Brandenburg - Jagdgesetz

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#46
Jo, war klasse zwischen 39 und 45 auf so einem Hofgut, der Laden lief prima mit den Zwangsarbeitern aus allen Herren Ländern, dem konnte man genauso nachtrauern, wie die Gentlemen nach dem Bürgerkrieg auf den Baumwollplantagen. Soviel zur Familientradition.

Eine Handvoll anständiger, die sich spät genug zum Widerstand entschlossen, reißt das nicht raus.

Was Unrecht war oder nicht ist nicht das echte Problem, die Selbstverständlichkeit mit der da nach Abschaffung der Adelsprivilegien vor über 100 Jahren aufgetreten wird ist das Problem.
Geschichte interessiert nur so lange sie einen selbst betrifft. Die Geschichte derjenigen die das erarbeitet haben ist nicht interessant. Waren ja nur Bauern.
 
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#47
So verkürzt, platt und vor allem geschichtsvergessen kann man das nicht darstellen. Nur soviel: Eigentum ist kein Adelsprivileg.
 
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#50
Man muss unterscheiden zwischen Eigentum , dass einem über Jahrzehnte oder Jahrhunderte in die Wiege gelegt wurde und zwischen Eigentum das man sich selbst hart erarbeitet hat .

Ich kenne beide . Doch gerade bei den Reingeborenen fehlt oftmals (nicht immer) die Wertschätzung , dessen ....
aber bleiben wir doch beim Thema.
 
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#51
Ich mag keine Medaillen. Aber auf eine bin ich stolz. Ich war Prüfungssieger bei den Dachsbracken in Sachsen. Nachdem ich der erste war, der nach der Wende sich in Thüringen einen Hund geholt hat (man hätte noch Genehmigung gebraucht, aber geschmuggelt unter dem Rock meiner Freundin) durfte ich beim neuen Verein Dachsbracke Ost und in Bayern die Prüfung machen. Der Prüfungsleiter war ein richtiger roter Kotzbrocken. Angeblich eine Koryphäe. Aber ein dummer und primitiver Mensch. Als ich seinen Zwinger sah mit der Losung der letzten zwei Wochen auf kleinem Raum war er bei mir unten durch. Und ausgerechnet er musste Wessi horribilis diese letzte Medaille überreichen.

In Brandenburg habe ich eine großen Macher getroffen, der unbeirrbar seinen Weg in Sachen Lebensraumgestaltung beim Niederwild gegangen ist, mit vorzeigbaren Erfolgen. Leider viel zu früh verstoben. Eine Brandenburger Gallionsfigur.
 
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#52
Das Wichtigste erstmal.
Ein Foto von dem einzig richtigen Impfausweis im Anhang.

Zu den Immobilien die Adlige wiederbekommen haben. Ja sie haben bei uns alles ersetzt bekommen. Weil von NS vertrieben.

Meine Großenltern wurden nicht vertrieben aber ihnen wurde der größte Teil ihres Landes zu DDR Zeiten weggenommen. Die Zwangsenteignung wurde mit 0,06 Ostmark pro m2 vergütet. Sprich 1,5 Cent. Die Grundstücke sind jetzt ca 100€/m2 wert.
Klage hatte nichts gebracht.

Mein Mitleid für Adelige hält sich in Grenzen. Aber auch weil ich persönlich niemanden kenne.

Um mal wieder was jagtliches zu schreiben:
In vielen Jahren wurden Gesetze für Jäger permanent verschlechtert.
Kleine Ausnahmen gibt es aber doch.
Z. B. Freigabe von Vorsatzgeräten, freie Trichinuntersuchung(war ein langer Kampf).
 

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#53
Also zum Thema Waldbau habe ich nichts beizutragen. Aber Adelsbashing und Sozialneid finde ich unangebracht. Prinzipiell sowie im Kontext waldbaulicher Erörterungen.

