Der Bauer/ Landwirt...

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Moin,

Schlimmer finde ich die Getreideabfälle vom Mähdrescher, welche dann draussen im Feld, tonnenweise, einfach auf einem Misthaufen abgekippt werden. :no:
Den Krähenjäger freut´s natürlich, aber da wird alles mögliche damit angelockt, selbst Fuchs, Dachs & Co. sieht man dort!
Beste Möglichkeit wen du Fasane und Rebhühner was gutes tun willst.

Rede mit dem Landwirt wo die hinkommen; und schmeiß dann noch einpaar Kartoffeln oben mit rein :

Dann hats du im Frühjahr für die Kücken kelich Insekten und trotzdem Deckung vor der " Luftwaffe"; Reh; Dam- und Schwarzwild lockern den Haufen immer mal wieder durch.


TM
 
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Wie sich die Landschaft/ Landwirtschaft verändert hat auch jeder Verbraucher in Händen mit seinem Einkaufsverhalten
Das ist richtig.
Je nach Wohnort kommt man als Verbraucher aber schwer an regionale Produkte, geschweigedenn kann sich mit dem Produzenten persönlich über die Gegebenheiten unterhalten.
Es ist auch nicht sinnvoll für 10 Eier und 5 kg Kartoffeln, 60 Min. mit dem Auto zu fahren.

Wer jedoch die Möglichkeit hätte und sich lieber Importware beim Discounter holt, weil es uU ein paar Cent billiger ist, sollte sich was schämen.

Hauptsache immer das aktuelle iphone.......
 
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Mal wieder eine Frage an die Landwirte :

Gibt es denn keine sinnvolle Alternative zu Weidelgras ?

Bei uns werden nicht nur viele Flächen "normal" mit Weidelgras "pur" bestellt, d.h. für 4-6 Grünschnitte im Jahr, es werden aber auch Flächen, auf denen im Sommer Gerste oder Mais stand, im Herbst mit Weidelgras bestellt, damit man da im Frühjahr noch schnell einen Schnitt machen kann. Der ist zwar wohl nicht sehr ertragreich, aber "Kleinvieh macht auch Mist", und bei unserer Flächenknappheit zählt ja jeder qm.


Dazu nun meine Frage, könnte man hier nicht etwas anderes anbauen, z.B. Luzerne oder Klee, damit der Hase und das Rehwild im Winter auch was zu beissen haben. Das Weidelgras mögen sie nicht.
 
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Mal wieder eine Frage an die Landwirte :
Hallo Wautzebautz, wehrte Forumsgemeinde,

Damit das Weidelgras im Hauptnutzzungsjahr sein Potential voll ausspilen kann, muss es gut entwickelt aus dem Winter kommen, daher wird es im Vorjahr zeitig gesät und der bis zum Winter aufwachsende Aufwuchs noch mit genommen.
Fachlich spricht nichts dagegen, dem Gras Rotklee oder Luzerne als Mischungspartner mit dazu zu geben. Eher im Gegenteil, Weidelgras allein ist, bei modernen Sorten, recht zuckerrreich (20% Zucker in der TM sind bei entsprechender Witterung durchaus möglich) und eher etwas Eiweiß-ärmer (Keine 17% i.d. TM, sondern nur ca. 14,5%). Da die Kuh aber Energie und Eiweiß benötigt, wird über den Mischungspartner Luzerne/Klee der Eiweißgehalt des Futters erhöht.
Problematischer wird es, die Leguminosen als Mischungspartner in der Mischung zu erhalten, da diese empfindlicher auf Stickstoffdüngung reagieren. Weidelgras dagegen liebt die Stickstoffdüngung und gerade in der modernen Viehhaltung sind durch die Gülledüngung ausreichend Nährstoffe vorhanden. Limitiert ist die organische Düngung aber auf die max. 170 kg/ha Stickstoff organischer Herkunft. Um zu sehen, ob das in der Form funktioniert, sind regelmäßig Bodenproben zu ziehen, aus denen der Nitratgehalt im Boden bis 90 cm Tiefe ausgewiesen wird.
In der Regel sind die Mischungen aber etwas weniger ertragsreich als intensiv gefütterte, reine Grasbestände; Vorteil der Leguminosen dagegen ist die größere Nutzungselastizität, da diese schon mal etwas älter werden dürfen, ohne gleich eine deutlich geringere Verdaulichkeit zu bekommen.

