Corona bei Elefanten?? Epidemie im Okavango Delta

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#31
...

Der Elefant war immer ein Verursacher von Steppenbildung. Wenn es nichts mehr zu essen gab ist er weiter gezogen in das nächste Gebiet und hat eine trostlose Landschaft zurück gelassen , mit all den Auswirkungen auf andere Tierarten die man sich vorstellen kann. Nachdem sich das alles erholt hatte ist er wieder gekommen , und der Zyklus begann von vorn. .....
Das Land ist riesengroß... Heute ist der Platz für riesige Elefantenherden zu wenig
.
Wie man das alles regeln will , insbesondere in Botswana , ist mir unklar. Sicher nicht mit Trophäenjagd alleine.
das denke ich mir auch
 
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#32
Beim Lesen des Fadens sind mir ein, zwei Punkte aufgefallen... wenn der Lebensraum nicht mehr optimal ist kann es vor dem Hunger den Mangel geben, dh ein Individuum kann mit vollem Magen an einem Mangel bzw an einer durch Mangel verursachten Krankheit oder Anfälligkeit eingehen.
Da kann schon der fehlende Zugang zu bestimmten Mineralien die Dickhäuter anfällig machen. Die Todesursache muß dann nicht zwangsläufig bei jedem Indiviuum die gleiche sein.

Nur am Rande bemerkt...


CdB
 
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#33
Hier ein Video de FAZ, darin ist eine dürre Landschaft abgebildet, Ernährungszustand wird auch als mögliche Mitursache der Verendens der Elefanten in umschriebenem Gebiet vom Leiter des Schutzgebietes angegeben.
https://youtu.be/EmeVK_2V4J0
Bei dem Wasser würde ich auch die Waffen niederlegen...
 
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#34
1594801096064.png
15 Juli 2020

Ursache für Elefantensterben scheinbar gefunden

Windhoek/Ondangwa (NMH/sb) -
Das mysteriöse Elefantensterben während den vergangenen Wochen im Okavango-Delta könnte auf eine Überbevölkerung in der Region und den damit verbundenen Konkurrenzkampf zurückzuführen sein. Das erklärte Umweltminister Pohamba Shifeta am Freitag bei der Vorstellung eines Projekts zu Armutsbekämpfung in Ondangwa.
In dem Kavango-Sambesi-Umweltschutzgebiet (KAZA-Park), das sich über Namibia, Angola, Sambia, Botswana und Simbabwe erstreckt, sind dem Minister zufolge über 200000 Elefanten beheimatet. „Das ist eine eindeutige Überbevölkerung und übersteigt die eigentliche Tragfähigkeit des Gebiets um ein zehnfaches“, sagte Shifeta. „Die Elefanten haben die Natur dort großflächig zerstört, was den Nahrungskampf unter den Tieren erhöht und sie großem Druck aussetzt.“
Seit Mai wurden mehr als 300 Elefantenkadaver im Okavango-Delta gefunden, doch die entnommenen Proben weisen laut dem Umweltminister bei der Laboruntersuchung keine Auffälligkeiten auf. „Mehr Tiere sterben an Stress als an Krankheiten“, so der Umweltminister. „Das würde auch erklären, warum die Teste keine Aufschlüsse geliefert haben.“
Da der Abschuss von Elefanten nicht erlaubt sei, müsste auf umfassende Forschung gesetzt werden, um eine Lösung zu finden. „Es gibt Menschen wie die Jagdgegner, die nicht aufgeklärt sind, und im Töten der Dickhäuter eine Dezimierung der natürlichen Ressourcen sehen“, sagte der Politiker. „Gewisse Wildtierarten sind aber schlichtweg in der Überzahl und die Natur kann diesem Ungleichgewicht nicht weiter standhalten.“ Auf dem AU-UN-Gipfel zur wirtschaftlichen Nutzung von Wildtieren in Afrika Mitte vergangenen Jahres hatten sich bereits Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe zusammengetan und um Erlaubnis gefragt, ihre bisherigen Elfenbeinbestände verkaufen zu dürfen, was jedoch abgelehnt wurde.

Quelle:
https://www.az.com.na/nachrichten/u...CAMPAIGN)&mc_cid=73bc0ce03d&mc_eid=a1be1f27f8
 
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#35
https://jww.de/botswana-was-toetet-die-elefanten/

Botswana: Was tötet die Elefanten?
Die Nachrichten über das mysteriöse Sterben von Elefanten im Norden Botswanas haben inzwischen auch die Tageszeitungen in Deutschland erreicht.

In der Nähe des Okavango-Deltas sind in den letzten Monaten mindestens 281 Elefanten verendet. Das bestätigten die Behörden. Möglicherweise waren es auch mehr Tiere. Die Gegend am Okavango Delta ist abgelegen und trotz Überfliegung werden nicht alle Kadaver entdeckt. Die Elefantensterbe ist auf eine Fläche von mehreren hundert Quadratkilometer begrenzt und betrifft nicht das ganze Land.

