Der Schaftholz-Leitfaden

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(...) bei normalem jagdlichen Gebrauch, sollte es schwer sein, einen Schaft von einem guten Markenhersteller oder einem privaten Büchsenmacher zu "zerstören" (...) einfach das Schaftholz wählen, dass zu Geschmack und Geldbeutel passt und dann solch eine Waffe nicht im Schrank in "Schönheit sterben lassen" sondern bei WInd und Wetter, durch Staub und Dreck führen (...)
Daher hatte ich ja auch den Kauf direkt beim Schäfter als "sichere" Methode aufgeführt, denn dafür ist er im Ernstfall haftbar bzw. lässt sich das entsprechend vereinbaren. Wenn ich mir auf eingene Faust ein Kantel suche muss ich halt auf ein paar Dinge achten.
Natürlich kann man auch mit dem feinsten Schaftholz (mit ungünstiger Maserung an stark belasteten Bereichen) über Stock und Stein, durch den tiefsten Morast oder sonst wo jagen gehen - keine Frage - nur zeigen doch die negativen Erfahrungen hier im Forum (die ich auch im Bekanntenkreis bestätigt bekommen habe und selbst auch bestätigen kann), dass das auch durchaus Mal schiefgehen kann.
Beim letzten Punkt bin ich aber ganz bei dir: Jagdwaffen gehören auch als solche geführt und eben nicht in die Vitrine. Ich lasse mir gerade meinen 98er komplett neu aufbauen und auch wenn das ganze Spiel am Ende nicht günstig sein wird, so wird die Waffe natürlich auch regelmäßig geführt - wenn alles passt wird es sogar meine am meisten geführte Waffe sein (war sie bisher allerdings auch schon). Es bringt mir ja nichts wenn ich mir eine Waffe auf mich maßschneidern lasse (mit Lauf, Abzug, Sicherung, Maßschaft und allem) und ich sie dann nicht benutzte - da brächte mir auch die optimalste Waffe nichts.

Holzklassen sind schön für die Preislisten der Hersteller (...)
Das sowieso, daher würde ich auch nie nach Klasse X schauen, sondern eben nach dem Holz was mir gefällt.

(...) woher hast Du die Info über tigerstripes? (...)
Hier im Forum hatte ich das an der ein oder anderen Stelle gelesen, z.B. hatte es @cast HIER erwähnt.
 
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Hier im Forum hatte ich das an der ein oder anderen Stelle gelesen, z.B. hatte es @cast HIER erwähnt.
Hab' mal nachgegoggelt. 👍 jetzt kann ich mir was drunter vorstellen. Fiddleheads sollten dann wohl oft bei höheren und höchsten Holzklassen zu finden sein, analog zu birdeyes beim Pfeifenholz.
 
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Hab' mal nachgegoggelt. 👍 jetzt kann ich mir was drunter vorstellen. Fiddleheads sollten dann wohl oft bei höheren und höchsten Holzklassen zu finden sein, analog zu birdeyes beim Pfeifenholz.
Tigerstripes sieht man erst wenn man dem Schaft einen ordentlichen Feinschliff und passende Ölung verpasst.
Bei der üblichen industriellen Behandlung günstiger Waffen wird man die nicht zu sehen bekommen auch wenn sie da sind.

Meine Wonderby de luxe hatte einen Lackschaft, da war gar nichts zu sehen, erst nach entlacken, schleifen und ölen kamen die Strukturen raus.
 
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Wobei man sehr aufpassen muss, da es sehr sehr viel Fakes mit Laser gemacht gibt.
Kennt keinen Unterschied, außer man würde anschleifen. Aber wer macht das schon freiwillig.
Ist auch ein Problem bei Messer. Gerade aus Russland kommt da extrem viel Fake. Früher haben die die100 Eur Messer auf den Markt geschmissen, heute machen die auf hochpreisige Messer. So um die 800 bis 1.500,-- Dollar Klasse.
Scheinbar fallen einige darauf rein.

Robert
 
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Wobei man sehr aufpassen muss, da es sehr sehr viel Fakes mit Laser gemacht gibt.
Kennt keinen Unterschied, außer man würde anschleifen. Aber wer macht das schon freiwillig (...)
Guter Hinweis (y) Lasern oder anderweitig einbrennen ("Lötkolben") - da gibt es ja schon einige Methoden und es sieht wirklich realistisch aus, wenn es gut gemacht ist.
Naja, abschleifen bzw. generell das Holz fein nachbearbeiten (inkl. Finish) macht ein guter Freund von mir grundsätzlich - auch bei Neuwaffen (ab Werk ist ihm das immer zu "grob" gearbeitet und nicht ordentlich genug).
Vor einiger Zeit hatte er sich mal einen Schaft für seine R93 besorgt und auch entsprechend bearbeitet - das Ergebnis: ein Großteil der Maserung war weg (war wohl doch nicht so ein "Schnapper" der Schaft). Danach hat er sich dann einen stark gebrauchten Schaft besorgt und aufgearbeitet (s. Foto, leider habe ich keins von vor der Bearbeitung).
R93.jpeg
 

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