem besteht, braucht es keine Lösung.
Das verstehen vernünftige Leute.

Es ist nachweislich zu steigenden Seeadlerbeständen gekommen und es fehlt jeder Nachweis an einer Problematik für Seeadler oder Mensch. Nicht mal ansatzweise.

Diesmal wird sich aber an der Diskussion auch ichts ändern.
Ideologen kann man nicht bekehren.

Bei soviel geröntges Wild.Iimmer nur dieses eine Bild vor zig Jahren. Keine Benennung der verwendeten Munition möglich. Hut ab! Damit muss man sich schonmla raustrauen.
Übrigens auch bei diesem Stück besteht eine Gefahr von 0 für den Verzehrer.
 
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Wie oft warst Du schon dabei, als solche Bilder mit mobilen Röntgengeräten aufgenommen wurden?

Als die Uni Eberswalde mit der TiHo Hannover die ersten Versuche in Nord-BB an Drückjagdstrecken aufgenommen haben, war ich dabei, habe auch Wild dafür geliefert und habe die Bilder gesehen. Keine "Fake-News"!
Aufgebrochen oder mit Inhalt? Wann war das? Wie sah es mit modernen Verbund-Geschossen aus?
 
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Aufgebrochen oder mit Inhalt? Wann war das? Wie sah es mit modernen Verbund-Geschossen aus?
Unaufgebrochen. Deshalb kam nur Wild zum Ende des Treibens (nach der Aufbrechpause) infrage. Die Kritik an der hohen Partikelbelastung des reinen Aufbruchs war bekannt und folgend auch getrennt untersucht.

Jahreszahl kann ich nicht mehr exakt angeben. Ein paar Jahre nach der Wende, kurz vor der Einführung von Bleifrei bei den Landesforsten BB und bevor ein paar Jahre später Bleifrei wieder verboten wurde, nachdem die Ente mit der hohen Abprallgefahr in die Welt gesetzt wurde.
 
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Ergebnis? Hat man ja wohl gleich vor Ort gemacht?
Nicht in meiner Gegewart.
Später bekamen wir Bilder und Ergebnisse von getrennten Aufnahmen. Da gab es große Unterschiede bei den Proben, wie weit verteilt noch größere und kleinere Bleifragmente, bzw. "Bleiwolken" noch erkennbar waren.
 
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Ernst gemeinte Frage: damit stimmst Du Implizit der These zu, dass Geschossblei nicht oder kaum gesundheitsgefährdend für Menschen ist?
Nein. Es hängt davon ab, wer wann wieviel aufnimmt und was an sonstigem Bleiinput dazu kommt.

Blei ist generell schädlich für Menschen, besonders für Kinder und, wegen der Depotwirkung, die eine Bleifreisetzung bei Schwangerschaft zur Folge hat, für Frauen im gebärfähigen Alter. Auch die wird eine einmalige Bleiaufnahme über Wildbret nicht "umbringen", aber ich persönlich würde gerade für Vielverzehrer mit Kindern oder Kinderwunsch z.B. nur bleifrei erlegtes Wild nehmen. Für gelegentliche Mahlzeiten ("Weihnachtsbraten") oder Leute ab 50 sehe ich da keinen Zwang zu "bleifrei". Wir nehmen genug andere schädlcihe Substanzen zu uns, da macht das IMHO nichts aus.


Wie oft warst Du schon dabei, als solche Bilder mit mobilen Röntgengeräten aufgenommen wurden?

Als die Uni Eberswalde mit der TiHo Hannover die ersten Versuche in Nord-BB an Drückjagdstrecken aufgenommen haben, war ich dabei, habe auch Wild dafür geliefert und habe die Bilder gesehen. Keine "Fake-News"!
Die ersten Röntgenbilder hat das IZW gemacht und Eberswalde ist keine Uni.

Es ist nachweislich zu steigenden Seeadlerbeständen gekommen und es fehlt jeder Nachweis an einer Problematik für Seeadler oder Mensch. Nicht mal ansatzweise.
Genau das ist beides falsch. Es gibt genug Nachweise, dass es für individuelle Seeadler (und andere Arten) durchaus zu Problemem führt, negative Auswirkungen auf Populationsebene sind für andere Vogelarten bekannt und in D aber nicht untersucht, weil man sich an der von Dir wiederholten Weigerung, sowas zur Kenntnis zu nehmen, abgearbeitet hat. Die Jäger hätten den Schritt zu populationsökologischen Studien betreiben (bzw. initiieren oder finanzieren) müssen, haben sie aber nicht getan. Für Menschen ist die Problematik alleine deswegen gegeben, weil JEDE Bleizufuhr wegen der Akkumulierungsfähigkeit möglichst vermieden werden sollte. Das ist als Grundempfehlung ebenso eindeutig wie die, besser nicht zu rauchen.
 
