Darf man mit dieser Waffe am jagdlichen Schiessen teilnehmen ?Ruger Precision Rifle .308 Win.

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#91
Hallo,



obwohl das Klichee eben aus Zeiten stammt, als die Jagd noch einen weitaus höhere Akzeptanz in der Öffentlichkeit erfahren hatte als heute.
Ob eine Paramilitarisierung der Jägerschaft und ihrer Ausrüstung wie auch ihres Auftreteens da die Akzeptanz heutzutage erhöhen wird, bezweifle ich stark. Evtl. bei 15- bis 25-jährigen, männl. halbstarken, Counterstrike- und Aktionfilm-Konsumenten (die gehen aber nur selten mal raus, von ihrem PC weg).
Aber bei den Familien Maier, Müller, Schmidt und Schulz (Papa und Mama zwei Enddreißiger, mit den Kindern Marc-Luca (7) und Lisa-Jaqueline (4)) beim wochenendlichen Waldspaziergang? Wohl erher nicht. :confused:
Die haben nämlich noch die Vorstellung "Grüne Klamotten, grüner Hut, Doppelflinte = Jäger". Camoflage mit Sturmmaske und Military-Backpack und das AR-15 oder das Ruger Pracision-Rifle am taktischen Cordurariemen vor der Brust im Voranschlag getragen, assozieren sie wohl weniger mit "Jäger".
Kommt es zum (sachlichen) Gespräch, wird der in Grün mit Drilling, BBF oder Stutzen auch eher akzeptiert werden, wenn er (bei waffentechn. Intresse und demenstsprechenden Fragen) was von "auch das Wild sollte seine Change haben" und "auch mal Finger gerade lassen können" gesagt bekommt, als mal das 36x ZF mit Leucht-Sniperabsehen vorgeführt zu bekommen und im Anbetracht des milit. verstellbaren Schaftes und unten langem Magazin was von "Schüsse auch auf 400m und bei absoluter Dunkelheit, mit SD auch (fast) geräuschlos" erzählt zu bekommen.
Das das so ist, und entsprechende Ansichten dazu ja auch durchaus bei den Nutzern dieser "Techniken" liegen, zeigen ja die unzähligen Threads und posts über solche Themen hier im Forum.



Glaube ich schon. Siehe oben. :sneaky:
Wer seine "Gegner" dümmer als sich selber erachtet, hat meist schon verloren. ;)


Grüße
Sirius
Du überspitzt aber schon ziemlich deutlich mit deinen Beschreibungen.
Nicht jeder Jäger, der mit dem AR unterwegs ist, wird hier die "taktische Vollausstattung" mit sich führen. Wahrscheinlich eher die wenigsten.
Und nicht jeder Jäger mit Lodenmantel, Filzhut und Doppelflinte wird sich um ein aufklärendes Gespräch bemühen, wenn er Familie Maier beim Spaziergang mit dem Familienhund im Wald trifft. Vielleicht wird auch mal das eine oder andere "Leinen Sie gefälligst ihren Köter an!" rauskommen. Dann kann die Optik das schlechte Bild vom Jäger auch nicht mehr kitten.
Vielleicht wäre da der Jäger mit dem "militärischen" Vollernter besser angekommen, der freundlich darauf hinweist, das gerade die Setzzeit beim Rehwild begonnen hat und es daher vielleicht besser wäre, den Hund nah bei sich zu halten, er habe vorhin beim Ansitz noch ganz in der Nähe eine Ricke beobachtet.
Vielleicht ergeben sich dann daraus ein paar Worte, was an der Jagd so faszinierend ist und dass der ethische Aspekt der Fleischgewinnung sehr dafür spricht zu jagen.

Wenn ich mir Deine Ausführungen so durchlese, möchte ich Dir vielleicht ans Herz legen, Deine Stereotypen von Jägern einmal zu hinterfragen.

Und keine Sorge, ich unterschätze meine Gegner nicht. Nur sind unbedarfte Nichtjäger nicht meine "Gegner".
Die finden sich doch eher im ideologisch motivierten Lager.
 
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#92
Ob eine Paramilitarisierung der Jägerschaft und ihrer Ausrüstung wie auch ihres Auftreteens da die Akzeptanz heutzutage erhöhen wird, bezweifle ich stark. Evtl. bei 15- bis 25-jährigen, männl. halbstarken, Counterstrike- und Aktionfilm-Konsumenten (die gehen aber nur selten mal raus, von ihrem PC weg).
Aber bei den Familien Maier, Müller, Schmidt und Schulz (Papa und Mama zwei Enddreißiger, mit den Kindern Marc-Luca (7) und Lisa-Jaqueline (4)) beim wochenendlichen Waldspaziergang? Wohl erher nicht. :confused:
Marc-Lucas Lieblingshose ist in camo ... längst!
Und zum Schulwechsel muss es dieser Ranzen sein - komme was da wolle ;)

Die haben nämlich noch die Vorstellung "Grüne Klamotten, grüner Hut, Doppelflinte = Jäger".
Woher gewinnt man denn heutzutage noch eine "Vorstellung vom Jäger"? Überwiegend doch ein Bild, welches über s.o. jene Persiflage "jagender Bonze, alter Sack, der Jägermeister säuft, bis er von der Kanzel kippt" transportiert wird :D
 
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@Blechhase Das Problem bei einem geschlossenen Weltbild ist eigentlich immer das Gleiche: Es kommt nichts raus, es geht nichts rein - währenddessen die in diesem System verwendeten Grundannahmen und Schlussfolgerungen den Zustand zur Zeit der Schliessung abbilden.
 
