Brandenburg: Selbstgenehmigender Antrag auf Schonzeitaufhebung für Rehböcke

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#1
Kommentar von Prof. Pfannenstiel
Hans-Dieter Pfannenstiel 31. Januar 2019 um 15:00
Nun ist er auch für den letzten Zweifler zerplatzt, der schöne Schein vom jagdlichen der Vorbild des staatlichen Forstwesens. Die hässliche Fratze einer Förstergeneration wird weithin sichtbar, die ihr Forsthandwerk nur noch rudimentär beherrscht und ihr Versagen dem Wild anlastet.
Wie heißt es in § 1 des Landesjagdgesetzes Brandenburg?
“Wild ist ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Es ist als unverzichtbarer Teil der natürlichen Umwelt in seinem Beziehungsgefüge zu bewahren. Der Schutz des jagdbaren Wildes und seiner Lebensräume ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.”
Wann endlich bekommen wir eine Landesregierung, die ihre Ministerialbürokratie anhält, Gesetzestexte nicht als unnötigen Schnickschnack, sondern als verbindliche Handlungsvorgabe zu betrachten? Wann kehrt Minister Vogelsänger endlich mal mit dem eisernen Besen seinen Augiasstall aus, statt wildbiologisch weitgehend Unbedarften höchste Ämter anzuvertrauen?
https://www.jawina.de/brandenburg-selbstgenehmigender-antrag-auf-schonzeitaufhebung-fuer-rehboecke
 
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#3
Also ich mach ja auch keinen Hel daraus, dass mir manche gebaren der "Wildmanager" drüber sind (Gais vor Kitz im September etc.).

Aber hier geht es doch nur um eine Aufhebung der Schonzeit von Böcken im Januar? Und da kann ich nunmal nichts negatives darüber sagen. Ganz im Gegenteil unterstütze ich das eher.
 
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#4
[QUOTE="willirt, post:
Wann endlich bekommen wir eine Landesregierung, die ihre Ministerialbürokratie anhält, Gesetzestexte nicht als unnötigen Schnickschnack, sondern als verbindliche Handlungsvorgabe zu betrachten? Wann kehrt Minister Vogelsänger endlich mal mit dem eisernen Besen seinen Augiasstall aus, statt wildbiologisch weitgehend Unbedarften höchste Ämter anzuvertrauen?
https://www.jawina.de/brandenburg-selbstgenehmigender-antrag-auf-schonzeitaufhebung-fuer-rehboecke[/QUOTE]

In Brandenburg stinkt der Fisch, so wie in anderen Bereichen der Republik auch, vom Kopf her. Deswegen liegt die Hoffnung vieler Märker eher auf der kommenden Landtagswahl als auf einem plötzlichem Erkenntnisgewinn der abgehobenen, hoffnungslosen, rot-roten Truppe am Steuer der aktuellen Landesregierung.

https://www.welt.de/politik/deutsch...-gemeinsam-auf-Platz-eins-in-Brandenburg.html
 
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#5
In Niedersachesen sind Böcke auch bis 31.01. Januar jagdbar.
Ich kenne jedoch nur wenige Privatpächter die nach dem 15.10. noch Rehböcke erlegen.

Beim Forst geht es doch darum, dass sie nicht ihren Jagdgästen, die beim Ansprechen von Rehwild Tomaten auf den Augen hatten, zu Selbstanzeigen drängen müssen, weil diese Böcke in der Schonzeit erlegt haben.

TH
 
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#7
Letztlich noch von einem damals am Gesetzgebungsverfahren beteiligten Menschen gehört: in der Vorbereitung war immer vorgesehen, dass die Jagdzeit für den Rehbock am 31.1. enden sollte. Da hat dann "irgendeiner" vor der letzten Abstimmung, als nichts mehr zu ändern war, eine "2" reingemogelt. Wenn dieser Antrag jetzt also "selbstgenehmigend" ist, dann entspricht das Erreichte dem wahren Willen des Gesetzgebers und korrigiert einen Tippfehler bzw. eine bewusst eingebaute Nickligkeit. Da wir z.B. um die DJ herum Jagdruhe halten ist die DJ im Januar sicherlich in Summe weniger stressig für die Populationen an Schalenwild als derselbe Abschuss auf der Einzeljagd.
 
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#8
..... Da wir z.B. um die DJ herum Jagdruhe halten ist die DJ im Januar sicherlich in Summe weniger stressig für die Populationen an Schalenwild als derselbe Abschuss auf der Einzeljagd.
Wann habt ihr denn Eure DJ, bzw. wann lasst ihr dafür das Revier in Ruhe? Bekommt ihr das grobe nicht bis Weihnachten hin? Dann bräuchte man im Januar das Wild nicht mehr in die Gänge zu bringen. Wildbiologisch sicher sinnvoll und wegen der ggfs schon neuen Frilis deutlich besser.

wipi
 
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#9
Wieso kapriziert man sich denn schon wieder auf den Januar? Das Bock-Ansprechproblem beginnt am 16. 10., da kommt die DJ-Saison grade erst in Gang.

Der Herr Pfannenstiel, mit Verlaub, wird alt. Das ganze riecht nach: wenn man sonst nix findt, muß man sich an einem Nägelchen aufhängen. Applaus der Claqueure. Unsanfte Landung. Genick heile, Hinterteil schmerzt.
 
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#10
Wobei man hier die Frage stellen muss, ob es sich tatsächlich um den Wildbiologen handelt oder irgendein User diesen Namen als Nick verwendet. Kann mir nicht vorstellen, dass er bei Jawina mit zwei unterschiedlichen Namen postet... Ein Kommentar bei dem Artikel deutet darauf hin, dass es ein Fake-Nick ist.
 
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#11
Der Einzelabschuss ist stressig, für wen??
Wenn ich ein Wildtier erlege, dann bemühe ich mich darum, es so zu treffen, dass es sofort umliegt, ohne auf Teile des zentralen Nervensystems zu zielen. Das klappt in der Regel seit 60 Jahren bei Reh- und Rotwild, und ich konnte bislang nicht feststellen, dass ein „benachbartes“ Stück, wenn eins in der Nähe war, in Panik geriet.
Man schiesst doch nicht in einen „Pulk“ und springt eilends zum verendeten Stück, um den Äser zwecks Altersbestimmung gleich mal aufzuschärfen, ungeachtet der im Zweifel noch herumstehenden anderen Rehe oder Rudelmitglieder.
Ich muss doch mal bei einem Jungjägerausbilder nachfragen, was denen bei gebracht wird.
 
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#15
@Achter: Ich bin zu wenig in der Materie, um Dir folgen zu können?

Nur einige grundsätzliche Überlegungen:
- Wenn Brandenburg ganz allgemein eines nicht hat, dann ist das zu wenig Schalenwild.
- Vor den geringen Schalenwildbestand hat der Herrgott das Reduzieren gesetzt.
- Ab einem gewissen Quantum kann das dauern, und wo außenrum weiter gehegt wird, ist man damit nie fertig.
- Pflanzen ist teuer, und solche Investitionen setzt man ungern in den Sand. Es gibt im Forst noch ein paar mehr Zwänge als nur ökonomische. Ich hab's in einem anderen Faden grad erst erläutert. Im Zweifel Zaun. Rot- und Damwild verspeist übrigens auch ganz gern Teile verholzender Pflanzen. Nur so ins Unreine.

Der sadistische Genuß, einen Jagdgast in die Selbstanzeige zu quälen, gehört jedenfalls nicht dazu.
 
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