Der Linksschützen-Thread

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#1
Da wir inzwischen von einigen Herstellern nicht mehr unberücksichtigt sind und es gefühlt immer mehr Waffen für uns Linksschützen gibt, soll der Thread eine Quelle und Sammelpunkt für uns werden.

Ich ertappe mich zum Beispiel immer wieder bei der Suche in Google nach Anbietern, die inzwischen auch weitere Modelle für Linksschützen anbieten.

Deshalb meine Bitte:
Versammelt euch ihr in der Vergangenheit mit unpassenden Waffen ausgestatteten Jäger und Schützen und zelebriert gemeinsam die Zeit in welcher es eine große und hoffentlich in der Zukunft noch größere Auswahl an geeigneten Waffen gibt.

Tauscht euch aus, informiert euch gegenseitig über neue Optionen, Alternativen und nennt eure Wünsche für die Zukunft. Vielleicht sind wir gar nicht so wenige unserer Randgruppe und können uns so gegenseitig unterstützen.
 
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12 Feb 2018
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#2
Gute Idee. Bin auch Linksschütze und plage mich immer noch mit den unpassenden Schäften und Systemen rum. Habe nun nach langem Suchen eine Savage 10 mit Linkssystem und jetzt auch mit einem Schichtholzlochschaft in Links. BBF und Drilling habe ich nach längerem Suchen auch gradegschäftete gefunden. Einzig die CZ 527 und mein KK sind normale Rechtssysteme und Rechtsschäfte.
Mich würde ja die Merkel Helix interessieren aber laut Aussage Merkel im September 2017 kein Linkssystem vorhanden und auch nicht geplant.

Gruß der olle pudlich
 
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#3
Vor allem ist der erfreuliche Umstand besonders hervorzuheben, dass einige Hersteller auf einen Mehrpreis verzichten ! Leider nicht in allen Modelle Ihres Programmes … aber immer hin. Einige nehmen hier ja richtig Schotter...
 
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#4
Habe alles in links und wurde gerne noch eine Sauer 200/202 in links kaufen.
Da ist der Gebrauchtmarkt sehr schwierig bzw. völlig überteuert.
 
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#5
Vor allem ist der erfreuliche Umstand besonders hervorzuheben, dass einige Hersteller auf einen Mehrpreis verzichten ! Leider nicht in allen Modelle Ihres Programmes … aber immer hin. Einige nehmen hier ja richtig Schotter...
Ich bin beispielsweise nicht bereit einen Mehrpreis für ein Linkssystem zu zahlen. Deshalb wurde meine erste Waffe auch eine Tikka. Aber auch die Amis verlangen nicht wirklich einen Mehrpreis.
 
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#6
Einen moderaten Mehrpreis für z. b. Repetierbüchsen mit Linkssystem und ebensolchen Schaft zu verlangen, finde ich im Rahmen in Ordnung. Nicht aber, was eine Firma im Süddeutschen Raum für Linkshänder Waffen aufruft - schlicht unverschämt.
Bei Kipplaufwaffen, wo lediglich ohne Mehraufwand der Schaft in links gestaltet werden muß (man legt dafür einen Hebel an der Kopierfräse um) ist ein Mehrpreis für links inakzeptabel.
Ganz unverschämt wird es, wenn ein Vertreter einer immerhin sehr bekannten Waffenfabrik (die mit dem M) frech ins Gesicht sagt, für die paar linken Hansel lohnt sich es nicht.
 
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#7
Bei Kipplaufwaffen, wo lediglich ohne Mehraufwand der Schaft in links gestaltet werden muß (man legt dafür einen Hebel an der Kopierfräse um) ist ein Mehrpreis für links inakzeptabel.
Dann müsste jeder Mehrpreis für andere Kaliber auch unverschämt sein (das Programm ist ja vorhanden...). Auch wenn sich der Aufwand in Grenzen hält, den Linksschaft zu produzieren, dann bleibt immer noch der Aufwand, ihn von den Rechtsschäften zu trennen, logistisch richtig zu versenden, etc. So ganz ohne Aufwand ist das nicht verbunden.

Auch bei Repetierbüchsen, man kann das System nicht einfach im CAD-Programm spiegeln bzw. wenn, dann wären Läufe für Linkswaffen auch nicht mit Rechtswaffen kompatibel. Das muss von Anfang an in die Verschlusskonstruktion einfließen.
 
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#8
Habe hier schon Threads mit diversen Linkshänderthemen gestartet, die leider nur verhaltene Resonanz fanden. Hoffentlich ändert sich das mit diesem Thread.

Mehr noch als die Tatsache, dass Linkshänderwaffen oft einen Mehrpreis kosten ist für mich die Tatsache, dass wirklich schöne Waffen gar nicht für Linkshänder angeboten werden.

Wenn ich dann auch noch Jagdkollegen höre, die davon berichten, was sie gerade wieder für schmalen Geldbeutel bei E-Gun ersteigert haben, dann treibt mir das schon Tränen in die Augen.

@kuno: Geh doch nach solchen Aussagen vom Hersteller M doch ein paar Kilometer weiter zum Hersteller H. Tolle Waffen, fast alle in links und das zu einem hervorragenden Preis.
 
