Der mykenische Eberzahnhelm

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Es ist extrem schwer sich in die Zeit des Eberzahnhelmes zurückzusetzen da über diesen in einem Werk das hunderte Jahren später geschrieben wurde berichtet wird. Vergleiche mit späteren Gesellschaften zu ziehen ist sehr schwierig da man ja oft gar nicht mit Sicherheit weiß wie die Völker dieser Region in dieser Periode regiert wurden.
 
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Die Archäologe des Ende des 19° und Anfang des 20°Jahrhunderts, wenn man manche dieser Leuten schon so nennen darf, waren bei ihren Ausgrabungen an dem nicht alltägliche interessiert. Das hat viele Gründen gehabt, leider nicht immer die lobenswerten. Es ist aber sicher ruhmvoller Paläste und königliche Gräber freizulegen als armselige Hütten einer Dorfgemeinde oder Weiler, aber das alles gab ein sehr verzerrtes Bild einer Kultur wider die zu 99,99% auf einfache Leuten und Sklaven ruht. Dazu kommen dann noch die diversen literarischen Werken von den hier ausführlich gesprochen wurden und die auch nicht gerade ein realistisches Bild des Lebens der Menschen dieser Zeiten wiedergeben. Der heutige Archäologe beschäftigt sich unter anderem auch mit der Suche und dem Freilegen der einfachen Siedlungen, was oft viel besser eine Antwort auf einige noch offen stehenden Fragen liefert.
 
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Das weiß niemand so richtig. Es scheint damals auch schon reiche Leute gegeben haben die nicht zu der Führungsschicht gezählt haben.

Ich schreibe aber es scheint, weil es in dem ägäischen Raum für die Bronzezeit kaum schriftliche Zeugnisse gibt da es noch keine Schrift gab und wenn, dann ist sie nicht lesbar oder die Sprache nicht verständlich. Einiges was die diversen Kulturen dieser Periode und Region angeht ruht auf reiner Interpretation nach archäologischen Funden. Deswegen streiten sich ja oft die Gelehrten, und wer sich für das Thema interessiert muss Publikationen von unterschiedlichen Autoren lesen um sich ein persönliches bild machen zu können über diese sehr kontrovers diskutierte Themen.

Die Mythologie und andere literarische Werke der Antike wurden viel später verfasst, mehrmals revidiert und neuverfasst in Sprachen und Schriften die wir lesen können. Wie weit das alles mit den realen Ereignissen und Urerzählungen noch was zu tun hat, ist eine andere Frage.

Guido von List ist eines der bekanntesten Beispiele für eine Verhunzung der nordischen Mythologie. Und auch alle die in seinem Dunstkreis folgten.
 
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Esoteriker und andere Pseudowissenschaftler versuchen natürlich die Mythologie und andere diverse Epos für ihre Zwecke benutzen. Einige antike Autoren haben ähnliches getan aber vor allem um ihren Gebietern zu gefallen. Es war aber nicht immer Absicht. Viele Texten wurden erneut kopiert, zum Teil auch in anderen Sprachen übersetzt, und dabei ging sicher einiges ungewollt verloren und anderes kam dazu. Die Ilias ist ein gutes Beispiel dafür und nicht um sonst stellen Literaturwissenschaftler einiges in Frage wie zum Beispiel Raoul Schrott in seinem Buch Homers Heimat. Die Schriften des epischen Zyklus, davon die Ilias und die Odyssee als einzige noch komplett erhaltene Werken dieses Zyklus, waren Bestsellers über Jahrhunderte, müssten aber halt auch dafür in jeder Epoche in einer Koinè für alle die lesen konnten verständlich gemacht werden.
 
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Kaum noch einer kennt heutzutage Platos Gorgias, obwohl dieses Lehrstück die Kunst der Diskussion sehr gut darstellt.

Viele der Bücher Platons sind in Gesprächsform geschrieben, daher mitunter sehr komplex zu verstehen - allerdings auch häufig sehr interessant wegen der in ihnen eingebetteten Botschaften und Unterweisungen.
 
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Auf you-tube gibt es den Kanal Odyssey dort sind viele recht interessante Dokumentationen über altertümliche Kulturen.

Die meisten davon haben Spielfilm Länge...


Sehenswert und sehr informativ, man sollte aber der englischen Sprache mächtig sein.
 
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