Bogenjagd, Vorderlader-Jagd und die Praxis

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Und ob Du auf 150, 300 oder 800m mit der Büchse jagst hat auch nix zu sagen!
Die Anforderung ist 100m stehendes Ziel und 50m bewegtes Ziel!

Die Vorgaben sind nun mal Entfernungen und Energie in Deutschland... erfüllt sie und gut ist!

Aber gut das Du Flinte bringst... na dann viel Spaß bei der Niederwildjagd mit dem Bogen beim nächsten Teiben...
Es werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Beim Bogen hat man eine sinnvolle jagdliche Distanz von max 20m. (Compound etwas weiter, die überschätzen sich aber oft.. stringjump.., da gibt es sogar Statistiken darürber)
Die Eignung/Qualifikation eines Bogenjägers ist von Ausrüstung (erst mal so nah ans Wild kommen) bis hin zu Training mit dem Gerätschaften (Pfeil&Bogen bedarf unlängst mehr an Übung , Beschäftigung mit der gesamten Technik). Es ist ein völlig anderes Jagen wie mit der Büchse. Passender Pfeil zum Bogen ist genauso emotional diskutiert wie hier manche Kaliber.
Ähnliches sicherlich beim Vorderlader.

Mal provokativ:
Bei Olympia wird es 2021 dann nur noch 100m Lauf geben. Keine Mittel-,Langstrecke oder Marathon. Ist ja alles nur laufen. Reicht ja auch 100m aus. Schwimmen machen wir auch nur noch 100m Freistil. Mountainbiker fahren auch die Tour de France mit und gut ist. Formel 1 und Tourenwagen.. egal ... alles 4 Räder und nen Motor. 100m Durchstarten und fertig.

Es gibt nun mal VERSCHIEDENE Arten und Herangehensweisen um zu Jagen wie im anderen Leben auch. Wer das nicht glaubt sollte sich ein Bobbycar holen statt nen Auto.
Wenn das mit dem Büchsenschuss so einfach wäre.. warum gibt es so viele Nachsuchen ?
Ein Bogenjäger benötigt ca. 20x so viel an Zeit wie ein Büchsenjäger um die gleiche Strecke zu machen. Ich bin aus verschiedenen Gründen NICHT für die Bogenjagd in Deutschland. Das hat aber nichts mit der Trefferleistung des Bogenschützen oder Tötungswirkung des Pfeiles zu tun.

Ich verurteile diese oder andere Arten zu jagen deshalb nicht pauschal, schon gar nicht wenn ich gar keine Ahnung davon habe.
 
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Es gibt nun mal VERSCHIEDENE Arten und Herangehensweisen um zu Jagen wie im anderen Leben auch.
.
Solange allen klar ist, es ist kein 100/800m Lauf oder sonst was, sondern das Handeln zielt darauf ab, Tiere durch töten dem Bestand zu entnehmen!

Bei den Themen Bogenjagd/Vorderlader tritt mit das Töten auf diese "besondere" Art, böse formuliert, der Lifestyle, zu sehr in den Vordergrund!


Ich kann auch stärker trainieren und dann nur noch Hauptschüsse machen... die Diskussion hatten wir schon mal...
 
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Für Deutschland könnte ich mir eine einzige Bejagung mit Pfeil und Bogen vorstellen.: Die Stadtjagd auf "zahmes" Schwarzwild (Usedom, Berlin, ...). Ausgesuchte Schützen, die Ihre Fähigkeiten vorher belegen müssen, mit bestem Material ausgerüstet sowie einer Saufeder für eventuelle Nachsuchen.
 
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Dann sind sich viele wieder einiger geworden.

Stadtjagd mit Pfeil&Bogen ... m.b.M.n. nein. Aus dem einfachen Grund das die Pfeile meist durch das Stück gehen und dann irgendwo erstmal unauffindbar liegen. Das sind Rasiermesserscharfe "Broadheads" und keine üblichen Geschossreste. Wenn Kinder damit spielen... böse und infizierte Wunden. Aber das Thema ist ja woanders schon mal ausgiebig behandelt worden.
 
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Das ist ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann. Sicherlich ist die Pfeilsuche im bebauten Umfeld einfacher als in der Natur?
 
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Sorry, Du wirfst hier etwas in einen Topf was nicht in einen Topf gehört, einfach weil Du Freigabe für Bogenjagd wünschst!
Nein..habe ich vorher schon gesagt...wünsche ich nicht, ist mir egal! Mein 2. Wohnsitz ist in Kanada und ich bin mit einer Kanadierin verheiratet, dort kann ich das komplette ausleben, wenn ich das möchte!

