Das Kapitalbock Prinzip

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Ich kann mich sehr wohl über eine besondere Rehkrone freuen und finde sie durchaus auch begehrenswert.
Allerdings kann ich diese Aussage

"Ein Ausdruck für eine optimale Bewirtschaftung stellt meines Erachtens eine starke Trophäe dar, die zum einen dem Erleger besondere Jagdfreuden beschert und zum anderen einem Forstbetrieb eine höhere wirtschaftliche Bedeutung gibt."

nicht nachvollziehen. Was bedeutet die starke Trophäe wirtschaftlich für einen Forstbetrieb??? Höhere Abschussentgelte, oder was?

Grundsätzlich finde ich solche Bücher teilweise sehr interessant, allerdings habe ich hier den Eindruck, der Autor beschreibt alles nur bezogen auf seinen Forst / seine Gegend und die Ergebnisse werden wohl eher nicht auf alle Reviere übertragbar sein.

wipi
 
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Ich interessiere mich sehr für die Rehwildjagd und verschlinge jede neue Literatur zu dem Thema. Der Preis des Buches ist zwar recht happig; denkt man jedoch an die viele Arbeit die wohl dahinter steckt wird's wohl angemessen sein. Ich stelle nach der Lektüre mal meine Meinung hier ein
 
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Ich denke,

der Ausweis guter Hege (heute sagt man ja wohl Bewirtschaftung) ist die Konstitution des Rehwilds, also regionsangepasst großrahmig, gut im Wildbret, gute Decke, hohe Körpergewichte, wenige Kümmerer.

Ein gewisser Prozentsatz alter Böcke und Ricken -3-5%- der Gesamtpopulation gehört dazu, wobei die Stärke der Trophäe eher nichts aussagt. Es sei denn, man bewertet das Alter des Bocks zu mindestens 60% mit. Da ist die Feststellung dann aber schwierig...

Mbogo
 
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Nach A. von Bayern hängt die trophäenstärke vor allem mit der Konstitution und dem Körperwachstum in der Jugend zusammen. Wenn der Bock da "vorlegen" konnte, wird auch das Gehörn tendenziell stärker sein. Aber gerade beim Rehwild keine Regel ohne Ausnahme.
 
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Nach A. von Bayern hängt die trophäenstärke vor allem mit der Konstitution und dem Körperwachstum in der Jugend zusammen. Wenn der Bock da "vorlegen" konnte, wird auch das Gehörn tendenziell stärker sein. Aber gerade beim Rehwild keine Regel ohne Ausnahme.
Sicher,

die Kehrseite des Nahrungsangebotes: da Rehwild territorial ist, erzeugen zu hohe Bestände Streß und in der Folge körperlich schwächer konstituiertes Rehwild. Also die geringen Stücke bevorzugt abschießen und dann weiterschießen, bis die Rehwilddichte angepasst ist ans Habitat.

Gruß,

Mbogo
 
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Der wissenschaftliche Diskurs muss andere Meinungen aushalten. Ich konnte bisher nicht überzeugt werden, dass Rehböcke im Revier "gezüchtet" werden können.
Das geht schon.
Da steht ohnehin die Antwort.
Nach A. von Bayern hängt die trophäenstärke vor allem mit der Konstitution und dem Körperwachstum in der Jugend zusammen. Wenn der Bock da "vorlegen" konnte, wird auch das Gehörn tendenziell stärker sein. Aber gerade beim Rehwild keine Regel ohne Ausnahme.
Das "Geheimrezept" ist also recht simpel. "Prinzip Gänsestopfleber"
Dann Ansprechen lernen um nicht vor lauter (buchstäblichem) Feuereifer die besten Jährlinge als starke Mehrjährige zu schießen.

Wenn das Buch mal jemand gelesen hat und die Geheimtipps ohne Weizen und Spektiv auskommen überlege ich mir auch einen Kauf. Ich glaubs aber eher nicht dass ich das Werk haben muss.
 
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Mbogo hats IMHO richtig ausgedrückt: Wilddichte, Genetik und vorhandene Äsung und Winter "machen" die Trophäe.
Früher sah man das auch differenzierter, ich erinnere mich an meinen Vater; "Die besten Böcke stehen in den Bauernrevieren, wo jeder Bock erlegt wird" = Kein /geringer Territoriums-Streß für die verbliebenen Böcke. Aber die Dichte der weiblichen Stücke???
2021-07-11 Trester Rehbock Haupt 2 MP.jpg
 
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Nuja,

die weiblichen Stücke sind ebenso territorial, wie die männlichen. Bei erhöhtem Streß erreichen sie auch nur geringere Wildbretgewichte und die Kitze bleiben geringer, das wird schon seinen Einfluß auf die Entwicklung der Gehörne haben.

Gruß,

Mbogo
 
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