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Oh Mann, hab ich ja was los getreten......war auch wirklich ne dumme Frage:cry: :sad::cool:

Grüße aus dem Wald
Und jetzt hast du nur gefragt ob du damit auf den Schießstand darfst, nicht auszudenken was los wäre wenn du mit dem bösen, schwarzen, von pica rails strotzendem Ungetüm die gut gehegten Böcke in Grenznähe erlegen wolltest :LOL::LOL:;)
 
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Oh Mann, hab ich ja was los getreten......war auch wirklich ne dumme Frage:cry: :sad::cool:

Grüße aus dem Wald
Ach komm - du bist doch auch schon länger dabei ... die Chancen, dass dies hier in dieser Weise kippt, lagen doch bei 90/10 :D
Ich find´s auch nicht schlimm: dachte deine Ausgangsfrage war ja schon beantwortet. Und der Faden hatte bislang doch alles gehabt: etwas Info, nen haufen Spass ... und jetzt wird noch ein bisschen rumgestichelt.
 
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Na ja...bestellt hab ich mir das Teil, Schaftlänge und Höhe einstellbar, schon nicht schlecht:p
Mal sehen ob die Werbung hält was sie verspricht, was die Genauigkeit angeht, ich bin da ja offen für neues. :cool:Allemal besser als ein Sauenfang:p

Grüße aus dem Wald
 
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Nicht jeder Jäger, der mit dem AR unterwegs ist, wird hier die "taktische Vollausstattung" mit sich führen. Wahrscheinlich eher die wenigsten.
Und nicht jeder Jäger mit Lodenmantel, Filzhut und Doppelflinte wird sich um ein aufklärendes Gespräch bemühen, wenn er Familie Maier beim Spaziergang mit dem Familienhund im Wald trifft. Vielleicht wird auch mal das eine oder andere "Leinen Sie gefälligst ihren Köter an!" rauskommen. Dann kann die Optik das schlechte Bild vom Jäger auch nicht mehr kitten.
Vielleicht wäre da der Jäger mit dem "militärischen" Vollernter besser angekommen, der freundlich darauf hinweist, das gerade die Setzzeit beim Rehwild begonnen hat und es daher vielleicht besser wäre, den Hund nah bei sich zu halten, er habe vorhin beim Ansitz noch ganz in der Nähe eine Ricke beobachtet.
Vielleicht ergeben sich dann daraus ein paar Worte, was an der Jagd so faszinierend ist und dass der ethische Aspekt der Fleischgewinnung sehr dafür spricht zu jagen.
Feuchte Träume??:ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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Nee, eher so Jacke wie Hose.
Hammer keine Hammer, jo wo hammer en dann,
hammer keine Hammer, jo dann nemme mer de Zang,
hammer keine Hammer un finge mer kein Zang,
jo, dann nemme mer su lang de Iesestang.
Hibbe di Hipp Hipp, de Hibbe di Hopp,
do haue mer de Näl met d\'r Stang op d\'r Kopp.
 
