Das formulieren von einem Jagdgelegenheitsgesuch

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Naja. In der Nachbarschaft wurde schon für 40€/ha verpachtet, wegen einigen Stücken Damwild und einem 1er Hirsch.
Der Staat verpachtet eben immer an den Höchstbietenden.

Hier ist vor gut einem Jahr ein Revier für fast 60,00 Euro/Hektar weggegangen.
Kein Rotwild, kein Damwild; Schwarzwild Wechselwild ...
(Landesverband Lippe ... )
 
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Hier ist vor gut einem Jahr ein Revier für fast 60,00 Euro/Hektar weggegangen.
Kein Rotwild, kein Damwild; Schwarzwild Wechselwild ...
(Landesverband Lippe ... )
Tja, bei freihändiger Verpachtung bestimmen die Grundbesitzer den Betrag, denen ist wichtiger dass die Zusammenarbeit mit dem Pächter funktioniert. bei durchschnittlich 30 ha ist die Einnahme über die Jagdpacht nicht unbedingt so wichtig.

NOCH ist die Welt bei uns scheinbar in Ordnung. Von den Bundesforstenpreisen reden wir nicht, die sind auch ein "wenig anders"
 
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Das dürfte durchaus auch an den individuellen Gegebenheiten des einzelnen liegen, so pauschal würde ich das nicht sagen.

Mir wäre zum Beispiel Rotwild im Revier keinen Aufpreis wert, aber das Revier fußläufig erreichen zu können schon einen deutlichen, ist hier leider unrealistisch.
 
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So verrückt kann doch kein Mensch sein 60 Euro für den Hektar zu zahlen. :eek:
Fast möchte man sagen, jeder kriegt die Strafe, die er verdient.

Rotwild wäre für mich eher ein Ausschließungsgrund. Die Arbeit, die da dran hängt, muss man mal erlebt haben. Steht in keinem Verhältnis zu den Traumbildern vom Kronenhirsch aus dem Heimatfilm. :rolleyes:
 
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Im Odenwald müssen sich Bewerber in Rotwildrevieren
richtig Mühe bei der Vorstellung bei Jagdgenossenschaftsversammlung geben.
Weiter als 15-20km weg wird man erst gar nicht mehr eingeladen.
Die Preise sind fix (um 15€/ha), Entscheidung per Abstimmung der Genossen.

Eigentlich fair, treibt aber auch schon wieder Auswüchse in Richtung vorheriger
Einflußnahme.
 

Westwood

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So verrückt kann doch kein Mensch sein 60 Euro für den Hektar zu zahlen. :eek:

Also die Realität sieht da aber anders aus... 60€/ha sind leider inzwischen in vielen Regionen Realität, sobald Rote mit Kopfschmuck dabei sind geht es ab und an in noch ganz andere Galaxien.

Hier liegen die Pachten normal irgendwo zwischen 5€ und 20€/ha, da dank Corona die Leute nach Beschäftigung suchen ist das Revier in dem ich wohne jetzt für über 30€/ha wegegegangen.
Standwild nur Rehwild, Sauen häufiges Wechselwild, Bundesstraße mittendurch und eigentlich kein Quadratmeter Wald in dem nicht der Harvester war.

Sobald eine Jagdgenossenschaft ein Revier ausschreibt wird irgendwo in der Republik ein Depp aufstehen und Blind darauf bieten!
Es gibt Genossenschaften die Wert darauf legen das der Pächter ansässig ist aber naja... Lang nicht alle.
 
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Sei jedem gegönnt.:rolleyes::giggle:

Ich würd bei uns nicht mal eins nehmen wenn man es mir für lau anbieten würde, allein schon wegen dem Rotwild. Rotwild pachten würde mir nie und nimmer einfallen.
Aber bitte, jedem so wie er danach verlangt.
 
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So verrückt kann doch kein Mensch sein 60 Euro für den Hektar zu zahlen.

60 Euro wären mir persönlich vielleicht auch zu viel. Aber bei einem Revier, das ich fußläufig erreichen kann, wo wenig Freizeitdruck herrscht und das abwechslungsreiche ist wäre ich sicher bereit auch deutlich über 20 Euro zu gehen.

Hängt natürlich auch von der Größe ab, 200ha oder 1000ha macht da in der Gesamtsumme schon einen deutlichen Unterschied.

Letztlich sind ja auch die Gesamtkosten entscheidend. Das erste Revier meines Vaters lag 60km einfache Strecke entfernt. Das sind wir mindestens 2x in der Woche gefahren, im Revier gab es eine Jagdhütte die unterhalten werden wollte.

Beim nächsten Revier waren es "nur" 48km und es war deutlich besser zu erreichen. Dafür gab es keine Jagdhütte, übernachtet wurde im Dorfgasthof, da mein Vater dem Jagdaufseher der dort einen Hof hatte nicht zur Last fallen wollte

In beiden Fällen kommen schon einige Kosten zusammen, die man auch in eine höhere Pacht investieren könnte. Und genau das ist dann auch passiert, als mein Vater die Gelegenheit hatte ein Revier nur 5min von zu Hause pachten zu können. Jagdlich ist es sogar das uninteressanteste der drei, aber die Entfernung hat alles andere Aufgewogen, so konnte man dann zum Beispiel endlich mal in der Woche morgens raus oder mal kurz etwas im Revier erledigen.

