Dachse 2020-2021

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#1
Bald ist es soweit, die Dachse gehen auf.

Der Dachs ist eines meiner Lieblings-Wildtiere und ich gehöre zu den erstaunlich wenigen Jägern, die Freude an der Jagd auf den Dachs haben.

In Rheinland-Pfalz sind schon lange Taschenlampen, inzwischen auch Nachtsichttralala und alles, was bis vor kurzem noch verboten war, erlaubt - aber nur für die Jagd auf Schwarzwild.

Hier reden wir also sozusagen über echte, unverfälschte Jagd.

Der Ansitz am Bau ist zwar klassisch, aber da die Baue meist im Wald liegen, auch sehr schwierig, weil es eben dort sehr dunkel ist.

Daher bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, die "Dachsstrassen" zu suchen, ihnen zu folgen und dann dort anzusitzen, wo sie ins Freie bzw. zu besserem Licht führen.

Es hat sich erstaunlich viel geändert; an einer sonst guten Stelle, wo immer Dachse zu finden waren, ist dieses Jahr offenbar nichts, obwohl ich dort nicht viel geschossen habe.

Dafür ist ein Bau, der im Vorjahr schwach befahren war, dieses Jahr nochmals erheblich ausgebaut und erweitert worden. Die Dachse haben eine kleine Bodenmulde komplett mit Aushub verfüllt; das sind mindestens sechs oder sieben Schubkarren Erde.

Die Wildkameras zeigen vermutlich mindestens 8 Jungdachse; so ganz sicher bin ich nicht.

Ich freue mich schon auf den Braten und natürlich auf das ausgelassene Fett, das meine Schwiegermutter als Fachärztin für Kinderheilkunde immer dringend nachfragt.
 
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#3
Ich will dieses Jahr zum ersten Mal mit besonders gepimpter 223 Remington Munition auf den Dachs jagen; ich erhoffe mir weniger Wildbretentwertung.

Mein ehemaliger Jagdherr hatte wirklich schlimme Narben an einem Unterschenkel von einem bösen Dachsbiss; er schwor auf Großkaliber ab 2000 Joule / 100 Meter.

Schrot ging wiederholt gut, wenn die Entfernung passte.

Geschosse sind Nosler E-Tip 55 Grains, die aus meiner Waffe sehr schnell kommen ( > 1000 m/s; Ladedaten von Nosler).
 
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#4
Bald ist es soweit, die Dachse gehen auf.

Der Dachs ist eines meiner Lieblings-Wildtiere und ich gehöre zu den erstaunlich wenigen Jägern, die Freude an der Jagd auf den Dachs haben.

In Rheinland-Pfalz sind schon lange Taschenlampen, inzwischen auch Nachtsichttralala und alles, was bis vor kurzem noch verboten war, erlaubt - aber nur für die Jagd auf Schwarzwild.

Hier reden wir also sozusagen über echte, unverfälschte Jagd.

Der Ansitz am Bau ist zwar klassisch, aber da die Baue meist im Wald liegen, auch sehr schwierig, weil es eben dort sehr dunkel ist.

Daher bin ich in den letzten Jahren dazu übergegangen, die "Dachsstrassen" zu suchen, ihnen zu folgen und dann dort anzusitzen, wo sie ins Freie bzw. zu besserem Licht führen.

Es hat sich erstaunlich viel geändert; an einer sonst guten Stelle, wo immer Dachse zu finden waren, ist dieses Jahr offenbar nichts, obwohl ich dort nicht viel geschossen habe.

Dafür ist ein Bau, der im Vorjahr schwach befahren war, dieses Jahr nochmals erheblich ausgebaut und erweitert worden. Die Dachse haben eine kleine Bodenmulde komplett mit Aushub verfüllt; das sind mindestens sechs oder sieben Schubkarren Erde.

Die Wildkameras zeigen vermutlich mindestens 8 Jungdachse; so ganz sicher bin ich nicht.

Ich freue mich schon auf den Braten und natürlich auf das ausgelassene Fett, das meine Schwiegermutter als Fachärztin für Kinderheilkunde immer dringend nachfragt.
Hallo Streichelzoo,
interessiere mich auch für Dachsfett. Worauf ist beim Auslassen zu achten. Ein kleine Anleitung dazu und ein Rezept zur Zubereitung wären toll.
 
