Bleifreie Geschosse selbst Beschichten mit Molly und KO

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#1
Tach an alle die was bei zu Steuern haben.:cool:

Suche schon ne Ganze Weile hier nach passenten Infos. Nix da mit der Suchfunktion bis her.

Also hat hier irgend wer Infos zur Beschichtung von bleifreien Geschossen mit z.B. Mollypulver um die Laufverschmierung zu minimieren und ggf die Präzision zu erhöhen?

Gschosse sind für meine 8x57IS und die 300WBY gedacht und später ggf für 416 uä. ggf noch was in 6,5 oder 257. Bevor mir jemand das Kalaharie oder HIT vorschlägt in meiner Familie gibt es Nickelallergiker.

Daher Molly o. Ä.

MfG Brumbär
 
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anonym

Guest
#6
Tach an alle die was bei zu Steuern haben.:cool:

Suche schon ne Ganze Weile hier nach passenten Infos. Nix da mit der Suchfunktion bis her.

Also hat hier irgend wer Infos zur Beschichtung von bleifreien Geschossen mit z.B. Mollypulver um die Laufverschmierung zu minimieren und ggf die Präzision zu erhöhen?
Hab ich, bzw. mach ich noch, für die Matchmun im Ordonnanzgewehr verwendet.
Kurz und knapp: Wenn Dir danach ist, dann mach es halt. Aber irgendwelche Wundereffekte brauchst Du Dir auch nicht zu erhoffen.:roll:
Mir ging es schlicht drum den Abrieb (evtl.!) etwas zu reduzieren. Bei 20-25 Schuß pro Wettkampfserie + Training an den Vortagen könnt es mal sein dass man sich den Lauf, grade wenn man den Wettkampf antritt, zu viel zugekleistert hat. Ist aber mehr theoretische Überlegung als sonstwas.

Egal ob mit oder ohne die Beschichtung, Du musst für die jeweilige Murmel eine passende Labo entwickeln, heißt für den letzten Rest Präzision müsstest Du nach Beschichten auch die Labo leicht anpassen.
Allein von daher ist es also völlig wurscht ob man es nun macht oder nicht. ;-)

Jagdlich gesehen bringst Du einen weiteren Stoff (wenn auch nur in äußerst geringen Mengen) ins Lebensmittel.
Und die Murmeln die Du öfter, beispielsweise ins Leder- oder Lodenetui, rein und raus schiebst werden ihre Beschichtung auch langsam wieder verlieren.

Ehrlich gesagt, wenn mir danach wäre, ich müssts bloß machen (und das ist kein Hexenwerk). Aber jagdlich hab ich noch keinen Sinn drin gesehen. Und sportlich macht es so viel aus dass ich es jederzeit auch wieder sein lassen würde ohne Angst um meine Ergebnisse zu haben. :roll:
 
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#7
Nun erst mal Danke.

Meine Bisherigen Erfahrungen auf Beschichtungen beziehen sich auf den Gleitlak von Barnes der bereits fertig auf den Murmelon und die nackten alten X-Bullets haben sehr stark auch in 8x57IS geschmiert alle 30-40 Schuß war Laufreinigen angesagt mit den blauen war es besser alle 50-60 Schuß.

Und da das Kalaharie und das neue HIT ja Patiniert usw sind oder das XP3 von Win nicht ganz Bleifrei nur halt beschichtet, wollte ich hierzu gerne mehr Infos.

Zum Nickel, es reichen bereits kleinste Nickelsplitter im Wildbrett um für tagelange Bauchschmerzen zu sorgen. So großzügig kann mann gar nicht Ausschärfen um dies zu 100% zu Verhindern. Leidvolle Erfahrung der Verwandschaft auch wenn nicht ich der Erleger/Vorbereiter war.

MfG Brumbär
 
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#8
Neue Stoffe, neue Probleme.
Ich habe mal nach dem Material Safety Datasheet von Bornitrid gesucht.
Das Zeug ist reizend auf Haut und Schleimhäuten, sollte also nur mit entsprechender Schutzausrüstung verarbeitet werden.
Staub in der Lunge kann zu Granulomen und Emphysemen führen.
Weiterhin ist Bor ein Nervengift und kann Leber und Nieren schädigen, Herz-Kreislauf stören, usw.

http://www.cns.fas.harvard.edu/safety/pdf/Boron Nitride.pdf

Für den Schiessstand vielleicht OK, wenn das Zeug entsprechend in einem Lack gebunden ist und nicht staubt.
Aber auf Wild würde ich nicht damit schießen.
Dann lieber öfter Lauf putzen.

Gruß
Thomas
 
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anonym

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#9
Hallo Brummbär und Mightyall

Hoffentlich liest kein Jagdgegner Eure Beiträge.
Denn dann wird die Jagd und der Verzehr von Wildpret bald verboten werden . . .
 