Der Schutz des Eigentums ist etwas sehr wichtiges. In freien Gesellschaften gehört das zwingend dazu. Wenn ich mich nicht darauf verlassen kann, das ererbtes oder erarbeitetes Vermögen/Immobilien in der Familie bleibt so wird Engagement und Leistungswillen ersterben.

Die Enteignung der umfangreicheren land- und forstwirtschaftlichen Besitzungen im deutschen Osten nach dem Krieg waren Unrecht. Es war nicht zu ändern. War die DDR doch ein Unrechtstaat. Dass aber nach Überwindung der Teilung die vormaligen Besitzer Sonderkonditionen beim Wiedererwerb erhielten war nur recht und billig. Und ein Herr von und zu, der aufgrund einer jahrhundertalten Verbundenheit seiner Familie zur heimischen Scholle seinen Besitz wieder erwirbt von dem darf man nachhaltiges Wirtschaften erwarten. Wenn er sein Wild für seinen Wald kurz hält: Seine Sache. Kommt sein Wald dann vorbildlich so kann er die Zügel auch wieder nachlassen. Seine Entscheidung.

Ich bin nicht adelig und meine Familie hatte nie Besitz im deutschen Osten. Beides würde mir jedoch gefallen.

Als ich so 15- 16 Jahre alt war habe ich die gesammelten und z.T. gebundenen Wild und Hund Jahrgänge meines Vaters sämtlich durchgelesen. Das ging so 1946 oder 47 los. Und da haben die ganzen vertriebenen Ostelbier wehmütig Jagderlebnisse aus vergangenen Tagen erzählt. Oft versehen mit den Bildern des Herrenhauses in seiner Pracht, gelegentlich auch vorher-nachher mit dann verkohlten Mauerresten.

Das Leben, das dort beschrieben wurde schien mir Knaben damals ein ideales Leben zu sein. Eine große Wirtschaft zu betreiben, wie ein kleiner König auf eigenem Land in größtmöglicher Autonomie zu schalten und walten. Im Herbst reihum auf den Nachbargütern zur Jagd zu erscheinen und dann selbst einzuladen. Das erschien mir als das Paradies. Diese ideale Welt hatte bereits in den 20 igern des verg. Jahrhunderts viele Risse bekommen und ist schon lange unwiederbringlich dahin.

Die Sehnsucht nach Fortsetzung einer Familientradition mit Verbindung zu Grund und Boden kann ich jedoch gut verstehen und finde ich sehr förderungswürdig. Insofern freue ich mich für jeden, der nach der Wiedervereinigung wieder in den Besitz seiner Familie kommen konnte. Das ist richtig so.
Sehr gut gesagt! (y)
 
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#54
In Brandenburg habe ich eine großen Macher getroffen, der unbeirrbar seinen Weg in Sachen Lebensraumgestaltung beim Niederwild gegangen ist, mit vorzeigbaren Erfolgen. Leider viel zu früh verstoben. Eine Brandenburger Gallionsfigur.
Klaus Mordhorst zumindest ist zumindest eine und für viele weiterhin DIE brandenburger Gallionsfiguren in Sachen Niederwild. Wer aus der ambitionierten Hühnerhunde Führerriege kennt nicht das Lehrrevier in Groß Kreutz und seinen für die Sache lebende Wildmeisterlegende. Baujahr 1936, meine ich mich zu erinnern, aber wie viele seiner Generation mit erstaunlicher Zähigkeit ausgestattet.



PS: Das Thema Eigentum und Vererbbarkeit wurde eigentlich nicht wirklich in Frage gestellt, meine ich.
Die Flächen des ÖJV Grafen liegen augenscheinlich im Bereich des Gutes Hirschfelde/ Barnim.
Auf Wikipedia heißt es dazu: "Eine kulturelle Blütezeit erlangte Hirschfelde Anfang des 20. Jahrhunderts durch den damaligen Besitzer des Rittergutes, den Berliner Unternehmer und Mäzen Eduard Arnhold. [...] Arnhold starb 1925. Das Gut verblieb zunächst im Besitz der Familie, die nach der NS-Machtübernahme 1933 fliehen musste. Nun gelangte das Gut in den Besitz des Opernsängers Carl Clewing, der es bis 1945 besaß. Nach 1945 wurde das gesamte Gut im Zuge der Bodenreform aufgesiedelt."