Festzuhalten bleibt, dass es bislang keine gesicherte Aussage zu den Ursachen gibt. Alle Berichte, die anderes behaupten, beruhen auf reiner Spekulation. Proben von verendeten Tieren wurden eingesammelt, um die Todesursachen festzustellen. Dabei muss man bedenken, dass das Untersuchungsmaterial frisch sein muss, die Tiere häufig aber erst nach einigen Tagen gefunden werden. Jedenfalls werden entnommene veterinärmedizinische Proben derzeit in Simbabwe und Südafrika getestet. Durch die COVID19 Restriktionen und logistische Probleme haben sich diese Prozesse verzögert. Die Regierung von Botswana hat mitgeteilt, dass ein erstes Laborergebnis vorliegt, man aber weitere Untersuchungen abwarten will.

Milzbrand, eine recht häufige Erkrankung im südlichen Afrika, wurde frühzeitig ausgeschlossen. Andere mögliche Ursachen könnten Bakterien im Wasser und im Boden sein oder Viren, die von Nagetieren übertragen werden. Möglich wäre auch eine Vergiftung. Wilderei ist allerdings nicht wahrscheinlich, da die toten Tiere noch ihre Stoßzähne hatten. Es konnte nicht ausbleiben, dass besonders phantasievolle „Experten“ auch Corona verantwortlich machten.

In Botswana leben mindestens 130.000 Elefanten, möglicherweise auch bei weitem mehr. Es gibt keinen ernsthaften Zweifel, dass diese Zahl die Tragfähigkeit der ariden Ökosysteme deutlich übersteigt. Insofern ist nicht ausgeschlossen, dass die natürliche Sterblichkeit ansteigt. Ähnliches gab es in Kenia 1970 und 1971, als viele tausend Elefanten nach einer Dürre verhungerten und verdursteten. Allerdings hat es in Nord-Botswana nach Jahren der Trockenheit wieder gut geregnet, und die Vegetation hat sich erholt. Denkbar wäre auch, dass Stress und Mangelerscheinungen aufgrund der Überpopulation die Tiere anfällig gegen Krankheitserreger macht.

Man wird warten müssen, bis endgültige Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die Regierung von Botswana hat inzwischen bekannt gegeben, dass sie eigene Veterinärkapazitäten für das Testen von Tierkrankheiten aufbauen will. Auch eine neue Managementstrategie für die Dickhäuter ist in Vorbereitung.

Es bleibt spannend. Die Elefantenpopulation in Botswana ist durch diese im Verhältnis zur Gesamtzahl geringe Sterblichkeit jedenfalls nicht gefährdet.
 
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#36
Nun auch Elefantensterben in Zimbabwe, 22 fast nur junge Tiere bis 18 Jahre, keine Wilderei - Stoßzähne noch in Kadavern.
Neue Erkenntnisse weisen auf Vergiftung durch Aufnahme giftiger Pflanzen bei Nahrungsmangel hin.
Zitat FAZ:
Dennoch: Auch dort deuten immer mehr Zeichen auf eine Vergiftung hin. „Die meisten Untersuchungsergebnisse haben wir mittlerweile bekommen“, sagt Oduetse Koboto, permanenter Sekretär des Umweltministeriums. „Bakterien, Viren und Pathogene können wir ausschließen. Derzeit warten wir noch auf toxikologische Gutachten.“
Gegenüber dem Sender Voice of America vermutet der botswanische Veterinär Mbatshi Mazwinduma ein natürliches Gift hinter dem Sterben. „Bis zum Juni war der Wasserpegel des Okawango sehr niedrig.“ Deshalb sei in einigen betroffenen Gebieten die Wasserqualität schlecht und die Konzentration von Giften höher gewesen als im Moment. Seit einigen Wochen steigt der Wasserstand des Flusses wieder, der seinen Ursprung als Rio Cubango in Angola hat. Seitdem wurden in Botswana keine neuen Elefantenkadaver gefunden. Zitatende FAZ:

https://www.faz.net/aktuell/gesells...rum-verenden-so-viele-elefanten-16942194.html
 
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#37
Nach Lektüre des verlinkten FAZ-Artikels

drängt sich mir der Verdacht auf, dass krampfhaft darum herum geschrieben wird, dass ein Großteil der Elefanten schlicht an Unterernährung zu Grunde gegangen sind, beschleunigt lediglich durch Pflanzengifte von Pflanzen. die sie sonst nicht in solchen Mengen konsumieren.

An „Viren und Bakterien“ wg. Trockenheits-bedingter Niedrigstände von Flußwasser glaube ich nicht, allenfalls erhöhte „Salz“gehalte stagnierender Gewässer halte ich für möglich, weil dies periodisch wiederkehrende Faktoren sind, die mir über Jahrzehnte aus Arbeiten in entsprechenden Klimaten vertraut sind. Die Salze sind häufig Fluor und Bor Verbindungen und Artverwandtes, das schleichend zum Tod führen kann, v.a. in Verbindung mit unzureichender und qualitativ schlechter Nahrung.

Gruß,

Mbogo
 
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