Das formulieren von einem Jagdgelegenheitsgesuch

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Westwood

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Ich frage mich ja ob hier alle von Tag 1 an dieses Arbeitspensum im Revier und was hier alles so geschildert wird geleistet haben oder ob das etwas ist was sich evtl. auch einfach über die Zeit entwickelt.
Im Arbeitsleben ist das ja auch nicht anderes. Man fängt klein an und liefert am Ende nach Jahren auf einem Level was kein Neuling schafft.

Ist wie mit dem Schulweg der Eltern...
Barfuß... Durch den Schnee... Bergauf...
 
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Ich frage mich ja ob hier alle von Tag 1 an dieses Arbeitspensum im Revier und was hier alles so geschildert wird geleistet haben oder ob das etwas ist was sich evtl. auch einfach über die Zeit entwickelt.
Im Arbeitsleben ist das ja auch nicht anderes. Man fängt klein an und liefert am Ende nach Jahren auf einem Level was kein Neuling schafft.

Du kennst den Witz mit dem Schäfer, dem Hund, dem Ballon und dem Wirtschaftsberater ? ;-)

Viele haben „etwas gelesen“ und wissen ganz genau, wie man es macht. Können es aber aus dem einen oder anderen Grund nicht umsetzen. Man lernt halt Handwerkliches meist dadurch, dass man jemandem zuarbeitet, der es kann.

Es geht zumindestens mir nicht um das selbständige Erstellen von irgendwelchen Gewerken. Es fängt schon bei der zuverlässigen Ausführung einfacher manueller Tätigkeiten (etwas freischneiden, Salzlecksteine ausbringen) an, für die weder besonderes Wissen noch spezielles Werkzeug notwendig sind.

Meine Erwartungshaltung ist mehr als 1h/Woche Zeit und im ersten Jahr 50 EUR/Monat zur Investition in eigenes Werkzeug.

Wenn also JJ schreiben würde, dass er Hilfe bei der Zusammenstellung einer Erstausstattung an Werkzeug benötigt, wäre er mir direkt sympathisch. (Tipp! Hinweis! Oder auf Neudeutsch: Spoiler!)

Habe ich aber noch nie erlebt. Die Diskussionen über Aimpoint und DJZF hingegen sind Legion.
 
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Ich frage mich ja ob hier alle von Tag 1 an dieses Arbeitspensum im Revier und was hier alles so geschildert wird geleistet haben oder ob das etwas ist was sich evtl. auch einfach über die Zeit entwickelt.

Ich kann da nur für mich unf Jagdfreunde, vor allem im Revier meines Vater sprechen.

Das entwickelt sich und ist vor allem im Laufe der Jahre auch nicht konstant. Mal liegt mehr, mal weniger an, mal hat man mehr, mal weniger Zeit. Und natürlich lernt man dazu und manches geht einem mit der Zeit leichter von der Hand.

Ich habe wahrscheinlich nie so viel im Revier gearbeitet wie als Schüler in der Oberstufe, einfach weil ich da die Zeit hatte und wir zu dem Zeitpunkt gerade das Revier gewechselt haben. War dann praktischer Weise auch nur 5min von zu Hause.

Damals hab ich dann auch mal Reviereinrichtungen quasi am Fließband gebaut oder bin mit einem Hänger voll Leitern, die mein Vater hat beim Schlosser bauen lassen, ins Revier und habe die, zusammen mit einem Freund, im Akkord aufgestellt. Voele Ferienwochen sind damit draufgegangen im Revier Wegeränder oder Holzlagerplätze als Äsungsflächen zu gestalten.

Zu all dem hätte ich heute nicht mal ansatzweise die Zeit…
 
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Deswegen braucht eine Mannschaft eine gesunde Mischung. Wenn 5 Mann alle den gleichen Einsatz und Fähigkeiten haben gibts zu viele Häuptlinge und zu wenige Indianer.
Eine Baustelle besteht aus Bauleiter, Polier, Facharbeitern und Hilfsarbeitern.
 
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Eine Baustelle besteht aus Bauleiter, Polier, Facharbeitern und Hilfsarbeitern.
Und...

- das Leben ist kein Ponnyhof
- Lehrjahre sind keine Herrenjahre
- Qualität kommt von Qual
- Wild kommt nicht ans Bett
- Auf jedem Schiff das dampft und segelt... (in zwei Variationen - Version Deutsche Marine und Version Christian Lindner)

Und Du hast bestimmt noch weitere entscheidende Einsichten und ich würde mich so freuen, wenn du sie teilen könntest.
 
