Bockjagd statt Böckchen-jagd - Die Trophäe in den Eimer

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#1
Rod will uns einige der Böcke zeigen, die er im Laufe der Jahre erlegt hat.
Er kommt mit einem großen Eimer voll mit Gehörnen aus dem Schuppen zurück.
Hut ab!
Zahlreiche Gehörne sind sicher Bronze-, Silber- oder gar Goldmedaillenböcke!
Für uns Skandinavier ist nur traurig, welch geringe Wertschätzung der Engländer diesen äußerst begehrenswerten Trophäen entgegenbringt.

Erlegen und dann ab in den Eimer mit dem Gehörn, das würde es bei uns nicht geben.
 
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#2
[QUOTE="wuidbradler-schorsch, post: 4031811, member: 17197"

Rod will uns einige der Böcke zeigen, die er im Laufe der Jahre erlegt hat.
Er kommt mit einem großen Eimer voll mit Gehörnen aus dem Schuppen zurück.
Hut ab!
Zahlreiche Gehörne sind sicher Bronze-, Silber- oder gar Goldmedaillenböcke!
Für uns Skandinavier ist nur traurig, welch geringe Wertschätzung der Engländer diesen äußerst begehrenswerten Trophäen entgegenbringt.

Erlegen und dann ab in den Eimer mit dem Gehörn, das würde es bei uns nicht geben.[/QUOTE]

nein, das gibt es bei mir auch nicht, es bekommt jeder Bock ( auch der kleinste Knopfer ) seinen gebührenden Platz an der Wand.
Aber ich habe erlebt, bei meinem ehemaligen Jagdherren adliger Herkunft, dass Böcke, die nichts " drauf hatten " nicht einmal abgekocht wurden, die fehlten auch bei jeder Hegeschau, leider.
MfG
D.T.
 
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#3
nein, das gibt es bei mir auch nicht, es bekommt jeder Bock ( auch der kleinste Knopfer ) seinen gebührenden Platz an der Wand.
Welcher Platz "gebührt" dann eigentlich den Geißen, Schmalrehen und Kitzen?
Und wie groß ist deine Wand eigentlich? Mein Jägerleben ist ja noch vergleichsweise jung, aber würde ich das machen, würde es schon sehr bald sehr eng werden.
Immer wieder lustig zu sehen, wie entsetzt manche sind, wenn jemand den edlen Knochen nicht die gleiche Vergötterung entgegenbringt wie sie. Zeigt aber schön, um was es denen bei der Jagd wirklich geht.;)
 
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#4
Immer wieder lustig zu sehen, wie entsetzt manche sind, wenn jemand den edlen Knochen nicht die gleiche Vergötterung entgegenbringt wie sie.
Geht mir ebenso. Mein erster Bock hängt, die anderen präpariere ich zum Teil, und verschenke sie dann an Patenkinder oder Freunde, die Freude daran haben. Ich muss meine Wände nicht damit dekorieren.
 
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#5
Welcher Platz "gebührt" dann eigentlich den Geißen, Schmalrehen und Kitzen?
Und wie groß ist deine Wand eigentlich? Mein Jägerleben ist ja noch vergleichsweise jung, aber würde ich das machen, würde es schon sehr bald sehr eng werden.
Immer wieder lustig zu sehen, wie entsetzt manche sind, wenn jemand den edlen Knochen nicht die gleiche Vergötterung entgegenbringt wie sie. Zeigt aber schön, um was es denen bei der Jagd wirklich geht.;)
Vom Ende der Skala betrachtet ist das wahrlich ein absoltuer Premiumpost. :rolleyes:

Um was geht es denn "denen" bei der Jagd wirklich, die ihre Böcke präparieren und an die Wand hängen?
Spucks aus!
 
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#6
An die Wand hängen kann man machen, wenn man eine bescheidene Bockstrecke pro Jahr hat. Bei mir sind es jedes Jahr zwischen 30 und 34. Davon hab ich persönlich so um die 10-12. Ich hab im Büro Platz für 11 stk. Somit hängen dort die für mich interessantesten. Rest wandert in Kiste oder wird verschenkt. Leider haben wir noch Pflichthegeschau. So muss ich jeden Jahrling und Gabler abkochen.


Robert
 
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#7
Welcher Platz "gebührt" dann eigentlich den Geißen, Schmalrehen und Kitzen?
Und wie groß ist deine Wand eigentlich? Mein Jägerleben ist ja noch vergleichsweise jung, aber würde ich das machen, würde es schon sehr bald sehr eng werden.
Immer wieder lustig zu sehen, wie entsetzt manche sind, wenn jemand den edlen Knochen nicht die gleiche Vergötterung entgegenbringt wie sie. Zeigt aber schön, um was es denen bei der Jagd wirklich geht.;)
also, die Achtung vor der Kreatur hat nichts mit Vergötterung zu tun, ich wollte lediglich damit zum Ausdruck bringen, dass ich jeden Bock und Geweihträger, egal wie stark an die Wand bringe. Selbsverständlich gebe ich Dir in gewisser Weise Recht. Ich dokumentiere jeden Kugelschuss der auf Wild abgegeben wird ( mit dem Erlebten ), damit habe ich auch die Erinnerung an jedes Stück weiblichen Wildes/Kitzes etc.. Es ist jedem selbst überlassen, was er mit seinen Gehörnen etc. macht.
Als ich den Jagdschein gemacht habe, wurde eben die Jagd auf z.B. Bock noch etwas anders bewertet.
Persönlich bin ich der Meinung, das man die Erinnerungen an der Erlegung ruhig zeigen/dokumentieren darf, egal welche Stärke die Trophäe hat, oder auch nicht hat.
MfG
D.T.
 