Das Arnolds Familie fliehen musste, weil sie jüdischen Glaubens waren sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Es handelt sich also nicht um eine Rückübertragung ehemals im Familienbesitz der Grafen Schwerin befindlichen Besitzes. Es ist sogar nicht mal erkenntlich, ob man den Nachkommen Arnolds, die vermutlich damals sehr günstig verkaufen mussten um aus dem Land, dass ihren Vater noch als einzigen Juden ins preussische Herrenhaus entsandte, mit heiler Haut heraus zu kommen.

Schwerin hätte also auch als Meier, Müller, Schulze von der Treuhand, und damals für wirklich kleines Geld, die schönen und wildreichen Forstflächen im schönen Barnim kaufen können, die er nunmehr besitzt und bewirtschaftet....
 
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#56
In dem Wikipedia-Artikel kann man sehen, dass Clewing anscheinend überzeugter Nazi (oder Opportunist) war. Er fiel aber schnell wegen seiner "nicht arischen Versippung" aus den Organisationen - seine Ehefrau war eine adoptierte Arnhold. Könnte also sein, dass er das Gut seines Schwiegervaters übernommen hat. "Gautschi, übernehmen Sie!" ;)

Zum Thema "Meier, Müller, Schulze": Ohne jetzt diesen konkreten Fall irgendwie einordnen zu wollen - es gab Phasen und Tranchen bei der Reprivatisierung, da wurden Flächen einer bestimmten Enteignungsphase und -begründung nicht an die ehemaligen Besitzer zurückgegeben, sondern an Personen abgegeben, die bestimmte Kriterien auf eine "Anwartschaft" erfüllten. Das war IIRC ein Vertriebenenstatus. Die bekamen dann nicht "ihre" Flächen zurück (umsonst oder rückgekauft), sondern durften andere bevorzugt kaufen. Erst als diese Tranche (-n) weg waren bzw. aus anderen Tranchen durften "Meier, Müller, Schulze" kaufen. Da gab es schon hinsichtlich der Erwerbsmöglichkeiten eine Mehrklassengesellschaft.
 
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#57
Klaus Mordhorst zumindest ist zumindest eine und für viele weiterhin DIE brandenburger Gallionsfiguren in Sachen Niederwild. Wer aus der ambitionierten Hühnerhunde Führerriege kennt nicht das Lehrrevier in Groß Kreutz und seinen für die Sache lebende Wildmeisterlegende. Baujahr 1936, meine ich mich zu erinnern, aber wie viele seiner Generation mit erstaunlicher Zähigkeit ausgestattet.



PS: Das Thema Eigentum und Vererbbarkeit wurde eigentlich nicht wirklich in Frage gestellt, meine ich.
Die Flächen des ÖJV Grafen liegen augenscheinlich im Bereich des Gutes Hirschfelde/ Barnim.
Auf Wikipedia heißt es dazu: "Eine kulturelle Blütezeit erlangte Hirschfelde Anfang des 20. Jahrhunderts durch den damaligen Besitzer des Rittergutes, den Berliner Unternehmer und Mäzen Eduard Arnhold. [...] Arnhold starb 1925. Das Gut verblieb zunächst im Besitz der Familie, die nach der NS-Machtübernahme 1933 fliehen musste. Nun gelangte das Gut in den Besitz des Opernsängers Carl Clewing, der es bis 1945 besaß. Nach 1945 wurde das gesamte Gut im Zuge der Bodenreform aufgesiedelt."