Ich hoffe, damit etwas geholfen zu haben.

Gruß,

Klaus
 
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Bei mir hat auch ein Betrieb Rotklee unter das Weidelgras gemischt, war ein toller Magnet für Hasen und Rehwild.

Allerdings konnte sich der Klee nicht dauerhaft gegen das Weidelgras durchsetzen, deswegen wurde das eingestellt.

Mein Frage ging aber mehr nach einer Alternative bei der Zwischenfrucht, d.h. wenn zwischen Gerste und Mais noch was über den Winter angebaut werden soll, was der Landwirt als Futter verwenden kann.
 
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Mein Frage ging aber mehr nach einer Alternative bei der Zwischenfrucht, d.h. wenn zwischen Gerste und Mais noch was über den Winter angebaut werden soll, was der Landwirt als Futter verwenden kann.
Als Zwischenfrucht im Juli (nach Gerste eingesät) sollte das Klee-Gras Gemisch es bis zum nächsten Frühjahr aushalten, ohne das der Klee verschwindet, sind ja nur zwei Schnitte; evtl. nur die Saatstärke des Klees etwas erhöhen...

Klee-Gras Gemenge sind mehr was für mehrjährige Nutzung bei moderater Düngung;

Ansonsten wären Grünroggen, oder auch jedes andere Getreide geeignet, im folgenden Frühjahr ein erntewertes Futter zu liefern, leider den mit für das Wild bekannten Nebenwirkungen...

Bodenverbessernde Zwischenfrüchte oder Zwischenfruchtgemenge, die artenreich sind, eignen sich nicht als Futter und würden sich aufgrund ihrer Inhaltsstoffe auch nur mit großem Aufwand konservieren lassen.

Was natürlich gehen würde, jedoch das Entgegenkommen der ortsansässigen Landwirte voraussetzt, die Außenrunden und/oder die Vorgewende mit Klee oder Luzerne einzusäen und mit dem Gras abzuernten und einzusilieren.

Gruß,

Klaus
 
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Dazu nun meine Frage, könnte man hier nicht etwas anderes anbauen, z.B. Luzerne oder Klee, damit der Hase und das Rehwild im Winter auch was zu beissen haben. Das Weidelgras mögen sie nicht.
Bei uns wird nach der Maisernte schnell getellert und sofort Roggen eingesät, der bleibt bis mitte Mai stehen und wird dann als Grünroggen abgehäckelt, für die Biogasanlagen.
Jetzt im Winter ist das gute Äsung für Rehwild und Hase und sonstiges Schalenwild, wenn vorhanden.

TH
 
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Günstige Lebensmittelpreise durch Agrarsubventionen ?

Das wird ja auch immer wieder gerne behauptet. Was Otto Normalverbraucher nicht so mitbekommt, sind die ganzen Schutzzölle, mit denen die Einfuhr günstiger Lebensmittel in die EU verteuert wird - damit die Landwirte höhere Preise bekommen. Zahlen muss wiederum der Verbraucher.

Bei Milch und Milchprodukten wird z.B. ein Einfuhrzoll von 16,8 ct/l erhoben - bei einem Milchpreis von 30 - 40 ct/l für den hiesigen Landwirt natürlich eine Menge Holz.

Würde man diese unsäglichen Einfuhrzölle endlich abschaffen, dann könnten viele arme Länder der dritten Welt endlich ihre Agrarprodukte zum Wohle des hiesigen Verbrauchers und der dortigen Bauern in die EU exportieren, und hier würden viele Flächen für eine extensive umweltfreundliche Nutzung frei werden.

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Ma...eugnisse/milch-und-milcherzeugnisse_node.html
 
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Günstige Lebensmittelpreise durch Agrarsubventionen ?

