Corona bei Elefanten?? Epidemie im Okavango Delta

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#16
Ich fürchte das er Recht hat.

Der Elefant ist bekannt als ein sehr schlechter Futter Verwerter so das sich nur den Magen zu stopfen mit irgendetwas nicht ausreicht.

Normalerweise müsste man aber optisch sehen ob ein Tier wegen Unterernährung verendet ist , so weit man es sehen will. Wir wissen ja nicht wer alles an Umweltfreunden und anderen Tierschützern dieses Massensterben untersuchen.

Man sollte jetzt aber mal endlich nicht nur über die Problematik sprechen , sondern über die Lösungen des Problems und zur Tat schreiten. Mit der Luxus Elefanten Trophäenjagd ist das Problem nicht zu lösen. Da geht es um Geld , was aber wiederum benutzt werden kann um die anderen Maßnahmen zu finanzieren , und zwar den Massenabschuss und Culling unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Gastjäger können da aus verschiedenen Gründen nur sehr bedingt herangezogen werden.
 
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#17
Sehr interessanter und gut begründeter Beitrag. Ich bin gespannt ob es begründete Gegenmeinungen geben wird, oder ob der Autor Recht hat.
Die angesprochene Überpopulation höre ich nicht das erste mal.
hallo.
Im Grunde genmmen ist es damit nicht anders, als bei uns...

Wenn der Lebenraum für eine Art zum Überleben nicht mehr her gibt, greifen natürliche Regularien, die mit Seuchen nichts zu tun haben.
Allerdings betrachtet man diese Regularien immer erste dann, wenn man keine anderen Erklärungen mehr finden kann.

Quasi: es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Aber der Lebenraum ist nun einmal zwingend endlich !
(Das ist auch etwas, was man in die Köpfe von Balkonbiologen niemals reinbringen wird)
 
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#18
....

Normalerweise müsste man aber optisch sehen ob ein Tier wegen Unterernährung verendet ist , so weit man es sehen will.....

.....
Hallo.
Aus meiner Sicht beginnt eine Unterernährung schon mit ersten Auswirkung in Mangelerscheinungen.
Diesen kann man aber nur entgegen wirken, wenn man sie rechtzeitig erkennt.
Ab dem Punkt X ist es dann zu spät.

Wie du schon schreibst, es kommt darauf an, wer genau und wie tiefgründig welche Ursachen in Betracht zieht.
 
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#19
Die These des Verhungerns könnte auch erklären, weshalb die Elefanten noch laufen und dann nach vorne hin (entkräftet) zusammenbrechen. Mit dem verlinkten Artikel erscheint dies plausibel zu sein.
 
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#20
hallo.
Im Grunde genmmen ist es damit nicht anders, als bei uns...

Wenn der Lebenraum für eine Art zum Überleben nicht mehr her gibt, greifen natürliche Regularien, die mit Seuchen nichts zu tun haben.
Allerdings betrachtet man diese Regularien immer erste dann, wenn man keine anderen Erklärungen mehr finden kann.

Quasi: es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Aber der Lebenraum ist nun einmal zwingend endlich !
(Das ist auch etwas, was man in die Köpfe von Balkonbiologen niemals reinbringen wird)
Die rudimentärsten Zusammenhänge.
Wobei man Seuchen da ja inhaltlich schon einsortieren kann.
Das Verhungern/Verdursten ist natürlich der noch direktere Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage.
Kann man sicher aber erstmal eine vom WWF initiierte und der EU bezahlte Studie drüber machen. Dann kommt die Antibabypille für den Elefant, damit ja kein böser Jäger eingreift und die doofen Einheimischen auch nix davon haben.
 
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#21
Schaut Euch den Lebensraum an und dann den Bestand dann wist ihr was da los ist.
von 130.000 Tieren sind jetzt ein paar 100 verhungert! (vermutlich die Ursache wird natürlich keiner der Gutmenschen und Safariparkzüchter offen zugeben )
Die Natur löst das Problem der Überpopulation auf ihre eigene weise.
 
