Bleifrei demnächst auf EU-Ebene, bei Büchsengeschossen und Schrot??

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Kam heute über Facebook/ Firearms United bei mir vorbei. Der Originalpost wurde gegen 17:40 abgesetzt.
"Hier die Übersetzung:
***NEUIGKEITEN ZUM BLEIVERBOT***
***REMEMBER, REMEMBER, 17TH OF SEPTEMBER***
Wenn Sie sich erinnern, war eine der Aktionen, die wir im Rahmen unserer Klage gegen die Europäische Kommission unternommen haben, ein Antrag auf Aussetzung der Umsetzung des Bleiverbots, bis der Fall vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) ordnungsgemäß geprüft wurde. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Und warum?
1. Alle Handlungen der Europäischen Kommission/EU werden bis zum Beweis des Gegenteils als rechtmäßig angesehen. Schön, nicht wahr?
2. Laut EuGH haben wir nicht nachgewiesen, dass wir von dem Bleiverbot betroffen sind. Laienhaft ausgedrückt gibt es also keinen Grund, es zu stoppen, da wir nicht geschädigt werden.
3. Außerdem besteht in unserem Fall keine Dringlichkeit.
4. Der EuGH hat entschieden, dass sie alle nötigen Informationen hat, um unseren Antrag abzulehnen, ohne uns die Möglichkeit zu geben, unseren Standpunkt darzulegen (eine Anhörung der Parteien wurde ausgeschlossen).
5. Es ist vor dem EuGH nicht zulässig, die Schädigung der Umwelt, der Industrie und anderer Menschen als Rechtfertigung anzuführen. Punktum.
6. Offenbar sind unsere Informationen über die negativen Auswirkungen des Bleiverbots für den EuGH nicht präzise genug.
Diese Entscheidung wurde nicht von dem für unseren Fall zuständigen Richter getroffen, sondern vom Präsidenten des EuGH, Herrn Marc van der Woude.
Und das Tüpfelchen auf dem i. Die Entscheidung wurde am 17. September getroffen. Nicht-Polen mögen nachschlagen, warum dieses Datum für uns von Bedeutung ist. Die Polen wissen es.
Und übrigens, wir werden eine formelle Beschwerde gegen diese Entscheidung"
 
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Der EuGH, der hat nur zwei Zwecke und die bestehen darin, zum einem dem unbedarften Volke vorzugaukeln, es gäbe auf der Ebene der EU sowas wie Rechtstaatlichkeit. Zum anderen stellt er eine Möglichkeit dar, unter dem Mantel der supranationalen Höchstrichterlichkeit nationale Höchstgerichte aushebeln zu können.
 
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Wie auch immer, allein um die Möglichkeit einem Einzelkämpfer hämisch unter die Nase reiben zu können, dass seine Bemühungen von vorneherein erfolglos waren, reiben sich die davon Betroffenen nun die Hände. Wie sehr sie noch betroffenen sein werden, wird sich erst noch herausstellen.
Wenn schon die Parteien, die nahezu in jeder auch Jäger haben, schon nicht intervenierten, dann hat der DJV und die LJV kläglich versagt. Ob sich überhaupt einer die Mühe gemacht hat, das zugesandte
Memorandum zur Diskussion über die Verwendung von inertem Blei als Material für Jagdgeschosse
überhaupt gelesen hat, ist wohl nicht zu erwarten. So wenig, als das in Foren den Usern von mir angebotene PDF angefordert worden ist. Man hängte dem grünen Hype an in der Meinung, nun etwas für die Gesundheit der Bevölkerung, der Um- und Tierwelt getan zuhaben. Dabei sind die auf Kupferbasis hergestellen Geschosse vom Bergbau bis zum Recycling noch problematischer als das Blei. Schöne neue Welt, die mit Grün jetzt noch schöner wird, es sein denn, die FDP kann oder wird hier noch etwas bremsend einwirken. Schwarz und Rot war es schon vorher wurscht.
 
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Vielen Dank für die 3 Likies, aber es ist zuuu spät.
Die Stimmung unter der Jägerschaft ist auf den bleifrei-Hype reingefallen und man freut allerorten, dass dieser Oldie mit seinen antiquierten Ansichten nun einen auf den "Wurf" bekommen hat.
 
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ab nächstem Jagdjahr sind bei den BaySf bleifreie Geschosse vorgeschrieben.
 