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Hallo,

Und nicht jeder Jäger mit Lodenmantel, Filzhut und Doppelflinte wird sich um ein aufklärendes Gespräch bemühen, wenn er Familie Maier beim Spaziergang mit dem Familienhund im Wald trifft. Vielleicht wird auch mal das eine oder andere "Leinen Sie gefälligst ihren Köter an!" rauskommen. Dann kann die Optik das schlechte Bild vom Jäger auch nicht mehr kitten.
Vielleicht wäre da der Jäger mit dem "militärischen" Vollernter besser angekommen, der freundlich darauf hinweist, das gerade die Setzzeit beim Rehwild begonnen hat und es daher vielleicht besser wäre, den Hund nah bei sich zu halten, er habe vorhin beim Ansitz noch ganz in der Nähe eine Ricke beobachtet.
Vielleicht ergeben sich dann daraus ein paar Worte, was an der Jagd so faszinierend ist und dass der ethische Aspekt der Fleischgewinnung sehr dafür spricht zu jagen.
warum in solchen Beispielen der grün gekleidetet mit BBF immer "rummotzt" und John J. Rambo angebl. immer "höflich und zuvorkommend" ist, konnte mir auch noch keiner stichhaltig erklären...:unsure:
Vielleicht weil John J. selber aufgrund seines Auftretens in der Öffentlichkeit im Unterbewußtsein selber ein "schlechtes Gewissen" hat und es nun durch übertriebenes höfl. Auftreten versucht zu kaschieren?
Wie man in den Wald reinruft, so schallt es herraus.
Auch habe ich in meinem obigen Beispiel keinen Hinweis auf ein ruppiges Gehabe gegenüber den Spaziergängeren seitens John J. gegeben, im Gegenteil, er hat doch vollmundig erklärt "was die techn. Vorteile" seiner martialischen Schießmaschine sind.
Das John J. auch die Fähigkeit besitzt, diese angebl. "Vorteile" voll und ganz ausnutzen zu können, sollte ja, wenn man hier seit Jahr und Tag mitliest, schon eine vorrausgesetzte, selbstverständliche Gegebenheit sein.:sneaky:
Glaube auch nicht, daß sich jeder John J. an die Setzzeiten des Rehwildes die er in seinem 3-wöchigen JS-Crashkurs vor 10 Jahren beiläufig gehört hatte erinnert...
"Ricke" dürfte auch erst nach langem mentalen Kramen als Fachbegriff für ein mind. 2-jähriges, weibl. Stück Rehwild hervorkommen. Eher "Weibliches Reh". Sind ja auch keine Sauen mehr, sondern "Wildschweine", John J.´s "Lieblingswild".
Desweiteren hatte ich noch nie Probleme damit, in grünem Hemd, Lodenhose, Jagdjacke und Hut mit Saubart Nichtjägern den ethnischen Aspekt der Fleischgewinnung näherzubringen. ;)
Wenn der Wolf zum Geißlein sagt, er sei jetzt Veganer, kann das Geißlein das gerne glauben, ich würde es ihm aber nicht anraten...:ROFLMAO:

Wenn ich mir Deine Ausführungen so durchlese, möchte ich Dir vielleicht ans Herz legen, Deine Stereotypen von Jägern einmal zu hinterfragen.
Dafür habe ich schon zu viele stereotyp. John J.s kennengelernt, außerdem wer Jagdkleidung und Jagdwaffe am Jäger mit "unangenehmen Zeitgenosse" gleichsetzt, denkt und lebt wohl schon viel länger in Stereotypen und es entbehrt auch nicht einer gewissen Komik mit solchen Ansichten überhaupt erst den Jagdschein gmacht zu haben. :unsure:

Und keine Sorge, ich unterschätze meine Gegner nicht. Nur sind unbedarfte Nichtjäger nicht meine "Gegner".
Deshalb habe ich "Gegner" (gemeint waren Jagd-Gegner, in abgeschwächter Form auch Leute die die Jagd ungerechterweise kritisch hinterfragen) auch in Gänsefüßchen gesetzt.

Die finden sich doch eher im ideologisch motivierten Lager.
Und die nächste Stereotype: "ideologische motiviertes Lager". Weder in der jagdl. Erziehung zu Hause, dann im jagdl. Lehrprinzenjahr, noch im 3/4-jährlichen Jagdkurs, noch bei der Prüfung vor KJM, 6-köpfigem Prüfungsausschuß und Vertreter der UJB gab es irgendwelche "ideologische" Anleitungen zum Spaziergänger-Bepöbeln, Alkoholkonsum, Jagdneid gegenüber Mitjäger und Nachbarpächtern. Wäre sowas von einem Aspiranten angeregt worden, hätte das mit aller Wahrscheinlichkeit das Ausbildungsende für den Betreffenden bedeutet.
Stattdessen Setzzeiten, Waidmannssprache (= Fachbegriffe), Zahnformeln bis zum Abwinken.
Vorzeitig hervorgebrachter Ausrüstungs-Fetischismus wäre auch "sauer aufgestoßen".
Heute (auch in meinem Bekanntenkreis) dagegen: Nach bestandener Crash-Prüfung ein ganzes Arsenal an kriegsähnlichen Gerätschaften und Bekleidungen, aber im Jan./Feb. kein Bock von ´nem weibl. Stück unterscheiden können ("Spiegel, Schürze, was ist das?") und auch keine Ahnung wie man am Gebiß sehen kann ob die Sau ein ÜL oder noch ein Frischling ist. (Frilis haben doch Streifen, oder???). Wissen aber auf Anhieb schon, ob .30-06 mit GMX aus R8 Success besser ist als .308 mit TTSX aus MR308, oder umgekehrt und was und v.a. wie viel sie auf DJ erlegen wollen...:rolleyes:


Grüße
Sirius
 
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Zu den vorangegangenen Ausführungen möchte ich anmerken, dass verdichtete Zuschreibungen lediglich Konstrukte sind, die im Auge des Betrachters liegen, der seine Intentionen und Interessen hineinprojiziert.
 
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Sorry, aber bei dir hilft nicht mal mehr was von Ratiopharm.
Deine Einstellung gegenüber Menschen die anders denken, leben, handeln .... jagen .... sollte eigentlich seit 1945 vorbei sein.
 
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