Brandenburg - Jagdgesetz

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#31
Dann würde ich mal vorschlagen er verzichtet auf seinen durch Geburt und Privilegien erworbenen Besitz und überlässt ihn denjenigen denen seine Vorfahren den selbigen abgepresst haben.
Mathias Graf Schwerin bewirtschaftet den von ihm gekauften Waldbesitz. Fährt übrigens VW und hat auch was vernünftiges gelernt.
Ziemlich von gestern, jemandem nach seinem "Stand" und Namen zu beurteilen. Wenn man es schon nicht lassen kann: Einige seiner Vorfahren haben sich insbesondere in der jüngeren Geschichte durchaus verdient gemacht. Da können wir Müllers, Meiers, Schulzes überwiegend froh sein, dass die Taten unserer Vorfahren unter dem Mantel der Geschichte bleiben.
 
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#35
Wenn er gesagt hätte:" Nicht einseitiger Ökolobbyismus, sondern wir Jäger ziehen an einem Strang"

Das währ revoluzionär

Achso....ja dann hätts die TAZ aber nicht gedruckt
Ich befürchte, das „an einem Starng ziehen“ bekommt die Jägerschaft nicht einmal hin wenn man sich gemeinsam gegen ein totales Jagdverbot stellen müsste. Dein Ökolobbyismus ist leider auch nur die Reaktion auf ein fragwürdiges Hegeverständis der anderen Lobbyisten.
 
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#36
Auch in diesem Forum lese ich immer wieder Berichte von Foristen, die sich wirklich sehr positiv präsentieren und bei denen ich keinerlei Zweifel hätte, dass sie, auch bei Tageslicht betrachtet, ein Revier zum Positiven entwickeln, hegen und pflegen würden, und die sich doch stattdessen aus, vermutlich finanziellen Gründen, in der Abhängigkeit eines "haben wollenden" Pächters bewegen müssen, gegängelt werden oder bzgl Waidgerechtigkeit und Jagdpraxis diverse Kröten schlucken müssen, um weiter jagen zu dürfen.
(y)(y)(y) wenn die Kot.....grenze an ,,Kröten" erreicht ist, lässt man es besser. Ist auch gesünder für den Magen.
MfG.
 
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#37
(y)(y)(y) wenn die Kot.....grenze an ,,Kröten" erreicht ist, lässt man es besser. Ist auch gesünder für den Magen.
MfG.
Das sehe ich so wie Du und habe in der Vergangenheit diesbezüglich auch eine solche Entscheidung schon mal getroffen. Mit der Konsequenz dann fast drei Jahre kein Revier vor der Haustür mehr zu haben. Aber wer zuletzt lacht.... ;)

Habe allerdings den Faden "Verlust der Jagdfreude..." etwas verfolgt und was ich dort höre, stimmt mich teilweise doch sehr nachdenklich. In dem Kontext war das gemeint mit dem Kröten-Schlucken bis man nicht mehr mag... aber doch irgendwie an der Jagd hängt.

Ich würde diesen Jägern nur allzusehr ein schönes Revier und eine nette Jagdkamaradschaft wünschen. Was für ein großes Glück ist beides und am besten die Kombination aus beidem im Leben.
 
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#38
Mathias Graf Schwerin bewirtschaftet den von ihm gekauften Waldbesitz. Fährt übrigens VW und hat auch was vernünftiges gelernt.
Ziemlich von gestern, jemandem nach seinem "Stand" und Namen zu beurteilen. Wenn man es schon nicht lassen kann: Einige seiner Vorfahren haben sich insbesondere in der jüngeren Geschichte durchaus verdient gemacht. Da können wir Müllers, Meiers, Schulzes überwiegend froh sein, dass die Taten unserer Vorfahren unter dem Mantel der Geschichte bleiben.
Davon hörte man und nur seines Names und seiner Herkunft willen wird er hoffentlich hier nicht angeknurrt.

Aber er kann eigentlich nur in eigener Sache argumentieren -generalisiert das dann jedoch und ich meine das ist übergriffig und anmaßend, als Forderung an die Gesamtheit.

Erinnert mich an die Aufdrucke auf den Obstpapiertüten alter Zeiten: "Esst mehr Obst!" stand da drauf. Na logo, denkt sich vielleicht der geneigte Verbraucher, der schon mal was von Vitamin C gehört hat. Aber der Obstverkäufer hat das nicht primär deswegen da drauf gedruckt weil er das Wohl des Kunden im Visier hatte, sondern, wenig gewagte Unterstellung, sein eigenes Geschäft.