Das Arnolds Familie fliehen musste, weil sie jüdischen Glaubens waren sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Es handelt sich also nicht um eine Rückübertragung ehemals im Familienbesitz der Grafen Schwerin befindlichen Besitzes. Es ist sogar nicht mal erkenntlich, ob man den Nachkommen Arnolds, die vermutlich damals sehr günstig verkaufen mussten um aus dem Land, dass ihren Vater noch als einzigen Juden ins preussische Herrenhaus entsandte, mit heiler Haut heraus zu kommen.

Schwerin hätte also auch als Meier, Müller, Schulze von der Treuhand, und damals für wirklich kleines Geld, die schönen und wildreichen Forstflächen im schönen Barnim kaufen können, die er nunmehr besitzt und bewirtschaftet....
Nicht nur die Riege der Hühnerhundeführer, sondern auch jede Menge Jagdschüler diverser Jahrgänge und Kreisjägerschaften... Mich eingeschlossen, er hat meine Liebe zur Fallenjagd begründet.
 
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#58
Nur um gleich zu Anfang hier jeglichen Verdacht bzgl. einer eventuellen Sympathie für das ND zu zertreuen - mir ist der Fortbestand dieses Blattes und seiner dazugehörigen Partei in etwa so sympathisch, wie die des Völkischen Beobachters nach 1945 gewesen wäre.

Jedoch muss man hier zwei Dinge anerkennen:
Erstens, die Darstellung der meiner subjektiven Einschätzung nach völlig berechtigten Positionen unseres brandenburgischen LJV erfolgt hier erstaunlich objektiv und mehr berichtend als, wie wir das in den öffentlich-rechtlichen Medien oftmals erleben, abfällig und abwertend.
Da steht den Grünen und ihren medialen Hilfstruppen der ideologische Geifer doch oftmals breiter ins Gesicht schreiben.

Und zweitens: Das man für die Jagd und die Pflege von Naturräumen uns Jäger als umsetzende Kraft benötigt und hier mehr oder minder anerkennt, dass die Sache auch Spaß und Freude bereiten soll, hat der Herr von der Linken auch erkannt.

Und das finde ich doch zunächst einmal gut !

Der Spruch "Die Jagd gehört dem Volk" ist zunächst einmal sicherlich einem sozialistischen Jagdsystem zugehörig.
Und obwohl das DDR System die in der NS-Zeit etablierten, feudalen und teilweise pervertierten, jagdlichen Begünstigungen für verdiente Funktionäre zu einem neuen Höhepunkt (oder Tiefpunkt) getrieben hat, war dennoch auch für den kleinen Mann (und auch sehr viele Frauen denen hier alle Türen jagdlich offen standen) die Jagdausübung in herrlichen Naturräumen und wildreichen Revieren durchaus möglich. Eine gewisse politische Konformität natürlich vorausgesetzt.

Und das im Gegensatz zu einem auch bis zum Kriegsende hinweg durchaus sehr feudal geprägtem Jagdwesen, in dem die normalen Dörfler in der Region kaum eine Chance auf eine wie auch immer geartete Jagd auf Schalenwild hatten. Das wurde von vielen Jägern nach dem Krieg hier in den ostelbischen Ländern sicher positiv aufgenommen.

Und heutzutage ?

Während in manchen ostdeutschen Jagdgenossenschaften die Reviere inzwischen einzig unter der Maßgabe "Pachterlösoptimierung" vergeben wurde und die solventen Herrschaften aus der großen Stadt (gerne auch weit entfernt gelegen) dann an einigen wenigen Wochenenden im Jahr mal zur Jagd einschwebten und die Sache vor Ort zwischendurch einem mehr oder minder überforderten, armen Kirrdödel-Rentner überließen, sind andere JGs durchaus interessiert, ortsansässigen Jägern auch mit kleinen Geldbeuteln die Jagd in ihrer Umgebung zu ermöglichen. Zur letzteren Sorte gehört auch meine JG und hier jagen Mann und Frau, Handwerksgeselle, Arzt, Ingenieur, Polizist und Manager gleichermaßen und als Kamaraden und Jagdfreunde der selber Sache verpflichtet und die selben Privilegien genießend.