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Kam heute über Facebook/ Firearms United bei mir vorbei. Der Originalpost wurde gegen 17:40 abgesetzt.
"Hier die Übersetzung:
***NEUIGKEITEN ZUM BLEIVERBOT***
***REMEMBER, REMEMBER, 17TH OF SEPTEMBER***
Wenn Sie sich erinnern, war eine der Aktionen, die wir im Rahmen unserer Klage gegen die Europäische Kommission unternommen haben, ein Antrag auf Aussetzung der Umsetzung des Bleiverbots, bis der Fall vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) ordnungsgemäß geprüft wurde. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Und warum?
1. Alle Handlungen der Europäischen Kommission/EU werden bis zum Beweis des Gegenteils als rechtmäßig angesehen. Schön, nicht wahr?
2. Laut EuGH haben wir nicht nachgewiesen, dass wir von dem Bleiverbot betroffen sind. Laienhaft ausgedrückt gibt es also keinen Grund, es zu stoppen, da wir nicht geschädigt werden.
3. Außerdem besteht in unserem Fall keine Dringlichkeit.
4. Der EuGH hat entschieden, dass sie alle nötigen Informationen hat, um unseren Antrag abzulehnen, ohne uns die Möglichkeit zu geben, unseren Standpunkt darzulegen (eine Anhörung der Parteien wurde ausgeschlossen).
5. Es ist vor dem EuGH nicht zulässig, die Schädigung der Umwelt, der Industrie und anderer Menschen als Rechtfertigung anzuführen. Punktum.
6. Offenbar sind unsere Informationen über die negativen Auswirkungen des Bleiverbots für den EuGH nicht präzise genug.
Diese Entscheidung wurde nicht von dem für unseren Fall zuständigen Richter getroffen, sondern vom Präsidenten des EuGH, Herrn Marc van der Woude.
Und das Tüpfelchen auf dem i. Die Entscheidung wurde am 17. September getroffen. Nicht-Polen mögen nachschlagen, warum dieses Datum für uns von Bedeutung ist. Die Polen wissen es.
Und übrigens, wir werden eine formelle Beschwerde gegen diese Entscheidung"
Wenn man vorhat eine Eingabe beim EuGH zu machen, die für Privatpersonen sowieso nur unter sehr engen Bedingungen möglich ist, sollte man jemand mit ins Team nehmen der sich damit auskennt.
Komplett laienhaft agieren und dann die Ungerechtigkeit der Welt beklagen ist einer Sache nicht dienlich.
 
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Viel Spaß wer da eine Kombinierte mit 16er oder 20er Schrotlauf hat!
Die Munition dazu ist nicht da.
Der schlimmste Fall,...... dass sich dann ein Jäger gezwungen sieht, mal ein neues Gewehr zu kaufen, sollte natürlich unbedingt vermieden werden.

Das wär ja die totale Katastrophe..... Unsummen an finanziellen Mitteln, die ansonsten ausschließlich der Biotopverbesserung in den Revieren zukommen würden, müssten dann in diese neue Waffe investiert werden.

Das will kein aufrechter Jägersmann.


:cool:

Gruß

HWL
 
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Ich sage mal so - einerseits ist das Bleiverbot für Nutzer alter, kombinierter Jagdwaffen eine Katastrophe, andererseits hat jeder, der nur für 5 €-ct Grips in der Birne hat und viel mit Schrot schiesst inzwischen eine Alternative und davon auch genug Munition gebunkert. Wer jetzt erst anfängt zu Suchen hat halt die Zeichen der Zeit komplett verschlafen.
 
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Wenn man vorhat eine Eingabe beim EuGH zu machen, die für Privatpersonen sowieso nur unter sehr engen Bedingungen möglich ist, sollte man jemand mit ins Team nehmen der sich damit auskennt.
Komplett laienhaft agieren und dann die Ungerechtigkeit der Welt beklagen ist einer Sache nicht dienlich.
Geeenau - aber die Verbände sollte solche Verbindungen /Connections und die entsprechenden Leute dafür haben. Weitere Anmerkungen kann man sich glatt sparen. Hätte Aufwand und Hirnschmnalz bedeutet. Die Verbände als Team für die von ihnen zu vertretenden Kreise zu betrachten, ist eine Fatamorgana.
 
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Der schlimmste Fall,...... dass sich dann ein Jäger gezwungen sieht, mal ein neues Gewehr zu kaufen, sollte natürlich unbedingt vermieden werden.

Das wär ja die totale Katastrophe..... Unsummen an finanziellen Mitteln, die ansonsten ausschließlich der Biotopverbesserung in den Revieren zukommen würden, müssten dann in diese neue Waffe investiert werden.

Das will kein aufrechter Jägersmann.


:cool:
Du solltest Deine Ironie mal ein paar Besitzern von "ach so alten" BD14 und D99 Auge in Auge entgegen werfen, die gibts nur mit 20er Schrot.
Könnte aber dann sein, dass Deinem Smiley die Sonnenbrille mit einer kräftigen Watschen aus dem Gesicht fliegt.;)

(Wofür Du von mir dann auch kein Mitleid erwarten dürftest.)
 
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Du solltest Deine Ironie mal ein paar Besitzern von "ach so alten" BD14 und D99 Auge in Auge entgegen werfen, die gibt's nur mit 20er Schrot.
Könnte aber dann sein, dass Deinem Smiley die Sonnenbrille mit einer kräftigen Watschen aus dem Gesicht fliegt.;)

(Wofür Du von mir dann auch kein Mitleid erwarten dürftest.)
Dem Ende der BD14 und D99 sehe ich gelassen entgegen.

Diese optischen Beleidigungen aus dem Verkehr zu ziehen werte ich eher als Heldentat.


;)

Gruß

HWL
 

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