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#11
Dann müsste jeder Mehrpreis für andere Kaliber auch unverschämt sein (das Programm ist ja vorhanden...). Auch wenn sich der Aufwand in Grenzen hält, den Linksschaft zu produzieren, dann bleibt immer noch der Aufwand, ihn von den Rechtsschäften zu trennen, logistisch richtig zu versenden, etc. So ganz ohne Aufwand ist das nicht verbunden.

Auch bei Repetierbüchsen, man kann das System nicht einfach im CAD-Programm spiegeln bzw. wenn, dann wären Läufe für Linkswaffen auch nicht mit Rechtswaffen kompatibel. Das muss von Anfang an in die Verschlusskonstruktion einfließen.

Einen Linksschaft von den rechten logistisch zu behandeln erfordert genau so viel Aufwand, wie die verschiedenen Holzklassenschäfte schnell erreichbar zu lagern.
Warum Läufe von Rechtshänderwaffen in Linkshänderwaffen nicht verwendbar sein sollen, mußt du mir erklären.
 
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#12
@kuno: Geh doch nach solchen Aussagen vom Hersteller M doch ein paar Kilometer weiter zum Hersteller H. Tolle Waffen, fast alle in links und das zu einem hervorragenden Preis.
Zu der Zeit, als ich mir meinen linken Repetierer zugelegt hab, hat die Firma H mit links auch noch nicht viel am Hut gehabt. Ich habe mich deshalb nach Süden, an die Firma Z gewandt.
 
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#13
Letztendlich bestimmt die Stückzahl den Preis. Und wenn die Aussicht auf wenige verkaufte Waffen dann zeigt, dass nicht der gewünschte Gewinn gemacht wird, dann wird die Option eben nicht abgeboten.

Dass hier viele Parameter einen Einfluss haben, ist auch klar und dann entscheidet der Hersteller, ob es sich für ihn lohnt oder nicht.

Das Thema Auffindbarkeit bei der Lagerhaltung sehe ich hier eher als Witz, abgesehen von den erhöhten Lagerkosten.
 
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#14
Einen Linksschaft von den rechten logistisch zu behandeln erfordert genau so viel Aufwand, wie die verschiedenen Holzklassenschäfte schnell erreichbar zu lagern.
Holzklassen mal außen vor - den da sind wir im individuellen Bereich, der eh sein Geld kostet. Nehmen wir einfach mal Standart-Schäfte. Wenn von 100 Gewehren 5 für Linksschützen sind, dann müssen diese 5 Schäfte den richtigen Systemen zugeordnet werden, und an den richtigen Büma verschickt werden, noch mit den richtigen Kalibern. Ich muss also aufpassen, an welches System ich den Linksschaft schraube.
Die Rechtsschäfte kann ich dann blindlings auf die übrigen 95 Waffen schrauben, und beim Versand auch nur an den richtigen Büma und das richtige Kaliber achten.


Warum Läufe von Rechtshänderwaffen in Linkshänderwaffen nicht verwendbar sein sollen, mußt du mir erklären.
Bei Repetierbüchsen. Öffne ich als Rechtsschütze den Verschluss, so macht die Verriegelungskammer eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn, beim Schließen im Uhrzeigersinn. Beim Linksschützen ist das Genau umgedreht.
Wenn nun die Repetierbüchse ein Linkssystem hat, müssen die Verschlusswarzen aber genau so greifen wie beim Rechtssystem. Ich muss also Verriegelungen konstruieren (und schon von Beginn an), die sich sowohl bei einer Links- als auch bei einer Rechtsdrehung verriegeln lassen.
Ansonsten braucht ein Linkssystem einen anderen Lauf.

Anders siehts bei Geradezugverschlüssen aus, hier hab ich das Problem mit dem Lauf nicht, da kann man eine andere Übersetzung konstruieren, so dass der Verschlusskopf immer die gleiche Drehung macht. Aber auch hier kann ich das System nicht einfach spiegeln, ich muss es enstrechend neu konstruieren.
 
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#15
Dachte dabei an eine Heym Express oder eine Sako Grizzly.
Für die Heym werden ja 18.000€s aufgerufen. Daher denke ich mal, das mit etwas finanziellen Mehraufwand so etwas zu realisieren wäre. Das diese dann 20.000€+ kostet dürfte auch schon egal sein.
Da bei einer solchen Waffe die Auflage eh nicht so hoch sein dürfte, verstehe ich, dass ein Linkssystem nicht angeboten wird.
Übrigens sind wir Linkshänder nur zu 10-15% in der Bevölkerung vertreten. Das wird auch bei Jägern so sein.
Bisher hatte ich kein Problem eine geeignete Linksversion von Waffen zu finden. Gebrauchte Kipplaufbüchsen/Drillinge sollten doch auch kein Problem darstellen. Backe wegschneiden, Schaft in den Dämpfer und in die Richtung gezogen wie man ihn braucht. Kann natürlich nur der Büxner, aber so könnte man auch zu einem Schnapper bei Waffen kommen.
 
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