60 Euro waren das dann auch nicht, aber die grenze wird wohl jeder individuell ziehen. Und wahrscheinlich ist es auch etwas anderes, ob man in NRW oder irgendwo in Mecklenburg oder anderen Gegenden mit wenig Jägern lebt.

Rotwild wäre für mich eher ein Ausschließungsgrund. Die Arbeit, die da dran hängt, muss man mal erlebt haben. Steht in keinem Verhältnis zu den Traumbildern vom Kronenhirsch aus dem Heimatfilm.

Käme etwas auf die Umstände an, zum Beispiel ob man das alleine oder mit Freunden macht, aber haben müsste ich das ganz sicher nicht und ich würde es mir sehr sehr gut Überlegen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 8926

Guest
Im Odenwald müssen sich Bewerber in Rotwildrevieren
richtig Mühe bei der Vorstellung bei Jagdgenossenschaftsversammlung geben.
Weiter als 15-20km weg wird man erst gar nicht mehr eingeladen.
Die Preise sind fix (um 15€/ha), Entscheidung per Abstimmung der Genossen.

Eigentlich fair, treibt aber auch schon wieder Auswüchse in Richtung vorheriger
Einflußnahme.

Im Odenwald haben "sie" auch beträchtlich einen an der Klatsche. Zumindest die Genossen, die ich erleben durfte/musste. Mein Vater war 15 Jahre Jagdaufseher dort und würde nicht mehr dorthin wollen, wenn die ihm 100€/ha bezahlen würden. Ich würde diese Leute als gutbetuchte Deutsche Rednecks bezeichnen, wenn mich einer fragen würde... kreisförmiger Stammbaum eben...
 
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Bei mir flippen die zur Zeit mit Berghütten aus. Kaum zu glauben für welche Preise die im baufälligen Zustand weggehen. Dann nicht einmal Verkauf, sondern 10 jährige oder 15 jährige Pacht. Denk aber auch ist ein wenig Corona dran schuld. Haben sich viel daheim in der Gegend rum getrieben, die sonst ins Ausland sind.
Mag keinen Preis hier reinstellen, dann denkt ihr ich hab nicht alle Tassen im Schrank.

Aber gibt genug, die Geld übrig haben.

Robert
 
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na runter geht bei uns beim "Pachtschilling" nichts mehr. was willst auch bei Preisen zw. 2 und 4,5 Euro/ha.
Davon kannst du hier nur Träumen:oops: Ist es ein großes Revier gehen mit viel persönlichen Kontakten, Sympathie und Geschick vielleicht irgendwas um 10€. Kann aber auch leicht 20€/ha werden, wenn es ein kleineres Revier ist.

Das einzige, wo man vielleicht Glück hat sind 2 oder 3 Eigenjagden hier, die nicht vom Besitzer bewirtschaftete werden. Da interessiert dann nur die Zuverlässigkeit und die Sympathie. Aber komm da mal ran.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Geld wir doch immer irgendwo genug da sein. Gibt hier einige Reviere, in denen die Pächter nur an wenigen Wochenenden im Jahr da sind ... erreichen kannst Du so nix, aber da ist das Ziel auch ein anderes

Zum Thema unentgeltlicher BS: den gibt es nur, wenn keine Ansprüche an den BSI gestellt werden. Also auch keine Pflicht-Arbeitsstunden. Und irgend welche Pauschalen für irgendwas im Revier gibt es auch nicht. Dann sind das entgeltliche und dann hat der Jäger auch Rechte und Pflichten.

Ich bin aber mit BSI weitestgehend durch und total emotionslos. Meine jagdlichen Ziele kann ich mit denen nicht erreichen. Also gebe ich unentgeltliche BS aus und freue mich mit ihnen über die 2 Rehe, die sie im Jahr erlegen. Bis auf Rotwild haben sie freie Büchse und dürften das Revier leer räumen, wozu aber bisher niemand in der Lage war. Der Aufruf zur intensiven Sauenjagd ist im Nichts verhallt, passt wohl nicht in die Work-Life-Ballance.
Naja, ich habe genug Helfer bei den DJ und die Sammelansitze sind voll. Aber BSI, die unter schwierigen Bedingungen richtig Strecke machen, oder wenn man schon was erreicht hat, die gibt es vermutlich nur für Geld.
Da weichen dann die Ansprüche eines Försters und die eines Jägers zu sehr voneinander ab.

Darum funktioniert die Bewerbung bei mir so:
Jäger: Hallo, mein Name ist Gert, ich hätte gerne einen BS bei Dir.
Ich: Gerne 🤣

PS: Was mir wichtig ist, sind jährliche Übungstermine auf dem Schießstand. Hätte früher nicht gedacht, wie sehr das Gelaber und die Realität voneinander abweichen können. Auch das es so viele Jäger gibt, die sich dem Training und dem Wunsch besser zu werden verschließen, verstehe und akzeptiere ich nicht.
Aber mit ein bisschen Druck, schießen die jetzt alle ganz passabel (auch die Waffen), haben Bleifrei verinnerlicht und der Wildhändler lobt uns regelmäßig wegen der hohen Hygiene-Güte
 
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