Camp Knife gesucht...

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Das Condor Undertaker Bowie... Ja, das ist ist ein Messer... ;)
Das ist doch kein Messer - DAS ist ein Messer!

Ansonsten möchte ich auch eine Lanze für das Terävä Skrama als Camp Knife brechen: Es ist zwar so hässlich wie die Nacht finster ist (und wir reden da eher von einer bewölkten Neumondnacht als von der Sauensonne in der klaren Herbstluft), aber ein absolutes No-Nonsense-Knife aus einem sehr guten Stahl.
Das Skrama 200 hat für mich auch das bessere Gewicht-Nutzen-Verhältnis: Das 240-er ist einfach zu lang und zu schwer!

Was beim Skrama halt ziemlich einzigartig ist: Die Klinge hat zwei Schärfwinkel: Die ersten 5cm (vom Griff aus gesehen) sind mit 25° angeschliffen, damit man damit feinere Arbeiten (z.B. Feather Sticks) machen kann.
Der Rest der Klinge ist mit 34° etwas robuster gehalten, ideal zum damit Holz zu kloppen oder Geäst zu entfernen.
Was ich auch spannend finde: Lt. Homepage ist der innere Teil (also die Schneid"lage" - es ist aber kein Lagenstahl) auf 59 HRC gehärtet, während die äußeren Schichten mit 52 HRC weniger Hart und dafür zäh gehalten werden. Leider hat mir noch niemand erklären können, wie man so eine Wärmebehandlung hinbekommt...

Der Griff ist zwar der Gottseibeiuns für die Ästheten, passt aber perfekt zum Konzept: Angenehm zu halten, gibt keine Vibrationen an die Hand weiter, ist auch bei Kälte und mit Handschuhen noch angenehm (im Gegensatz zu diversen Full-Tangs, wo oben und unten der kalte Klingenstahl herausschaut; Das ist speziell im Winter absolut subobtimal).

Hier das Skrama 200 mit der mitgelieferten Plastikscheide (Version um ca. 65€; es gibt auch eine Lederscheide um 30 € zusätzlich).
Skrama_200.jpg

Und hier im Vergleich zum von-Tempsky-Bowie:
Skrama_200_vs_von_Tempsky-Bowie.jpg
 
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Sorry, aber das Bowie wiegt ein knappes Kilo, meine Gränsfors " kleine Forstaxt" auch kaum mehr, wollen wir wetten womit man schneller und einfacher Holz spaltet?
 
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Hab ich letztens mit meinen probiert, wär ich vorsichtig mit: mein VTB war anfangs zwar nicht sonderlich spaltfreudig da recht grob und stumpf und damit vom Spaltgut oft zurückfedernd; seitdem ich es etwas getunt habe, ist es allerdings sehr potent darin, und dank des Gewichts benötigt man sogar oft kein Schlagholz, sondern haut einfach durch :). Die Forstäxte von GB sind ja eher fürs Entasten. Nimmt man allerdings die Spaltäxte/-beile von GB, dann wirds dunkel für Messer. Mit dem Spaltbeil hau ich selbst Klötze durch, für die der Nachbar ne Axt nimmt.
 
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Die Axt ist im Camp trotzdem vielseitiger als dieses Riesentrumm.

Nix gegen große Messer, aber, groß, größer, zu groß.
 
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Vermutlich nicht für den Namensgeber, der damit über die Camparbeit usw. hinaus noch weitere, allerdings sehr unschöne Sachen gemacht hat. Gebe dir aber Recht: eine Axt/Äxte wäre vermutlich unterm Strich die bessere Wahl für viele, siehe auch Nessmuks Konzept, oder wenn man sich mal die Ausrüstung vergangener Expeditionen anguckt bspw., und außerdem auch etwas sozialverträglicher heutzutage, von Paragraphen jetzt mal abgesehen. Es ist ein sehr beeindruckendes Stück Stahl....


https://youtu.be/eSeXG18ah4E
 
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Als allround fixed knive habe ich das benchmade adams

https://www.knivesandtools.de/de/pt/-benchmade-375bk-sibert-adamas-feststehendes-messer.htm

Die Säge auf dem Rücken funktioniert tatsächlich recht gut, batoning geht auch, hebeln etc. auch. Der D2 Stahl hat eine super Schnitthaltigkeit und wird problemlos rasiermesserscharf.

Für große Hände ist der Griff nur leider etwas klein und ein Butterbrot schmiert man lieber mit einem Schweiz Taschenmesser.

Wenn ich nicht ganz falsch informiert bin aber dafür legal zu führen.
 
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Da wäre ich vorsichtig.
Es hat eine Klinge unter 12cm. Aber gerade solche tacticoolen Geräte werden von manchen Ordnungshütern gern in die Waffenecke gedrängt, gerade auch wegen des scharfen Klingenrückens.
Das sollte man bedenken, wenn man nicht zur Jagd unterwegs ist.
 
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Tacticool ist für mich nix...

Ich hab das alles noch mal durchdacht. Für mich scheint, bei aller Liebe zu großen Messern, die combi aus Brotzeitmesser, mittelgrossem fixed und Beil am ehesten das zu sein, was ich brauche.
Zum Thema Moonshiner bin ich über dieses Video gestolpert:
https://youtu.be/eU5QlFFhkzE

Wenn da mal nicht ein Nagel in der Fichte steckte.
 
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Scandi vielleicht nicht, aber ein Saber grind weil der zur Stabilität beiträgt.
Wenn die Klinge breit genug ist, s.o. kann der Schliff hochangesetzt werden und das Ding ist dann nicht nur zum hebeln geeignet.
Ansonsten ist mir bei einem Jagdmesser ein Flachschliff und eine nicht zu dicke Klinge am liebsten.

Sabre geht auch,

warum nicht. Hier war allerdings nach einem Camp Knife gefragt, das weist eben auch in Richtung Holzbearbeitung.

Wenn ich Zweige abschlagen wollte, würde ich immer eine Machete mit frontlastigem Schwerpunkt bevorzugen, wie die afrikanischen Bauern und Wilderer sie anwenden. Die muss auch nicht vorne spitz sein, aber einen breiten Klingenrücken und vorn eine breite Klinge haben. Die besten kamen aus Nigeria, waren wohl Klingenrohlinge aus dem UK. Vielleicht haben die da die Blattfederrückstände aus der Automobilproduktion von British Elend aufgearbeitet.

Jagdmesser ist eine ganz andere Hausnummer, wer benutzt die schon zum Holzspallten oder -schnitzen? Damit muss man schon mal die Unterläufe von Rotwild im Gelenk mit durchtrennen, aber sonst doch eher Aufbrechen und grob Vorbereitungshandgriffe für den Abtransport in die Kühlung mit erledigen.

Ich finde auch für Camparbeiten zu lange Klingen à la Bowie nicht sehr praktisch.

Gruß,

Mbogo
 
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Als Machete ist mir die alte Form von Fiskars die liebste.

Aber ich würde niemals ohne meine Axt in den Wald ziehen, wenn ich Holzspalten vor hätte, dazu eine Klappsäge.
Das Campknife ist für mich für den Fall zwischen feinen Arbeiten und Holzspalten.

Die Sami sind ein gutes Beispiel, jeder hat da ein kleine Messer zum Essen und schlachten am Gürtel, den klassischen Puukko.
Daneben den Huggare bzw Leuku, 20 cm Klinge zum klein machen von Holz und sonstigen Arbeiten, für die die feine Klinge des Puukko zu empfindlich ist.

Ich empfinde Batoning als Spaß für Stöckchenschnitzer, die ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen.
 
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