Die Anforderung ist 100m stehendes Ziel und 50m bewegtes Ziel!
OK...wir treffen uns beide und du schießt mit der Flinter 20 / 70 auf diese Entfernung und ich mit dem Bogen? Mal sehen wer besser trifft! Eine Flasche Cognac? Oder ist Flintenjagd für dich unethisch?
Natürlich ist das Blödsinn, weil niemand mit dem Bogen auf 100m jagen tut! Ich schieße auch nicht bei der 25m Friedhofsjagd auf Kaninchen mit .50BMG!
Manch einer will es nicht verstehen...Bogenjagd nutzt man bis ca. 30 m!!!
 
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Dann sind sich viele wieder einiger geworden.

Stadtjagd mit Pfeil&Bogen ... m.b.M.n. nein. Aus dem einfachen Grund das die Pfeile meist durch das Stück gehen und dann irgendwo erstmal unauffindbar liegen. Das sind Rasiermesserscharfe "Broadheads" und keine üblichen Geschossreste. Wenn Kinder damit spielen... böse und infizierte Wunden. Aber das Thema ist ja woanders schon mal ausgiebig behandelt worden.
Gibt leuchtende Nocken. Das hilft den Pfeil hinter dem Ziel zu finden.
Metallsucher geht auch - haben viele Vereine. Die Fläche ist überschaubar, das alleine ist also kein Argument.
 
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Es werden Videos davon veröffentlicht, wie große Wirbeltiere offensichtlich nur für einen persönlichen Spaß mit suboptimalen Waffen auf anspruchlose Weise getötet werden - da kann ich durchaus verstehen, dass das Potential zum Aufregen hat und ich würde auch niemandem vorhalten wollen, dass er darauf besser gelassen mit "mag ich nicht und gut is" zu reagieren hätte.
Ich kann mich an Videos von Dir erinnern in denen Du ganz anspruchsvoll vom Hochsitz aus auf einer saftigen Waldwiese einen hungrigen Jährling im Frühjahr erlegt hast. Sicher hattest Du daran keine Freude, sondern es war nur unangenehme Pflichterfüllung. Und ob Dein Klettersitz zur Jagdvereinfachung soviel anders zu bewerten ist, als ein geschlossener Steinerdsitz mag jeder selbst beurteilen. Immerhin lag der Oryx nach kurzer Flucht. Er hat sauber getroffen und der Pfeil hat nur wenig anderes getan als ein Jagdgeschoss.
Ob ich das so machen möchte? Nein! Aber es ist einfach durchschaubar wie Du dir die Sicht immer passend drehst und, dich selbst als Schalenwildmanager bezeichnend, regelmäßig über die nicht-dienstlichen Jäger die Nase rümpfst, egal ob es um Bogen, Kipplaufbüchsen oder Wildschäden geht.
In Schottland hatten die Dich auch nicht zur Abschusserfüllung gebraucht, aber Du bist aus Freude an der Jagd hingefahren. Das kann ich sehr gut nachvollziehen und wir haben uns an Deinen Bildern mit Dir gefreut.
Ebenso gehe ich gerne mit, dass ich diese ausgelassenen Tänzchen nicht mag, wenn ein Tier erlegt wurde. Etwas Demut und Dankbarkeit finde ich da angemessener.
Es ist schon richtig die Ethik immer mal zu hinterfragen, etwas weniger missionarischer Eifer wäre manchmal ganz gut.
 
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Lassen wir doch einfach die Jägerei komplett sein, denn ist ja alles Spaß / Hobby! ...... Kann den Spaß/ Freude bei der Jagd nicht mehr vertreten, wenn ich deinen Post lese!
Es ist so einfach zu verstehen und so schwer zu vermitteln:
Jagd darf Spaß machen und das soll sie auch, weil nur dann ein gutes Ergebnis erreicht wird.
Aber der Spaß ist die Folge von Jagd, nicht der Grund!
Das bedeutet, dass Jagd ZUERST ein vernünftiges Ziel verfolgt und dann in diesem RAHMEN Spaß macht.
Das Töten eines Wirbeltiers nur (oder in erster Linie), um dabei Spaß zu haben, ist kein vernünftiger Grund.
 
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Ist aber in 90% die Triebfeder der modernen Jagd!....
Für mich ist es sogar 100%.
Würde mich die Jagd nicht faszinieren, wäre ich froh, wenn andere Jäger sie erledigen und ich gutes Wildpret einfach von einem Bekannten kaufen könnte.

Allerdings reflektiere ich meine Jagdausübung und begrenze sie auf das, was m. E. sinnvoll ist. Das macht MIR auch viel Freude und zusätzlich das gute Gefühl, dass ich diese Art der Jagd ehrlich erklären und vertreten kann, keine durchsichtigen Vorwände erfinden muss, um Kritiker zu verkaspern.
Ein Teil dieser sinnvollen Jagd ist neben der Beschränkung auf nötigerweise zu erlegende Wildarten eine hochkarätige Ausrüstung und viel Training damit, um meinem Anspruch gerecht zu werden, möglichst immer präzise Treffer anbringen zu können, die das Wild so schnell wie nur möglich und ohne Leiden zur Strecke bringen. Das kann ICH mit einer Zielfernrohr-Präzisionsbüchse auf Schalenwild am besten. Deshalb hat sich die Waffentechnik auch dorthin entwickelt und nicht zu Pfeil und Bogen, die m. E. nur noch Sportgeräte sind.
 