Bei der Vergabe der Reviere wurden und ggf werden stets regionale Jäger bevorzugt, Menschen die man im Dorfe kennt, die man, wenn es irgendwo jagdlich brennt, auch kurzfristig und persönlich erreichen kann und die sich nicht durch einen Anwaltsbüro am Ku`damm oder, noch schlimmer, auf der Königsallee vertreten lassen.

In dem Sinne ist mir die Idee mit dem "Jagd gehört dem Volke" recht sympathisch geworden und ich bin mir sicher, dass es um einige Reviere in unserem Land besser bestellt wäre, wenn man Leute mit der jagdlichen Pflege betrauen würde, die hier richtig Spaß und Freude an der Sache haben, die das in einem kamaradschaflichen Team, freundlich, motiviert, kenntnisreich und jagdlich fit und vor allem Präsenz zeigend machen und diese Reviere nicht einfach nur "besitzen" oder gepachtet haben, weil es schick ist, sowas zu haben.

Auch in diesem Forum lese ich immer wieder Berichte von Foristen, die sich wirklich sehr positiv präsentieren und bei denen ich keinerlei Zweifel hätte, dass sie, auch bei Tageslicht betrachtet, ein Revier zum Positiven entwickeln, hegen und pflegen würden, und die sich doch stattdessen aus, vermutlich finanziellen Gründen, in der Abhängigkeit eines "haben wollenden" Pächters bewegen müssen, gegängelt werden oder bzgl Waidgerechtigkeit und Jagdpraxis diverse Kröten schlucken müssen, um weiter jagen zu dürfen.

Wenns nach mir ginge - ich würde hier ein System von Eigenjagd, Pacht durch Pächter und Pächtergruppen sowie die Pacht durch Jagdkooperativen durchaus interessant finden. Und bin mir sicher, dass doch einige revierlose Jäger und Jägerinnen im Forum durch letzteres zu guten bzw besseren Jagd- und Hegemöglichkeiten kommen würden, als das aktuell der Fall ist.

Und mit einem Augenzwinkern hier noch ein Schild aus alter Zeit, so wie man es hin und wieder noch in Jagdhütten der Region sieht:

und ich kenne sogar den der das Schild geschrieben hat.
Beim Förster Fistler in Grimnitz holten sie sich ihre Waffen zum Jagen ab.
Einer der zur intelligenz gehörte war mein Sportlehrer Horst Fleischer an ihn erinnert heute noch ein Stein am Schulsee.
 
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1 Jan 2010
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#60
Berufsbedingt und aus familiären Zusammenhängen kenne ich einige Menschen mit einem „von“ im Namen. Diejenigen, die noch große Besitztümer haben, leben überwiegend in einer eigenen Welt, zu der man ohne „von“ keinen Zugang erhält. Das gibt es aber auch in anderen Bereichen, Freimaurer, manche Serviceclubs, studentische Verbindungen, mit einem Unterschied: man wird in die anderen Bereiche nicht hineingeboren.
Dass der Graf Schwerin Vorsitzender eines Jagdverbandes ist, dem man nicht zwingend streng konservatives Gedankengut nachsagt, ist daher überraschend, denn in seinem familiären Umfeld wird ihm das wenig Zustimmung einbringen.

Zur Frage des Eigentums: wenn man die Herkunft der sehr großen Vermögen genauer unter die Lupe nimmt, Adelsfamilien fehlen da fast ganz, dann kann man auch diese kritisch sehen, weil sie oft auf irgendeiner Form der „Ausbeutung“ beruhen. Dann wäre man aber schnell in sozialistischen Fahrwassern und in die will wohl keiner zurück.
 
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