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#22
Die rudimentärsten Zusammenhänge.
Wobei man Seuchen da ja inhaltlich schon einsortieren kann.
Das Verhungern/Verdursten ist natürlich der noch direktere Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage.
Kann man sicher aber erstmal eine vom WWF initiierte und der EU bezahlte Studie drüber machen. Dann kommt die Antibabypille für den Elefant, damit ja kein böser Jäger eingreift und die doofen Einheimischen auch nix davon haben.
Das mit der Pille wurde ja schon vor Jahren im Krüger NP versucht und war erfolglos.

Das Modell den Bestand zu regulieren nach der Art die wir beim Schwarzwild anwenden geht auch nicht. Auf Grund der komplexen Sozialstrukturen der Elefanten verbleibt bei den Überlebenden einer Herde wo nur selektive Abschüsse durchgeführt wurden ein psychologisches Trauma mit schwerer Störung des Verhaltens. Einige Tiere werden dann zu Problemtieren die am Ende doch erlegt werden müssen.

Nach vielen Diskussionen mit Berufsjägern und mit an Ort und Stelle ansässigen kompetenten Jägern , scheint es nur eine Lösung zu geben und das ist leider das Culling.

Da werden wir uns noch einiges anhören müssen wegen Botswana und seine Elefanten.
 
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#23
Das mit der Pille wurde ja schon vor Jahren im Krüger NP versucht und war erfolglos.

Das Modell den Bestand zu regulieren nach der Art die wir beim Schwarzwild anwenden geht auch nicht. Auf Grund der komplexen Sozialstrukturen der Elefanten verbleibt bei den Überlebenden einer Herde wo nur selektive Abschüsse durchgeführt wurden ein psychologisches Trauma mit schwerer Störung des Verhaltens. Einige Tiere werden dann zu Problemtieren die am Ende doch erlegt werden müssen.

Nach vielen Diskussionen mit Berufsjägern und mit an Ort und Stelle ansässigen kompetenten Jägern , scheint es nur eine Lösung zu geben und das ist leider das Culling.

Da werden wir uns noch einiges anhören müssen wegen Botswana und seine Elefanten.
Bestandreduzierung geht bei Elefanten nur über die Entnahme einer kompletten Herde das wird manchen Jagdromantiker verstören geht aber nicht anders
 
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#25
Die rudimentärsten Zusammenhänge.
Wobei man Seuchen da ja inhaltlich schon einsortieren kann.
hallo.
ja... die rudimentären Zusammenhänge.
Bei Jägern gehe ich strikt davon aus, dass sie diese (er)kennen.
Bei Balkonbiologen muss man nachsichtig sein... da darf , nein, da muss man immerzu und nimmermüde auf die Zusammenhänge aufmerksam machen.
Aber ab dann trennt sich die Spreu vom Weizen: von Jenen, die es begreifen wollen bis zu Jenen, die es einfach nicht kapieren können (wollen).
Das Verhungern/Verdursten ist natürlich der noch direktere Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage.
Das Alpha und das Omega!

Der Fuchs. Als bestes Beispiel dafür, was passiert, wenn man einen wichtigen natürlichen Regulator wegimpft.
Nun gibts da aber eben noch andere Regulatoren wie Staupe und Räude.
Fast möcht ich sagen, Hubertus sei Dank. Die Folgen des allseits überboardenden Raubwildbestandes sind uns bekannt. Den Fuchs werden wir, mit unserer Art seiner Bejagung, niemals ausrotten können (selbstredend auch niemals wollen!).
Verhungern wird der Fuchs, als kulturfolgender Beutegeneralist, eher auch nirgendwo.

Kann man sicher aber erstmal eine vom WWF initiierte und der EU bezahlte Studie drüber machen. Dann kommt die Antibabypille für den Elefant, damit ja kein böser Jäger eingreift und die doofen Einheimischen auch nix davon haben.
Die Anti-Baby-Pille.... Reisst mit einem Male einen tiefen Krater in ökologisch wichtige Alterspyramiden.
In freier Natur ausgebracht, unkotrollierbar und unberherrschbar. Von manchen Individuen mehrfach aufgenommen, von Anderen hingegen nicht.

Der Teufel, den man rief.....
Es kann nichts, wenn der Mensch in noch natürlich funktionierende Abläufe eingreift.
Es gibt kein Beispiel, wo das funktioniert (hat).

Es ist zwar traurig mit an zu sehen, aber wenn die Bestände der Elefanten erst einmal auf natürliche Weise nieder gehen, werden sie sich auf ausreichen Lebensraum stabilisieren.
Es wird das stärkste Individuum zum Arterhalt überleben.