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.....In Schottland hatten die Dich auch nicht zur Abschusserfüllung gebraucht, aber Du bist aus Freude an der Jagd hingefahren. ....
Für mich ist es sogar 100%.
Würde mich die Jagd nicht faszinieren, wäre ich froh, wenn andere Jäger sie erledigen und ich gutes Wildpret einfach von einem Bekannten kaufen könnte.

Allerdings reflektiere ich meine Jagdausübung und begrenze sie auf das, was m. E. sinnvoll ist. Das macht MIR auch viel Freude und zusätzlich das gute Gefühl, dass ich diese Art der Jagd ehrlich erklären und vertreten kann, .....
Ja, die Schotten hätten ihren Kahlwildabschuss auch ohne mich geschafft, aber er ist dort extrem sinnvoll und nötig. Ich jage gern und muss das auch nicht verheimlichen, aber ich beschränke mich dabei eben auf solche Jagd, die wirklich nötig ist und der Stalker dort hat sich über Unterstützung auch gefreut.

Früher habe ich meine Jagd auch weniger kritisch hinterfragt und alles drumherum ausgeblendet, was mir den Spaß hätte verderben können, aber mit den Jahren wird einem immer deutlicher, dass JEDE Jagd das Risiko birgt, mal nicht perfekt zu treffen und dann wird einem nachdenklichen Jäger klar, dass er gerade einem Wirbeltier Leid zugefügt hat, nur weil er mit der Jagd auf dieses Wild seinen Spaß haben wollte und wirklich sinnvolle Gründe oder eine Notwendigkeit gar nicht gegeben waren. Das lasse ich heute lieber bleiben und sehe deutlicher das Problem, dass man das der Gesellschaft auch nicht authentisch vermitteln kann. Wird man dafür kritisiert, ist imo die Kritik berechtigt.
 
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Für mich auch

Allerdings reflektiere ich meine Jagdausübung und begrenze sie auf das, was m. E. sinnvoll ist
Ich auch + das was im Revier nötig ist!

Das macht MIR auch viel Freude und zusätzlich das gute Gefühl, dass ich diese Art der Jagd ehrlich erklären und vertreten kann, keine durchsichtigen Vorwände erfinden muss, um Kritiker zu verkaspern.
Geht mir ebenso

Ein Teil dieser sinnvollen Jagd ist neben der Beschränkung auf nötigerweise zu erlegende Wildarten eine hochkarätige Ausrüstung und viel Training damit, um meinem Anspruch gerecht zu werden, möglichst immer präzise Treffer anbrringen zu können, die das Wild so schnell wie nur möglich und ohne Leiden zur Strecke zu bringen
100% dasselbe bei mir...etliche Repetierer mit bester Optik und selbstgestopfter Munition die auf 100 m unter 30 mm liegen und auf 300m immer im Bierdeckel sind...dazu viele Trainingsschüsse auf Entfernungen zwischen 50 und 800 m im Jahr.
Dazu einen Hoyt Alpha RX Carbon - Bogen mit entsprechenden Pfeilen und viel Übung hinter dem eigenen Haus in Kanada, wo ich ebenfalls 3 Pfeile auf 30 m sicher im Bierdeckel habe

Das kann ICH mit einer Zielfernrohr-Präzisionsbüchse auf Schalenwild am besten.
Ich auch, wenn es über 30 m hinaus geht...darunter macht der Bogen bei mir keinen Unterschied aus...jedenfalls in den bisher erlegten Stücken

Deshalb hat sich die Waffentechnik auch dorthin entwickelt und nicht zu Pfeil und Bogen, die m. E. nur noch Sportgeräte sind.
Die Autoindustrie entwickelt sich auch zm selbstfahrenden E - Scooter, ich mag trotzdem meinen alten US V8

Ich stelle fest, dass wir zu 90 % dieselben Ansichten haben, du allerdings einer Ideologie nach rennst und deshalb verblendet bist. Bis zu meiner ersten Bogenjagd vor ca. 5 jahren dachte ich wie du
 
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Mir ist das Wurst!
Pfeil und Bogen, 1 Zoll Bleiklotz aus dem Vorderlader oder High-Speed Kunststoff/Keramik Super Performance Geschoss!

Schnell, Zuverlässig Töten muss es... jede Nachsuche ist eine Zuviel... immer ist was falsch gelaufen und die Frage sollte immer sein, wie verhindere ich es beim nächsten Mal...
Mehr wünsche ich mir nicht!
 
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