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#11
OK OK vieleicht bin ich was das Bornitid betrift ja Altmodisch. Aber reizend is nu nich so mein Ding.:p

Molly ist ein Halbleiter der wie Graphit eher nicht giftig ist und schön schwarz Auserdem.:biggrin: Hirtenberger hat ja auch einen wenn ich es richtig verstanden hab Mollyhaltigen Gleitack.

Mit verschmiern meinte ich die Ablagerungen im Lauf und wenn es blöd liev musste ich alle 35 Schuß Reinigen und dann fünf Schuß durchjagen bis die Treffpunktlage wieder Stimmte bei den blanken Bohnen. Bei den Blauen war dem nicht so mit ihrem Gleitlack, meist über 50 Schuß und nur 1-3 damit wieder alles passte.

Währe für die 8x57 wegen der häufigen Nutzung und bei der 300WBY wegen der zu erwartenden hohen Geschwindigkeiten halt interressant. Da ja auch das Laufreinigen nicht Chemiefrei abläuft und und den Laufstahl belastet, würde ich die Interwalle gern reduzieren. Da ja selbst bei unbeschichteten Fürbandgeschossen egal ob Aero, SSM, Jaguar oder MJG laut deren Hersteller alle 50 Schuß Reinigen angesagt ist. Also bis zu drei mal pro Waffe bei einem ausgedehnten Standbesuch/Schießkinobesuch.:roll:

Mit den TM mit Tombackmantel war es eher alle 150-250 Schuß nötig um die Präzision zu erhalten. Was dann aber Wechselschüsse und/oder Reinigen nötig macht. Was auch wieder nicht Kosten/Materialfrei abgeht. Sonst muß ich mir ja noch eine Zweitwaffe zum Üben Anschaffen. Oder eine Neuere zur Jagd.

Also was gibt es noch ausser Molly und Bornitid zum Beschichten?

MfG Brunbär
 
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anonym

Guest
#12
Hallo Brummbär

Ich eröffne einen neuen Thread "Molybdänsulfid im Lauf"
Wird Dich interessieren !
Da werden nicht die einzelnen Geschoße beschichtet, sondern der Lauf
 
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#13
Nette Idee @ Kastanienbaum;-)

Nun wieder zu den Geschossen, Auser Moly und Bornitid, was verwendet Ihr noch zum Geschoßbeschichten und wie sind eure Erfahrungen damit?

Bei uns bei den Schützen schwören manche Benchrester auf Moly andere nicht nur die Ohne haben in Ihren 338er Lapuas auch schon den dritten Lauf die andern erst den zweiten. Bei allen gehen bis zu 15000Schuß und mehr im Jahr durch den Lauf natürlich nicht nur in 338Lapua.

Ich verwende immer auch meine Jagdwaffe zum Üben damit ich ein gutes Gefühl dafür behalte. Immer auch mit der Jagdlaborierung oder zumindest mit einer Vergleichbaren mit günstigerem Geschoß. Sind zwar nur 1000-1500 Schuß im Jahr aber warum soll ich da nicht Laufschonen? Bleibt mehr Kohle für die andern schönen dinge im Leben.

Also bitte weitere Infos und Erfahrungen!:-D
MfG Brumbär
 
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#14
So Leute,
hat wer nun Erfahrungen mit der veränderten Laufverschmierung bei Führbandgeschossen nach der Beschichtung oder ist es hier Irrelevant?

Werde nach jetzigem Stand definitiv bei Moly landen. Hier noch Tips zur Beschichtung mit Moly, z.B. auf was mann besonders achten sollte oder Vermeiden, wie Haltbar ist so eine Beschichtung?
MfG Brumbär
 
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#15
Hallo,
ich habe schon so einige Geschosse selbst beschichtet und sehe eigentlich nur bei VLD Bleigeschossen und gepressten Kupfergeschossen einen Sinn!
Die sogenannten CNC-gefertigten Kupfergeschosse mit Führbändern oder Entlastungsrillen haben weniger Kontaktfläche und bestehen aus härterem Kupfer als die gepressten oder gerollten Kupfergeschosse wie z.B. von Barnes oder RWS:biggrin: und erzeugen weniger Abrieb als normale Bleigeschosse.

Wenn ich mit Moly beschichte, reinige ich die Geschosse mit Aceton, dumble die Geschosse anschließend mit einer Messerspitze Moly und rolle sie anschließend durch ein sauberes Handtuch oder Putzpapier um überschüssiges Moly zu entfernen, fertig!
Reinigungstechnisch spürt man auf jeden Fall Unterschiede zu nicht beschichteten Geschossen!
 
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