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ja, wir hatten mit den Pächtern vom Nachbarrevier auch so eine Diskussion.

Denen fehlen nämlich Jäger, bzw. die vorhandenen sitzen halt mehr zu Hause, als im Feld/Wald.
Die Suche seih angeblich so schwierig und auf Fratzenbuch..... lol, da musste ich schmunzeln.... ich würde nie im Leben auf den Gedanken kommen, die Jäger fürs Revier auf Facebook zu suchen.
Einen x-beliebigen Jungjäger findet man schnell, aber jemanden der sich nicht nur ein- oder zweimal im Monat während der Schußzeit im Revier blicken lässt und auch die Arbeit sieht und bei Kleinigkeiten gleich selbst Hand anlegt so jemanden findet man eher selten. Wenn ich denke wer bei uns schon alles (meistens nur kurz) gejagt hat...

Aber mit gestern ist es fix, ein Jungjäger (seit einem Monat die Prüfung) hat gestern seinen Ausgangsschein bekommen. Mitte 20, Sohn eines Grundbesitzers. Vorgestern konnte er sein erstes Stück in meiner Begleitung erlegen. Eingeladen auf eine Schmalgais (ja, auch solche Einladungen werden angenommen) wurde es dann ein lauscherhoher Jahrling. Mitte August wenn es dann mit den Gais und Kitzen losgeht hat er dann freie Büchse. Dass nicht jedes Jahr ein guter Bock für ihn frei sein wird weiß er schon (wie auch bei 3 älteren Böcken am Abschußplan für 3 Pacht zahlende und 4 Jägern) aber das ist ihm egal. Und jagdlich "verhungern" wird er auch nicht.

Wobei ich persönlich es für gar keinen Fehler halte wenn er mal "Klein" anfängt. Solche Einschränkungen wie ich im ersten Revier (Schmalgais maximal 10 Kilo, Jahrling max 7 cm Spiesse etc) hat er eh nicht. Geschadet hat es mir aber auch nicht.

Ach ja, Gesuch hat er auch keines schreiben müssen. Eine Frage an den Pächter hat gereicht, der Ausgangsschein (Jagderlaubnisschein) war danach gleich Fix.
 
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Viele Reviere nehmen eh nur Ortansässige, grad noch so Zugezogene und Weggezogene.

Da kann man von oben bis unten von Diana abgeleckt worden sein und Kettensägen Overlord Level und Kanzelbau Gott Level haben, und hat dennoch keine Chance.
Was soll ich auch hier in Bayern mit jemandem, der in Hamburg lebt ? Der ist nicht wirklich eine dauerhafte Hilfe.
 
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Was soll ich auch hier in Bayern mit jemandem, der in Hamburg lebt ? Der ist nicht wirklich eine dauerhafte Hilfe.

Naja, es soll ja auch Nachbardörfer und nicht ganz so weit entfernte Kreisstädte geben.

Ich bin kein Gegner dieser Methode, das innerhalb der erweiterten Dorfgemeinschaft zu machen.

Ist kein Fehler, wenn der Opa vom Jungjäger zusammen mit dem Pächter zur Schule gegangen ist. Das verhindert schon mal, dass man allzu großen Unfug macht und auch mal wenn hart wird zur Stange hält, wenn alle zusammen in einer Dorfgemeinschaft eingebunden sind.
 
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Viele Reviere nehmen eh nur Ortansässige, grad noch so Zugezogene und Weggezogene.
Sehe ich auch hier immer mehr kommen: Lieber mit dem Pachtschiling runter und/oder an den Nebenbedingungen feilen, damit ein Einheimischer sich das leisten kann. Anstatt eine 70km entfernten "JAGDHERREN", der sich auch so aufführt, immer nur aneckt, schwer erreichbar und selten da ist.
 
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Sehe ich auch hier immer mehr kommen: Lieber mit dem Pachtschiling runter und/oder an den Nebenbedingungen feilen, damit ein Einheimischer sich das leisten kann. Anstatt eine 70km entfernten "JAGDHERREN", der sich auch so aufführt, immer nur aneckt, schwer erreichbar und selten da ist.
na runter geht bei uns beim "Pachtschilling" nichts mehr. was willst auch bei Preisen zw. 2 und 4,5 Euro/ha.
 
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Naja. In der Nachbarschaft wurde schon für 40€/ha verpachtet, wegen einigen Stücken Damwild und einem 1er Hirsch.
Der Staat verpachtet eben immer an den Höchstbietenden.
 
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