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#10
Ich kann und will nicht jedes Jahr 8-12 Böcke an die Wand hängen. Herrichten muss ich zwar alle wegen der Pflichthegeschau, aber dann werden sie verschenkt oder bei Bastelwetter (schlechtem Wetter) zu Messergriffen, Knöpfen oder Schlüsselanhängern verarbeitet. Aufheben tu' ich mir nur die besonderen - und der erste Bock hängt natürlich an der Wand.

CD
 
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#11
Um was geht es denn "denen" bei der Jagd wirklich, die ihre Böcke präparieren und an die Wand hängen?
Spucks aus!
Es geht nicht darum, dass sie sich Knochen an die Wand hängen, sondern darum, dass sie von anderen scheinbar das gleiche erwarten. Das legt nahe, dass es da bei der Jagd dann auch eher um die Produktion entsprechender Kopfschmücke geht als um die Zielsetzungen, die die Jagd nach §1 BJagdG eigentlich haben sollte.

also, die Achtung vor der Kreatur hat nichts mit Vergötterung zu tun, ich wollte lediglich damit zum Ausdruck bringen, dass ich jeden Bock und Geweihträger, egal wie stark an die Wand bringe. Selbsverständlich gebe ich Dir in gewisser Weise Recht. Ich dokumentiere jeden Kugelschuss der auf Wild abgegeben wird ( mit dem Erlebten ), damit habe ich auch die Erinnerung an jedes Stück weiblichen Wildes/Kitzes etc.. Es ist jedem selbst überlassen, was er mit seinen Gehörnen etc. macht.
Als ich den Jagdschein gemacht habe, wurde eben die Jagd auf z.B. Bock noch etwas anders bewertet.
Persönlich bin ich der Meinung, das man die Erinnerungen an der Erlegung ruhig zeigen/dokumentieren darf, egal welche Stärke die Trophäe hat, oder auch nicht hat.
Achtung vor der Kreatur zeige ich, indem ich mein Möglichstes tue, ihr einen schmerzfreien Tot zu bereiten und sie einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Dass das bei Dir genauso ist, will ich gar nicht in Abrede stellen.
Ich wehre mich nur dagegen, dass hier ständig Leute die nichts für Trophäen oder jagdliche Traditionen übrig haben, als schlechtere Jäger hingestellt werden.
Deinem zweiten Beitrag nach zu urteilen, war das aber nicht deine Intension, von daher bitte ich, das zu entschuldigen.
 
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#12
Ist ein Goldmedallienbock „mehr wert“ wie eine Schmale?

War die Erlegung schwerer oder hat Diana es einem nur einfach gut gemeint und der Bock ist auf Kirrungsentfernung ausgetreten, während das Auto direkt unter dem Hochsitz geparkt wurde?

Ich bin für jede Beute gleich dankbar wenn ich sie waidgerecht erlegen und ohne große Nachsuche in Besitz nehmen kann.
 
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#13
ist halt so, daß Böcke anatomisch was aufweißen können, was abgekocht auch nach Jahrzehnten den Erleger noch an die einstige weidgerechte Erlegung des Bockes erinnert.
Bei weibl. Rehwild etwas schwierig, die abgekochten Idividuen nach Jahren noch unterscheiden zu können. :sneaky:
 
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#15
Hallo zusammen!

Ich kann mich noch gut an meine Jungjäger-Zeit vor ~25 Jahren erinnern. Damals war jeder Bock etwas Besonderes, und seine Trophäe wurde so schnell wie möglich hergerichtet und an die Wand gehängt. Und dann wurde sie dort auch immer und immer wieder angeschaut und es wurde an das Erlebnis der Jagd und der Erlegung gedacht.

Mein damaliger Jagdfreund (und jetziger Jagdherr) hat da immer nur gegrinst. Er hat seine 10 Böcke im Jahr geschossen und war entsprechend "gesättigt" (auch was die Arbeit des Präparierens betrifft). Ich wiederum habe seinen Umgang mit den Böcken nicht verstanden und ihm immer gesagt, dass das für mich nicht in Frage käme...

Und heute? Ich schieße zwar nur ungefähr eine Handvoll Böcke pro Jahr, aber es wird eben doch "Routine". Wichtiger als die Trophäe ist mir heute auf Grund der Versorgung und der Verwertung auf jeden Fall ein guter Schuss. Und die Gehörne... ja, die koche ich noch ab, aber es kommt längst nicht jeder Bock auf ein Brett und an die Wand. Die Besonderen schon - sei es, ob die Jagd besonders spannend war, ob einer meiner Söhne dabei war, oder ob es ein besonders guter oder abnormer Bock war. Denn an einer guten/besonderen Trophäe habe ich immer noch meine Freude - und daran finde ich auch nichts Verwerfliches.

Wenn ich in Gedanken an den "jungen Michel" zurückdenke, dann beneide ich ihn ein bisschen, was das oben Geschriebene betrifft. Diese Freude am erlegten Wild und auch an der Trophäe, das war schon schön.

Gruß

Michel
 
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