Der Bursche ist kein Bilderstürmer sondern hätte gerne einen funktionierenden Wirtschaftsbetrieb mit guter Rendite so wie seine großkopferten Kumpels und gleicht darin dem Landwirt mit der Biogasanlage auf dem Hof. Nicht mehr - nicht weniger und jeder nach seiner Facon. .
Aber dann bitte keine "Öko" Fahne wedeln und solch provokante Sprüche der Zopfabschneider 1968ger Jahre aus der Mottenkiste holen.
Denn als Revolutionär und Antitraditionalisten lassen ich Herr Oberstleutnant der Reserve dann doch nicht durchgehen.... und gut so. Aber die Zeiten des "wo ich bin ist vorne" sollten dennoch vorbei sein. :cool:

https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/piloten-sohn-besucht-den-ort-an-dem-sein-vater-abstuerzte

Und hier, ganz traditonsbewußt mit englischer Montur und Kravatte beim ÖJV-Chargieren....der Schelm...

 
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#43
Du meinst wegen des Tweed, das ist doch quasi Uniform in diesen Kreisen.
 
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#44
Drei Symbole waren in der Flagge verteten. Diese stehen für die drei Stände.
Hammer - Arbeiter
Ehrenkranz - Bauern
Zirkel - Intelligenz (was als Kurzform für höhere Bildungsabschlüsse -wie Lehrer, Diplomingenieure, Wissenschaftler, Ärzte usw. - stand) hat sich aus der bolschewistischen Folklore mehr durchgesetzt als der deutsche Begriff Geistesschaffende. Man musste sich ja immer am großen Bruder Sowjetunion ausrichten.
Mir erzählte mal jemand, auch der Stand der Regierenden sei in den Symbolen verewigt.
Der Niet in dem Zirkel...
 
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#45
Also zum Thema Waldbau habe ich nichts beizutragen. Aber Adelsbashing und Sozialneid finde ich unangebracht. Prinzipiell sowie im Kontext waldbaulicher Erörterungen.

Der Schutz des Eigentums ist etwas sehr wichtiges. In freien Gesellschaften gehört das zwingend dazu. Wenn ich mich nicht darauf verlassen kann, das ererbtes oder erarbeitetes Vermögen/Immobilien in der Familie bleibt so wird Engagement und Leistungswillen ersterben.

Die Enteignung der umfangreicheren land- und forstwirtschaftlichen Besitzungen im deutschen Osten nach dem Krieg waren Unrecht. Es war nicht zu ändern. War die DDR doch ein Unrechtstaat. Dass aber nach Überwindung der Teilung die vormaligen Besitzer Sonderkonditionen beim Wiedererwerb erhielten war nur recht und billig. Und ein Herr von und zu, der aufgrund einer jahrhundertalten Verbundenheit seiner Familie zur heimischen Scholle seinen Besitz wieder erwirbt von dem darf man nachhaltiges Wirtschaften erwarten. Wenn er sein Wild für seinen Wald kurz hält: Seine Sache. Kommt sein Wald dann vorbildlich so kann er die Zügel auch wieder nachlassen. Seine Entscheidung.

Ich bin nicht adelig und meine Familie hatte nie Besitz im deutschen Osten. Beides würde mir jedoch gefallen.

Als ich so 15- 16 Jahre alt war habe ich die gesammelten und z.T. gebundenen Wild und Hund Jahrgänge meines Vaters sämtlich durchgelesen. Das ging so 1946 oder 47 los. Und da haben die ganzen vertriebenen Ostelbier wehmütig Jagderlebnisse aus vergangenen Tagen erzählt. Oft versehen mit den Bildern des Herrenhauses in seiner Pracht, gelegentlich auch vorher-nachher mit dann verkohlten Mauerresten.

Das Leben, das dort beschrieben wurde schien mir Knaben damals ein ideales Leben zu sein. Eine große Wirtschaft zu betreiben, wie ein kleiner König auf eigenem Land in größtmöglicher Autonomie zu schalten und walten. Im Herbst reihum auf den Nachbargütern zur Jagd zu erscheinen und dann selbst einzuladen. Das erschien mir als das Paradies. Diese ideale Welt hatte bereits in den 20 igern des verg. Jahrhunderts viele Risse bekommen und ist schon lange unwiederbringlich dahin.

Die Sehnsucht nach Fortsetzung einer Familientradition mit Verbindung zu Grund und Boden kann ich jedoch gut verstehen und finde ich sehr förderungswürdig. Insofern freue ich mich für jeden, der nach der Wiedervereinigung wieder in den Besitz seiner Familie kommen konnte. Das ist richtig so.
 
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