bleifreie Allround Patrone 300 Win Mag

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29 Dez 2020
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Hallo Zusammen,

vorab, ich weiss es gibt nicht die Eierlegende Wollmilchsau, aber...

hat einer von euch Erfahrung mit bleifreier Munition (Fabrik) welche ich ruhigen gewissens auf Reh/Rot/Schwarzwild nutzen kann?

Also einen guten Kompromiss zwischen zu hart und zu weich?

Danke
 
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Ich nutze für Rot- und Schwarzwild 165gr Barnes TTSX Werksmuni.
Zu Rehwild kann ich dir nichts sagen, weil ich 300 WinMag nicht für Rehe nutze. Aber RW und SW bin ich zufrieden. Sowohl Wirkung als auch Entwertung. Auch auf 200m.
 
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Werter senker89-

Die Kupfergeschosse ähneln sich allesamt sehr, es ist einfacher, wenn Sie zuerst nach dem Wirkprinzip "Verformer oder Zerleger" definieren.

Zweites wichtiges Merkmal ist die Gewichtsklasse-
die 150gr/9,7g-Klasse erreicht zumeist mehr als 1000m/s und wirkt bei Reh unter 100m
oftmals etwas ruppig- das kann zu "Gesprächen" mit dem Pächter oder dem Metzger führen.
Die 165gr-168gr/10,7-10,9g-Klasse ist vielseitig, schnell genug für gute Wirkung
und hat wirklich ausreichend Durchschlag für alles Getier.
Die 180gr/11,7g-Klasse ist dem schweren Wild vorbehalten, und braucht eine Dralllänge von
mindestens 1-254mm/1-10".

Der dritte Punkt ist der zumeist diskutierte bei bleifreien Laborierungen:
Die Leistung auf der Scheibe. Am Anschuß sind sie sich wirklich alle recht ähnlich.
Sie müssen also erproben, was Ihrer Waffe schmeckt.

Dann kommt die Frage, ob der Geschoßdiameter Zugdurchmesser hat und dafür "Entlastungsrillen" oder ob er Felddurchmesser hat mit "Führungsbändern".
Der Unterschied besteht freillich nur auf der Scheibe, anscheinend mit Vorteil "Führband".

Die Tombak-Geschosse bestehen aus einer etwas weicheren Legierung und kommen ohne Bänder oder Rillen daher. Bei dieser Legierung sollten Sie vielleicht jeweils eine Gewichtsklasse schwerer wählen. Dazu gilt die Konstruktion HORNADY GMX als Nervensäge-
viele Büchsenläufe lehnen das Ding rundweg ab, andere schießen damit hervorragend.
Dazu werden die Tombak-Geschosse in der Fertigung in Form gepreßt während Kupferlinge
für gewöhnlich gedreht werden. Das Pressen kann unter Umständen zu unterschiedlicher
Dichte führen- die Diskussion darüber endet wohl nie.

Aber der werte Treibholz hat ja schon einen Hinweis gegeben, dem ich mich sofort anschließen kann:
Das BARNES TTSX 165gr bringt für Europa eine gute Ausgewogenheit aus Durchschlag, Geschwindigkeit und Festigkeit. Und hunderttausende Erlegungen weltweit.
Ich halte das für eine sehr gute Empfehlung für die .300WinMag.
Die Version mit TTSX 168gr gilt als etwas tiefer gebohrt, was das Ansprechen auch auf
weitere Entfernungen verspricht.
Also- sehr viel weiter...
Aber das TTSX165gr/10,7g wäre auch meine erste Wahl

Zinnzerbrösler und Ähnliches lehne ich ab- schon wegen einer Preispolitik, die man nicht
oft genug als Frechheit bezeichnen kann.

derTschud
 
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Barnes TTSX 180 grains.

Aus meiner Winchester 70 bekomme ich mit leichteren Geschossen keine gute Präzision, egal welche Laborierung.

Wirken sehr gut, bei Nahschüssen auf Rehwild sollte man hinters Blatt halten, sonst ist der Ausschuss auf dem Schulterblatt groß.

Gruß,

Mbogo
 
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Habe recht gute Erfahrungen mit dem HIT 165 Grain in der 300 Wini gemacht auf Sauen, etwas Rotwild und ein paar Rehe.
Manchmal etwas wenig Schweiß, aber Fluchtstrecken und Entwertung vollkommen im Rahmen, aber mit 2-3 Ausreißer bei Sauen mit Kammertreffern Fluchten etwas über 100m.
 
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Ich nutze für Rot- und Schwarzwild 165gr Barnes TTSX Werksmuni.
Zu Rehwild kann ich dir nichts sagen, weil ich 300 WinMag nicht für Rehe nutze. Aber RW und SW bin ich zufrieden. Sowohl Wirkung als auch Entwertung. Auch auf 200m.
Nabend in die Runde,
kann mich der Aussage von Treibholz nur anschließen. Verwende wohl das 168gr TTSX Geschoss (selber geladen) in meiner 300 Win Mag.
 
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Ich kann mich dem nur anschließen.
Nutze die Serienmunition Barnes TTSX 165 Grain vom Fuchs bis Sau.
Bin zufrieden.
 
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Generell empfehle ich Munition aus der EU. Überseeware ist knapp oder nicht lieferbar.
 
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Gute Empfehlung, vor allem vor dem Hintergrund dass die EU-Hersteller alles selbst herstellen und auf keine US-Komponenten zurück greifen 🤦🏻‍♂️
wäre natürlich was anderes wenn beispielsweise RWS vernickelte TTSX-Geschosse verladen würde, da die aber zum Glück alles selbst herstellen ist die Verfügbarkeit gesichert und 80€ für eine Schachtel .308 völlig akzeptabel 🤷🏻‍♂️
Von Problemen bei der generellen Rohstoffverfügbarkeit sind Europäische Hersteller zum Glück auch ausgenommen da alle benötigten Rohstoffe in Europa gewonnen werden.
 
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Die europäische Munitionsindustrie ist natürlich auch von intakten Lieferketten abhängig. Das ist nichts besonderes.
Die in den USA wellenartig auftretende extrem hohe private Nachfrage ist aber ein bei uns nicht zu erwartendes Phänomen.
 
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