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#5
Bin bei mir in der Gegend auch einer der ganz wenigen, die jeden Dachs mitnehmen. Jetzt nicht gerade buchstæblich :LOL:, für das Fett oder das Wildbret habe ich keinerlei Absatzmøglichkeiten :cry: :sad:

Und ich kann mir auch nicht das ganze Haus mit den Schwarten zupflasterno_O

Aber es gibt bei uns sehr viele Dachse, man sieht sie oft überfahren am Strassenrand. Ich habe jetzt in den hellen Sommernächten schon einige Jungdachse verhaftet, die sich an meinen Kirrungen vergriffen haben, und ab dem 1/8 geht es dann auch den Alten an den Kragen. Kugel funktioniert am besten, Schrot nur deutlich unter 20 Meter, die Burschen sind sehr zäh!

Letztes Jahr habe ich 15 erwischt, alle mit entweder 7x65R oder 300WinMag. Habe aber auch schon einige mit der 222RemMag erlegt; funktioniert genausogut - sie rollen sich auf die Seite und sind mausetot :cool: Aber da bei uns die Sauen überhand nehmen hab ich halt doch meistens etwas dickeres dabei...
 
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#6
Hallo Streichelzoo,
interessiere mich auch für Dachsfett. Worauf ist beim Auslassen zu achten. Ein kleine Anleitung dazu und ein Rezept zur Zubereitung wären toll.
Wir haben im Forum schon einige Male drüber gesprochen. Ich bin kein Experte.

Ich habe es bisher in kleine Stücke geschnitten und dann sehr vorsichtig in einer beschichteten Pfanne erhitzt, dabei immer rühren.

Es dauert ewig.

Wenn das zu heiss wird, dann verfärbt es sich bräunlich, dass kann man dann angeblich nicht mehr brauchen.

Ich hatte es mal in einem Metallsieb in einer Schüssel in den Backofen gestellt, das klappt aber nicht gut.

Gegen den Winter zu haben sie mehr Feist, aber dann ist es eben mit der Dunkelheit ein Problem.
 
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#7
So hab ich’s auch gemacht... Fett ab, grob klein schneiden, in die Pfanne, bruzzeln.
Es dauert aber ein Weilchen, bis es anfängt zu zergehen. Danach durch ein Handtuch gießen.

Nicht zu heiß, einfach ein wenig Geduld.
Es riecht auch gar nicht unangenehm.

Und aus den Blättern was schönes kochen. Wie beim Reh oder Sau. Die Keulchen zu Schinken verarbeiten!
 
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#12
Ich werde in diesem Jahr sehr Stark in den Besatz eingreifen von den 15 müssen 50% weichen. Ich kirre zur Zeit in den Luderplätzen ( mit Hühnerdraht und Sauklappen 4X5 m eingezeunte Areale ) mit Putenleber. Die Dachse gehen durch die Sauklappen wie wild auf das Luder und es ist nicht allzu schwer den einen oder anderen zu entnehmen.
 
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#13
Ich werde in diesem Jahr sehr Stark in den Besatz eingreifen von den 15 müssen 50% weichen. Ich kirre zur Zeit in den Luderplätzen ( mit Hühnerdraht und Sauklappen 4X5 m eingezeunte Areale ) mit Putenleber. Die Dachse gehen durch die Sauklappen wie wild auf das Luder und es ist nicht allzu schwer den einen oder anderen zu entnehmen.
Kannst ruhig 15 oder mehr schiessen, es laufen garantiert nochmal soviele im Wald herum. Mindestens!

Der Dachsbestand wird i.d.R. grob unterschætzt!
 
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#14
Kannst ruhig 15 oder mehr schiessen, es laufen garantiert nochmal soviele im Wald herum. Mindestens!

Der Dachsbestand wird i.d.R. grob unterschætzt!
Da gebe ich dir völlig recht!!! Möchte aber noch eine Anmerkung machen meine beiden Jungjäger ( JAGDSCHULE ) meinen Dachse erlegen was soll das, langes sitzen auf eine solche Kreatur??
 
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