Brennpunkt Nachsuche, W&H Heft 18, S 32-38

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#31
Wenn jemand in stockdunkler Nacht auf min 100m stehend freihändig ein Stück Wild umschiesst, dann ziehe ich meinen asbach-alten Hut voller Hochachtung.
Manchen Jägerinnen und Jägern passiert es leider in stockdunkler Nacht hin und wieder, dass sie nicht mitbekommen/sehen, wenn sich eine Wutz, nur auf die darf man zur Geistestunde ja schiessen, grad um 180 Grad gedreht hat und dann liegt der Treffer leider nicht da, wo er eigentlich hingedacht war.
Im übrigen finde ich es immer wieder faszinierend, dass die Biathletinnen wie Biathleten trotz hoher Belastung ihre Treffer auf ein 5cm grosses Ziel bringen, auch bei Nachtwettkämpfen, aber die haben immerhin Flutlicht.
Aber ich bin es ja selber schuld, sagte ich doch, dass sich derjenige, dem noch nie ein Malheur passiert ist, melden möge.
Nix für ungut, Gruss und Waidmannsheil, DKDK.
 
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#32
Dieser Artikel in der W&H hat mich doch tatsächlich dazu verführt nach längerer Zeit mal wieder eine W&H zu kaufen. Ich gehe auch mit den meisten Statements des Autors überein. Ich würde das aber nicht nur auf die Nachsuchenpraxis begrenzen, sondern auf die gesamte Jagdpraxis ausweiten.

Wir haben viel zu viele Luftpumpen und / oder Selbstdarsteller im Nachsuchenwesen, bei den Stöberhunden, Niederwildhunden und den Bauhunden. Und im gesamten Jagdbetrieb findet man auch jede Menge Selbstdarsteller. Wer aufmerksam hier im Forum oder in den entsprechenden FB-Gruppen liest, wird tausendfache Negativbeispiele finden.

Viele Jagdherren und Jäger sind nicht mehr in der Lage gute Jagdhundearbeit zu erkennen und schlechte Jagdhundegespanne aufgrund der gezeigten, schlechten Jagdhundearbeit auszusortieren. Oftmals ist es den Beständern und Jagdleitern auch egal, das schlechte Jagdhundearbeit ganze Niederwild und Drückjagden sprengen und laden diese Katastrophengespanne das nächsate Mal wieder ein.

Die passionierten Nachsuchenführer, Jagdhundeführer und Jäger, denen seitens Familie und Arbeitgeber der Rücken so freigehalten wird, daß sie ihrer Passion so nachgehen können, damit sie richtig gut werden, werden immer weniger. Für viele Hundeführer und Jäger ist die Jagd auch nur noch ein Hobby neben vielen.

Für mich kann es regional nur ein gutes Nachsuchenwesen geben, wenn sich die bestätigten NSF und die Gebrauchshundeführer vor Ort gegenseitig die Bälle zuspielen. Ohne eine Zusammenarbeit dieser beiden Gruppen gibt es nur das angebleite Wild als Verlierer. Das gilt für bestätigte NSF, die meinen elitäres Gehabe raushängen lassen zu müssen und für Gebrauchshundeführer die ihre Grenzen nicht kennen oder Fehlsuchen nicht durch bestätigte NSF kontrollieren lassen!
 
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