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Ich machte Mitteilung an unseren Wortführer der Anti-Windräder-IG, der entäuschte mich aber und sagte, daß der Widerspruch der für den Bau der WKAs (in direkter Ortsnähe, etwas über 700m vom nächsten Haus entfernt, EU-Richtlinie sind glaube ich 1500 oder 2000m) vom Verwaltungsgericht abgelehnt wurde, da zum Zeitpunkt der Gutachtenerhebung vor 5 Jahren keine Schwarzstocrhbrut nachgewiesen werden konnte, was m.M.n. unglaubhaft ist, da bei Schwarzstorchvorkommen eine genau Prüfung von einem 10km-Umkreis um die WKA stattfinden muß und Schwarzsstörche hier im Landkreis und im Gebiet stehender und geplanter WKA die letzten Jahre schon gebrütet haben.
Man will vor die nächst höhere Instanz gehen, sieht aber lt. Rechtsvertretung, kaum Chancen die geplanten WKAs noch zugunsten der seltenen Brutvögel (Schwarzstorch, zudem das Gebiet mit der höchsten Rotmilandichte in Dtl., eine Korn- oder Wiesenweihe wurde vor ein paar Wochen auch schon gesichtet) zu stoppen.
Im nordöstlichen Kreis Neuwied bzw. Westerwaldkreis wurde ein Windpark verhindert, Schwarzstorch und Rotmilan. Ging durch viele Instanzen, Kreisrechtsausschuss usw.

https://www.naturschutz-initiative.de/pressemitteilungen
 
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Ich kann nur für mich sprechen.
Zu dem Thema wurde hier schon zu genüge auf das BfR verwiesen und einige Mediziner unter uns auf diverse Studien.
Aber ernst gemeinte Antwort: Darum geht es bei dem Thema Bleischrot so gut wie gar nicht.
Hier geht es um das Thema Vögel (speziell Wasservögel) und Bleischrot.
Da ist die Studienlage eindeutig.
Mit den Verlinkungen und Querverlinkungen von @Granite kommt man auf mindestens 250 Studien die die toxische Relevanz von Bleischrot belegen.
Dem gegenüber steht ein einzelner "Bleiignorant" der seit Jahren gebetsmühlenartig immer dasselbe Falsche schreibt und nicht in der Lage ist den Tellerrand seiner eigenen "Erfahrungen" zu überwinden geschweige denn die Problematik zu verstehen.

Diese mangelnde Fähigkeit zur Differenzierung macht die Jägerschaft zu dem was sie schon seit Jahren in Teilbereichen ist- nämlich ein nicht kompetenter Gesprächspartner bei Themen die sie eigentlich "besetzen" müssten (Wolf,Blei,Munition etc.)

Und so werden eben Entscheidungen ohne "Hinzunahme" der Jägerschaft getroffen, was man
wenn man das hier so liest durchaus nachvollziehen kann.
Die Studienlage ist eben nicht so eindeutig.
Im Grossraum des heutigen Müritz-Nationalparkes (und in so gut wie allen anderen Hochwildrevieren des schönsten Bundeslandes) fand und findet nenneswerte Niederwildjagd (=mit Bleischrot) nicht statt !!!
Demzufolge müsste es hier Unmengen von Wasservögeln geben.
Die gab es mal. Jetzt aber nicht mehr.
Das hängt mit der ausufernden Waschbärpopulation unmittelbar zusammen.

Dagegen ist die Raubvogelpopulation explosionsartig angestiegen.
 
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Da gab es große Unterschiede bei den Proben, wie weit verteilt noch größere und kleinere Bleifragmente, bzw. "Bleiwolken" noch erkennbar waren.
Wurde das in irgend einer Form mit den Geschossen oder Treffersitzen versucht zu verschneiden? Ich denke mal ja. Kann man das irgendwo nachlesen?
 
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#129
Für Menschen ist die Problematik alleine deswegen gegeben, weil JEDE Bleizufuhr wegen der Akkumulierungsfähigkeit möglichst vermieden werden sollte. Das ist als Grundempfehlung ebenso eindeutig wie die, besser nicht zu rauchen.

Geeenau - wieder so eine Vermischung.
1. Ab wieviel Kilo Wildfleisch im Jahr oder im Leben kommt es zu einer Akkumulataion??

2. Rauchen ist lungengängig, Blei nicht, jedenfalls nicht, solange du nicht Blei gießt und den Dampf von der Schmelz einatmest, wenn du dir die Zukunft aus dem Gussstück sagen lässt.
Die kann natürlich nur traurig sein.

Ein Post wird nicht wichtiger wenn es länger wird.
Früher wurde viel mehr Aufbruch verzehrt als heute, gerade in Jäger- und auch Försterhaushalten wurde nix weggeschmissen oder dem Hund verfüttert.
Auch Schwangere aus diesen Kreisen aßen Aufbruch.
Wie viele Neugeborene kamen mit Bleivergiftung zur Welt und viele Gebärende waren selbst verbleit und übertrugen das an die Föten ???
 
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Unaufgebrochen. Deshalb kam nur Wild zum Ende des Treibens (nach der Aufbrechpause) infrage. Die Kritik an der hohen Partikelbelastung des reinen Aufbruchs war bekannt und folgend auch getrennt untersucht.

Jahreszahl kann ich nicht mehr exakt angeben. Ein paar Jahre nach der Wende, kurz vor der Einführung von Bleifrei bei den Landesforsten BB und bevor ein paar Jahre später Bleifrei wieder verboten wurde, nachdem die Ente mit der hohen Abprallgefahr in die Welt gesetzt wurde.
Die "Ente" steht ja nach wie vor in Zahlen nachlesbar. Mehr energie. Mehr reichweite. Unbestrittten und schwarz auf weiß. Nur ben nicht sehr viel höher als bei Blei. Aber keine ente.
 
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