Das ist dann wohl das, was Tierschützer damit meinen, dass sich die Natur selbst regelt.
Habens ja nicht ganz unrecht damit. Und da wir die Zusammenhänge kennen, müssen wir ihnen Recht geben damit.
Es ist ja keine bahnbrechend neue Erkenntnis!

(muss ich für mich persönlich schon seit meinen Jahrzehnten so sehen! Für mich ist es aber trotzdem sinnvoller, Zuwächse sinnvoll wie nachhaltig ab zu schöpfen und damit wiederum Arten zu schützen.)
 
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#27
Tja, warten wir die Tests ab. Ich glaube eher an eine Krankheit, die Unterernährungs-Theorie ist doch sehr "pro domo" = Jagd.

(Wobei ich die kontrollierte Jagd mit zahlenden Jägern als sehr sinnvoll für das Überleben der Elefanten halte - so pardox es klingt. Siehe Marco Polo Projekt in ? Kirgisien?)

Wieso verenden gleich hunderte Elefanten in kurzer Zeit und nicht peu à peu hier und da - die Schwächsten zuerst.
Die geäußerte Staupe-ähnliche Erkrankungsvermutung klingt mir wahrscheinlicher.
 
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#28
Man sehe sich die Länder, ihre (möglichen) Habitate und den Elefantenbestand einmal im Vergleich an:

Namibia ca. 25 Tsd. (von ca. 5 Tsd. in 1990)
Botswana je nach Angabe und Schätzung zwischen 130. und 200 Tsd. (gem. Artikel von 7,5 Tsd. in 1960)
Zimbabwe / Hwange ca. 60. bis 70. Tsd.
Kenia ca. 35 Tsd. (von ca. 400 Tsd. Mitte der 70er, als das Jagdverbot verhängt wurde)

Es kann sich jeder selbst ausmalen, wo eine Überpopulation vorhanden ist und welche Konzepte und Herangehensweisen nicht funktionieren.
 
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#29
Ein wesentlicher Regulator ist die Beschaffenheit des Bodens. Gibt es in Botswana, im Elefantenland, noch große Herden? Gnus, Büffel, whatever?

Falls nicht, fehlen dem Ökosystem schlicht wichtige Komponenten, und Abschuss dürfte nur wenig Erfolg bringen.
Wie ich drauf komme? Durch jemanden, der etliche 10.000 Elefanten schießen ließ, als man noch dachte, es gäbe zu viele in Afrika und sie würden die Bäume und ihr Habitat zerstören...
Das war mal so in den 50er, 60er Jahren.

Guckst Du: https://youtu.be/vpTHi7O66pI
 
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#30
Was heißt Elefantenland , der Begriff ist ein wenig überholt. Zeitweise stehen Elefanten an der Ampel in Victoria Falls.

Das Ökosystem vom Savannen Elefanten gibt es schon lange nicht mehr. Der Elefant war immer ein Verursacher von Steppenbildung. Wenn es nichts mehr zu essen gab ist er weiter gezogen in das nächste Gebiet und hat eine trostlose Landschaft zurück gelassen , mit all den Auswirkungen auf andere Tierarten die man sich vorstellen kann. Nachdem sich das alles erholt hatte ist er wieder gekommen , und der Zyklus begann von vorn. Das geht aber alles schon lange nicht mehr , und mit dem fortschreiten der Trockenheit in Afrika , da die Elefanten vor allem auch viel Wasser brauchen , konzentrieren sie sich in Gebieten wo es auch viele Menschen gibt.

Ein Refugium für Elefanten gibt es nicht mehr. Es gibt einige Gebiete die nicht mehr so gut erfasst sind wie zum Beispiel die Sümpfe vom Bahr al-Ghazal im Südsudan , das Omo Gebiet in Südäthiopien oder die Gebiete westlich vom Turkana See. Ob es aber dort besser aussieht , in zum Teil Kriegsgebiete , weiß niemand. Die Zahl der Waldelefanten ist auch unklar , und da schrumpft auch dauern ihr Lebensraum.

Wie man das alles regeln will , insbesondere in Botswana , ist mir unklar. Sicher nicht mit Trophäenjagd alleine.
 
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