Das wird ja auch immer wieder gerne behauptet. Was Otto Normalverbraucher nicht so mitbekommt, sind die ganzen Schutzzölle, mit denen die Einfuhr günstiger Lebensmittel in die EU verteuert wird - damit die Landwirte höhere Preise bekommen. Zahlen muss wiederum der Verbraucher.

Bei Milch und Milchprodukten wird z.B. ein Einfuhrzoll von 16,8 ct/l erhoben - bei einem Milchpreis von 30 - 40 ct/l für den hiesigen Landwirt natürlich eine Menge Holz.

Würde man diese unsäglichen Einfuhrzölle endlich abschaffen, dann könnten viele arme Länder der dritten Welt endlich ihre Agrarprodukte zum Wohle des hiesigen Verbrauchers und der dortigen Bauern in die EU exportieren, und hier würden viele Flächen für eine extensive umweltfreundliche Nutzung frei werden.

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Ma...eugnisse/milch-und-milcherzeugnisse_node.html

Ah ja...



Von 9,7 mio to Importierte Endprodukte Exportieren wir 14 Mio to ins Ausland...


http://www.meine-milch.de/artikel/deutscher-milchmarkt-import-und-exportstrukturen
[h=3]Wichtige Importprodukte und Lieferländer[/h]Umgekehrt kommen durch den freien Handel in der EU Milch und Milchprodukte aus anderen EU-Staaten und Drittstaaten nach Deutschland. Die größten Exporteure nach Deutschland sind die Niederlande, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Die Schweiz ist der größte Lieferant unter den Drittländern.

Die Käseimporte machen ungefähr die Hälfte aller Importe aus. Hier sind die größten europäischen Lieferanten am deutschen Markt die Niederlande, Frankreich, Dänemark, Österreich und Italien.

Neben Käse werden größtenteils Butter, Joghurt mit Zusätzen sowie Molke und Molkenkonzentrat importiert. Butter ist nach Käse umsatzmäßig das zweitwichtigste Importprodukt. Größte Lieferanten sind die Niederlande und Irland. Aus den neuen EU-Ländern, wie Polen und Tschechien, kommt sehr viel Industrierahm und Versandmilch auf den deutschen Markt.


Um deine armen Drittländer handelt es sich ergo hauptsächlich um die Schweiz....


Dein Wunsch nach
Würde man diese unsäglichen Einfuhrzölle endlich abschaffen, dann könnten viele arme Länder der dritten Welt endlich ihre Agrarprodukte zum Wohle des hiesigen Verbrauchers und der dortigen Bauern in die EU exportieren, und hier würden viele Flächen für meine dann subvebntionierte Jagd- Nutzung frei werden.
wird also ein Traumbild bleiben.

Ich seh schon die Schlagzeilen :

Hunger in der Dritten Welt ( Schweiz:what: ); aber anstatt das wir Milch auf unseren Flächen selber Produzieren
werden diese lieber jagdlich genutzt aber dafür Lebensmittel aus Hungerregionen abgezogen.

Siehe Haiti...

TM
 
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Da müsste man jetzt wissen, wie viel die Schweiz tatsächlich exportiert, und ob sie auch den kompletten Einfuhrzoll zahlen muss.

Tatsache ist aber doch, dass viele Bauern in der dritten Welt ihre Lebensgrundlage verlieren, weil ihre Landsleute mit subventionierten Lebensmitteln aus den Industrienationen versorgt werden.

Müssen wir wirklich hier auf Teufel komm raus die Umwelt durch intensivste Landwirtschaft zerstören, nur damit die Bauern in Afrika vor dem nichts stehen ?
 
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27 Sep 2006
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Moin!

@TM: Die derzeit getätigten Im- und Exporte müssen nicht so bleiben, wenn man die Zölle ändert. Nur auf die Schweiz zu schielen ist also verkehrt.

@Wautzebautz: Du gehst jetzt auf die 14 Mio. t EXporte hinaus. Dazu müsste man eine aktuelle Graphik sehen. Vor ein paar Jahren hattest Du Recht: unsere subventionierten Fleischexporte hatten in Westafrika die lokalen Erzeuger getroffen.

Viele Grüße

Joe
 
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